Traumnovelle

1925

Das erzählerische Werk Band 9410

Arthur Schnitzler

(31)
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Beschreibung

"Wie gesichert die Ordnung einer Ehe auch sei, sie hat sich, herausgefordert durch Gedanken etwa an Abenteuer, Freiheit und Gefahr, zu erweisen. Der Reiz von etwas ganz anderem, außerhalb ihrer Liegenden, gedanklich Ungetreuen, will, wenn er sich einstellt, erfahren sein: in traumhafter Wirklichkeit, zumindest in -wirklichkeitsnahem Traum. Schnitzler erzählt dies in seiner unvergleichlichen Novelle von Fridolin und Albertine. Faszinierend schildert er in strenger Gliederung das parallele, stark erotisch bestimmte Erleben des Paares in einer Nacht: er ließ sich auf mysteriöse Weise in eine orgiastische Gesellschaft führen - sie ist in die Erregung eines unvergleichbaren Traumes geglitten. Die Fremde, die Fridolin in dieser leidenschaftlichen Nacht kennenlernt, opfert sich für ihn, weil in dieser bacchantischen Runde jeder Uneingeweihte, der sich hineinbegibt, zum Tode verurteilt ist; Albertine gibt sich im Traum einem eher zufälligen Bekannten hin und sieht ruhig zu, wie ihr Mann für seine Treue zu ihr sich kreuzigen läßt. Fridolin erkennt, als sie ihm dies erzählt, in der Fremden seine eigene Frau. Der Knoten löst sich:
die scheinbar voneinander unabhängige Versuchung des Mannes wie der Frau haben sich in Traumrealität entladen. Der Weg zueinander ist wieder frei durch die Erkenntnis der Gefahr, einander in der Gemeinschaft zu verlieren. Als Fridolin, noch un-sicher, fragt: »Weißt du das auch ganz gewiß?«, spricht Albertine es aus: »So gewiß, als ich ahne, daß die Wirklichkeit einer Nacht, ja daß nicht einmal die eines ganzen Menschenlebens zugleich auch seine innerste Wahrheit bedeutet.«

"Lieber und verehrter Dr. Schnitzler,
hingerissen haben wir die Traumnovelle hier gelesen, beide in einem Zuge, atemlos, und begrüßen Sie voller Bewunderung."
Thomas und Katja Mann

Arthur Schnitzler wurde am 15. Mai 1862 in Wien geboren. Nach dem Abitur studierte er Medizin, wurde Assistenzarzt an der Poliklinik und dann praktischer Arzt, bis er sich mehr und mehr seinen literarischen Arbeiten widmete. 1891 wurde Schnitzlers erstes Theaterstück uraufgeführt, 1895 erschien Schnitzlers erstes Buch bei S. Fischer in Berlin. Schnitzler starb als einer der größten österreichischen Erzähler und Dramatiker am 21. Oktober 1931 in Wien.

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 96
Erscheinungsdatum 01.02.1992
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-596-29410-7
Verlag Fischer Taschenbuch Verlag
Maße (L/B/H) 19,1/12,1/0,9 cm
Gewicht 94 g
Auflage 21. Auflage

Kundenbewertungen

Durchschnitt
31 Bewertungen
Übersicht
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Fehler?
von einer Kundin/einem Kunden aus Winterthur am 27.02.2021
Bewertet: gebundene Ausgabe

Warum stehen hier Bewertungen zum "Steppenwolf"? (eins zwo drei vier fünf sechs sieben acht neun zehn elf zwölf dreizehn vierzehn)

Nur für Verrückte
von einer Kundin/einem Kunden am 09.01.2021
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Es gibt definitiv nur wenige Bücher, die einem bereichern und neue Sichtweisen uns nah bringen: der Steppenwolf von Hermann Hesse ist eines jener.

Zeitloser Klassiker
von einer Kundin/einem Kunden aus München am 31.07.2020
Bewertet: Einband: Taschenbuch

"Der Steppenwolf" ist für mich das beste Buch von Hermann Hesse. Melancholisch und schön. Wenn sich jemand überlegt ein Buch von Hesse zu lesen, dann sollte es dieses sein!


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