A Serious Man

Michael Stuhlbarg, Richard Kind, Fred Melamed

(4)
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Beschreibung

Eigentlich lebt Larry Gopnik ein beschauliches Leben in einer kleinen jüdischen Gemeinde im Mittleren Westen der USA. Er ist ein liebender Ehemann, fürsorglicher Vater und erfolgreicher Professor. Aber irgendwie läuft plötzlich nichts mehr so wie gewohnt. Larrys Gattin verlangt plötzlich die Scheidung, um mit ihrem selbstgefälligen neuen Liebhaber zusammenleben zu können. Sein Sohn schwänzt die Schule, die Tochter bestiehlt ihn, um sich eine Nasekorrektur finanzieren zu können. Sein psychisch labiler Bruder hockt ständig auf seiner Couch. Und als ob die Familie nicht schon genügend Probleme bereiten würde, gerät auch noch Larrys Karriere ins Trudeln: Anonyme Briefschreiber verbreiten falsche Anschuldigungen über ihn, und außerdem versucht ein Student, ihn zu bestechen. Larry sucht Hilfe, und hofft diese bei einem Rabbi zu finden. Doch auch das ist leichter gesagt, als bekommen...

Die Blu-ray Disk aus dem Hause Universum bietet eine umwerfende Bildqualität, die alles aus der BD50 herausholt. Der Transfer kommt im 1080p/AVC MPEG-4-Format daher und bietet, bis auf die ersten paar Minuten, welche in 1.33:1 gefilmt wurden, ein Seitenverhältnis von 1.85:1. Der Schärfe- und Detailgrad, der während der gesamten Laufzeit erreicht wird, ist referenzverdächtig, denn das Gezeigte ist knackscharf, enorm plastisch und bis in die Tiefe perfekt aufgelöst. Eine der beeindruckendsten Sequenzen in Sachen Bildqualität ist die in den ersten Minuten stattfindende Szene im Büro des alternden Schuldirektors, dessen zerfurchtes und vom Alter geprägtes Gesicht eine Detailvielfalt aufweist, dass es schon fast unheimlich wirkt. Etwas ungewöhnlich ist hingegen die Farbbalance, die sehr stark in Sepia-Töne hineinreicht, aber gerade Hauttöne noch durchaus realistisch darstellt.

Wer sich über die teilweise weich auslaufenden Bildränder wundern sollte, dem sei gesagt, dass dies den Intentionen der Coens entspricht – denn immer dann wenn Marihuana ins Spiel kommt, wird dieser Blur-Effekt mal mehr oder weniger stark eingesetzt. Der Transfer ist bis auf diese optische Spielerei nahezu klinisch rein – Verunreinigungen oder gar Defekte gibt es nicht zu beobachten. Die Kompression des MPEG-4-Streams ist zudem völlig unauffällig und bleibt auch in den detailreichsten Szenen unbemerkt.

Es kommt selten vor, doch hier liegt mal wieder eine Disk zur Rezension vor, die tatsächlich mehr Bonusmaterial bietet als das US-Pendant, das lediglich mit drei Features ausgestattet wurde, welche auch hier vorliegen. Zwar sind gerade diese drei Beiträge auch die interessantesten, nichtsdestotrotz sind die zusätzlich verfügbaren Informationen sehenswert. Den Anfang macht hierzulande die Dokumentation „Becoming Serious“, welche versucht etwas Licht in die nicht ganz offensichtliche Geschichte zu bekommen. Da es sich hierbei um ein Extra handelt, das die Handlung und Hintergründe im Detail erklärt, sollte man sich hüten diesen Beitrag vor dem Film anzusehen, um sich nicht jeglichen Spaß am verworrenen Coen-Werk zu nehmen. In „Creating 1976“ bekommen wir einen Blick hinter die Kulissen, wobei sich die Informationen rund um die Entstehung des Sets drehen und weniger auf die Dreharbeiten selbst eingegangen wird. Weniger interessant ist das kurze Feature „Hebräisch für Nicht-Juden“.

Auf der deutschen Blu-ray Disk befinden sich im Vergleich zur US-Fassung noch zusätzlich ein knapp 12 Minuten dauerndes „Making of“, das leichte Überschneidungen mit dem Behind-the-Scenes Feature aufweist, sowie ein „Interview mit Michael Stuhlbarg“. Weiterhin findet man eine 10 Minuten dauernde, unkommentierte „B-Roll“ sowie „Trailer und TV-Spots“.

Die Disk kommt mit zwei DTS-HD Master Audio 5.1-Tracks sowohl in Deutsch als auch Englisch daher. Der Sound ist sehr stark auf die Dialoge fixiert, die wunderbar plastisch und gut aufgelöst von der Stereo-Front wiedergegeben werden. Trotz der dialoglastigen Ausrichtung bieten beide Tracks eine sehr gute Dynamik, die sich vor allem über den Soundtrack manifestiert. Auch die Umgebungsgeräusche profitieren von den sehr guten dynamischen Eigenschaften, wenngleich selbige insgesamt etwas zu zaghaft und sporadisch eingesetzt werden. Erstaunlicherweise darf auch der Subwoofer das eine oder andere Mal ordentlich mitmischen, was das Klangfeld erfreulich aufwertet.

