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Schweigeminute

Novelle


Die erste Liebesgeschichte von Siegfried Lenz

Ein Sommer in einer Kleinstadt an der Ostsee irgendwann in den sechziger Jahren: Die Englischlehrerin Stella Petersen und ihr Schüler Christian sind ein Liebespaar – bis Stella bei einem Bootsunfall tödlich verunglückt. Während einer Gedenkfeier in der Aula blickt Christian zurück auf diese heimliche Liebesbeziehung, die nur einen Sommer dauerte, ihn aber für sein ganzes Leben verändert.

»Wir haben ... Siegfried Lenz für ein poetisches Buch zu danken. Vielleicht ist es sein schönstes.« Marcel Reich-Ranicki

Rezension
"Dieses Buch gilt als das schönste, das Siegfried Lenz je geschrieben hat."
Meins 10.08.2016
Portrait
Siegfried Lenz, der am 17. März 1926 in Lyck, einer kleinen Stadt im masurischen Ostpreußen geboren wurde, zählt zu den bedeutendsten Autoren der deutschsprachigen Nachkriegs- und Gegenwartsliteratur. Nachdem Lenz aus englischer Kriegsgefangenschaft entlassen worden war, ging er nach Hamburg und studierte Philosophie, Anglistik und deutsche Literaturgeschichte, ehe er 1950/51 als Redakteur für die "Welt" arbeitete. Von 1951 bis zu seinem Tod am 7. Oktober 2014 lebte er als freier Schriftsteller in Hamburg. Bereits mit seinem ersten Roman gelang es ihm, die Kritik und die Leser für sich einzunehmen, und bis heute zeichnet sich Lenz' Werk dadurch aus, dass es menschliche Schicksale und aktuelle gesellschaftliche Fragen auf eine Weise verknüpft, die literarisch ambitioniert die Bedürfnisse breiter Leserschichten nicht vernachlässigt. Weite Teile des Lenzschen Werkes sind geprägt durch die Auseinandersetzung mit gesellschaftskritischen Problemen (etwa die Romane "Der Mann im Strom", 1957, oder "Brot und Spiele", 1959, einer der wenigen geglückten Sportromane der deutschen Literatur) und mit dem Dritten Reich bzw. seiner Verarbeitung. Zu Lenz' größtem Erfolg wurde dabei der 1968 erschienene Roman "Deutschstunde", der auch internationalen bahnbrechend wurde. Wie der junge Siggi Jepsen darin die Geschichte seines Vaters, eines norddeutschen Polizisten, der es im Nationalsozialismus für seine Pflicht hält, das Malverbot seines Freundes Nansen zu überwachen, erzählt, ist eine bis heute bestechende Demaskierung eines pervertierten Pflichtbegriffs und wurde von vielen als befreiende künstlerische Auseinandersetzung mit diesem Thema verstanden. Der "Deutschstunde" folgten viele große Romane ("Heimatmuseum", 1978, "Der Verlust", 1981, "Exerzierplatz", 1985 oder "Die Auflehnung", 1994), die Lenz unverrückbar an die Seite der ‚großen' deutschen Gegenwartsautoren wie Heinrich Böll, Günter Grass oder Martin Walser stellten. Sein Werk umfasst alle literarische Gattungen: Lenz arbeitete für das Theater ("Zeit der Schuldlosen", 1961), schrieb Hörspiele ("Haußuchung", 1967) und Essays ("Über den Schmerz", 1997), und für viele Leser ist er nicht zuletzt ein Meister der "kleinen Form". Seine oft humoristisch grundierten Erzählbände wie "So zärtlich war Suleyken" (1955), "Lehmanns Erzählungen" (1964) und "Der Geist der Mirabelle" (1975) belegen dies trefflich. Siegfried Lenz wurde für sein Œuvre mit zahlreichen Ehrungen ausgezeichnet, darunter der Gerhart-Hauptmann-Preis, der Bayerische Staatspreis für Literatur, der Thomas-Mann-Preis, der Friedenspreis des Deutschen Buchhandels, der Goethe-Preis der Stadt Frankfurt am Main, der Lew-Kopelew Preis für Frieden und Menschenrechte 2009 und zuletzt der Nonino-Preis 2010 für sein Werk. Am 18. Oktober 2011 wurde ihm zudem die Ehrenbürgerwürde seiner Geburtsstadt Lyck verliehen. Seine Auszeichnungen galten dem literarisch unvergleichlichen Werk, und sie rühmten immer auch das unerschrockene Engagement des Autors.Siegfried Lenz verstarb am 07. Oktober 2014.
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Beschreibung

