Vom Aufstehen

Ein Leben in Geschichten

Helga Schubert

(33)
Hörbuch (MP3-CD)
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Beschreibung

Ein Jahrhundertleben – verwandelt in Literatur

Drei Heldentaten habe sie in ihrem Leben vollbracht, erklärt Helga Schuberts Mutter ihrer Tochter: Sie habe sie nicht abgetrieben, sie im Zweiten Weltkrieg auf die Flucht mitgenommen und sie vor dem Einmarsch der Russen nicht erschossen. Helga Schubert erzählt in kurzen Episoden und klarer, berührender Sprache ein Jahrhundert deutscher Geschichte – ihre Geschichte, sie ist Fiktion und Wahrheit zugleich. Mehr als zehn Jahre steht sie unter Beobachtung der Stasi, bei ihrer ersten freien Wahl ist sie fast fünfzig Jahre alt. Doch erst nach dem Tod der Mutter kann sie sich versöhnen: mit der Mutter, einem Leben voller Widerständen und sich selbst.

Produktdetails

Verkaufsrang 151
Medium MP3-CD
Sprecher Ruth Reinecke
Spieldauer 308 Minuten
Erscheinungsdatum 24.03.2021
Verlag Argon
Fassung ungekürzt
Hörtyp Lesung
Sprache Deutsch
EAN 9783839818954

Kundenbewertungen

Durchschnitt
33 Bewertungen
Übersicht
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Vom immer wieder Aufstehen
von Buecherseele79 am 08.06.2021
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

"Denn ich habe mir in meinem langen Leben alles einverleibt, was ich wollte an Liebe, Wärme, Bildern, Erinnerungen, Fantasien, Sonaten. Es ist alles in diesem Moment bei mir. Und wenn ich ganz alt bin, vielleiht gelähmt und vielleicht blind, und vielleicht sehr hilfsbedürftig, dann wird das alles auch noch immer in mir sein. Das... "Denn ich habe mir in meinem langen Leben alles einverleibt, was ich wollte an Liebe, Wärme, Bildern, Erinnerungen, Fantasien, Sonaten. Es ist alles in diesem Moment bei mir. Und wenn ich ganz alt bin, vielleiht gelähmt und vielleicht blind, und vielleicht sehr hilfsbedürftig, dann wird das alles auch noch immer in mir sein. Das ist nämlich mein Schatz." (Seite 170) In ihrem Buch "Vom Aufstehen" beschreibt, umschreibt, erzählt die Autorin von ihrem Leben, auch vor allem auch das von ihrer Mutter, das Verhältnis zwischen ihnen, was ihnen im Weg stand und wie sie im Alter damit nun umgeht. In oft sehr kurzen und knackigen Kapiteln schreibt die Autorin ihre Geschichte nieder. Das liest sich wunderbar weg und ist trotzdem nicht mit Oberflächlichkeiten abzuspeisen. Schon das Cover ist ein toller, und durch das Rot, intensiver Blickfang. Auch der Schreibstil konnte mich begeistern. Allerdings kann ich mir vorstellen dass es nicht jedem Leser*in so gehen wird. Denn Helga Schubert schreibt nicht in einer Zeitchronologie. Nein. Sie schreibt wild, frei, schweift hier und da ab, überlegt während ihrer Erzählungen, mal ist man bei ihr, mal bei der Mutter, mal in der BRD, mal in der DDR, mal auf der Flucht vor den Russen im Zweiten Weltkrieg. Man muss sich auf jeden Fall fallen lassen können um dieses Buch genießen zu können. Ich kann gar nicht genau sagen welche Geschichte mich am meiten berührt hat, aber für mich war es dann doch "Mein idealer Ort", "Mein Winter", "Eine Wahlverwandtschaft" und "Der Duft des Lebens". Am meisten berührt, ja mich in meine Kindheit geworfen, haben die Erinnerungen die sie mit ihrer Grossmutter hatte. Diese gemeinsame Zeit hat mich an die Zeit bei meinen Grosseltern denken lassen und das war ein herrlicher "Flashback", alleine für solche lohnt es sich dieses Buch zu lesen. Die Grossmutter väterlicherseits spielt eine sehr grosse Rolle in dem Leben von Helga Schubert, dies wird sehr schnell klar. Und wer weiss was aus Helga geworden wäre ohne diesen Anker in Gestalt der Grossmutter. Dass das Verhältnis zur Mutter nie einfach war, auch nie einfacher wurde, das liest man in sehr vielen Kapiteln. Mal sehr direkt und ohne Umschweife, dann aber wieder als kleinen Nebenklang, zwischen den Zeilen, kürzer oder länger, aber immer mehr wird einem als Leser bewusst was diese Gefühle und Aussagen der Mutter an die jüngere und ältere Helga ausgelöst haben. Wobei ich beide Frauen bewundern muss. Nicht nur dass Helga ihren Vater als 1jährige verlor da er im Zweiten Weltkrieg ums Leben kam. Sie mussten vor den Russen flüchten, ihre Mutter und sie. Mit eigentlich nichts was ihnen gehört. Die Zeit danach war nicht einfach, als Kriegswitwe mit einem Kind. Dann die Zeit in der DDR, wieder eingesperrt, beobachtet, keine wahren Freiheiten. Und nun dieses freie Leben was man immer noch nicht fassen kann. Die Demut kommt bei der Autorin sehr oft zum Vorschein, vieles was ihr heute möglich ist sieht sie weiterhin nicht als Selbstverständlichkeit. Ein kleines literarisches Highlight welches ich gerne empfehlen möchte.

