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Die Schattenfrau / Erik Winter Bd.2

Der zweite Fall für Erik Winter

Erik Winter Band 2

Die Leiche einer Frau ohne Namen. Spuren, die alle ins Nichts zu weisen scheinen. Die aufgeladene Atmosphäre eines heißen schwedischen Sommers. Und ein verängstigtes Mädchen, das sich in dem Versteck, in dem es festgehalten wird, nach seiner Mutter sehnt. Kommissar Winter, dessen Vorliebe für guten Jazz und elegante Anzüge sich in Göteborg herumgesprochen hat, setzt sein ganzes psychologisches Feingefühl ein, um den Mörder - und das Mädchen - zu finden.

Portrait
Åke Edwardson, geboren 1953, lebt mit seiner Frau in Göteborg. Einige Monate im Jahr verbringt das Ehepaar im Süden Spaniens, in Marbella. Bevor Edwardson einer der weltweit erfolgreichsten Krimiautoren wurde, arbeitete er als Journalist u. a. im Auftrag der UNO im Nahen Osten.
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  • "Winter konnte die Blaulichter von weitem sehen, als er den Hügel Richtung Delsjömotet hinauffuhr. Ihr Schein schien östlich von ihm in der Luft zu rotieren. Fehlt nur noch ein Hubschrauber, dachte er.
    Ein junger Polizist in Uniform wartete mit blassem Gesicht an der Absperrung. Winter zeigte seinen Ausweis vor. Ein leiser Wind kam von Süden herauf. Der Tag war nah.
    "Warst du als Erster hier?"
    "Ja. Als der Notruf eingegangen ist, sind wir sofort losgefahren."
    "Der Anrufer. Ist er hier?"
    "Er sitzt dort drüben." Mit einem Nicken wies der junge Streifenpolizist ins Dunkel. Im Licht der Morgendämmerung erkannte Winter die Silhouette eines Kopfes vor der helleren Fläche des Morgenhimmels.
    Winter war mit einem Mal kalt. Die Reaktion seines Körpers auf die Erkenntnis, warum er hier war und was noch vor ihm lag. Er verspürte große Lust, sich einen Zigarillo anzuzünden, ließ es aber bleiben. Er brauchte dringend eine Tasse Kaffee. Wieder spürte er den Wind, der über die Haare an seinen O berschenkeln strich. Er trug Shorts, das Hemd hing locker darüber. "Wo kann ich langgehen?"
    "Bitte?"
    "Wo beginnt der gesicherte Pfad?"
    Der junge Polizist verstand offenbar nicht. Winter sah sich um. Die meisten Aktivitäten konzentrierten sich auf eine Stelle in fünfzig Meter Entfernung, vielleicht siebzig. Es war schwierig, da noch etwas zu erkennen. Er winkte, und drüben entdeckte ihn einer. Der Mann löste sich aus der Gruppe und kam auf Winter zu.
    "Ich bin auch gerade erst eingetroffen", sagte Kriminalkommissar Göran Beier. "Sie liegt dort drüben."
    Winter folgte ihm. Sie gingen geradeaus über den Parkplatz, zwischen zwei Autos hindurch, wandten sich nach links und vorsichtig weiter auf dem breiten Pfad zu einem breiten Graben, der von einer Kiefer und mehreren Birken teilweise verdeckt war. Der Pfad. Die Techniker hatten einen sicheren Weg markiert, an den sich alle halten sollten.
    Winter hörte ein Auto und blickte sich um. Ein paar Autoscheinwerf er, die nur wenig ausrichteten, nun, da der Himmel langsam hell wurde. Es war Ringmars Wagen. Ringmar stieg aus. Er würde den Zeugen vernehmen.
    Winter wandte sich wieder dem Graben zu. Unten lag eine Frau auf dem Rücken hinter der Kiefer. Er trat näher heran, damit er ihr Gesicht deutlicher sehen konnte. Sie konnte fünfundzwanzig oder dreißig oder sogar fünfunddreißig Jahre alt sein. Ihr Haar wirkte hell, aber das war schwer zu entscheiden, da es feucht war vom Morgentau. Sie trug einen kurzen Rock, eine Bluse und eine Strickjacke. Ihre Kleider schienen nicht in Unordnung zu sein. Sie starrte zu dem fahlen Himmel empor. Winter beugte sich näher über sie und glaubte, die kleinen roten Pünktchen an ihren Ohren und die kleinen geplatzten Äderchen in ihren offenen Augen zu erkennen. Sie war erwürgt worden, vermutete er. Aber er war kein Fachmann. Das Licht der Dämmerung reichte aus, um zu sehen, dass ihr Gesicht verfärbt und geschwollen war. Die Zähne lagen frei, als hätte sie gerade etwa s sagen wollen.
    Die Techniker von der Spurensicherung hatten sofort die Gerichtsmedizinerin zum Fundort gerufen.
    Winter nickte Pia Erikson Fröberg zu. Sie stand unten im Graben und las ihr Fieberthermometer ab. Es sah aus, als wartete die Tote auf das Ergebnis. Winter konnte die Augen nicht von der toten Frau abwenden. Sie schien den Blick vom Himmel abgewandt und auf Pias routinierte Bewegungen gerichtet zu haben.
    Sie ist in guten Händen, dachte Winter. Ihr Körper ist in guten Händen.
    Nach zwei Stunden waren die Einsatzkräfte mit der vorläufigen Arbeit fertig. Es war noch früh am Morgen. Die Leute von der Spurensicherung bedeckten den ganzen Körper der Toten mit einer durchsichtigen Klebefolie und warteten auf den Leichenwagen. Als das Auto ankam, legten sie den Körper in einem Plastiksack auf die Bahre und transportierten ihn in die Pathologie des Östra-Krankenhauses. ..."
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Beschreibung

