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Ein skandalöses Angebot

Roman. Deutsche Erstausgabe


Denn nur die Liebe zählt ...

Als Lauren Holbrook von ihrer Arbeitgeberin Olivia Lockett das skandalöse Angebot erhält, deren verlorenen Sohn Jared zu heiraten und dann für einen Erben des Lockett-Imperiums zu sorgen, willigt die sanfte junge Frau ein. Sie hat keine andere Wahl und hofft, dass ihre tiefen Gefühle für Jared stark genug sind, den Preis für eine Vernunftehe zu zahlen. Doch hinter Jareds Fassade als wilder Rebell steckt ein einfühlsamer Mann, der zu tiefen Gefühlen fähig ist – und sich die Liebe nicht diktieren lassen möchte ...

• Die romantische Seite der Sandra Brown!

• Ein bewegender Liebesroman voller großer Gefühle, der zum sehnsüchtigen Mitfiebern einlädt!

Portrait
Sandra Brown arbeitete mit großem Erfolg als Schauspielerin und TV-Journalistin, bevor sie mit ihrem Roman 'Trügerischer Spiegel' auf Anhieb einen großen Erfolg landete. Inzwischen ist sie eine der erfolgreichsten internationalen Autorinnen, die mit jedem ihrer Bücher die Spitzenplätze der New-York-Times-Bestsellerliste erreicht! Ihren großen Durchbruch als Thrillerautorin feierte Sandra Brown mit dem Roman 'Die Zeugin', der auch in Deutschland auf die Bestsellerlisten kletterte – ein Erfolg, den sie mit jedem neuen Roman noch einmal übertreffen konnte. Sandra Brown lebt mit ihrer Familie abwechselnd in Texas und South Carolina.
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  • Kaum war die junge Frau auf den Bahnsteig von Austin getreten, schlug ihr die W¿e eines sonnigschw¿len Septembertages entgegen. Im Zug war es hei¿gewesen, gluthei¿wie in einem Backofen. Ihr sonst porzellanheller Teint schimmerte rosig erhitzt, winzige kohlschwarze Locken hatten sich aus ihrem streng frisierten Chignon gel¿st und kringelten sich feucht unter den B¿ern ihres Sommerhuts. Sie f¿elte sich mit einem Spitzentaschentuch ein wenig Luft zu, w¿end ihr Blick ¿ber die Menschenmenge glitt, auf der Suche nach dem hochgewachsenen, wei¿aarigen Mann mit dem braunen Stetson.
    Nach der Ankunft des Nachmittagszuges aus Fort Worth dr¿ten sich die Leute auf dem kleinen Bahnhof. Die einen umarmten ihre heimkehrenden Angeh¿rigen, andere wiederum winkten ihren Lieben zum Abschied. Hektisches Stimmengewirr in Englisch und Spanisch, untermalt vom dampfenden Zischen und Pfeifen der Lokomotive, steigerte sich zu einer ohrenbet¿enden Kakophonie. Koffertr¿r eilten gesch¿ig hin und her, man¿vrierten Gep¿karren durch das Gew¿hl alter Damen, Gesch¿sleute und Kinder.
    Mexikanische Frauen in weiten, farbenfrohen Kleidern schoben sich ¿ber den Bahnsteig und boten S¿¿gkeiten, Blumen und texanische Souvenirs zum Verkauf. Vaqueros - spanische Cowboys - lehnten l¿ig an der Bahnhofsmauer, spielten mit ihren Lassos, drehten Zigaretten oder sp¿en missmutig zu dem wartenden Zug. Sie zogen einen wilden Pferderitt durch die texanischen Weiten den engen Eisenbahnabteilen allemal vor.
    Heimlich beobachteten sie die junge Frau, die ihren schwanengleichen Hals nach jeder ankommenden Kutsche reckte. Ihre hellwachen grauen Augen umw¿lkten sich zusehends, zumal der Bahnhof sich langsam leerte. Mit raschelnden R¿cken trippelte sie in ihren hochgekn¿pften Stiefeln ziellos auf dem Bahnsteig hin und her.
