Das weisse Band

Christian Friedel, Ernst Jacobi, Leonie Benesch, Ulrich Tukur, Ursina Lardi

(8)
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Beschreibung

s/w Der Erste Weltkrieg scheint bereits unaufhaltbar. In einem unauffälligen ganz normalen Dorf in Norddeutschland gehen die Dinge ihren täglichen Gang. Der Dorflehrer leitet auch den Schul- und Kirchenchor, der sich aus den Kindern und Jugendlichen des Ortes zusammensetzt. Sie bilden einen Querschnitt der dortigen Gesellschaft, sind die Kinder von Gutsherren, Hebammen, Ärzten und Bauern. Dann beginnen Unfälle, die sich zunächst niemand so recht erklären kann. Je mehr davon passieren, desto stärker kristallisiert sich heraus, dass eine Methode dahinter zu stecken scheint: Die vermeintlichen Unfälle scheinen eine Art Bestrafung zu sein.

Geboren 1942. Studium der Philosophie, Psychologie und Theaterwissenschaft in Wien. 1967-1970 Redakteur und Fernsehspieldramaturg beim Südwestfunk (ARD) Seit 1970 freischaffender Regisseur und Drehbuchautor. Theaterproduktionen in Stuttgart, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, München, Berlin und Wien. Zahlreiche seiner Filme wurden international ausgezeichnet, u.a. Funny Games, Die Klavierspielerin, Code unbekannt, Wolfszeit, Caché. Das weiße Band offizieller deutscher Kandidat im Rennen um den OSCAR 2010 in der Kategorie "Bester nicht-englischsprachiger Film".

Ulrich Tukur, einer der wenigen international arbeitenden deutschen Schauspieler. Er lebt mit seiner Frau, der Fotografin Katharina John, in Venedig und in der Toskana.
Tukur hat u.a. Filmrollen in "Stammheim", "Wehner, die unerzählte Geschichte", "Bonhoeffer" und der "Der Stellvertreter" vorzuweisen. Er spielte sogar bereits neben George Clooney in "Solaris" von Steven Soderbergh.
Auch als Sänger und Musiker kann er zusammen mit den Rhythmus Boys große Erfolge wie etwa die CDs: "Wunderbar, dabei zu sein" und "Morphium" verzeichnen.
Im Jahr 2004 war er im Hamburger St. Pauli Theater in der Dreigroschenoper zu sehen.
Für seine Arbeiten erhielt er bereits zahlreiche Preise. 2005 erschien sein Erzählungsband "Die Seerose im Speisesaal."

Regisseur Michael Haneke entschied sich schon früh den Film in Schwarz/Weiß zu drehen, womit DAS WEISSE BAND (2009) zu den wenigen Vertretern dieser Gattung auf Blu-ray Disk zählt. Im Vergleich mit ebenfalls in Schwarz/Weiß erhältlichen Filmen wie CASABLANCA (1942) bietet dieser 1080p / AVC MPEG-4 Transfer im Seitenverhältnis von 1.85:1 (16:9) eine noch höhere Schärfe und eine besser Detaildarstellung. Das Bild wirkt von Beginn an sehr plastisch und bietet eine leichte Körnung, die jedoch niemals störend in den Vordergrund drängt. Szenen bei Tageslicht neigen zu leichtem Überstrahlen, bleiben aber gleichzeitig authentisch und natürlich. In dunklen Sequenzen fällt ab und an ein leichter Detailverlust bei dunklen Graustufenübergängen auf, die etwa die nächtliche Suche nach einem der Kinder nahezu wie ein Schattenspiel erscheinen lassen. Immer wieder sind auch etwas weichere Szenen zu beobachten, die auf Grund der fehlenden Körnung des Filmmaterials auf leichtes DNR schließen lassen.

