Die Bücherdiebin

Ausgezeichnet mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis 2009

Markus Zusak

(179)
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Beschreibung


"Die Bücherdiebin" ist ein modernern Klassiker und Weltbestseller und wurde 2014 erfolgreich verfilmt.

Molching bei München. Hans und Rosa Hubermann nehmen die kleine Liesel Meminger bei sich auf – für eine bescheidene Beihilfe, die ihnen die ersten Kriegsjahre kaum erträglicher macht. Für Liesel jedoch bricht eine Zeit voller Hoffnung, voll schieren Glücks an – in dem Augenblick, als sie zu stehlen beginnt. Anfangs ist es nur ein Buch, das im Schnee liegen geblieben ist. Dann eines, das sie aus dem Feuer rettet. Dann Äpfel, Kartoffeln und Zwiebeln. Das Herz von Rudi. Die Herzen von Hans und Rosa Hubermann. Das Herz von Max. Und das des Todes. Denn selbst der Tod hat ein Herz.

Eine unvergessliche Geschichte vom dunkelsten und doch brillantesten aller Erzähler: dem Tod. Tragisch und witzige, zugleich wütend und zutiefst lebensbejahend – ein Meisterwerk.

"Ein großes Buch." Deutschlandfunk / Ute Wegmann

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 587
Altersempfehlung 12 - 99 Jahr(e)
Erscheinungsdatum 27.02.2008
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-570-13274-6
Verlag Cbt
Maße (L/B/H) 23,3/16,1/5 cm
Gewicht 934 g
Originaltitel The Book Thief
Übersetzer Alexandra Ernst
Verkaufsrang 9622

Kundenbewertungen

Durchschnitt
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Übersicht
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Eine sehr berührende Geschichte
von margaret k. am 24.08.2019

In dem Buch geht es um Liesel, die während des zweiten Weltkrieges zu einer Pflegefamilie kommt. Das einzige, das sie an ihre echte Familie erinnert, ist ein Buch, welches sie geklaut hat. Doch sie kann es noch nicht lesen, da es ihr schwer fällt. Doch nach und nach wächst ihre Liebe zu Büchern und damit auch die Beziehungen zu ... In dem Buch geht es um Liesel, die während des zweiten Weltkrieges zu einer Pflegefamilie kommt. Das einzige, das sie an ihre echte Familie erinnert, ist ein Buch, welches sie geklaut hat. Doch sie kann es noch nicht lesen, da es ihr schwer fällt. Doch nach und nach wächst ihre Liebe zu Büchern und damit auch die Beziehungen zu ihren Eltern, zu ihrem besten Freund Rudi und noch vielen anderen Menschen. Die Geschichte wird aus der Sicht des Todes erzählt, was erst einmal sehr ungewöhnlich klingt aber sehr poetisch und schön wirkt. Allgemein habe ich mich in diesen Schreibstil verliebt. Es gibt selten Autoren, die Dinge so locker erzählen und dabei die einfachsten Sachen lebendig werden lassen. Dadurch fühlt man manche Momente richtig mit beim lesen, weil sie so außergewöhnlich schön beschrieben werden. Und auch die Personen konnten mich richtig überzeugen. Man lernt sie langsam kennen und dabei erfährt man immer mehr über sie. Nicht nur über ihr Leben, sondern auch wie sie denken, was ihnen wichtig ist und wie sie fühlen. Jeder wird auf seine Art unf Weise beschrieben, sodass man wirklich das Gefühl bekommt den Menschen dahinter kennenzulernen. Ich habe so gut wie jeden Charakter nach ein paar Seiten ins Herz geschlossen. Sie wirken so lebendig und liebevoll durchdacht. Und besonders die wachsenden Beziehungen untereinander waren so herzerwärmend und berührend. Dadurch konnte ich sowohl die lustigen, als auch die traurigen Momente hautnah mitfühlen, als ob ich mit dabei wäre. Allgemein kann man sich die Handlung wie einen Film vorstellen beim Lesen, auch wenn manchmal etwas dazwischengeschoben oder vorweggenommen wird, aber genau das sorgt für Spannung. Die fast 600 Seiten sind nur so an mir vorbeigerast, weil ich garnicht genug davon bekommen konnte und ich hätte das Buch sogar noch länger lesen können. Bei all dem lernt man viel über den Alltag im zweiten Weltkrieg kennen. Wie alles immer schlimmer wurde und wie die Leute versucht haben das beste aus allem zu machen, mit der ständign Angst vor dem Krieg und den Nazis im Nacken. Es wird alles sehr autentisch und realistisch geschildert, sodass man ein wirklich gutes Bild von allem bekommt. Letztendlich kann ich dieses Buch jedem nur ans Herz legen. Es ist wirklich berührend und wundervoll geschrieben. Und dabei genauso kreativ wie herzerwärmend und traurig. Für mich gehört es zu einem der besten Geschichten über den zweiten Weltkrieg.

