Verräter wie wir

Roman

John le Carré

(4)
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Beschreibung

Dima ist die Seele der russischen Mafia. Seit seiner Zeit als Gefangener im Gulag hat er sich an ihre Spitze hochgearbeitet. Sein Spezialgebiet: die Geldwäsche. Doch seine Tage sind gezählt. Er hat Feinde unter den mächtigen Weggefährten. Um das Überleben seiner Familie zu sichern, geht er einen Pakt mit dem Westen ein. Er bietet sein Wissen im Tausch gegen ein Leben in England. Eine Sensation für den britischen Geheimdienst, der einwilligt. Aber die Agenten stoßen auf einen bedrohlichen Widerstand. Der lange Arm der Mafia reicht bis weit in den Westen. Wie lange wird Dima seine russischen Freunde täuschen können? Verräter wie wir ist ein leidenschaftlicher Roman über die Korrumpierbarkeit des Westens und über die Zerbrechlichkeit der Demokratie.

John le Carré, 1931 geboren, studierte in Bern und Oxford. Er unterrichtete in Eton, bevor er während des Kalten Krieges für den britischen Geheimdienst arbeitete. Fast sechzig Jahre war dann das Schreiben sein Beruf. 2011 wurde er mit der Goethe-Medaille ausgezeichnet. Er lebte in London und Cornwall. Am 12. Dezember 2020 ist John le Carré verstorben.

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 416
Erscheinungsdatum 10.11.2011
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-548-28391-3
Verlag Ullstein Taschenbuch Verlag
Maße (L/B/H) 18,8/12,1/3 cm
Gewicht 296 g
Originaltitel Our Kind of Traitor
Auflage 4. Auflage
Übersetzer Sabine Roth
Verkaufsrang 86967

Kundenbewertungen

Durchschnitt
4 Bewertungen
Übersicht
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Verräter wie wir
von einer Kundin/einem Kunden am 08.04.2014
Bewertet: Medium: Hörbuch (CD)

le Carré schreibt ganz anders. Literarisch ist auch dieses Buch sehr beeindruckend. Allerdings erwartet der "normale" Leser hier etwas anderes. Die Geschichte wirkt auf den ersten Blick sehr spannend. Ein rasanter Krimi oder eben sogar ein Thriller. Die Handlung sollte nur so dahinfliegen. Und genau das passiert nicht. Statt des... le Carré schreibt ganz anders. Literarisch ist auch dieses Buch sehr beeindruckend. Allerdings erwartet der "normale" Leser hier etwas anderes. Die Geschichte wirkt auf den ersten Blick sehr spannend. Ein rasanter Krimi oder eben sogar ein Thriller. Die Handlung sollte nur so dahinfliegen. Und genau das passiert nicht. Statt dessen dehnen sich manche Szenen doch recht lang. Ich kann gut verstehen, dass so manch ein Leser enttäuscht ist. Doch im Grunde ist le Carré auch nicht dafür bekannt, sondern durch eine sehr eigene und professionelle Sprachgewalt. Er ist literarisch sehr beeindruckend, der Stil etwas ganz besonderes. Ich habe mich diesmal bewusst dem Hörbuch gewidmet und kann auch dies sehr empfehlen. Allerdings erfreute mich eben eher die Wortauswahl. Wer einen rasanten, spannungsgeladenen Krimi erwartet, wird eher enttäuscht.