Zeitlos schön
von Kristall86 aus an der Nordseeküste am 16.05.2021
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Klappentext: „Drei Heldentaten habe sie in ihrem Leben vollbracht, erklärt Helga Schuberts Mutter ihrer Tochter: Sie habe sie nicht abgetrieben, sie im Zweiten Weltkrieg auf die Flucht mitgenommen und sie vor dem Einmarsch der Russen nicht erschossen. In kurzen Episoden erzählt Helga Schubert ein deutsches Jahrhundertleben – ... Klappentext: „Drei Heldentaten habe sie in ihrem Leben vollbracht, erklärt Helga Schuberts Mutter ihrer Tochter: Sie habe sie nicht abgetrieben, sie im Zweiten Weltkrieg auf die Flucht mitgenommen und sie vor dem Einmarsch der Russen nicht erschossen. In kurzen Episoden erzählt Helga Schubert ein deutsches Jahrhundertleben – ihre Geschichte, sie ist Fiktion und Wahrheit zugleich. Als Kind lebt sie zwischen Heimaten, steht als Erwachsene mehr als zehn Jahre unter Beobachtung der Stasi und ist bei ihrer ersten freien Wahl fast fünfzig Jahre alt. Doch vor allem ist es die Geschichte einer Versöhnung: mit der Mutter, einem Leben voller Widerstände und sich selbst.“ Helga Schuberts Schreibstil ist etwas besonderes und geht ab der ersten Seiten seinen ganz eigenen Weg mit dem Leser. In den kurzen Texten, erleben wir eine Art Biografie und Erzählung und Schubert nimmt uns in ihre ganz persönliche Familiengeschichte mit. Jede Geschichte ist anders genau wie das Leben und hier wird nichts beschönigt. Schubert erlebt alles, was das Leben zu bieten hat. Schubert erzählt aber nicht nur aus dem was vergangen ist, sondern auch aus ihren Gedanken. Jede Geschichte hat ihren eigenen Stil und sie passt ihn den Darstellern an. Wir erleben alle Emotionslagen die es gibt und Schubert schafft es ausnahmslos fesselnd, begeisternd aber auch auf gewisser Weise auf Distanz zu bleiben. Sie zieht uns Leser nicht mit hinein, wir dürfen die Geschichten erfahren, brauchen aber nicht mit ihr mitleiden o.ä.. Es gehört unheimlich viel dazu, so einen Stil zu schaffen und die Leserschaft damit zu begeistern. Für mich war dies eine wirklich wunderbare Leseerfahrung und dieses Buch wird definitiv in die Sparte: „immer wieder lesbar“ einsortiert - 5 von 5 Sterne!

Lesenswert
von einer Kundin/einem Kunden aus Staufen am 12.05.2021
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Kleine Episoden aus einem ereignisreichen Leben, die zum Nachdenken anregen. Interessant sind vor allem die Eindrücke aus dem Alltag in der DDR.


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