Traumnovelle

Arthur Schnitzler

(31)
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Beschreibung

Klassiker aus dem Jahr 2008 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, , - Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Erstmalig erschienen 1926. Auszug: "Vierundzwanzig braune Sklaven ruderten die prächtige Galeere, die den Prinzen Amgiad zu dem Palast des Kalifen bringen sollte. Der Prinz aber, in seinen Purpurmantel gehüllt, lag allein auf dem Verdeck unter dem dunkelblauen, sternbesäten Nachthimmel, und sein Blick -"
Bis hierher hatte die Kleine laut gelesen; jetzt, beinahe plötzlich, fielen ihr die Augen zu. Die Eltern sahen einander lächelnd an, Fridolin beugte sich zu ihr nieder, küßte sie auf das blonde Haar und klappte das Buch zu, das auf dem noch nicht abgeräumten Tische lag. Das Kind sah auf wie ertappt.
"Neun Uhr", sagte der Vater, "es ist Zeit schlafen zu gehen." Und da sich nun auch Albertine zu dem Kind herabgebeugt hatte, trafen sich die Hände der Eltern auf der geliebten Stirn, und mit zärtlichem Lächeln, das nun nicht mehr dem Kinde allein galt, begegneten sich ihre Blicke. Das Fräulein trat ein, mahnte die Kleine, den Eltern gute Nacht zu sagen; gehorsam erhob sie sich, reichte Vater und Mutter die Lippen zum Kuß und ließ sich von dem Fräulein ruhig aus dem Zimmer führen. Fridolin und Albertine aber, nun allein geblieben unter dem rötlichen Schein der Hängelampe, hatten es mit einemmal eilig, ihre vor dem Abendessen begonnene Unterhaltung über die Erlebnisse auf der gestrigen Redoute wieder aufzunehmen.
Es war in diesem Jahr ihr erstes Ballfest gewesen, an dem sie gerade noch vor Karnevalschluß teilzunehmen sich entschlossen hatten. Was Fridolin betraf, so war er gleich beim Eintritt in den Saal wie ein mit Ungeduld erwarteter Freund von zwei roten Dominos begrüßt worden, über deren Person er sich nicht klar zu werden vermochte, obzwar sie über allerlei Geschichten aus seiner Studenten- und Spitalzeit auffallend genauen Bescheid wußten. Aus der Loge, in die sie ihn mit verheißungsvoller Freundlichkeit geladen, hatten sie sich mit dem Versprechen entfernt, sehr bald, und zwar unmaskiert, zurückzukommen, waren aber so lange fortgeblieben, daß er, ungeduldig geworden, vorzog, sich ins Parterre zu begeben, wo er den beiden fragwürdigen Erscheinungen wieder zu begegnen hoffte.

Arthur Schnitzler, geb. 15.5.1862 in Wien, versuchte bereits als Neunzehnjähriger seine ersten Dramen zu schreiben. Nach dem Studium der Medizin war er Assistenzarzt an der Allgemeinen Poliklinik und dann praktischer Arzt in Wien, bis er sich mehr und mehr seinen literarischen Arbeiten widmete. 1886 erscheinen die ersten Veröffentlichungen in Zeitungen, 1895 das erste Buch. Bei Arthur Schnitzler bildet stets der einzelne Mensch den Mittelpunkt seiner durchweg im Wien der Jahrhundertwende angesiedelten Stoffe. Er starb am 21.10.1931 als einer der bedeutendsten österreichischen Erzähler und Dramatiker der Gegenwart in Wien.

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 100
Erscheinungsdatum 18.11.2008
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-640-21338-2
Verlag GRIN
Maße (L/B/H) 21/14,8/0,7 cm
Gewicht 157 g
Auflage 4. Auflage

Kundenbewertungen

Durchschnitt
31 Bewertungen
Übersicht
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3
2

Fehler?
von einer Kundin/einem Kunden aus Winterthur am 27.02.2021
Bewertet: gebundene Ausgabe

Warum stehen hier Bewertungen zum "Steppenwolf"? (eins zwo drei vier fünf sechs sieben acht neun zehn elf zwölf dreizehn vierzehn)

Nur für Verrückte
von einer Kundin/einem Kunden am 09.01.2021
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Es gibt definitiv nur wenige Bücher, die einem bereichern und neue Sichtweisen uns nah bringen: der Steppenwolf von Hermann Hesse ist eines jener.

Zeitloser Klassiker
von einer Kundin/einem Kunden aus München am 31.07.2020
Bewertet: Einband: Taschenbuch

"Der Steppenwolf" ist für mich das beste Buch von Hermann Hesse. Melancholisch und schön. Wenn sich jemand überlegt ein Buch von Hesse zu lesen, dann sollte es dieses sein!

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