Verräter wie wir.
von Gisela Busemann aus Leer (Ostfriesland) am 16.01.2012

John le Carre ist für mich einer der besten Autoren weltweit. Seinen Weltruhm begründete er mit seinem hervorragenden Buch, der Spion der aus der Kälte kam. Danach hat er seine Fans immer wieder mit hervorragender Lektüre verwöhnt. Er ist eine Güteklasse für sich. Er vermittelt dem Leser immer, dass Verbrechen viele Gesichte... John le Carre ist für mich einer der besten Autoren weltweit. Seinen Weltruhm begründete er mit seinem hervorragenden Buch, der Spion der aus der Kälte kam. Danach hat er seine Fans immer wieder mit hervorragender Lektüre verwöhnt. Er ist eine Güteklasse für sich. Er vermittelt dem Leser immer, dass Verbrechen viele Gesichter hat, dieses ist ihm mit seinem neuen Buch „Verräter wie wir“ ganz wunderbar gelungen. Es geht in dieser Geschichte um Verrat, Macht und den Traum von Freiheit. Der Russe Dima ist ein führender Kopf der russischen Mafia, Geldwäsche ist sein Spezialgebiet. Aber nicht nur Freunde und Sympathisanten säumen seinen Weg, die Zahl seiner Feinde ist nicht zu unterschätzen. Als es um das Überleben seiner Familie geht, kennt er keine Skrupel und bietet sein ganzes Wissen dem westlichen Geheimdienst an, im Tausch gegen die Sicherheit in Europa. Was anfangs scheinbar funktioniert, stellt sich letztendlich als trügerisch heraus, denn Dima hat die Macht und die Fähigkeiten der Mafia unterschätzt. Le Carre gibt Einblick in die Machenschaften krimineller Vereinigungen und zeigt auf, dass auch Geheimdienste weltweit bestechlich und käuflich sind. Auch wenn ich in der Vergangenheit schon das eine oder andere Buch von ihm spannender fand, so ist dies, hier rezensierte, lesenswert und die Freunde des Autors finden alles, was ihn und seinen Stil ausmacht.

Kein Meisterwerk
von Wolkenkratzer am 12.12.2011

Nachdem mir die Leseprobe zu „Verräter wie wir“ so gut gefallen hatte, bin ich mit sehr positiven Erwartungen an das Buch herangegangen. Doch leider kann ich mich der Begeisterung der anderen Leser hier nicht anschließen. Dafür fand ich die Geschichte einfach zu langweilig. Auf den ersten ca. 170 Seiten geht es um die Anfangspha... Nachdem mir die Leseprobe zu „Verräter wie wir“ so gut gefallen hatte, bin ich mit sehr positiven Erwartungen an das Buch herangegangen. Doch leider kann ich mich der Begeisterung der anderen Leser hier nicht anschließen. Dafür fand ich die Geschichte einfach zu langweilig. Auf den ersten ca. 170 Seiten geht es um die Anfangsphase der Beziehung zwischen Dima und seiner Familie auf der einen und Perry und Gail auf der anderen Seite. Anstatt diese Zeit aber einfach in einem fort vor dem Leser ablaufen zu lassen, wählt le Carré die Variante, dass Gail und Perry ihre Erlebnisse nachträglich einigen Geheimdienstleuten berichten müssen. Dadurch wird die Handlung immer wieder durch einen Zeitwechsel unterbrochen und verliert an Spannung. Irgendwann nervten mich diese Einschübe extrem. Der darauf folgende Teil, in dem Hector, der Direktor der Abteilung Sonderprojekte, ins Spiel kommt, ist ebenfalls etwas langatmig und trocken geraten. Zwar scheint John le Carré sich wirklich viele Hintergrundinformationen über die skrupellosen Geschäfte der Russen-Mafia und die Methoden der internationalen Geldwäscherei angeeignet zu haben, er ist aber leider nicht in der Lage, diese Thematik im Interesse des Lesers aufzubereiten. Ein eleganter Schreibstil reicht dazu nicht aus. Ich bin absolut kein Fan von actionlastigen Büchern, aber hier passierte mir einfach zu wenig. Leicht hölzerne Dialoge und eine zähflüssige Handlung sind für mich keine gute Unterhaltung. Abgesehen von seinem enormen Wissen muss man dem Autor zugute halten, dass er einen sehr feinen Humor in seine Geschichte einbringt und auch die Charakterbeschreibungen sehr gut beherrscht. Leider haben mich die persönlichen Geschicke der einzelnen Personen aber nicht fesseln können. Nataschas Schicksal beispielsweise war mir schlichtweg egal. Die einzige Figur, die ich sympathisch fand, war Dima mit seinem Delphingesicht und seinem Hang zum Familiären. Obgleich er ja nun nicht im eigentlichen Sinne zu den Guten zählt. Das Ende der Geschichte war mir persönlich zu endgültig und mir fehlten ein paar weiterführende Hinweise bezüglich der Zukunft einiger Personen. Wie schon zuvor war mir der Stil zu nüchtern und irgendwie auch überkonstruiert. Viele Entwicklungen kamen mir nicht natürlich vor und viele Figuren ebenfalls nicht. Fazit: Einfach nicht mein Thema! Schade, denn ich hatte mir sehr viel mehr von dem Buch erhofft!


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