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Ludwig II. von Bayern

Beck Reihe Band 2719

Kaum eine deutsche Herrschergestalt ist so von Legenden umrankt wie der bayerische König Ludwig II.; so fällt es historisch interessierten Leserinnen und Lesern nicht leicht, ein zuverlässiges Bild von diesem Herrscher zu gewinnen. Hermann Rumschöttel bietet jedoch in seiner kurz gefassten, prägnanten Biographie Ludwigs II. einen klaren Überblick über Lebensweg, Politik und Persönlichkeit des Monarchen, ordnet ihn in seine Zeit ein und erhellt seine Stellung in dem ihn umgebenden innen- wie außenpolitischen Machtgeflecht. Besonderes Gewicht legt er auf Ludwigs Beziehungen zum Deutschen Reich und dem Reichskanzler Bismarck, auf seine Verehrung Wagners und auf seine Baupolitik. Aber der Autor umgeht auch nicht die Fragen nach den erotischen Präferenzen Ludwigs II., nach der verschwimmenden Grenze zwischen Exzentrik und Krankheit in seinem Auftreten und nach dem ebenso tragischen wie rätselhaften Ende des Königs. Ein Ausblick auf das reiche Nachleben Ludwigs II. beschließt den informativen und spannend zu lesenden Band.
Portrait
Hermann Rumschöttel war von 1997 bis zu seiner Pensionierung im Jahr 2008 Generaldirektor der Staatlichen Archive Bayerns; er ist Zweiter Vorsitzender der Kommission für bayerische Landesgeschichte bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften und Honorarprofessor an der Universität der Bundeswehr München. Er ist einer der profiliertesten Kenner der bayerischen Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts und hat ein umfangreiches OEuvre auf diesem Themenfeld vorgelegt.
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Beschreibung

Produktdetails

Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Seitenzahl 128 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 27.04.2011
Sprache Deutsch
EAN 9783406612176
Verlag C. H. Beck
Dateigröße 4449 KB
Verkaufsrang 26981
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Zum 125. Todestag
von Michael Lehmann-Pape am 23.01.2014
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Eine übersichtliche, nichtsdestotrotz aber durchaus fundierte, gut zu lesende und alle wesentlichen Punkte des Lebensweges darstellende Biographie legt Hermann Rumschöttel zum 125. Todestag des Bayernkönigs vor. Vor allem die kindlichen und jugendlichen Prägungen des Persönlichkeitsbildes Ludwigs bilden die zu Anfang gesetzte... Eine übersichtliche, nichtsdestotrotz aber durchaus fundierte, gut zu lesende und alle wesentlichen Punkte des Lebensweges darstellende Biographie legt Hermann Rumschöttel zum 125. Todestag des Bayernkönigs vor. Vor allem die kindlichen und jugendlichen Prägungen des Persönlichkeitsbildes Ludwigs bilden die zu Anfang gesetzte Grundlage, auf der Rumschöttel im Folgenden die verschiedenen, auch zeitlich bedingten, Einflüsse auf Ludwig und sein persönliches und politisches Handeln hin aufarbeitet. Von der detaillierten Beschreibung des „Königreiches Bayern“ geht der Blick auf die damals breit bewegende soziale Frage, den Regierungsstil Ludwigs in der Anfangszeit, die Einordnung in die Gründung des deutschen Reiches 1870-71, den Einfluss der starken Gestalt Bismarcks und die Folgen für die Politik in Bayern nach der Reichsgründung. Alles Momente, wie Rumschöttel überzeugend aufweist, die in Verbindung mit der Persönlichkeit Ludwigs Folgen hatten, die das politische Handeln, die Hinwendung zur Kunst, das „sich verlieren“ in „andere Wirklichkeiten“ mit bedingt haben. Eines Königs, den Spekulationen über seinen „geistigen Gesundheitszustand“ über dessen ganz Regierungszeit hinweg begleitet haben (oft entzündet an seinen baulichen Vorhaben). Eine „Unruhe“ in der äußeren Betrachtung, welche die labile Struktur der Persönlichkeit immer wieder beeinflussten. Nicht ohne Grund ist es ein psychiatrisches Gutachten, welches zu seiner Absetzung führte (und dass zu einer Zeit, in der die Psychologie, wenn überhaupt, gerade in den kleinsten Kinderschuhen noch steckte). Wie sehr Ludwig unter innere Spannung von Jugend an stand, gerade das ist als Gewinn der Lektüre dieses Buches herauszustellen. Von traumatischen Erlebnissen, erlebten Situationen der Überforderung bis hin zum „lebenslangen Kampf“ Ludwigs mit „autoerotischen und homoerotischen“ Neigungen als König in eine, für solche Neigungen, völlig verständnislosen und intoleranten Zeit. Ein differenziertes Bild bietet Rumschöttel von diesem „Drama eines Lebens“, das auch im Stil flüssig und geradezu spannend in Teilen zu lesen ist. Wer sich sachlich über Ludwig II. in seiner expliziten Persönlichkeit, den Gründen für diese und die Wechselwirkungen der Person mit den Zeitströmungen interessiert, ist mit diesem kleinen Buch bestens informiert.