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Der Meister und Margarita

692 Min.

Sammlung Luchterhand Band 62093

Im Moskau der dreißiger Jahre ist der Teufel los: Ein gewisser Voland, Professor für Schwarze Magie, gibt zusammen mit seinen drei seltsamen Mitarbeitern einige Vorstellungen im Variététheater. Dabei stellt er die Moskauer Gesellschaft der Stalinzeit gründlich auf den Kopf, er foppt, blamiert und schädigt alle. Nur zwei entgehen dem Chaos: Ein gemütskranker Schriftsteller, der sich "Meister" nennt und seine Geliebte Margarita...

Der Meister und Margarita erscheint vordergründig als heitere Satire, die eine ganze Truppe teuflischer Gesellen mit schnellem Slapstick, die Verlogenheit, Trägheit, Raffgier und ähnliche Sünden bloßstellen lässt. Die eigentliche Kritik ist jedoch hinter der satirischen Oberfläche versteckt.

(10 CDs, Laufzeit: 11 h 32)

Portrait
Michail Bulgakow, 1891-1940, war zunächst Arzt, bevor er in den frühen 20er Jahren als Bühnenautor ein regelrechter Theaterstar wurde.
Mit 'Der Meister und Margarita' schrieb er eine beißende Kritik auf die Sowjetunion seiner Zeit.

Thomas Reschke, geboren 1932 in Danzig, studierte Slawistik an der Humboldt-Universität zu Berlin. 1955-1990 war er Redakteur und Lektor der DDR-Verlage "Kultur und Fortschritt" und "Volk und Welt". Seit 1956 übersetzt er literarische Werke aus dem Russischen, seit 1990 hauptberuflich als freier Übersetzer. Heute zählt er zu den produktivsten deutschen Russisch-Übersetzern der zweiten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts, seine Übersetzung eines Großteils der Werke Michail Bulgakows gilt als hervorragend. Thomas Reschke wurde für seine Übersetzungen vielfach ausgezeichnet, u.a. mit dem F.-C.-Weiskopf-Preis (1975), dem Maxim-Gorki-Preis des Sowjetischen Schriftstellerverbandes (1987), dem Deutschen Jugendliteraturpreis, Sparte Übersetzung (1992), dem Bundesverdienstkreuz (2000) sowie in Anerkennung seines Lebenswerks dem Übersetzerpreis der Kunststiftung NRW (2001).

Auf 35 Jahre Schauspielerfahrung in Fernsehen, Kino und Theater kann Jürgen Hentsch inzwischen zurückblicken. Nach seiner Ausbildung an der stattlichen Schauspielschule Berlin, hatte er zwischen 1965 und 1990 Engagements am Deutschen Theater Berlin, dem Burgtheater und an der Schaubühne Berlin. Neben zahllosen Haupt- und Nebenrollen gehörten die des Professor Dr. Ernst Schultze in Romuald Karmakars "Der Totmacher" (1995) und die des Heinrich Mann in der dreiteiligen Fernsehserie "Die Manns - Ein Jahrhundertroman" (2000; Regie: Heinrich Breloer) zu den bedeutendsten. Für "Die Manns" wurde Jürgen Hentsch mit dem "Adolf-Grimme-Preis" und dem "Bayerischen Fernsehpreis" ausgezeichnet.