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 128
Erscheinungsdatum 01.11.2009
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-423-13823-9
Verlag dtv
Maße (L/B/H) 19/12,2/1,2 cm
Gewicht 130 g
Auflage 6. Auflage
Verkaufsrang 4246
Buch (Taschenbuch)
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Kundenbewertungen

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19 Bewertungen
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Eine der schönsten Liebesgeschichten
von Roland aus St.Gallen am 09.01.2017

Eigentlich bin ich nicht so der Liebesgeschichten-Freund. Aber als Sigi Lenz Fan, u. nachdem ich zuerst den Film gesehen habe, da musste ich dieses Buch einfach kaufen. Und es war ein voller Erfolg. So etwas Schönes . . . ich konnte dieses Buch kaum aus der Hand legen. Siegfried Lenz in Hochform. Absolut empfehlenswert.

Eine berührende Liebesgeschichte
von einer Kundin/einem Kunden aus Basel am 15.08.2016

In dieser Novelle von Siegfried Lenz geht es um die Liebe zwischen einer Lehrerin und ihrem Schüler. Von Anfang an ist klar, dass die Englisch-Lehrerin Stella bei einem Bootsunglück ums Leben gekommen ist, denn die Geschichte beginnt in der Kirche bei ihrem Trauergottesdienst. Nach und nach erfahren wir durch Rückblenden, wie es... In dieser Novelle von Siegfried Lenz geht es um die Liebe zwischen einer Lehrerin und ihrem Schüler. Von Anfang an ist klar, dass die Englisch-Lehrerin Stella bei einem Bootsunglück ums Leben gekommen ist, denn die Geschichte beginnt in der Kirche bei ihrem Trauergottesdienst. Nach und nach erfahren wir durch Rückblenden, wie es zu dieser Liebe zwischen Stella und Christian gekommen ist, und wie sie ihr jähes Ende fand. Die Übergänge von der Vergangenheit zur Erzählgegenwart sind zu Anfang noch recht gut zu erkennen, werden aber immer verschwommener, bis sie gänzlich verblasst sind und die Vergangenheit an dem Punkt angelangt ist, wo die Novelle begannen hat, also in die Gegenwart übergeht. Mir hat dieser Wechsel sehr gut gefallen, denn ich konnte nicht einfach lesen, sondern musste Aufmerksam sein und gut auf die Übergänge achten. Auch die Geschichte fand ich sehr schön, ich mag es, wenn nicht jedes Buch in einem Happy End endet.

Liebe in Erinnerungsfetzen
von Philippe Nix am 23.12.2012

Die Novelle "Schweigeminute" von Siegfried Lenz handelt von einem Schüler, der ein Verhältnis mit seiner verstorbenen Lehrerin hatte. Auf der Gedenkfeier lässt er seine Erinnerungen an sie Revue passieren. Erzählt wird aus der Sicht des Schülers. Gelegentlich wechselt der Ich-Erzähler unverhofft zwischen der gegenwärtigen Ged... Die Novelle "Schweigeminute" von Siegfried Lenz handelt von einem Schüler, der ein Verhältnis mit seiner verstorbenen Lehrerin hatte. Auf der Gedenkfeier lässt er seine Erinnerungen an sie Revue passieren. Erzählt wird aus der Sicht des Schülers. Gelegentlich wechselt der Ich-Erzähler unverhofft zwischen der gegenwärtigen Gedenkfeier und seinen Erinnerungen. Zudem spricht der Erzähler von seiner Lehrerin manchmal in der 2. und manchmal in der 3. Person (Singular). Das sorgt zum einen dafür, dass es für den Leser gelegentlich leicht schwierig werden kann die Gedanken des Erzählers nachzuvollziehen. Zum anderen drückt dieser Wechsel zwischen Gegenwart - Vergangenheit und 2. Person - 3. Person eine Art Verwirrung aus, ausgelöst durch die Erschütterung, die durch den Tot der Lehrerin hervorgerufen wird. Somit lässt der Schreibstil die Handlung realistischer wirken. Meine Erwartungshaltung an das Buch waren zugegebenermaßen nicht ganz neutral. Ich hatte mich für die Lektüre entschieden, da ich mir das Thema sehr interessant anmutete. Ich kann nicht gerade behaupten, dass mich die Novelle enttäuscht hat, aber es entsprach doch nicht ganz meinen Vorstellungen. Auf das Ende war ich ganz besonders gespannt bei diesem Buch. Auch hier kann ich nicht sagen, dass es nicht gelungen wäre, doch hat mir irgendwie doch noch eine Aussage gefehlt. Was sagt mir das Buch? Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Lektüre in jedem Fall durch ihre realitätsnahe Erzählweise punktet, dass aber an einigen Stellen durchaus noch Potential zur Ausdehnung der Handlung gewesen wäre.


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