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Schutzpatron. Kommissar Kluftinger 06

Kluftingers neuer Fall

Kluftinger Band 6

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Taschenbuch
gebundene Ausgabe
Endlich kehrt der prachtvolle Burgschatz mit der Reliquie von St. Magnus, dem Schutzpatron des Allgäus, nach Altusried zurück. Vor Jahrzehnten wurde unter der Burgruine Kalden der sagenhafte Schatz gefunden und ging auf weltweite Ausstellungsreise. Nun muss Kluftinger an einer Arbeitsgruppe teilnehmen, die eigens für die Sicherung der Kostbarkeiten gegründet wurde. Priml! Dabei hat er doch ganz andere Probleme: Er hat den Mord an einer alten Frau aufzuklären, der zunächst als natürlicher Tod eingestuft wurde. Oder hat das eine gar mit dem anderen zu tun? Kluftingers Nachforschungen werden dadurch erheblich erschwert, dass sein Auto gestohlen wird, was er aus Scham allerdings allen verschweigt – den Kollegen und sogar seiner Frau Erika. Das bringt ihn mehr als einmal in Bedrängnis. Vor allem natürlich, wenn Dr. Langhammer mit von der Partie ist …
Rezension
Alex Dengler, Deutschlands führender Buchkritiker, denglers-buchkritik.de, 13.06.11
Wenn eine bayerische Agatha Christie heute einen Ermittler erfinden müsste, dann wäre das genau ein Typ wie Kluftinger. Sein unverbrauchter Charme, seine beißende Kreativität und seine hinreißende Normalität machen aus Kluftinger einen Helden, bei dem sich der Leser Zuhause fühlt, denn er findet sich so oft wieder. Das Autorenduo Klüpfel und Kobr sind Deutschlands Vorzeigekrimipaten. Schutzpatron ist der neueste komödiantische Krimihit aus der Allgäuer Autorenschmiede. Ein heimeliger Heimatkrimi mit umwerfender Komik und diebischer Spannung. Zu den komischen Highlights des Romans gehören das Abhandenkommen von Kluftingers Auto und seine ungeahnten Folgen, Kluftingers erster Flug und Kluftinger in einem Bett mit Kollege Maier. Eine Watschen für jeden, der dieses Buch nicht liest.
Portrait
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  • Kuender ew ger, froher Wahrheit,
    unsres Land s Apostel, du,
    bringe uns ersehnte Klarheit
    und im Sturm der Zeiten Ruh.
    (Aus dem Magnuslied nach D. Haugg)
    Heiliger Antonius,
    kreizbraver Ma,
    fihr mi an des Plaetzle na,
    wo i mei Sach verlore ha.
    (Volksmund)
    Prolog"Wotan?"
    Reglos lauschte er in die vorabendliche Stille hinein. Kein Laut. Er drehte sich einmal um die eigene Achse, doch das diffuse Licht der heraufziehenden Daemmerung, das durch die Wipfel der knorrigen Baeume hinunter zum feuchten Waldboden drang, liess ihn nur wenige Meter weit sehen.
    "Wotan!"
    Wie immer, wenn er den Namen rief, war er ihm ein wenig peinlich. Selbst schuld, dachte er, niemand hat dich gezwungen, deinem winzigen Hund einen derart martialischen Namen zu geben. Aber er hatte den Kontrast so putzig gefunden: der kleine Dackel mit den krummen Beinchen und der Name der germanischen Gottheit. Langsam begann er sich Sorgen um ihn zu machen. Es war nicht Wotans Art, einfach so fortzulaufen.