Thomas Thieme besuchte die Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch in Berlin. Zunächst arbeitete er am Theater Magdeburg, am Theater Halle und am Schauspiel Frankfurt am Main. Von 1990 bis 1993 war Thomas Thieme am Burgtheater Wien engagiert und spielte dort unter anderem Brechts "Baal" unter Manfred Karge und den "Impresario" von Smyrna unter Claus Peymann. Von 1993 bis 1997 gehörte Thomas Thieme zum Ensemble der Schaubühne am Lehniner Platz in Berlin. 1998 spielte er am Burgtheater Wien und im Jahr darauf am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg. 1999 bei Luk Percevals "SCHLACHTEN!" wurde er für seinen "Richard III." zum Schauspieler des Jahres 2000 gewählt. Thomas Thieme wirkte in zahlreichen TV- und Kinoproduktionen mit, unter anderem 1998 in dem Kinofilm "Fette Welt" von Jan Schütte. Bei den Salzburger Festspielen war er 2000 und 2001 im "Jedermann" von Hugo von Hofmannsthal zu sehen. In der Spielzeit 2000/2001 spielte er den "Faust" am Deutschen Nationaltheater Weimar. Ebenfalls in Weimar führte Thomas Thieme Ende des letzen Jahres auch Regie: Er inszenierte den "Baal" mit Ben Becker in der Titel- und Blixa Bargeld in einer Nebenrolle.

Daniel Minetti, 1958 in Berlin-Friedrichshain geboren, ist ein Enkel des berühmten Schauspielers Bernhard Minetti. Nach seinem Abitur studierte Daniel Minetti an der Staatlichen Schauspielschule Berlin, und gab 1981 sein Schauspieldebüt am Dresdner Staatstheater. Es folgten Bühnentätigkeiten an verschiedenen Berliner Bühnen, etwa der Volksbühne Berlin, dem Maxim-Gorki-Theater und dem Hebbel Theater , ehe er 1995 wieder ans Staatsschauspiel Dresden kam, wo er seitdem zum Ensemble gehört. Neben seiner Bühnentätigkeit arbeitet Minetti als Fernsehschauspieler, sowie Sprecher für den Rundfunk.

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Beschreibung

Produktdetails

Medium CD
Sprecher Jürgen Hentsch, Thomas Thieme, Daniel Minetti, Bärbel Röhl
Anzahl 10
Erscheinungsdatum 16.10.2009
Sprache Deutsch
EAN 9783867174534
Verlag DHV Der Hoerverlag
Spieldauer 692 Minuten
Übersetzer Thomas Reschke
Hörbuch (CD)
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Kundenbewertungen

Durchschnitt
9 Bewertungen
Übersicht
7
0
1
0
1

.
von einer Kundin/einem Kunden aus Freiburg am 16.08.2019
Bewertet: Einband: Klappenbroschur

Gutes Buch. Finde weniger ein Buch um schnell in der Bahn zu lesen. Aber für zuhause, abends, gemütlich im Bett ist es super

Genial und super zu lesen
von einer Kundin/einem Kunden am 29.07.2019
Bewertet: Format: eBook (ePUB)

Tolle Geschichte. Spritzig und tiefgründig, aber auch ohne historische Vorkenntnis unterhaltsam.

Zauberhaft Grotesk
von viertelnachdrei am 21.05.2019
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Wahrscheinlich der großartigste Roman, den ich je gelesen habe. Sprengt klassische Schemata und wirkt dennoch gesittet (was wahrscheinlich am Wiener Akzent des Burschen liegt), der Teufel und alle Hexen lenken nicht von Christus ab, der wunderbaren Erzählung in der Erzählung (besser als der Großinquisitor, definitiv). Spannend b... Wahrscheinlich der großartigste Roman, den ich je gelesen habe. Sprengt klassische Schemata und wirkt dennoch gesittet (was wahrscheinlich am Wiener Akzent des Burschen liegt), der Teufel und alle Hexen lenken nicht von Christus ab, der wunderbaren Erzählung in der Erzählung (besser als der Großinquisitor, definitiv). Spannend bis zum Ende, mitfühlend - äußerst mitfühlend - zauberhaft grotesk und leichthüpfig, mitunter genussvoll grantig. Obwohl der Autor gestorben ist, bevor er es noch selbst glätten konnte, ist es wie eine Komposition, einige Absätze gehen auch - ganz lustig - leicht von der Zunge, wirken fast metrisch. Jedes Buch, das nach "Meister und Magarita" gelesen wird, ist arm dran.

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