    Als Letzte schwangen sich die Vaqueros in den Zug, der nach Fort Worth zur¿ckfuhr. Die meisten warfen vorher noch einen begehrlich-lasziven Blick zu der Fremden, die trotz der Hitze und ihrer erkennbaren Nervosit¿k¿hle Gelassenheit zur Schau trug.
    Ein langer, schriller Pfiff, Stahl kreischte auf Stahl, und der Zug ruckelte in einer bei¿nden Qualmwolke ¿ber das Gleis, nahm Fahrt auf und verschwand.
    Die Passanten zerstreuten sich. Die mexikanischen H¿lerinnen bedeckten die Waren in ihren K¿rben mit T¿chern, die Gep¿tr¿r zogen ihre Karren in den Schatten des Bahnhofsgeb¿es und hielten Siesta.
    Die junge Reisende in dem marineblauen Sergekost¿m mit wei¿r Bluse und Strohhut stand schlie¿ich einsam und allein neben ihrem wenigen Gep¿.
    Sobald er das junge M¿hen entdeckte, schob Ed Travers sich aus der T¿r des Bahnhofsgeb¿es. Zog hastig die Weste ¿ber dem beachtlichen Leibesumfang stramm und stampfte zu ihr.
    ¿Miss Holbrook?¿, erkundigte er sich h¿flich. ¿Miss Lauren Holbrook?¿
    Als sie ihren Namen h¿rte, hellte sich ihr Gesicht auf. ¿Ja¿, antwortete sie l¿elnd und enth¿llte makellos wei¿ Z¿e. ¿Ja, ich bin Lauren Holbrook. Hat Ben ... ¿ ... Mr. Lockett Sie geschickt, um mich abzuholen?¿
    Ed Travers lie¿sich seine Verbl¿ffung nicht anmerken. Stattdessen grinste er freundlich. ¿Nein, Miss Holbrook, nicht direkt. Ich bin Ed Travers, der Bahnhofsvorsteher. Tut mir leid, dass Sie warten mussten, aber ich hatte Probleme mit dem Telegrafierger¿...¿ Er hielt inne und h¿e sich auf die Zunge bei¿n m¿gen, dass er die ohnehin heikle Situation zus¿lich komplizierte. ¿Bedaure, dass Sie hier drau¿n in der Gluthitze warten mussten. Kommen Sie mit, ich erkl¿ Ihnen alles.¿ Er winkte einem Koffertr¿r, der sich widerstrebend aus dem Schatten l¿ste und Laurens Gep¿ auflud.
    Mr. Travers deutete zum Ende des Bahnsteigs und bot ihr h¿flich seinen Arm. Lauren z¿gerte. ¿Aber Mr. Lockett sagte doch ...¿
    ¿Mr. Lockett wollte sie abholen, Miss Holbrook, das ist richtig, aber er ist krank geworden und bat mich ...¿
    ¿Ben ist krank?¿, fragte sie hastig. Sie wurde blass und umklammerte hektisch den Arm des Stationsvorstehers.
    Ihre Reaktion verwunderte Ed Travers. Wieso fing sie dauernd von Ben Lockett an? Was verband das M¿hen mit dem alten Schweren¿ter? Sie war h¿bsch, keine Frage. Und Ben hatte seit jeher einen Blick f¿r sch¿ne Frauen gehabt. Jeder in Texas wusste, was f¿r eine Ehe Ben mit Olivia f¿hrte, trotzdem gab ihm dieses M¿hen R¿el auf. Woher stammte sie? Und wieso kam sie nach Texas, um Ben Lockett zu besuchen? Sie war h¿chstens zwanzig und Ben gut ¿ber sechzig. Vielleicht Verwandtschaft? Wie ein Flittchen sah sie nicht aus. Und weshalb sollte Ben sich eine Geliebte halten? Er hatte ...
    ¿Mr. Travers, bitte.¿ Lauren, die h¿eringend auf seine Erkl¿ng wartete, fragte sich im Stillen, warum der nette, freundliche Herr sie derart unverhohlen taxierte. Heimlich ¿erte sie sich, dass Ben nicht gekommen war, nachdem sie die anstrengende Reise von North Carolina auf sich genommen hatte. Sicher, er hatte ihr seinerzeit erkl¿, dass er jemand anderen zum Bahnhof schicken werde, falls er in Coronado verhindert sei. ¿Ist Mr. Lockett krank?¿, wiederholte sie.