    "Wotan?" Er schnippte seine Zigarette weg, trat sie aus und hielt inne. Hatte er da nicht etwas gehoert? Er blickte zurueck auf den Weg, der, mit Baumstaemmen befestigt, hinunter ans Flussufer fuehrte. Nichts. Vor ihm ragte das Plateau mit der Ruine auf. Bei ihrem Anblick froestelte es ihn. Nebelschwaden hatten sich auf der Wiese ausgebreitet und huellten die moosbewachsenen Steine des Turms in einen fahlen Schleier. Das Daemmerlicht hatte die Farben aus der Natur gewaschen, alles wirkte grau, trostlos und unheimlich. Er gestand es sich nur ungern ein, aber der Schauder, der von ihm Besitz ergriff, kam nicht von der Temperatur. Er versuchte sich einzureden, dass es nur die Angst um seinen Hund war, denn er wagte gar nicht, sich auszumalen, was passiert sein koennte, wenn Wotan nicht in Richtung Auto, sondern zum Steilufer gelaufen war. Muehelos haette er unter den Latten des Zauns dort hindurchschluepfen koennen, um dann Gerade als er seinen Blick mit einer boesen Vorahnung in Richtung Abgrund wandte, hoerte er ihn.
    Es war ein ungewoehnlich aggressives Knurren, aber es kam zweifellos von seinem Hund. Ohne zu zoegern, rannte er los, achtete nicht auf die Aeste, die ihm ins Gesicht peitschten, sprang ueber Wurzeln und welkes Laub, blieb stehen und lauschte, den Kopf geneigt, den Blick unbestimmt in die Daemmerung gerichtet. Da! Erneut ein Knurren. Es kam er kniff die Augen zusammen, als koenne er so seine Sinne schaerfen ja, es kam eindeutig von der Lichtung.
    Aus der Richtung des Gedenksteins flog Erde und Laub in hohem Bogen auf die Lichtung. "Wotan!" Sein Hund scharrte wie verrueckt in der Erde und knurrte den Waldboden an. Gar nicht auszudenken, was dieser Dreck auf den Polstern des neuen Autos anrichten wuerde. Nur noch Wotans Hinterteil ragte hinter dem Tuffstein hervor, dessen altertuemliche Inschrift an die "Veste Alt-Kalden" erinnerte, eine maechtige Burg, die einst hier in Altusried gestanden hatte. Er erinnerte sich noch, dass irgendeine Katastrophe ihr ein jaehes Ende bereitet hatte.
    "Hoer jetzt auf !", schrie er wutentbrannt, da das Tier nicht reagierte. Er stampfte dabei mit dem Fuss auf, was ein merkwuerdig dumpfes Geraeusch verursachte, als sei es unter der Grasnarbe hohl. Erschrocken hob der Dackel den Kopf, jaulte einmal kurz und kam auf ihn zu, da spuerte der Mann einen Zug modriger Luft von unten, hoerte das Krachen berstenden Holzes und fiel ins Bodenlose. Dann wurde es dunkel.
    Finsternis und Kaelte. Mehr nahm er zunaechst nicht wahr, als er wieder zu sich kam. Doch sofort gesellten sich rasende Kopfschmerzen hinzu, ein Haemmern hinter der Schlaefe, als wolle ihm jemand von innen den Schaedel sprengen. Unwillkuerlich fasste er sich an den Kopf, spuerte ein feuchtes, warmes Rinnsal und wusste, auch ohne es zu sehen, worum es sich dabei handelte: Blut. Sein Blut.
    Urploetzlich draengte sein Mageninhalt mit aller Gewalt nach oben, und er uebergab sich heftig. Mit dem Handruecken fuhr er sich zittrig ueber den Mund. Er versuchte, seine Ge
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Beschreibung

