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Die Indoeuropäer

Herkunft, Sprachen, Kulturen

Beck Reihe Band 2706

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Taschenbuch
Harald Haarmann beschreibt anschaulich, was wir über die Ursprache der Indoeuropäer und ihre Urheimat in der südrussischen Steppe wissen, und erklärt, wie die berittenen Steppennomaden ab dem 4. Jahrtausend v.Chr. nach Westen und Osten gewandert sind. Allmählich vermischten sie sich mit anderen Kulturen und wurden schließlich in Persien, Indien, Westeuropa und andernorts sesshaft. Nicht nur die Sprachen der Indoeuropäer legen Zeugnis von dieser Entwicklung ab, sondern auch ihre Mythen sowie archäologische Funde.
Portrait
Dr. phil. habil. Harald Haarmann, geb. 1946, studierte Allgemeine Sprachwissenschaft und verschiedene philologische Einzeldisziplinen an den Universitäten Hamburg, Bonn, Coimbra (Portugal) und Bangor (Wales). Er lehrte und forschte an verschiedenen deutschen und japanischen Universitäten. Er ist Mitglied im Forscherteam des Research Centre on Multilingualism (Brüssel). Für seine Arbeit erhielt er diverse Preise: Prix logos (1999) der Association européenne des linguistes et des professeurs de langues (Paris) und den Premio Jean Monnet (1999) im Bereich Essayliteratur. Harald Haarmann lebt und arbeitet in Finnland.
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  • Die Spur der Sprachen: Forschung und Mythos

    Verwandtschaften – Der Ariermythos
    – Indoeuropäisierung

    1. Auf der Suche nach der Urheimat

    Südrussische Steppe oder Anatolien?

    Indoeuropäer und
    Uralier in Osteuropa

    2. Lebenswelten der frühen Indoeuropäer


    Das Pferd in der nomadischen Weidewirtschaft

    Prähistorische Klimaschwankungen als Auslöser der
    Migrationen

    Die Steppennomaden im Kontakt mit den Ackerbauern

    Wagenbau und Metallhandwerk – Neue Technologien

    Akkulturation und Sprachwandel

    3. Die Ursprache und ihre Verzweigung

    Struktur und Typik des Proto-Indoeuropäischen

    Kulturwandel und Sprachwechsel unter dem Druck der Elite

    Exkurs nach Mauritius: Die
    Entstehung einer Fusionssprache

    Die Geburt der Tochtersprachen

    4. Migration nach Westen (ab ca. 4000 v. Chr.)

    Die Symbiose mit Kultur und Sprachen Alteuropas

    Sprachkontakte zwischen Ackerbauern und Wildbeutern

    Die Ausbildung der Regionalkulturen in Europa

    Griechisch und Mazedonisch –
    Italisch – Kelten – Germanen – Slawen – Balten –
    Thraker – Illyrer

    und Messapier
    – Albaner – Veneter

    5. Migration nach Osten (ab ca. 2500 v. Chr.)

    Die Arier: Von Zentralasien nach Iran und Indien

    Arisch-dravidische
    Mischkultur – Die Urbevölkerung im Kontakt mit den
    Indo-Ariern

    Die Indo-Iranische
    Makrogruppierung

    Die Skythen
    – Indo-arische Sprachen – Altindisch: Vedisch und
    Sanskrit – Iranische Sprachen – Die Perser

    6. Indoeuropäische Außenlieger
    (ab ca. 2000 v. Chr.)


    Westchina

    Das Mysterium der Mumien von
    Ürümchi – Die Tocharer im
    Tarim-Becken

    Anatolien

    Die hethitische Mosaikkultur
    – Keilschrift und Hieroglyphen der Luwier – Die
    Phryger

    Südkaukasus: Die Armenier

    7. Indoeuropäische Sprachen heute



    Literatur

    Register der Völker und Sprachen

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Beschreibung

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 128
Erscheinungsdatum 30.03.2012
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-406-60682-3
Verlag C.H.Beck
Maße (L/B/H) 18,2/11,8/1,2 cm
Gewicht 136 g
Abbildungen mit 18 Abbildungen und 4 Karten
Auflage 2. durchges. Auflage
Verkaufsrang 33836
Buch (Taschenbuch)
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Ganz hervorragendes Büchlein für den Einstieg ins Thema.
von einer Kundin/einem Kunden aus Naumburg am 26.08.2017

