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Die Maske

Erzählungen

Siegfried Lenz legt nach Schweigeminute und Landesbühne neue, hinreißende Lebens- und Liebesgeschichten vor.

Es ist Sommer geworden. Auf der kleinen Insel in der Elbmündung sind die ersten Feriengäste angekommen, und für den Wirt der Gaststätte Blinkfeuer hat die Saison begonnen. Da peitscht ein Unwetter von der Nordsee über die Insel, und als die Menschen sich wieder an den Strand trauen, liegt dort eine große Kiste, im Sturm über Bord gegangen von einem Schiff der China Shipping Container Lines. Darin befinden sich Masken, bestimmt für das Völkerkundemuseum in Hamburg. Die Menschen probieren die Masken an, sind plötzlich selbst Drache, Tiger oder Puma. Die vermeintliche Maskierung bringt das wahre Gesicht zum Vorschein. Daraus ergeben sich Komplikationen ...

"Der Mensch ist am wenigsten er selbst, wenn er für sich selbst spricht. Gib ihm eine Maske, und er wird dir die Wahrheit sagen." Oscar Wilde
Rezension
Alex Dengler, Deutschlands führender Buchkritiker, denglers-buchkritik.de, 21.11.11
Das waren drei von insgesamt fünf kleinen Erzählungen, die in diesem Buch versammelt sind. Der Altmeister der deutscheen Literatur, Siegfried Lenz, geboren 1926, schreibt wieder mal ein sehr unbefriedigendes Werk. Die Geschichten sind, außer der „Maske“, sehr kurz und vermitteln wenig, mit dem der Leser etwas anfangen kann. Zudem kommen in diesen Minigeschichten oft auch noch mehrere Personen vor, was das ganze noch weniger anziehend macht. Keine der Figuren, außer in der „Maske“, stecken voller Leben und kleinen Geschichten, sondern sind nur Skizzen vom Reißbrett. Es gibt Erzählbände, die die Strahlkraft von vielen kleinen Romanen haben (u. a. Peter Stamm), dieser gehört nicht dazu. Ein Erzählband, der noch mal das Bankkonto von Bestsellerautor Siegfried Lenz füllt, aber nicht die Fantasie der Leser anregt.
Portrait
Siegfried Lenz, 1926 im ostpreußischen Lyck geboren, zählt zu den bedeutendsten und meistgelesenen Schriftstellern der Nachkriegs- und Gegenwartsliteratur. Für seine Bücher wurde er mit vielen wichtigen Preisen ausgezeichnet, unter anderem mit dem Goethepreis der Stadt Frankfurt am Main, dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels und mit dem Lew-Kopelew-Preis für Frieden und Menschenrechte 2009. Seit 1951 veröffentlichte er alle seine Romane, Erzählungen, Essays und Bühnenwerke im Hoffmann und Campe Verlag. Er starb am 7. Oktober 2014 im Alter von 88 Jahren.
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Beschreibung

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 122
Erscheinungsdatum 27.10.2011
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-455-40098-4
Reihe Literatur-Literatur
Verlag Hoffmann und Campe
Maße (L/B/H) 20,7/13,3/1,8 cm
Gewicht 240 g
Buch (gebundene Ausgabe)
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Kundenbewertungen

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Kleine Geschichten des Lebens
von Uli Geißler aus Fürth am 27.09.2013
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Dieses Buch birgt fünf anrührende, bewegende und Lebensechte Erzählungen. Die vom Autor gewohnte literarische Tiefe erlangen sie leider nicht, wenngleich sie ansprechend unterhalten wie die Geschichte über den Maskenfund am Strand und die Verwandlung der Menschen, als sich mit dem zufälligen Aufsetzen der Masken ein ungesteuerte... Dieses Buch birgt fünf anrührende, bewegende und Lebensechte Erzählungen. Die vom Autor gewohnte literarische Tiefe erlangen sie leider nicht, wenngleich sie ansprechend unterhalten wie die Geschichte über den Maskenfund am Strand und die Verwandlung der Menschen, als sich mit dem zufälligen Aufsetzen der Masken ein ungesteuertes Spiel unter ihnen entspinnt, welches neue und alte Wahrheiten offenbart. Oder es ist der melancholische Bericht eines Schriftstellers über den verlorenen Sohn, dessen Lebensstationen er aus dem Krankenbett seiner Frau vorliest und sich beide in ein Leben träumen, das es so gar nicht gibt. Ähnlich überraschend und doch letztendlich harmlos endend kann man die Entwicklung von Eifersucht einer Frau auf das von ihrem Ehemann bei günstiger Gelegenheit aus dem Museum entwendeten Lieblingsgemälde erleben. Die Ausstrahlung des doch nur gemalten Portraits drängt sich so stark in den Lebensalltag der Beiden, dass es zu einem unausweichlichen Beziehungskonflikt führt. Die Erzählkunst des Autors reicht, um in den Geschichten ausreichend Atmosphäre zu erzeugen, dass sie besonders nennen kann. Das mag an der feinziselierten Beschreibung von Wesenseigenheiten der Protagonisten oder auch an den unerwarteten, aber Nachdenkens werten Auflösungen oder Enden seiner Lebens- und ein wenig auch Liebesgeschichten liegen. Und: in allen von ihnen steckt ein gehörig Maß an Lebensweisheit.

Vielsagend!
von M. Kisfeld aus Coesfeld am 15.05.2012

Siegfried Lenz erweist sich erneut als ein großartiger Erzähler. Sein Buch enthält fünf Geschichten, die sich zwischen Fantasie und Realität, Erlebtem und Erfundenem bewegen und sich mit der Suche nach der Wirklichkeit beschäftigen. "Nach eingehender Betrachtung", so verkündet er, "sind wir zu dem Schluß gekommen, daß keine Mas... Siegfried Lenz erweist sich erneut als ein großartiger Erzähler. Sein Buch enthält fünf Geschichten, die sich zwischen Fantasie und Realität, Erlebtem und Erfundenem bewegen und sich mit der Suche nach der Wirklichkeit beschäftigen. "Nach eingehender Betrachtung", so verkündet er, "sind wir zu dem Schluß gekommen, daß keine Maske es verdient hat, als Maske des Abends ausgezeichnet zu werden." Eine kleine, aber sehr feine Sammlung von Erzählungen.

Diesem kleinen Band mit fünf neuen Kurzgeschichten
von Birgitt Schweren-Wolters aus Krefeld am 09.01.2012

gibt die Haupterzählung den Titel. Gerade hinter einer Maske erscheint das wahre Gesicht ihres Trägers, er kann sich nicht wirklich verstecken. In allen Geschichten geht es Siegfried Lenz um die Frage: welche Vorstellung haben wir vom Leben, wie gehen wir mit Enttäuschungen und der Realität des Lebens um?


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