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Kind 44 / Leo Demidow Bd.1

Thriller. Ausgezeichnet mit dem CWA Ian Fleming Steel Dagger 2008

Leo Demidow Band 1

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Klappenbroschur

Dieser Spiegel-Bestseller »geht wirklich unter die Haut«. WDR 5

Moskau 1953. Auf den Bahngleisen wird die Leiche eines kleinen Jungen gefunden, nackt, fürchterlich zugerichtet. Doch in der Sowjetunion der Stalinzeit gibt es offiziell keine Verbrechen. Und so wird der Mord zum Unfall erklärt. Der Geheimdienstoffizier Leo Demidow jedoch kann die Augen vor dem Offenkundigen nicht verschließen. Als der nächste Mord passiert, beginnt er auf eigene Faust zu ermitteln und bringt damit sich und seine Familie in tödliche Gefahr …

Rezension
Alex Dengler, Deutschlands führender Buchkritiker, denglers-buchkritik.de: Das Buch - ein weltweiter Bestseller. Der Autor - ein Debütant, von dem die Fortsetzung zu "Kind 44" schon herbeigesehnt wird. Auch wenn Frau Heidenreich keine Krimis mag (was für ihr eingeschränktes Leseverhalten spricht), so muss ich sie leider enttäuschen, mit ihrer Aussage, dass "Kind 44" kein Krimi ist, es ist einer. Er sticht von der Masse ab, spielt in einer Zeit, die Angst macht, und erzählt eine Geschichte, die fesselt.
Portrait
Tom Rob Smith wurde 1979 als Sohn einer schwedischen Mutter und eines englischen Vaters in London geboren, wo er auch heute noch lebt. Er studierte in Cambridge und Italien und arbeitete anschließend als Drehbuchautor. Mit seinem Debüt »Kind 44« gelang Tom Rob Smith auf Anhieb ein internationaler Bestseller. Der in der Stalin-Ära angesiedelte Thriller basiert auf dem wahren Fall des Serienkillers Andrej Chikatilo und wurde u. a. mit dem »Steel Dagger« ausgezeichnet, für den »Man Booker Prize« nominiert und bisher in 30 Sprachen übersetzt. Nach »Kind 44« und »Kolyma« schloss der Autor seine Trilogie um den Geheimdienstoffizier Leo Demidow mit dem Roman „Agent 6“ ab.
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  • Sowjetunion, Ukraine

    Das Dorf Tscherwoj

    25. Januar 1933

    Da Maria beschlossen hatte zu sterben, w rde ihre Katze sich allein durchschlagen m ssen. Maria hatte sich schon viel l er um sie gek mmert, als vern nftig war. L st waren die M e im Dorf von den Dorfbewohnern gefangen und vertilgt worden. Einige Zeit sp r verschwanden auch die Katzen und Hunde. Alle, au r einer Katze, dieser hier, die Maria versteckt gehalten hatte. Warum hatte sie sie behalten? Weil sie etwas war, wof r man leben konnte, was man besch tzen und lieben konnte -etwas, f r das es sich lohnte zu berleben. Sie hatte sich geschworen, die Katze bis zu dem Tag zu f ttern, an dem sie selbst nichts mehr zu essen hatte. Dieser Tag war heute. Maria hatte schon ihre Lederstiefel in d nne Streifen geschnitten und sie mit Brennnesseln und R bsamen aufgekocht. Sie hatte nach Regenw rmern gegraben und Rinde gegessen. Heute Morgen hatte sie im fiebrigen Delirium ein Bein ihres K chenstuhls angenagt und gekaut und gekaut, bis ihr Splitter das Zahnfleisch blutig gestochen hatten. Die Katze hatte das gesehen und sich unter dem Bett versteckt; sie weigerte sich, wieder darunter hervorzukommen, auch als Maria sich hingekniet, sie beim Namen gerufen und gelockt hatte. In diesem Moment hatte Maria beschlossen zu sterben. Es gab nichts zu essen, und nicht mal mehr eine Katze konnte man liebhaben.
    Sie wartete bis zum Einbruch der D erung, bis sie sie freilie Sie rechnete sich aus, dass die Katze im Schutz der Dunkelheit bessere Chancen h e, ungesehen den Wald zu erreichen. Wenn irgendwer im Dorf sie sah, w rde man sie jagen. Obwohl Maria selbst dem Tod so nah war, brachte der Gedanke, dass man ihre Katze t ten k nnte, sie aus der Fassung. Sie beruhigte sich damit, dass die Katze das erraschungselement auf ihrer Seite h e. In einer Gemeinschaft, wo erwachsene M er Erdklumpen kauten in der Hoffnung auf Ameisen oder Insektenlarven, wo die Kinder Pferdedung zerpfl ckten in der Hoffnung auf unverdaute Getreidek rner und wo Frauen sich um den Besitz von Knochen pr gelten, w rde mit Sicherheit niemand glauben, dass noch eine Katze am Leben sein konnte.