Haarmann trägt den aktuellen Stand der Indoeuropäer-Forschung versiert vor, entbehrt mitunter aber des Mutes für ein Laienpublikum verständlich zu schreiben und ruhig einmal zuzuspitzen. So scheint er der These von der gewaltsamen Herrschaftsergreifung über die „Alteuropäer“ widersprechen zu wollen, und setzt an, die technologis... Haarmann trägt den aktuellen Stand der Indoeuropäer-Forschung versiert vor, entbehrt mitunter aber des Mutes für ein Laienpublikum verständlich zu schreiben und ruhig einmal zuzuspitzen. So scheint er der These von der gewaltsamen Herrschaftsergreifung über die „Alteuropäer“ widersprechen zu wollen, und setzt an, die technologische Fortschrittlichkeit der Indoeuropäer im Sinne einer ‚ Wissens-Herrschaft ‘ herauszuarbeiten – um sie sogleich zu verwerfen (Kupferwerkzeuge gab es bereits vor der indoeuropäischen Invasion im alten Europa) oder zur relativieren (der vierrädrige Wagen der indoeuropäischen Nomaden nützte in den europäischen Waldlandschaften nicht viel). Hilfreich wäre auch gewesen, dem Leser auf ein, zwei Seiten die (hypothetische) Sprachlandschaft vor Beginn der indoeuropäischen Migration(en) in Erinnerung zu rufen. Aller Bemühungen des Autors um Interdisziplinarität zum Trotz macht den Leser ratlos, dass die einzelnen Wissenschaften offenbar immer noch nicht zu einem übereinstimmenden Bild über die gesellschaftliche Situation im prähistorischen Europa zusammengefunden haben. So bleibt auch bei Haarmann die Beschreibung des Lebens der Indoeuropäer recht dürr und weitgehend auf die linguistische Beweisführung beschränkt. Trotz dieser Kritik – die ja nicht Haarmann als Einzelperson trifft – handelt es sich um ein ganz hervorragendes Büchlein für den Einstieg ins Thema. Haarmann orientiert sich an der sog. Kurgan-Theorie, wonach der Ursprung der Indoeuropäer in der Steppe zwischen Schwarzem und Kaspischem Meer zu suchen ist. Angeblich habe es sich um ein Volk von Viehnomaden gehandelt, das infolge eines Klimawandels zu(r) Migration(en) veranlasst worden sei. Die nach Europa vordringenden Nomaden hätten die Herrschaft über die dort lebenden Ackerbauern übernommen, und als Herrschaftssprache habe sich – nach einer Phase der Zweisprachigkeit – das Indoeuropäische zum vorherrschenden Idiom entwickelt. Sodann hätten sich die indoeuropäischen Einzelsprachen herausgebildet. Einzelne indoeuropäische Stämme seien bis nach Indien und Westchina vorgedrungen, wo sie – anders als in Europa – zumeist in Nachbarschaft mit den Ureinwohnern siedelten. Harald Haarmann (*1946) ist ein international anerkannter Sprachwissenschaftler. Er ist Vizepräsident des Institute of Archaeomythology in Sebastopol, Kalifornien. „Die Indoeuropäer“ ist eines von drei Büchlein, die von ihm in der Reihe C. H. Beck Wissen erschienen sind. Wie für die Reihe üblich, umfasst das Taschenbuch rund 120 Seiten, darin einige wenige Grafiken, Karten und Bilder sowie einen kurzen Literaturanhang. Das Buch gliedert sich in acht Kapitel im Umfang von 10 bis 20 Seiten: Die Spur der Sprachen [Einleitung], Auf der Suche nach der Urheimat, Lebenswelten der frühen Indoeuropäer, Die Ursprache und ihre Verzweigung, Migration nach Westen, Migration nach Osten, Indoeuropäische Außenlieger, Indoeuropäische Sprachen heute. Der Text baut somit nachvollziehbar aufeinander auf. Die Argumentation ist überwiegend sprachwissenschaftlich, wobei Haarmann stets bemüht ist, Forschungsergebnisse anderer Disziplinen einzubeziehen.