    ¿Sie meinen Ben?¿, murmelte Travers abwesend. Dann r¿perte er sich und setzte hinzu: ¿Nein, Jared sollte Sie vom Bahnhof abholen, aber der ist krank geworden.¿
    Er schob seine Hand unter ihren Ellbogen, f¿hrte sie gentlemanlike ¿ber die verwitterten Holzbohlen der Plattform.
    ¿Jared?¿, fragte sie erstaunt.
    Grundg¿tiger! Sie kannte Jared nicht?! Aber dann -dann kam diese reizende junge Frau ja tats¿lich wegen Ben. Was f¿hrte er dieses Mal im Schilde? Er war ber¿hmt-ber¿chtigt f¿r seine makabren Scherze und b¿sen Streiche, mit denen er seine Mitmenschen des ¿teren in peinliche Bedr¿nis brachte. Trotzdem ging Bens bisweilen makabrer Humor bestimmt nicht so weit, dass er seinen Schabernack mit der braven kleinen Miss Holbrook trieb, oder? Ed Travers hatte gleich gemerkt, dass sie ungew¿hnlich naiv und vertrauensselig war - selbst im Jahr 1903 eine Seltenheit.
    ¿Jared ist Bens Sohn, Miss Holbrook¿, antwortete er geduldig. ¿Hat Ben ihn denn nie erw¿t?¿
    Lauren lachte fr¿hlich. ¿Aber ja, das hat er. Der Name war mir blo¿entfallen.¿ Unversehens verd¿sterte Besorgnis ihre Miene. ¿Jared ist krank?¿
    ¿Kann man so sagen¿, grummelte Travers. Er fasste ihren Arm fester und f¿hrte sie die Treppe hinunter. Laurens Blick fiel auf ein am Stra¿nrand abgestelltes Fuhrwerk. Die gr¿ne Farbe bl¿erte von den Seitenw¿en, die R¿r waren lehmverkrustet. Die beiden Gespannpferde standen unter einem hohen Pekannussbaum, wo sie an ein paar vertrockneten Grasb¿scheln rupften.
    Ein drittes Pferd, ein prachtvoller Palomino, war am Ende des Wagens festgebunden. Er warf seine helle M¿e temperamentvoll nach hinten und wieherte, als protestierte er gegen die Unversch¿heit, an einem derartigen Wrack festgemacht zu sein.
    ¿Miss Holbrook, offen gestanden kam Jared schon gestern Abend in die Stadt, um Sie abzuholen. Heute Morgen f¿hlte er sich ... ¿, tja ... nicht wohl und bat mich, Sie nach Coronado zu bringen. Ich f¿rchte, die Fahrt wird nicht besonders angenehm. Bitte nehmen Sie es mir nicht krumm, aber dieses altersschwache Vehikel war das einzige, was ich auf die Schnelle auftreiben konnte.¿
    ¿Ach, das macht doch nichts.¿ Sie l¿elte. Ed Travers wurde schwindlig von ihrem strahlenden Gesicht und ihrer sanften Stimme. Armer Irrer, schalt er sich und hastete zu dem Wagen.
    Der Bahnhofsvorsteher half Lauren auf den Kutschbock. Als der Tr¿r ihr Gep¿ schwungvoll auf den grob gezimmerten Holzboden knallte, vernahm sie ein ged¿ftes St¿hnen.
    Sie drehte sich um und machte gro¿ Augen, als sie den hoch gewachsenen Mann gewahrte, der lang ausgestreckt auf der Ladefl¿e lag. ¿Mr. Travers!¿, entfuhr es ihr. ¿Er ist doch nicht etwa verletzt, oder?¿
    ¿Nein¿, antwortete Travers. ¿Nur ein bisschen indisponiert. Er wird es ¿berleben, auch wenn er sich derzeit w¿nscht, er w¿ lieber tot.¿ Letzteres brummelte er so leise, dass Lauren es nicht mitbekam.
    Sie sank auf die wacklige Sitzbank.