    Pavel traute seinen Augen nicht. Es war tapsig, d rr, hatte gr ne Augen und ein schwarz geflecktes Fell. Eindeutig eine Katze. Er war gerade dabei, Feuerholz zu sammeln, als er sah, wie sie aus Maria Antonownas Haus und ber die schneebedeckte Stra in Richtung Wald schoss. Pavel hielt den Atem an und schaute rasch um sich. Niemand sonst hatte sie entdeckt. Keiner war zu sehen, kein Licht brannte in den Fenstern. Aus kaum der H te der Schornsteine stiegen d nne Rauchschwaden auf, die einzigen Lebenszeichen. Es war, als h e der heftige Schneefall das Dorf erstickt, alle Anzeichen von Leben ausgel scht. Der meiste Schnee lag unber hrt da, es gab kaum Fu puren und kein einziger Pfad war freigeschaufelt worden. Die Tage waren so still wie die N te. Niemand stand zur Arbeit auf. Keiner seiner Freunde spielte, alle blieben zu Hause. Dort lag die Familie eng aneinandergeschmiegt im Bett, die Augen eingesunken und die Haut in schlaffen Falten. Erwachsene sahen mittlerweile wie Kinder aus und Kinder wie Erwachsene. Die meisten hatten es aufgegeben, berhaupt noch nach Essbarem zu suchen. Unter solchen Umst en war das Auftauchen einer Katze schlichtweg ein Wunder - die Wiederentdeckung einer l st ausgestorben geglaubten Kreatur.
    Pavel schloss die Augen und versuchte sich an das letzte Mal zu erinnern, dass er Fleisch gegessen hatte. Als er die Augen wieder ffnete, sabberte er, wie ein Rinnsal rann ihm die Spucke bers Kinn. Er wischte sie mit dem Handr cken ab. Aufgeregt lie er den Stapel te fallen und rannte nach Hause. Diese unglaubliche Neuigkeit musste er unbedingt seiner Mutter Oksana erz en.

    In eine Wolldecke geh llt sa Oksana da und starrte zu Boden. Sie verharrte vollkommen still und sparte Kraft, w end sie zu berlegen versuchte, wie sie ihre Familie durch den Winter brin
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Beschreibung

Produktdetails

Einband Klappenbroschur
Seitenzahl 528
Erscheinungsdatum 04.01.2010
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-442-47207-9
Verlag Goldmann
Maße (L/B/H) 18,8/12,6/4 cm
Gewicht 456 g
Originaltitel Child 44
Übersetzer Armin Gontermann
Buch (Klappenbroschur)
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Kundenbewertungen

Durchschnitt
85 Bewertungen
Übersicht
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Wahnsinnig spannende und super geschriebene Zeilen.
von Ingrid aus Schleswig Holstein am 22.02.2019
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Für mich war der Autor total unbekannt. Das Buch fiel mir zufällig in die Hände. Ich war von der 1.Seite an gefesselt, konnte es nicht mehr aus der Hand legen. Sehr gut geschrieben !!! Ich gebe ohne Einschränkng 5 Sterne. Werde natürlich nun alle Bücher von Herr Smith lesen.

Klasse Buch!
von Gerhard Jakopovic aus Graz am 13.05.2017
Bewertet: Format: eBook (ePUB)

Habe zuerst den Film gesehen , der schon spannend war und mir dann eben das Buch gekauft, den es ist ja immer so : das Buch ist immer besser als der Film.. und genauso ist es! Spannend von der ersten bis zur letzten Seite, nur zu Empfehlen !!

Spannung pur
von einer Kundin/einem Kunden aus Eckersdorf am 07.01.2017
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Super spannend von Anfang bis Ende! Sehr interessant einmal in diese Zeit und in dieses Land zu reisen. Werde sofort das nächste Buch von Tom Rob Smith lesen.


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