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 528
Erscheinungsdatum 01.03.2002
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-548-60178-6
Reihe Ein Erik-Winter-Krimi 2
Verlag Ullstein Taschenbuch Verlag
Maße (L/B/H) 18,5/12,5/3,2 cm
Gewicht 394 g
Originaltitel Rop frän längt avständ
Auflage 8. Auflage
Übersetzer Wolfdietrich Müller
Buch (Taschenbuch)
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8,95
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inkl. gesetzl. MwSt.
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Durchschnitt
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Übersicht
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Winter ermittelt im Sommer
von Brigitte Bouman-Mengering aus Lingen (Ems) am 14.07.2013
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Kommissar Winter hat eigentlich Urlaub und soll sich nach Willen seiner Freundin eher auf die Beziehung konzentrieren,anstatt sich wieder in Mörderjagden verwickeln zu lassen.Aber er wäre nicht er selbst,wenn er das mit sich machen ließe,wobei aus seiner Sicht die Mörderjagd einfacher ist als ein Beziehungsgespräch.Eine junge Mu... Kommissar Winter hat eigentlich Urlaub und soll sich nach Willen seiner Freundin eher auf die Beziehung konzentrieren,anstatt sich wieder in Mörderjagden verwickeln zu lassen.Aber er wäre nicht er selbst,wenn er das mit sich machen ließe,wobei aus seiner Sicht die Mörderjagd einfacher ist als ein Beziehungsgespräch.Eine junge Mutter und ihr Kind sind verschwunden und kaum jemand vermisst sie wirklich.Und eine tote Frau,die scheinbar auch niemand sucht,geben Winter Rätsel auf.Nach dem erfolglosen Versuch,lässige Kleidung zu tragen,läuft er erst zur Hochform auf,als er wieder seine Massanzüge tragen darf.Eine verwobene,sehr spannende Geschichte,die mich sofort in ihren Bann gezogen hat.

Wirklch gut!
von einer Kundin/einem Kunden am 08.05.2005

Spanend und fesselnd geschrieben