Eines meiner absoluten Lieblibgsbücher
von einer Kundin/einem Kunden am 16.08.2019

Traurig, erschrecken, manchmal makaber aber auch lustig, fröhlich und voller Liebe. Man kann Liesels Geschichte nicht in Worte fassen. Man muss sie gelesen haben.

emotional, nachhaltig, absolut empfehlenswert
von einer Kundin/einem Kunden aus Hamburg am 30.07.2019

Das Buch Das Cover meines Buches zeigt das Plakat zum gleichnamigen Film „Die Bücherdiebin“. Im Vordergrund steht Liesel, die ein Buch fest umschlungen hält und im Hintergrund ist der brennende Bücherberg der Reichspogromnacht zu erkennen. Eine Schlüsselszene! Dieses Cover zeigt vieles, was das Buch später untermauern wird. ... Das Buch Das Cover meines Buches zeigt das Plakat zum gleichnamigen Film „Die Bücherdiebin“. Im Vordergrund steht Liesel, die ein Buch fest umschlungen hält und im Hintergrund ist der brennende Bücherberg der Reichspogromnacht zu erkennen. Eine Schlüsselszene! Dieses Cover zeigt vieles, was das Buch später untermauern wird. Das Buch ist in 10 Teile unterteilt und diese wiederum in Kapitel. Innerhalb der Kapitel liefert der Tod hier und da extra Informationen, die ich stets so empfand, als würde er sie mir ins Ohr flüstern. Sie sind nicht unbedingt Teil der Geschichte, aber irgendwie doch. Warum ausgerechnet dieses Buch? Das Buch stand lange Zeit ungelesen in meinem Bücherregal – zu unrecht! Bedingt durch die Summer Reading Challenge auf vorablesen.de habe ich es dann endlich einmal zur Hand genommen und konnte es kaum wieder zur Seite legen. Bereits als ich es angelesen hatte, fiel mir die völlig andere Erzählperspektive auf. Der Tod erzählt Liesels Geschichte. Nun könnte man annehmen, dass dies eine trockene und sehr ernsthafte Angelegenheit wird. Aber genau das Gegenteil ist der Fall. Mit Humor auf der einen Seite und der notwendigen Ernsthaftigkeit auf der anderen wird hier das Leben eines kleinen Mädchens erzählt, das die Schrecken des zweiten Weltkrieges hautnah miterleben muss. Handlung Im Januar 1939 wird Liesel Meminger von ihrer Mutter zu den Pflegeeltern Hans und Rosa Hubermann nach Molching in der Nähe von München gegeben. Bereits auf dem Weg dorthin verliert sie einen ihrer liebsten Menschen. Ihren Bruder Werner, der eigentlich mit ihr zu den Pflegeeltern kommen sollte. Auch stiehlt sie auf diesem Weg ihr erstes Buch. In Molching angekommen lernt sie neben Hans und Rosa auch Rudi kennen, später Frau Hermann, die Frau des Bürgermeisters, und Max, den Juden. Diese 5 Menschen nehmen den größten Einfluss auf Liesels Leben. Das Mädchen lernt lesen und schreiben, sie lernt zu lachen und zu weinen, sie lernt ein Geheimnis zu bewahren und sie lernt es den Schmerz zu ertragen, wenn ein geliebter Mensch stirbt. Sie lernt die Schrecken des Krieges kennen und sie erfährt die Schönheit von Freundschaft und Liebe. Perspektiven / Dialoge Der Tod erzählt diese Geschichte durchgängig! Und wenn man nun glaubt, dies sei grausam, dann ist dem nicht so. Der Tod ist hier ein guter Freund, der sich die Zeit nimmt und dem Leser Liesels Geschichte erzählt. Von Anfang an hatte ich dieses Gefühl und es fühlte sich weder makaber noch fehl am Platz an. Vielmehr hatte ich die ganze Zeit das Gefühl, eine ehrliche Geschichte erzählt zu bekommen, in der auch der Tod nicht gewaltsam oder furchtbar ist, sondern vielmehr eine gefühlvolle Notwendigkeit am Ende eines Lebens – unabhängig davon, wie es endete und wer es gelebt hat. Bedingt durch die Perspektive des Allwissenden, der auch tatsächlich überall sein kann, gibt es nicht übermäßig viele Dialoge. Dennoch hatte ich nie