Ich knall euch ab!

Nachw. v. Klaus Hurrelmann

Königs Erläuterungen Band 429

Morton Rhue

(20)
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Beschreibung

Gary und Brendan sind Außenseiter und werden von den "Stars" der Schulde gedemütigt und terrorisiert. Die Lehrer schauen weg. Allmählich reift in den Köpfen der beiden der Plan, es ihren Mitschülern und Lehrern - nach dem Vorbild der Amokläufer von Littleton - heimzuzahlen. Am Tag des Abschlussballs präparieren sie die Ausgänge der Turnhalle mit Bomben und stürmen das Fest.

Wichtig für den Schulunterricht: Seitenzählung unverändert!

Brendan ist neu an der Middletown Highschool und kann sich nur schwer in das neue Umfeld integrieren. Doch dann trifft er auf Gary und mit der Zeit entwickelt sich zwischen den beiden Außenseitern eine enge Freundschaft. Jahrelang werden sie von mehreren Football-Spielern, den Stars der Schule, gedemütigt und terrorisiert. Und die Lehrer tun nichts dagegen. Garys und Brendans Wut und Verzweiflung wächst zunehmend und sie beschließen, es ihren Mitschülern und Lehrern heimzuzahlen. Genauso wie es die Amokläufer in Littleton getan haben. Sie planen ein Attentat auf die Besucher des Schulabschlussballes in der Turnhalle. Als es dann soweit ist, präparieren sie die Ausgänge der Halle mit Bomben und stürmen das Fest. Die Schüler und Lehrer bangen als Geiseln um ihr Leben, während die beiden Amokläufer wahllos Schüsse abfeuern. Als sich allerdings herausstellt, dass sich auch Garys Freundin Allison unter den Gästen befindet, schlägt die Situation dramatisch um.

- Hochbrisante Thematik - eindringlich umgesetzt - Aus einer Vielzahl von Perspektiven erzählt - Aufrüttelnde Diskussionsgrundlage - Als Schullektüre empfohlen - Begleitende Arbeitshilfe für LehrerInnen - Mit einem Nachwort des Jugendforschers Klaus Hurrelmann - Lesereise im Frühjahr 2002

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 159
Altersempfehlung 14 - 99 Jahr(e)
Erscheinungsdatum 01.01.2002
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-473-58172-6
Verlag Ravensburger Verlag GmbH
Maße (L/B/H) 18/12,3/1,5 cm
Gewicht 150 g
Originaltitel Give a Boy a Gun
Auflage 27. Auflage
Übersetzer Werner Schmitz
Verkaufsrang 3678

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Kundenbewertungen

Durchschnitt
20 Bewertungen
Übersicht
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Ein dramatisches Thema wird real und aufklärend dargestellt
von einer Kundin/einem Kunden aus Augsburg am 09.01.2017

Ich wusste anfangs nicht, was mich bei diesem Buch erwarten würde. Der Titel ist ja doch eher reißerisch und lässt deshalb womöglich auf etwas ganz anderes vermuten, als es ist. Nämlich auf ein Buch, dass sich das Thema "Amoklauf" zunutze machen möchte. So ist es aber ganz und gar nicht, denn Morton Rhue möchte über die Thematik... Ich wusste anfangs nicht, was mich bei diesem Buch erwarten würde. Der Titel ist ja doch eher reißerisch und lässt deshalb womöglich auf etwas ganz anderes vermuten, als es ist. Nämlich auf ein Buch, dass sich das Thema "Amoklauf" zunutze machen möchte. So ist es aber ganz und gar nicht, denn Morton Rhue möchte über die Thematik aufklären, seine Leser darauf hinweisen. Handlung & Umsetzung Das Jugendbuch spielt nach dem geschehenen Amoklauf, sodass die Tat an sich im Nachhinein von unterschiedlichen Seiten beleuchtet wird. So lernt man die Mitwirkenden kennen und wird bruchstückhaft an das Geschehene herangeführt. Dabei geht es die meiste Zeit um die Entwicklungen in der Highschool Jahre vor dem einen verhängnisvollen Abend. Dieser nimmt nur einen kleinen Teil des Buches ein. Charaktere Am interessantesten im ganzen Buch sind wohl die unterschiedlichen Charaktere. Da gibt es zum einen die Sportler und Beliebten der Schule, die nicht verstehen können, wieso jemand einen Amoklauf planen sollte, deren Leben in der Schule gut läuft und die nichts schlimmes daran sehen, ihre Mitschüler zu hänseln. Aber es gibt auch die, die selbst nicht so weit oben in der Rangordnung einer Highschool stehen und die Gefühle und Empfindungen der Amokläufer nachvollziehen können. Gerade diese vielfältigen Meinungen sind unglaublich interessant. Schreibstil & Gestaltung Das besondere an diesem Buch ist, dass die Geschichte in Interviews erzählt wird. Durch die Interviews der beteiligten Lehrer und Schüler erfährt man, wie es in der Highschool Jahre vor dem Amoklauf war und auch während dem Amoklauf. Unterbrochen wird das ganze hin und wieder von Chatverläufen, Emails oder Teilen der Abschiedsbriefe der beiden Amokläufer. Das macht das ganze noch spannender und realer. Fazit: "Ich knall euch ab!" ist ein tolles Buch darüber, was Unterdrückung und Mobbing mit einem Menschen anstellen kann. Es zeigt, dass es hoffnungslosen Menschen alle Skrupel und Zurückhaltung nehmen kann. Meiner Meinung nach kann man von diesem Roman eine Menge lernen und fürs wahre Leben herausziehen.