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 388
Erscheinungsdatum 31.05.2011
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-492-05205-4
Verlag Piper
Maße (L/B/H) 22,2/15,7/4 cm
Gewicht 637 g
Verkaufsrang 104073
Buch (gebundene Ausgabe)
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19,95
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inkl. gesetzl. MwSt.
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Kundenbewertungen

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37 Bewertungen
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Kluftingers sechster Fall
von meggie aus Mertesheim am 19.09.2018

Vor Jahren wurde ein sagenhafter Schatz in der Burgruine Kalden entdeckt. Dieser Schatz soll nun endlich in Altusried ausgestellt werden. Der enorme Wert benötigt natürlich einen gewissen Schutz. Doch Kommissar Kluftinger hat eigentlich eher mit einem ganz anderen Problem zu tun. Eine Tote in einer Werkstatt gibt den Ermittlern ... Vor Jahren wurde ein sagenhafter Schatz in der Burgruine Kalden entdeckt. Dieser Schatz soll nun endlich in Altusried ausgestellt werden. Der enorme Wert benötigt natürlich einen gewissen Schutz. Doch Kommissar Kluftinger hat eigentlich eher mit einem ganz anderen Problem zu tun. Eine Tote in einer Werkstatt gibt den Ermittlern Rätsel auf. Warum musste sie sterben? Außerdem wurde Kluftingers Auto gestohlen. Doch will er die Täter auf eigene Faust schnappen - und muss so vor seiner Frau Erika, seinem Sohn Markus und auch seinen Kollegen etliche Ausreden erfinden, warum er plötzlich nicht mehr mobil ist. Auch im sechsten Buch des Autorenduos hat es Kommissar Kluftinger nicht leicht. Durch die verschiedenen Probleme, die sich auftun, scheint es geradezu an einem Wunder zu grenzen, dass kein größeres Durcheinander entsteht. Der Kommissar muss nun zu allem eine Lösung finden, wobei das Hauptproblem wohl die Tote in der Werkstatt darstellt. Es ergibt sich jedoch schnell eine Verbindung zu dem Altusrieder Schatz, der in kurzer Zeit endgültig nach Hause zurückkehren soll und natürlich bei vielen für Aufregung sorgt. Kluftinger kann sich deshalb eigentlich nicht mit Kleinigkeiten aufhalten und drückt deshalb die Untersuchung der Autodiebstähle an seinen Kollegen Maier ab. Bis sein eigenes Auto gestohlen wird und er sich persönlich angegriffen fühlt. Der alte Passat ist für Kluftinger selbst ein großer Schatz und so nimmt er sich dem Problem auch noch an. Natürlich ist es klar, dass er dabei in viele Fettnäpfchen tritt und manchmal gar nicht so richtig weiß, was er da so tut. Das Problem "Auto" zieht sich dabei durch das ganze Buch. Kluftingers Frau Erika weiß nichts von dem Diebstahl und so muss der Kommissar mehrere Ausreden finden, warum nun plötzlich "zu Fuß gehen" so viel besser ist oder warum der Dienstwagen vor der Tür steht. Bis sich eine sehr knallige Lösung ergibt. Wie auch in den Vorbänden, ergeben sich hier etliche kuriose Szenen, bei denen man lachen muss. Der Kommissar zieht die Lacher aber auch förmlich an. Herrlich fand ich, wie Kluftinger und Maier zu den Kollegen nach Österreich reisen, um dort Hinweisen nachzugehen. Während Kluftinger und Maier sich freundschaftlich etwas näher kommen, ist es gerade Maier, der nun etwas mehr in den Vordergrund gerückt wird. Er wirkt menschlicher und man bekommt einen Einblick in sein Privatleben. Aber er bleibt weiter steif und seine Besserwisserrei macht ihn nicht sympathischer. Aber man erkennt, warum er so ist, wie er ist. Auch mit Dr. Langhammer hat es Kluftinger wieder zu tun. Diesmal in einer sehr heiteren Szene bei einem virtuellen Golfspiel. Kluftingers Abneigung ist diesmal besonders hoch. Doch seiner Frau Erika zuliebe reißt er sich zusammen und macht gute Miene zum bösen Spiel. Auch der Vorname Kluftingers bleibt weiterhin ein Geheimnis. Diesmal wird gar nichts verraten und es bleibt spannend. Das Ende ist diesmal sehr rasant und vor allem sehr interessant. Fazit: Kluftinger ist bei mir mittlerweile Kult.

besser als Mankel und Adler Olsen
von einer Kundin/einem Kunden aus Säriswil am 21.12.2016
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Die Kluftinger-Krimis sind zu meinen absoluten Spitzenreitern geworden! Die Mischung von Humor, Spannung und ländlicher Idylle trifft genau meinen Geschmack. Bereits bin ich am Lesen des nächsten Falls 'Herzblut'! 'Grimmbar' und 'Himmelhorn' stehen griffbereit im Regal und ich hoffe, dass noch viele weitere folgen werden!!