das Gefühl, dass die Geschichte stumpf und leblos wäre. Für die Lebendigkeit des Buches sorgt u.a. die Erzählweise des Autors. Figuren Die Figuren wirkten auf mich zu jeder Zeit authentisch. Ich lachte mit ihnen und ich weinte mit ihnen. Die Grausamkeit der Judenverfolgung im 2. Weltkrieg wird zwischen Liesel und Max nur all zu deutlich. Ebenso zwischen Liesel und den Eheleuten Hubermann, die Liesel dazu bringen, kein Wort über Max zu verraten – auch nicht zu Rudi, Liesels bestem Freund. Der Mut der einfachen und sehr armen Hubermanns, der hier offenbar wird, ist greifbar. Ebenso dass auch Kinder in dieser Zeit sehr wohl erkannt haben, was auf dem Spiel steht, wenn sie unbedacht handeln. Doch auch wenn die Zeit eine schreckliche war, in der der Tod viel zu hatte, erzählt er auch über die schönen Dinge. So bringt Hans Hubermann Liesel das Lesen und Schreiben bei, er bewahrt ihr Geheimnis über ihre Bücherdiebstähle, er tröstet sie jede Nacht, wenn sie Albträume hat... Rudi und Liesel sind wie Kinder eben sind. Sie haben Rosinen im Kopf und wollen Kind sein. So ergibt sich die eine oder andere Situation, über die der Leser schmunzeln muss – und auch das wirkt absolut authentisch und keineswegs konstruiert! Schreibstil Markus Zusaks Schreibstil möchte ich hier als einmalig bezeichnen. Wenn er erzählt, dann kann man den verbildlichten Erklärungen so gut folgen, dass seine Worte beinahe zu Gegenständen werden oder zu eigenständigen Lebewesen. Diese Erzählweise behält er konsequent durch die komplette Geschichte bei. (Zitat S. 163: Als Liesel an diesem Tag das Haus des Bürgermeisters verließ, sagte sie etwas mit großem Unbehagen. Vier große Worte lieferten sich einen Kampf, sprangen auf ihre Schulter und fielen als unordentliches Quartett vor Ilsa Hermanns Füße. Sie purzelten seitlich von Liesel herab, weil sich das Mädchen unter ihrer Last neigte und sie nicht länger halten konnte. Gemeinsam kauerten sie auf dem Boden, groß und laut und ungeschickt.) Ich empfand die Geschichte als eine Ansammlung kleiner Sequenzen aus Liesels Leben, aus denen zusammen ein großes Ganzes wurde. Es ist beeindruckend, wie sich diese kurzen Sequenzen dennoch immer am roten Faden entlang hangelten. Setting Wohl jeder hat eine Vorstellung von der Zeit, in der die Geschichte spielt. Sei sie geprägt durch Erzählungen, Filme oder andere Bücher. Dem Autor gelingt es vortrefflich, dieser Zeit auch etwas positives mitzugeben. Jeder weiß, wie furchtbar es in dieser Zeit war, aber im Vordergrund stehen hier nicht die Gräueltaten der Nazis, sondern das Leben unterschiedlicher Menschen, die sich mit dieser Zeit arrangieren mussten um zu überleben. Ich fand es immer wieder bemerkenswert, wie der Autor die Atmosphäre beschrieben hat ohne sich dabei der Wiederholung der Geschichte zu bedienen. Die Beschreibung von Gefühlen und Handlungen und der daraus gewonnenen Möglichkeit der Interpretation durch den Leser machen dieses Buch so besonders und emotional. Fazit Dieses Buch ist ein Must have in jedem Bücherschrank! Ich glaube kaum, dass sich irgendwer dieser Geschichte wirklich entziehen kann. Sie wirkt, bedingt durch ihre Erzählperspektive und die Möglichkeit der eigenen Interpretation so nachhaltig, dass es mir noch Tage danach eine Gänsehaut über den Rücken jagt, wenn ich an das mutige Mädchen Liesel Meminger denke.


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  • Tod und Schokolade

    Zuerst die Farben. Dann die Menschen. So sehe ich die Welt normalerweise. Ich versuche es zumindest.

    Eine kurze Bemerkung am Rande
    Ihr werdet sterben.

