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Don Karlos

Text und Kommentar

Zwei Jahre vor Ausbruch der Französischen Revolution, 1787, erschien die erste und umfangreichste Ausgabe von Schillers Don Karlos. Fast lebenslang hat Schiller an diesem einen Werk geschrieben. Immer wieder hat er es bearbeitet, ihm dabei aber in der einen wie in der anderen Gestalt eine jeweils eigene Form zu geben vermocht.

Die Ausgabe trägt diesem permanenten Arbeitsprozeß Rechnung, bietet alle Fassungen des Stücks und bezieht Schillers eigene Rechtfertigung seiner Konzeption mit ein (Briefe über den Don Karlos). Sie dokumentiert und kommentiert Entstehung, Quellen, Wirkung und Deutungsaspekte des Dramas als eines im Grunde unabschließbaren ‚work in progress’.
Portrait
Friedrich Schiller (1759-1805) war Dichter und Philosoph, Historiker, Arzt und Hochschulprofessor. Vor allem aber gilt er als einer der bedeutendsten deutschen Dramatiker. Werke wie Kabale und Liebe, Wilhelm Tell oder Die Räuber stehen auch international regelmäßig auf den Spielplänen der Theater. Zudem gilt er als wichtigster deutschsprachiger Balladendichter (u. a. Die Bürgschaft, Der Taucher). Charakteristisch für Schillers Werke ist die Macht der Sprache, die für Emotion und Freiheitsdrang zu einer Zeit absolutistischer Herrschaft steht. Prägend für das späte Werk Schillers wurde der Gedankenaustausch mit Geistesgrößen wie Goethe, Herder und Lessing während seiner letzten sechs Lebensjahre im thüringischen Weimar.
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Beschreibung

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Herausgeber Gerhard Kluge
Seitenzahl 1369
Erscheinungsdatum 23.03.2009
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-618-68035-2
Verlag Deutscher Klassiker Verlag
Maße (L/B/H) 18/11,1/4,1 cm
Gewicht 676 g
Auflage 1
Verkaufsrang 80459
Buch (Taschenbuch)
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Kundenbewertungen

Durchschnitt
4 Bewertungen
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Gutes Drama
von Sunny am 26.04.2009
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Ich musste Don Karlos im Zuge des Deutschunterrichts lesen und bin von dem Buch zwar nicht begeistert, aber ich finde es auch nicht blöd. Der Konflikt in diesem Buch und die Handlung des gesamten Dramas sind gut verständlich und nachvollziehbar. Mitunter ist es etwas verwirrend, vorallem wegen den ganzen Intrigen, aber es ist ve... Ich musste Don Karlos im Zuge des Deutschunterrichts lesen und bin von dem Buch zwar nicht begeistert, aber ich finde es auch nicht blöd. Der Konflikt in diesem Buch und die Handlung des gesamten Dramas sind gut verständlich und nachvollziehbar. Mitunter ist es etwas verwirrend, vorallem wegen den ganzen Intrigen, aber es ist verständlich, auch warum die Personen so handeln, wie sie es tun. Auch Schillers Sprache ist toll, also kriegt das Drama 5 Sterne von mir :-)

Meisterwerk des deutschen Idealismus
von Zitronenblau am 05.09.2008
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Der deutsche Idealismus, vor allem geprägt durch Goethe und Schiller, war vielleicht der einzige Höhepunkt deutscher Denkkultur. Don Carlos stellt für mich den Zenit Schillerscher Dichtung dar. Im Dialog zwischen König und Posa drückt sich ein tiefethischer Konflikt aus den meiner Meinung nach jeder Mensch auf Erden lesen und be... Der deutsche Idealismus, vor allem geprägt durch Goethe und Schiller, war vielleicht der einzige Höhepunkt deutscher Denkkultur. Don Carlos stellt für mich den Zenit Schillerscher Dichtung dar. Im Dialog zwischen König und Posa drückt sich ein tiefethischer Konflikt aus den meiner Meinung nach jeder Mensch auf Erden lesen und begreifen sollte. Posa ist der Gipfel eines selbstlos-humanistischen Idealismus - sprachlich von Schiller durch Anmut und gewählter Ästhetik zum Ausdruck gebracht. Ich habe mich immer gefragt, warum Schiller als hoffnungsloser Idealist abgewunken wird, denn er lässt Posa letztlich zu Grabe tragen. Was beweist uns das? Don Carlos ist für mich Schillers größtes Werk.

Schiller ist nicht alles
von Kösti aus Flieden am 08.06.2007
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Auch wenn der Titel als ein Klassiker der Klassik :-) gezählt wird, denke ich ist es für die heutige Zeit überholt; der Konflikt lässt sich einfach nicht mehr auf das 21. Jahrhundert übertragen. Des Weiteren ist die Sprache (wie man es von Schiller kennt) für den Normalleser nur schwer zu erfassen, was logischerweise auch Ver... Auch wenn der Titel als ein Klassiker der Klassik :-) gezählt wird, denke ich ist es für die heutige Zeit überholt; der Konflikt lässt sich einfach nicht mehr auf das 21. Jahrhundert übertragen. Des Weiteren ist die Sprache (wie man es von Schiller kennt) für den Normalleser nur schwer zu erfassen, was logischerweise auch Verständnisprobleme mit sich zieht. Wer sich allerdings für Geschichten über den damaligen Adel interessiert, ist mit dieser Lektüre gut bedient.