Dass die Coens nicht gerade Mainstream produzieren zeigt sich nicht zuletzt an Werken wie BURN AFTER READING (USA, 2008) oder dem Oscar-prämierten NO COUNTRY FOR OLD MEN (USA, 2007). Leider war gerade der erst genannte nicht so überzeugend wie man sich das als Coen-Fan erhofft hätte, doch mit A SERIOUS MAN (FR/USA, 2009) finden die Gebrüder zu alter Stärke zurück. Das wohl persönlichste Werk der beiden Brüder seit langer Zeit, ist für den Otto-Normal-Zuschauer aber auch gleichzeitig das wohl am schwersten zu verdauende. Mit einer völlig abgefahrenen Eröffnungssequenz, gepaart mit einem langen Exposé sowie einer ganz eigenwilligen Erzählweise, machen es die Coens dem Zuschauer nicht gerade einfach sich für die bitter-böse, unglaublich deprimierende Tragik-Komödie zu begeistern.

Wer jedoch hinter die Fassade blickt und sich dem Erzählstil beugt, wird von der facettenreichen Inszenierung ebenso begeistert sein, wie von den hervorragenden schauspielerischen Leistungen. Gerade der bemitleidenswerte Protagonist, verkörpert von Michael Stuhlbarg, schafft es durch sein fast schon stoisches Durchhaltevermögen in den unmöglichsten Lebenssituationen den Zuschauer emotional auf seine Seite zu ziehen. Selten hatte ich ein solch starkes Bedürfnis einem (Film-)Charakter in den sprichwörtlichen Arsch zu treten, um ihn aus seiner Lethargie zu befreien, als es bei Larry Gopnik (aka Michael Stuhlbarg) der Fall war.

A SERIOUS MAN ist mindestens so genial wie A COUNTRY FOR OLD MEN, beide sind auf ihre Art und Weise sehr schwer verdauliche Filme, denen sicherlich von vielen Zuschauern der kalte Rücken gezeigt wird – anspruchsvolle Cineasten, bei denen es auch mal etwas ruhiger sowie unkonventioneller zugehen darf, sollten dieses Werk aber auf keinen Fall verpassen.

Technisch bietet die Blu-ray Disk eine fantastische Bildqualität mit hervorragenden Schärfewerten aber eigenwilliger Farbgebung und gelegentlicher Verfremdungen. Der Sound ist ansprechend aber nichts Außergewöhnliches. Das Bonusmaterial ist im Gegensatz zur US-BD besser ausgestattet, aber lässt immer noch die eine oder andere Wissenslücke zurück.

Subjektive Filmwertung: 8 von 10 komische jüdische Brauchtümer

Produktdetails

Medium Blu-ray
Anzahl 1
FSK Freigegeben ab 12 Jahren
Erscheinungsdatum 13.08.2010
Regisseur Joel Coen, Ethan Coen
Sprache Deutsch, Englisch (Untertitel: Deutsch)
EAN 0886976870997
Genre Komödie
Studio LEONINE Distribution
Spieldauer 105 Minuten
Bildformat 16:9 (1,85:1), HD (1080p)
Tonformat Deutsch: DTS HD 5.1, Englisch: DTS HD 5.1
Produktionsjahr 2009

Kundenbewertungen

Durchschnitt
4 Bewertungen
Übersicht
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1
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Anspruchsvoll tragisch..und komisch
von Vigo aus Jever am 09.07.2011
Bewertet: DVD

Story, Dialoge, Schauspieler : alles Champions-League! Eine Film-Perle, wie man sie heutzutage nur sehr selten findet.Ein weiteres Meisterwerk aus der Gebrüder-Cohen-Schmiede!Unbedingt ansehen!

Hiobs kleiner Bruder ?
von Leni Pawelczynski aus Wiesbaden am 26.09.2010
Bewertet: Medium: DVD

Wieviel kann ein braver jüdischer Ehemann und Vater ertragen? Wenn ich über die absurden Prüfungen des Helden nicht lachen musste, erinnerte er mich durchaus an den biblischen Pechvogel Hiob. Seine Frau liebt plötzlich eine Katastrophe von einem Mann, die Kinder sind Ego-Monster und der Bruder liebt Glücksspiel und Tiere. ... Wieviel kann ein braver jüdischer Ehemann und Vater ertragen? Wenn ich über die absurden Prüfungen des Helden nicht lachen musste, erinnerte er mich durchaus an den biblischen Pechvogel Hiob. Seine Frau liebt plötzlich eine Katastrophe von einem Mann, die Kinder sind Ego-Monster und der Bruder liebt Glücksspiel und Tiere. Die Coen-Brüder machen ihrem Ruf als geniale Erzähler von absurden Geschichten mit diesem Film alle Ehre!

Auf perfekte Weise absurd - oder: So ist das Leben!
von Silvio Kohler aus Basel am 16.08.2010
Bewertet: DVD

Eins vorweg: Wer kurzweiliges, starbesetztes Popcornkino will, oder ein Problem mit den Absurditäten des Lebens hat, sollte diesen Film gleich sein lassen. Wie immer bei Coen-Filmen gilt: Hasse es oder liebe es, dafür aber abgöttisch. Wie auch immer man dazu stehen mag, Tatsache ist, dass die beiden Regie-Brüder eine einmalig... Eins vorweg: Wer kurzweiliges, starbesetztes Popcornkino will, oder ein Problem mit den Absurditäten des Lebens hat, sollte diesen Film gleich sein lassen. Wie immer bei Coen-Filmen gilt: Hasse es oder liebe es, dafür aber abgöttisch. Wie auch immer man dazu stehen mag, Tatsache ist, dass die beiden Regie-Brüder eine einmalige Handschrift besitzen, wie nur wenige andere. Und zudem zeigen Filme wie dieser durch bizarre, überzeichnete Figuren, wie einem das Leben manchmal mitspielen kann. Bitterböse, sarkastisch, schräg - aber immer mal wieder saulustig - entscheiden Sie selbst, ob Ihnen das bekommt!

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