    Ich bin nach Kr en bem ht, dieser ganzen Angelegenheit eine fr hliche Seite zu verleihen, aber die meisten Menschen haben einen tief sitzenden Widerwillen, der es ihnen unm glich macht, mir zu glauben, so sehr ich auch versuche, sie davon zu berzeugen. Bitte glaubt mir: Ich kann wirklich fr hlich sein. Ich kann angenehm sein. Am sant. Achtsam. And tig. Und das sind nur die Eigenschaften mit dem Buchstaben A . Nur bitte verlangt nicht von mir, nett zu sein. Nett zu sein ist mir v llig fremd.

    Reaktionen auf die oben genannte Tatsache

    Mache ich euch Angst? Ich bitte euch inst ig - keine Sorge. Man kann mir alles nachsagen, nur nicht, dass ich ungerecht bin.

    Was fehlt?
    Nat rlich - eine Bekanntmachung. Ein Beginn.
    Wo ist nur mein gutes Benehmen geblieben?
    Ich k nnte mich ganz f rmlich vorstellen, aber das ist gar nicht n tig. Ihr werdet mich schon bald recht gut kennen; wie bald - das h t von einer Reihe von Umst en ab. Nur so viel sei gesagt: Irgendwann einmal werde ich ber euch allen stehen, so freundlich, wie es mir m glich ist. Eure Seelen werden in meinen Armen liegen. Auf meiner Schulter wird eine Farbe ruhen. Sanft werde ich euch davontragen.
    Ihr werdet vor mir liegen. (Es passiert nur selten, dass ich Menschen stehend antreffe.) Ihr werdet in der Kruste eurer eigenen K rper gefangen sein. Vielleicht gibt es ein Erkennen; ein Schrei tr pfelt zu Boden. Die einzigen Ger che, die ich danach h ren werde, sind mein eigener Atem und der Klang des Geruchs, meine eigenen Schritte.
    Die Frage ist, welche Farbe die Welt angenommen haben wird, wenn ich euch holen komme. Was wird der Himmel uns erz en?
    Ich pers nlich mag einen schokoladenfarbenen Himmel. Dunkle Bitterschokolade. Die Leute behaupten, das passt zu mir. Ich versuche trotzdem, mich an jeder Farbe zu erfreuen, die ich sehe, an dem ganzen Spektrum. Etwa eine Milliarde Schattierungen, keine wie die andere, und ein Himmel, der sie langsam in sich aufsaugt. Das nimmt dem Stress die Sch e. Und es hilft mir, mich zu entspannen.

    Eine kurze Zwischenbemerkung

    Die Menschen beachten die Farben eines Tages lediglich an seinem Anfang und an seinem Ende. Dabei wandert ein Tag durch eine Vielzahl von Farbt nen und Schattierungen, und zwar in jedem Augenblick. Eine einzige Stunde kann aus Tausenden von unterschiedlichen Farben bestehen. Wachsgelb, regenbespr htes Blau. Schlammige Dunkelheit. In meinem Gesch habe ich es mir zur Angewohnheit gemacht, darauf zu achten.

    Wie schon angedeutet, ist Ablenkung meine einzige Rettung. Sie allein hilft mir, bei Verstand zu bleiben. Sie hilft mir, mit meiner Arbeit klarzukommen, was nicht so einfach ist, wenn man bedenkt, wie lange ich diese T gkeit schon aus be. Das Problem ist: Wer k nnte mich ersetzen? Wer k nnte f r mich einspringen, w end ich in einem Vier-Sterne-Hotel irgendwo am Meer Urlaub mache oder in den Bergen Ski fahre? Die Antwort ist: Niemand. Genau dieser Umstand hat mich dazu veranlasst, die Ablenkung zu meiner Erholung zu machen, mich damit zu zerstreuen. Also mache ich Urlaub in Farben, in Schattierungen.
    Dennoch fragt ihr euch m glicherweise, warum ich berhaupt Urlaub brauche. Ihr wollt wissen, wovon ich mich ablenken muss?
    Was mich zum n sten Punkt bringt.
    Es sind die brig gebliebenen Menschen.
    Die erlebenden.
    Sie sind es, deren Anblick ich nicht ertrage, und in meinem Bem hen, sie nicht anzusehen, versage ich h ig. Ich konzentriere mich absichtlich auf die Farben, um die erlebenden aus meinen Gedanken zu verbannen, aber hin und wieder werde ich Zeuge, wie die Zur ckbleibenden zwischen den Puzzlest cken der Erkenntnis, erraschung und Verzweiflung zusammenbrechen. Sie haben zerstochene Herzen. Sie haben