Klufti ist einfach Kult
von Igelmanu66 aus Mülheim am 17.09.2016
Bewertet: Einband: Taschenbuch

»In unserem Fall jedenfalls hatten wir Glück, weil die Frau verbrannt werden sollte. Und da wird standardmäßig obduziert, was die meisten nicht wissen. Sonst hätte niemand entdeckt, dass die Frau keineswegs an Herzversagen … gestorben ist, wie das der Arzt vermutet hat, sondern daran.« Böhm zog das Leintuch noch ein bisschen meh... »In unserem Fall jedenfalls hatten wir Glück, weil die Frau verbrannt werden sollte. Und da wird standardmäßig obduziert, was die meisten nicht wissen. Sonst hätte niemand entdeckt, dass die Frau keineswegs an Herzversagen … gestorben ist, wie das der Arzt vermutet hat, sondern daran.« Böhm zog das Leintuch noch ein bisschen mehr zurück, zeigte auf ihren Hals und winkte Kluftinger näher zu sich. … »Hier sind ganz klar Würgemale zu erkennen. Jedenfalls, wenn man danach sucht.« Der Kommissar stieß einen leisen Pfiff durch die Zähne aus. »Wie alt ist die Frau noch mal?« »Zweiundachtzig laut Totenschein. Ich geh mal davon aus, dass das stimmt.« »Sie ist mit zweiundachtzig noch erwürgt worden?« »Ja, und?« »Rentiert sich doch gar nimmer.« Sie sahen sich an. »Und jetzt?«, fragte der Kommissar. »Jetzt bist du dran.« Beinahe also wäre der Mord an der alten Dame gar nicht bemerkt worden. Nun aber ist Kriminalhauptkommissar Kluftinger fest entschlossen, den Täter zu finden. Sehr ärgerlich, dass sein Vorgesetzter gerade jetzt von ihm verlangt, in einer Arbeitsgruppe mitzuwirken, die sich um den Schutz einer kostbaren Reliquie kümmern soll, die in Kürze in einer neuen und aufsehenerregenden Ausstellung in Altusried gezeigt werden soll. Und als wenn er mit diesen beiden Dingen nicht schon mehr als genug zu tun hätte, wird auch noch sein heißgeliebter, „erst“ 30 Jahre alter Passat gestohlen… Der sechste Fall für Klufti. Ich mag an dieser Reihe besonders zwei Dinge: Zum einen die recht ungewöhnlichen Fälle und zum anderen natürlich Klufti selbst samt all seiner Marotten. Was den Fall angeht, steht ein raffinierter Kunstdiebstahl im Zentrum der Handlung. Sehr interessant fand ich dabei, die Planung der Aktion auf Seiten der „Bösen“ zu verfolgen. Auf der anderen Seite bemühen sich Klufti und seine Arbeitsgruppe mittels ausgefeilter Sicherheitsvorrichtungen dem befürchteten Diebstahl entgegenzuwirken. Wer letztlich die Nase vorn haben wird, bleibt bis fast zum Ende offen, das war sehr spannend! Klufti und seine diversen privaten Probleme und Eigenarten sind wie immer höchst unterhaltsam. Ob er zu Golfstunden bei Dr. Langhammer verdonnert wird, seiner angehenden Schwiegertochter gegenüber von einem Fettnapf in den nächsten springt oder versucht, seiner Erika den höchst peinlichen Diebstahl seines Autos zu verheimlichen – in jedem Fall hatte ich viel Spaß bei der Lektüre. Außerdem darf man sich auf ein Wiederlesen mit Valentin Bydlinski von der Wiener Kripo freuen, ein Vergnügen, auf das Klufti gern verzichtet hätte ;-) Fazit: Klufti ist einfach Kult. Für den Fan bleibt auch hier kein Wunsch offen.