Die Kompression arbeitet ohne Fehl und Tadel und wird somit höchsten Ansprüchen gerecht. Verunreinigungen oder Defekte jeglicher Art sind nicht festzustellen - hier wurde sauber gearbeitet. Insgesamt ist DAS WEISSE BAND (2009) als derzeitige Referenz im Schwarz/Weiß zu bezeichnen und lässt großartig restaurierte Werke wie CASABLANCA in machen Disziplinen im wahrsten Sinne des Wortes alt aussehen.

Die Extras liegen vollständig in 576i vor und sind für ein Werk, das mit einer solch hohen Anzahl an Auszeichnungen belohnt wurde doch etwas knapp geraten. Einzig das knapp 40 Minuten dauernde Making of bringt etwas Licht in die Entstehungsgeschichte des Filmes, zumal ein Audiokommentar leider fehlt. Eher oberflächlich aber dennoch interessant anzusehen ist das bei den „Filmfestspielen in Cannes“ aufgenommene, gleichnamige Feature, das Aufnahmen des Roten Teppichs sowie eine Pressekonferenz mit den Machern des Werkes zeigt.

Sehr ausführlich wird die Lebensgeschichte des Regisseurs Michael Haneke in dem 50 Minuten dauernden „Portrait“ beleuchtet. Leider ist das Material mit sehr vielen Ausschnitten aus früheren Filmen Hanekes angereichert, so dass ein gewisser Promotion-Charakter nicht ganz abzustreiten ist.

Die Blu-ray Disk bietet einen relativ unspektakulären, aber soliden DTS-HD 5.1-Track in deutscher Sprache. DAS WEISSE BAND bietet keinen Raum für direktionale Effekte oder heftigen Score-Einsatz. Die Performance konzentriert sich sehr stark auf die Dialogwiedergabe, die wunderbar plastisch auf der Stereofront abgebildet wird. Vereinzelt nimmt man auch ein paar Umgebungsgeräusche über die Rear-Kanäle war, dies ist jedoch eher eine Seltenheit. Die Sprache klingt sauber aufgelöst und differenziert - Klangfarbe und Timbre könnte nicht besser sein. Da weder Effekte noch Score sich über das Geschehen ausbreiten, ist auch aus dynamischer Sicht nicht gerade viel los, dafür passt sich der DTS-HD-Track wunderbar an die Stimmen an, so dass laut Gesprochenes auch voluminös abgebildet wird.

Michael Hanekes gehört zu den außergewöhnlichsten europäischen Regisseuren, da er sich immer wieder Themen annimmt, die dem typischen Zuschauer zunächst eher komisch vorkommen. Weltruhm erlangte er 1992 mit seinem verstörenden Werk FUNNY GAMES, doch auch seine späteren Werke wurden mit Preisen und Auszeichnungen überschüttet. Ebenfalls reich belohnt wurde sein hier vorliegendes, jüngstes Werk DAS WEISSE BAND (2009), welches neben der Auszeichnung mit der Goldenen Palme unter anderem auch für die diesjährige Oscar-Verleihung als Bester Fremdsprachiger Film nominiert war.

Schon noch wenigen Minuten des Filmes ist klar, dass es sich hierbei nicht um eine gewöhnliche Geschichte handelt. Mit einer fast schon voyeuristischen Art der Inszenierung wird man von Haneke in das Dorfleben des frühen zwanzigsten Jahrhunderts hineingeworfen und trifft auf Gesellschaftsformen und Umgänge die bieder wie erschreckend wirken, aber dennoch kaum etwas von ihrer Aktualität verloren haben. Trotz des zermürbend langsamen Erzähltempos bekommt man schon nach vergleichsweise kurzer Zeit einen guten Gesamtüberblick über die Dorfgemeinschaft und fängt an die Handlungsweisen und Vorgänge im täglichen Leben besser nachvollziehen zu können.

