So schön wie hier kanns im Himmel gar nicht sein!

Tagebuch einer Krebserkrankung

Christoph Schlingensief

(18)
Buch (gebundene Ausgabe)
Buch (gebundene Ausgabe)
20,00
20,00
inkl. gesetzl. MwSt.
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort lieferbar Versandkostenfrei
Sofort lieferbar
Versandkostenfrei

Weitere Formate

Taschenbuch

ab 10,00 €

Accordion öffnen

gebundene Ausgabe

20,00 €

Accordion öffnen

eBook (ePUB)

8,99 €

Accordion öffnen

Beschreibung

Ich habe lernen müssen, auf dem Sofa zu liegen und nichts anderes zu tun, als Gedanken zu denken.

Wie weiterleben, wenn man von einem Moment auf den anderen aus der Lebensbahn geworfen wird, wenn der Tod plötzlich nahe rückt? Mit seinem Tagebuch einer Krebserkrankung lässt uns Christoph Schlingensief teilhaben an seiner eindringlichen Suche nach sich selbst, nach Gott, nach der Liebe zum Leben.

Im Januar 2008 wird bei dem bekannten Film-, Theater- und Opernregisseur, Aktions- und Installationskünstler Christoph Schlingensief Lungenkrebs diagnostiziert. Ein Lungenflügel wird entfernt, Chemotherapie und Bestrahlungen folgen, die Prognose ist ungewiss – ein Albtraum der Freiheitsberaubung, aus dem es kein Erwachen zu geben scheint.

Doch schon einige Tage nach der Diagnose beginnt Christoph Schlingensief zu sprechen, mit sich selbst, mit Freunden, mit seinem toten Vater, mit Gott – fast immer eingeschaltet: ein Diktiergerät, das diese Gespräche aufzeichnet. Mal wütend und trotzig, mal traurig und verzweifelt, aber immer mit berührender Poesie und Wärme umkreist er die Fragen, die ihm die Krankheit aufzwingen: Wer ist man gewesen? Was kann man noch werden? Wie weiterarbeiten, wenn das Tempo der Welt plötzlich zu schnell geworden ist? Wie lernen, sich in der Krankheit einzurichten? Wie sterben, wenn sich die Dinge zum Schlechten wenden? Und wo ist eigentlich Gott?

Dieses bewegende Protokoll einer Selbstbefragung ist ein Geschenk an uns alle, an Kranke wie Gesunde, denen allzu oft die Worte fehlen, wenn Krankheit und Tod in das Leben einbrechen. Eine Kur der Worte gegen das Verstummen – und nicht zuletzt eine Liebeserklärung an diese Welt.

»Schlingensief spricht und schreibt derart offensiv [...] es haut einem die Beine weg.«

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 254
Erscheinungsdatum 20.04.2009
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-462-04111-8
Verlag Kiepenheuer & Witsch
Maße (L/B/H) 20,9/13,4/2,7 cm
Gewicht 363 g
Auflage 10. Auflage
Verkaufsrang 22921

Kundenbewertungen

Durchschnitt
18 Bewertungen
Übersicht
11
5
2
0
0

Ein Buch, dass motiviert zu "leben"
von einer Kundin/einem Kunden aus Lüsslingen am 04.07.2019
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Hat mich wirklich nachhaltig beeindruckt. Abolut empfehlenswert! Ein MUSS. Das Spannungsfeld zwischen Verzweiflung und Optimismus ist unglaublich.

Persönlich, offen und sehr interessant!
von einer Kundin/einem Kunden am 28.06.2018

Hier schildert der Künstler Christoph Schlingensief seinen ganz persönlichen Umgang mit und Kampf gegen seinen Lungenkrebs. Offen und ehrlich, sehr direkt und dadurch auch sehr bewegend.

Kaufen!
von Stefanie Klever am 30.01.2015
Bewertet: Taschenbuch

Christoph Schlingensief´s "So schön wie hier kanns im Himmel gar nicht sein" ist wohl das ehrlichste Buch, dass ich jemals gelesen habe. Große Bewunderung für so viel Authentizität, für den Mut zur Angst, und die Wahrhaftigkeit der Erkenntnis des eigenen Lebens und Sterbens. Ich ziehe meinen Hut!


  • Artikelbild-0
  • Artikelbild-1
  • "Und dann brach plötzlich dieses Weinen aus, kein Weinen, wo man sich bemitleidet, sondern so ein unglaublich trauriges Weinen, so ein Trauerweinen, wo man eine Ahnung davon kriegt, dass das alles ja nicht immer so sein wird, dass das ja vorbeigeht. Und ich lebe doch so gerne."
    "Warum wird das jetzt alles kaputt gemacht? Warum? Mit wem rede ich da eigentlich? Du sagst ja doch nix. Jetzt wird alles dezimiert, die ganzen Schlingensiefs werden ausgerottet. Und vorher noch gevierteilt und gegrillt. Von wem bitte schön? Von wem? Wer ist das? Ich bin sehr, sehr enttäuscht ... und traurig. Und der anfängliche Schub zu Jesus und Gott geht eher wieder weg. Vielleicht kommt er ja wieder, wenn man ganz am Arsch ist. Aber das finde ich auch sehr, sehr schade."
    "Heute war kein schlechter Tag, kann man sagen. Wenig reden, wenig Leute, mehr mit sich. Und da kam auch zum ersten Mal der Gedanke, dass das Leben vor der Krankheit wirklich vorbei ist. Ob man will oder nicht, aber da kommt man nicht mehr hin. Man hat jetzt was anderes. Das ist ein neuer Weg und der muss jetzt gefunden und gegangen werden. Nicht als Befehl - das muss ja wachsen, aus mir rauskommen, und nicht wieder nur als Sensation, als Bonbon da rumliegen. Muss wachsen wie eine Neugeburt."