Schulmassaker auf dem Abschlussball
von Kerstin Stutzke aus Berlin am 08.12.2015

Brendan und Gary sind Schüler, wie es viele an der Highschool gibt - sie sind Mobbingopfer. Seit Jahren werden sie, jedoch nicht nur sie, immer wieder systematisch fertig gemacht. Lange haben sie stillgehalten, doch ihr Hass ist mittlerweile ins Unermessliche gestiegen. Der 20. April 1999 änderte für die beiden alles. An diesem ... Brendan und Gary sind Schüler, wie es viele an der Highschool gibt - sie sind Mobbingopfer. Seit Jahren werden sie, jedoch nicht nur sie, immer wieder systematisch fertig gemacht. Lange haben sie stillgehalten, doch ihr Hass ist mittlerweile ins Unermessliche gestiegen. Der 20. April 1999 änderte für die beiden alles. An diesem Tag verübten der 18-jährige Eric Harris und der 17-jährige Dylan Klebold das Schulmassaker von Littleton. Seit diesem Tag reift in ihnen der Plan, es den beiden nachzutun und mit einem großen Knall abzutreten, aber sie werden nicht alleine gehen, nein, sie werden die mitnehmen, die ihnen in den letzten Jahren das Leben in der Schule zur Hölle gemacht haben. Am Abend des Abschlussballs soll es endlich soweit sein ... Schulmassaker auf dem Abschlussball! Der Plot wurde erschreckend realistisch erarbeitet. Faszinierend fand ich, dass man als Leser teils innerhalb des Geschehens auf dem Abschlussball dabei war und parallel dazu durch diverse Nebencharaktere erfuhr, wie es zu dieser Tat kommen konnte. Die Figuren wurden authentisch erarbeitet. Immer wieder habe ich mich im Geiste gefragt, wie viel Hass und Leid ein Mensch ertragen kann, ehe die Situation derart eskalieren kann. Den Schreibstil empfand ich als sehr spannend zu lesen, sodass ich das Buch in einem Rutsch gelesen habe.

Perspektiven eines Amoklaufs
von NiWa am 07.03.2015

Gary und Brendan haben den schikanösen Umgang satt. Von den Sportstars der Schule herumgeschubst und von den Lehrern systematisch ignoriert, kommen die beiden Jungen zu dem Schluss, dem ein Ende zu setzen. Ein Ende mit Pauken und Trompeten oder eher - mit Waffen und Bomben - damit sie alle endlich kapieren, dass sie sich das nic... Gary und Brendan haben den schikanösen Umgang satt. Von den Sportstars der Schule herumgeschubst und von den Lehrern systematisch ignoriert, kommen die beiden Jungen zu dem Schluss, dem ein Ende zu setzen. Ein Ende mit Pauken und Trompeten oder eher - mit Waffen und Bomben - damit sie alle endlich kapieren, dass sie sich das nicht gefallen lassen. Morton Rhue arbeitet einen fiktiven Amoklauf an einer amerikanischen Schule auf. Dabei verwendet er die Retrosperktive und lässt Schüler, Lehrer und Angehörige rückblickend über die Ereignisse resümieren. Dieser Rückblick ist zwar interessant, aber leider auch sehr verwirrend gestaltet. Es werden Episoden aus Garys und Brendans Leben geschildert und danach kommen andere beteiligte Personen anhand kurzer Statements zu Wort und sie erzählen, was sie sich dabei gedacht und wie sie diese Ereignisse erlebt und interpretiert haben. Hier war es für mich schwierig den Überblick über die vielen Personen zu behalten. Zwar gibt es am Ende des Buches ein Personenverzeichnis, mir wäre aber lieber gewesen, wenn unter den Statements nicht nur die Namen der Personen sondern auch immer ihre Rolle als Mitschüler, Sportler, Nachbar, … usw. vermerkt gewesen wären. Trotzdem war es - wie bereits erwähnt - doch interessant zu lesen, weil gerade durch diese Vorgehensweise viele mögliche Motive für die Bluttat beleuchtet aber auch hinterfragt werden und die Charaktere von Gary und Brendan aus verschiedensten Sichtweisen dargestellt werden. Weiters gibt es Auszüge aus Chats und Emails der Täter, die weitere Rückschlüsse auf ihre Motivation zulassen und einem gleichzeitig die Hilflosigkeit der beiden vor Augen führt. Man merkt, dass Morton Rhue die realen Amokläufe der letzten Jahrzehnte aufgearbeitet, mit Experten besprochen und vor dem Schreiben ausgiebig recherchiert hat. Der einfache Schreibstil wird meiner Ansicht nach nicht nur der authentischen Ausdrucksweise der beteiligten Personen gerecht sondern auch der jugendlichen Zielgruppe, für die ein komplexes Thema eingängig aufgearbeitet wurde. Mit dem Ende bin ich persönlich leider gar nicht einverstanden. Es hat mir zuviel von heiler Welt, was so überhaupt nicht zu dieser ernsten Thematik passen will. Ich denke, dass Morton Rhue die Jugendlichen nicht allzu sehr schockieren oder gar verängstigen wollte, und sich deshalb anhand dieses Ausgangs geholfen hat. Für mich war dieses Buch eine gute und interessante Lektüre, allerdings hätte ich mir mehr Tiefgang und Realitätsbezug gewünscht, aber für Jugendliche, die sich mit diesem Thema auseinandersetzen, halte ich es für durchaus empfehlenswert. © NiWa


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