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Beschreibung

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 411
Erscheinungsdatum 08.09.2008
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-442-37050-4
Verlag Blanvalet
Maße (L/B/H) 18,4/11,6/3,3 cm
Gewicht 333 g
Originaltitel Hidden Fires
Übersetzer Beate Darius
Buch (Taschenbuch)
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Kundenbewertungen

Durchschnitt
7 Bewertungen
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Herzschmerz gab es auch schon früher
von Booksberry am 01.07.2013

Die Geschichte spielt gegen Ende des 19. Jahrhunderts .... ich tue mich eigentlich immer schwer mit solch historischen Romanen,aber zu meiner eigenen Verwunderung kam ich von Anfang an gut zurecht mit der Story.Trotz der piekfeinen Aussprache in dem Buch :) Denn auch hier galt,ich habe fast in einem Rutsch durchgelesen .... Auf... Die Geschichte spielt gegen Ende des 19. Jahrhunderts .... ich tue mich eigentlich immer schwer mit solch historischen Romanen,aber zu meiner eigenen Verwunderung kam ich von Anfang an gut zurecht mit der Story.Trotz der piekfeinen Aussprache in dem Buch :) Denn auch hier galt,ich habe fast in einem Rutsch durchgelesen .... Auf den ersten Blick auf das Cover würde man allerdings nie damit rechnen das es sich um einen Histörischen Roman handelt,auch nicht beim durchlesen der Kurzbeschreibung.Darauf bin ich dann erst beim lesen gestossen.Aber wer weiss für was es gut war.Ich hätte mir zwar schon gewünscht darauf hingewiesen zu werden,da sowas auch bei der Kaufentscheidung,hilfreich sein kann. Die Karaktere Lauren und Jared waren mir irgendwie von Anfang an symphatisch ... die Höhen und Tiefen in dem Buch finde ich sehr gelungen erzählt.An manchen Stellen habe ich mich zwar gefragt wie kann "Frau" so doof sein,aber genau diese Momente machen die Geschichte aus.Jared´s sogenannte Launen oder Stimmungswechsel dominierten zu Anfang sehr,allerdings war ganz schnell klar die beiden gehören einfach irgendwie zusammen ... ich dachte immer ahhh "nu macht doch endlich" euren Mund auf,aber das zog sich leider etwas so das die Spannung noch etwas länger anhält.Ich gebe es auch zu an manchen Stellen wären mir fast die Tränen gekommen (da ich mich immer probiere in die Hauptfiguren hineinzuversetzen).Das ist mir hier wieder einmal gut gelungen. Die Figur Olivia Lockett (Jared´s Mutter) hätte ich wirklich manchmal erwürgen können .. ich dachte wie "gemein und hinterhältig" kann eine einzige Person sein ? Wobei man sagen muss,Olivia Lockett hat durch ihre Intriegen den spannend haltenden Part gehabt.

Eine Liebesgeschichte im Wilden Westen
von GiPi am 22.05.2011

Sandra Brown hat hier eine tollen Roman verfasst. Das Buch stammt bereits aus dem Jahre 1982, also eines der früheren Romane von ihr, die weniger spannend sind als die heutigen, dafür aber genauso leidenschaftlich. Über eine neutrale Erzählperson wird die Ankunft von Lauren Holbrook, einer zauberhaften und wohlbehüteten junge... Sandra Brown hat hier eine tollen Roman verfasst. Das Buch stammt bereits aus dem Jahre 1982, also eines der früheren Romane von ihr, die weniger spannend sind als die heutigen, dafür aber genauso leidenschaftlich. Über eine neutrale Erzählperson wird die Ankunft von Lauren Holbrook, einer zauberhaften und wohlbehüteten jungen Frau geschildert, welche auf den draufgängerischen Viehzüchter Jared Lockett trifft. Die Missverständnisse sind insofern vorprogrammiert, da Lauren unter anderen Voraussetzungen nach Hill County kommt als Jared glaubt. In einer Vernunftehe gefangen, finden die beiden nach vielen hitzigen Auseinandersetzungen, turbulenten Eifersuchtsszenen und Momenten voller Leidenschaft und Passion endlich zusammen das ersehnte Liebes- und Lebensglück, aber bis es soweit ist, gilt es einige Hürden zu erklimmen.

Spannend, Herzschmerz....
von einer Kundin/einem Kunden aus Kassel am 26.08.2009

Ein super Buch, in dem alles enthalten ist: Spannung, Erotik, Herzschmerz, Trauer.... Fängt man an, will man dieses Buch nicht mehr aus der Hand legen. Ich kann es nur empfehlen.


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