Die eigentliche Geschichte handelt jedoch von unerklärlichen Unfällen innerhalb des Dorfes, um dessen Auflösung sich alle Einwohner bemühen. Haneke wirft dem geneigten Zuschauer hierbei jedoch immer wieder nur kleine Brocken hin und überlässt ihm das Denken, führt ihn in die Irre, oder hält Informationen gar gänzlich zurück. Dieser Umstand in Verbindung mit dem schleppenden Tempo der Erzählung, die sich über 144 Minuten dahin zieht sorgt dafür, dass Hanekes Werk sicherlich auf viel Abneigung treffen wird. Es ist nicht gerade einfach mit dem ungewöhnlich gemächlichen Stil des Regisseurs warm zu werden, zumal das Ende trotz der langen Laufzeit doch sehr abrupt daher kommt. Sind die schauspielerischen Leistungen wie auch die Inszenierung sicherlich jede Nominierung und jeden Preis den sie erhalten haben wert, ist der Film nicht uneingeschränkt zu empfehlen. Cineasten mit hohem Anspruch und gutem Durchhaltevermögen könnten mit diesem Werk sicherlich glücklich werden - Otto-Normal-Zuschauer wird jedoch sicherlich seine Schwierigkeiten beim Genuss haben.

Die Blu-ray Disk selbst ist sehr gut gelungen. Das in Schwarz-Weiß gehaltene Bild weißt eine sehr hohe Schärfe und viele Details auf, wenn auch Kontrast und Feinzeichnung in dunklen Sequenzen manchmal etwas leiden. Der Ton ist glasklar und gut auflösend aber sehr auf die Front fixiert. Am Bonusmaterial hat man etwas gespart, dennoch sind die vorhandenen Extras gut inszeniert und interessant anzusehen.

Subjektive Filmwertung: 7 von 10 Fenster in die Vergangenheit

Produktdetails

Medium Blu-ray
Anzahl 1
FSK Freigegeben ab 12 Jahren
Erscheinungsdatum 05.03.2010
Regisseur Michael Haneke
Sprache Deutsch
EAN 5051890013354
Genre Drama
Studio Warner Bros (Universal Pictures)
Originaltitel Das weiße Band
Spieldauer 144 Minuten
Bildformat 16:9 (1,85:1), HD (1080p)
Tonformat Deutsch: DTS HD 5.1
Verkaufsrang 3411
Verpackung Softbox im Schuber

Kundenbewertungen

Durchschnitt
8 Bewertungen
Übersicht
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Alles einwandfrei !
von einer Kundin/einem Kunden aus Hamburg am 17.07.2019
Bewertet: Medium: DVD

Einwandfreies Produkt ! Ich werde gerne wieder bei Thalia online einkaufen !

Sehr sehenswert
von einer Kundin/einem Kunden aus Hagen am 17.12.2018
Bewertet: Medium: DVD

Ein hoch ausgezeichneter Film, der in die Abgründe der kleinen menschlichen Seelen führt. Bis zum Schluss scheint das Schicksal der Unfälle nicht gelöst zu sein. Es besteht viel Interpretationsmöglichkeit für jeden einzelnen Zuschauer und seine eigene Lebensgeschichte

Typisch
von einer Kundin/einem Kunden aus Linz, Lentia City am 25.03.2014
Bewertet: Medium: DVD

Das kleine Dorf steht stellvertretend für die Welt und alles was auf ihr so passiert. Diverse Vorfälle ereigenen sich und jeder wird verdächtigt. Selbst als Zuschauer, zuerst stark dazu geneigt alles zu sehen, verliert man den Überblick und zugliech die Unvoreingenommenheit. Doch typische Handeke endet dieser Film offen und als ... Das kleine Dorf steht stellvertretend für die Welt und alles was auf ihr so passiert. Diverse Vorfälle ereigenen sich und jeder wird verdächtigt. Selbst als Zuschauer, zuerst stark dazu geneigt alles zu sehen, verliert man den Überblick und zugliech die Unvoreingenommenheit. Doch typische Handeke endet dieser Film offen und als Zuseher bleibt man mit offenen Mund übrig.Grossartig


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