Familienbande

Roman

Michael Degen

(3)
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Beschreibung

Er wütete und tobte, trank und frönte dem Exzess – doch vom übermächtigen Vater vermochte sich Michael Mann, genannt Bibi, sein Leben lang nicht zu befreien. Meisterhaft erzählt Michael Degen das Leben des ebenso exzentrischen wie hochbegabten jüngsten Sohnes von Thomas Mann: seine Kindheit im lieblosen Elternhaus, im kalten Zauber des Großschriftstellers, seine internationale Karriere als Bratschist. Dann der plötzliche Bruch – Michael Mann wird Professor für Germanistik in Berkeley und widmet sich bald dem Werk seines Vaters, um dessen Zuneigung er stets vergeblich gebuhlt hatte. Mit nur achtundfünfzig Jahren stirbt er an einer fatalen Mischung von Alkohol und Schlafmitteln. Als die greise Mutter Katia von seinem mutmaßlichen Freitod erfährt, meint sie nur: "Er hat ja eigentlich nicht alt werden wollen." Wo viel Licht ist, da ist auch viel Schatten. Michael Mann konnte nie aus dem Schatten seines Vaters treten. "Familienbande" erzählt Bibis Leben als Geschichte eines stillen Machtkampfes, eines Daseins, das im Bann allzu großer Talente und Einfl üsse zerstört wird. Ein starker, opulenter und anrührender Roman über die Familie Mann – von Bestsellerautor Michael Degen.

Michael Degen, 1932 in Chemnitz geboren, Schauspieler und Schriftsteller, überlebte den Nationalsozialismus mit seiner Mutter im Berliner Untergrund. Nach dem Krieg absolvierte er eine Ausbildung am Deutschen Theater in Berlin. Er trat an allen großen deutschsprachigen Bühnen auf und arbeitete mit Regisseuren wie Ingmar Bergman, Peter Zadek und George Tabori zusammen. Seine Autobiographie «Nicht alle waren Mörder» (1999) wurde zum Bestseller, es folgten deren zweiter Teil, «Mein heiliges Land» (2007), und der Roman «Familienbande» (2011) über Michael Mann, den jüngsten Sohn der Familie Mann.

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 476
Erscheinungsdatum 11.03.2011
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-87134-633-0
Verlag Rowohlt Berlin
Maße (L/B/H) 21,1/13,9/3,9 cm
Gewicht 592 g
Auflage 2. Auflage

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über das Los Nachfahre eines Genies zu sein
von Monika Völker-Stöbe aus Berlin am 08.02.2012

Generell bin ich skeptisch, wenn einer der gut spielen kann, auch schreiben will. Doch es ist Herrn Degen außerordentlich gut gelungen eine familiäre Milieuschilderung und beinahe ein Psychgramm eines vor-verurteilten Nachfahrens- der Spross eines großen, weltberühmten Mannes namens Mann- zu zeichnen. Der gewählte Sprachduktus s... Generell bin ich skeptisch, wenn einer der gut spielen kann, auch schreiben will. Doch es ist Herrn Degen außerordentlich gut gelungen eine familiäre Milieuschilderung und beinahe ein Psychgramm eines vor-verurteilten Nachfahrens- der Spross eines großen, weltberühmten Mannes namens Mann- zu zeichnen. Der gewählte Sprachduktus scheint mir sehr fein, auch eine Angleichung an die Gewähltheit eines Thomas Mann zu sein. Ich empfinde die Sprache als wohltuend unlapidar und zeitlos, wie auch dem beschriebenen Zeitabschnitt gemäß. Das Buch erhebt nicht den Anspruch einer Biograhie, worin nach meiner Ansicht seine Stärke liegt: Herr Degen komponiert aus den unbestreibar bestehenden Tatsachen und seinem eigenen Stil wie Empfinden ein neues Schönes. Das ist künstlerisches Tun! Besonders liebevoll erscheint mir auch die Ausgestaltung der Gret Moser, der Lebensfrau von Michael Mann. Auch sie hat sich als Künstlerfrau verstanden, die ihre eigenen Anprüche denen ihres Mannes unterordnet, aber dabei sogar in der Gewalterfahrung eigensinnig und voller Würde ist. Das Thema Selbstzerstörung wird als ein in der Familie Mann allgegenwärtiges beschrieben. Drogenkonsum und sogar Selbstmorde gehören fasst schon zum guten Ton und werden lakonisch entgegengenommen. Hat doch der Stammvater Thomas Mann eh längst festgelegt, wessen Leben und Existenz einen ihm gemäßen Wert besitzt. Überhaupt scheinen die Kinder wie Saatgut betrachtet worden zu sein, auf dessen Qualität die Eltern wenig Einfluß haben. Mit der BEzeichnung stehen seine Eigenschaften schon fest und so ist Michael "der Beißer", als Antipath betitelt vom Vater. Tragisch ist der Anklang an die Beschreibung der Gefühle des Michael Mann als Vater, der sich sehr früh zur Familiengründung entschloss: Das Gefühl von Fremdheit und Argwohn gegenüber dem eigenen Sohn scheint sich zu wiederholen, zu einem warmherzigen Kontakt wird es nie kommen. Eine solche Härte ist auch im hier und jetzt ein noch beobachtbares Phänomen und eben keine außerordentlich monströse Erscheinung... Nicht eben viele sind Kinder von Nobelpreisträger, aber vor den Ansprüchen ihrer Eltern zu bestehen, tun auch wir alle uns oftmals schwer.

Wunderbar
von Brigitte Bouman-Mengering aus Lingen (Ems) am 03.06.2011

Ich mag Michael Degen als Schauspieler.Hier versucht er sich als Autor und fasziniert mich.Die Geschichte des beinahe unbekannten Michael Mann nimmt mich mit.Von seinem übermächtigen Vater ungewollt,verachtet,versucht dieser kreative,künstlerisch begabte Mensch,seinen Weg zu finden.Aber daß ist in dieser Konstellation mit dieser... Ich mag Michael Degen als Schauspieler.Hier versucht er sich als Autor und fasziniert mich.Die Geschichte des beinahe unbekannten Michael Mann nimmt mich mit.Von seinem übermächtigen Vater ungewollt,verachtet,versucht dieser kreative,künstlerisch begabte Mensch,seinen Weg zu finden.Aber daß ist in dieser Konstellation mit dieser Familie nicht möglich.Zuletzt geht Michael Mann daran zugrunde.Michael Degen versteht es gekonnt, die Geschichte dieses Menschen mit all seinen Facetten zu erzählen.

Eine Zeitreise
von einer Kundin/einem Kunden am 22.04.2011

Dieses Werk kann man einfach nicht weglegen. Ein paar Vorkenntnisse über die Familie Mann sind von Vorteil, aber kein Muß. Degen schafft es in wunderbaren Formulierungen, seine Leser zu fesseln und zu begeistern. Einfach prima


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