Jakobs Weg

Krimi

Jörg H. Trauboth

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Beschreibung

Für den jungen Schüler waren die vier Jahre im Elite‐Internat die Hölle. Jeden Monat traf sich eine illustre Runde von Herren in düsteren Kutten in der Hauskapelle und vergewaltigten ihn und seine Schulkameraden. Die Kripo erfährt zwar von den Orgien, aber die Täter bleiben unentdeckt. Zwanzig Jahre später: Acht Personen finden in ihrer Post ein kompromittierendes Video. Die anonyme Forderung: Treffpunkt am 13. Mai im Hotel Pilgrim am Eingang zum Jakobsweg, sonst geht das Video an die Medien. Alle kommen. Alle stehen unter Spannung. Auch der ebenfalls anonym eingeladene verdeckt ermittelnde Hauptkommissar Joe Jaeger vom BKA und die Investigativ‐Journalistin Hanna Dohn. Auf der vierzehntägigen Wanderung durch die malerische Landschaft des Jakobsweges ereignet sich ein Todesfall nach dem anderen. Der mystische Glaubensweg wird zum Pilgerweg der Angst ...

Produktdetails

Verkaufsrang 36353
Einband Taschenbuch
Erscheinungsdatum 25.02.2021
Verlag Ratio-books
Seitenzahl 390
Maße (L/B/H) 20,3/14,3/3,2 cm
Gewicht 530 g
Auflage 1
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-96136-095-6

Kundenbewertungen

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Übersicht
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Buen camino
von einer Kundin/einem Kunden aus Leiben am 25.03.2021

Im katholischen Internat Maria Hilf trifft sich die illustre Gruppe "Rose" um junge Schüler, wie Jakob, zu vergewaltigen und zu missbrauchen. Zwanzig Jahre später erhalten 8 Personen, die damals involviert waren, Post: Sie sollen sich auf den Jakobsweg machen, dann bekommen sie ein kompromittierendes Video von damals. Sollten si... Im katholischen Internat Maria Hilf trifft sich die illustre Gruppe "Rose" um junge Schüler, wie Jakob, zu vergewaltigen und zu missbrauchen. Zwanzig Jahre später erhalten 8 Personen, die damals involviert waren, Post: Sie sollen sich auf den Jakobsweg machen, dann bekommen sie ein kompromittierendes Video von damals. Sollten sie sich nicht auf die Pilgerreise begeben, wird das Video an die Medien übergeben. Zusätzlich wurden Hauptkommissar Joe "Hunter" Jaeger vom BKA und die Investigativ-Journalistin Hanna Dohn eingeladen. Sie waren damals in die erfolglosen Ermittlungen integriert. Zwar ist der Fall von damals verjährt, aber sie wollen trotzdem die Täter drankriegen. So begeben sich die 10 Personen auf die Pilgerreise unter der Leitung von Pater Ambrosius, der im Auftrag von dem anonymen "Servatius" handelt. Doch schon bald werden die "Pilger" durch Todesfälle dezimiert. Das Cover ist einfach gemacht, passt aber hervorragend zum Buch. Es zeigt einen Pfeil, der den Jakobsweg anzeigt. Der Titel ist ebenfalls ausgezeichnet gewählt, denn es geht nicht nur über den "Jakobsweg", sondern auch über "Jakobs Weg". Der Schreibstil ist brillant; Orte (also v.a. der Jakobsweg) werden, ebenso wie die Charaktere bildgewaltig dargestellt. Das Buch ist auch sehr gut recherchiert, kein Wunder schließlich hat der Autor auch mit Missbrauchsopfern zu tun. So werden Fakten (Ermittlungsarbeit der Behörden mit all ihren Problemen und Zahlen von Missbrauchen an Kindern) genialerweise in den Krimi eingebaut - ebenso wie das ganze heikle "Tabu-"-Thema in einen Krimi eingebaut wurde. Dabei wird auch das Wesen der Päderasten genau unter die Lupe genommen. So sieht man im Buch klar heraus, dass der eine sich dafür schämt und keine Kinder mehr missbrauchen will, während andere eine Geldquelle darin sehen und wieder andere einfach Spaß an der Macht haben. Dabei werden die Opfer nie (auch nicht durch entsprechende Szenen) herabgewürdigt. Der Spannungsbogen ist sehr hoch gesetzt und bricht nie ab. Dem Autor ist es daher gelungen, ein sensibles Thema, das nicht aktueller sein könnte, gekonnt in einen Krimi zu verpacken. Es gibt als Anhang nicht nur eine Skizze des Jakobsweges, sondern auch ein Personenregister und Erste-Hilfe-Kontakte für Betroffene. Hunter und Hanna gefielen mir als Undercover-Ermittler ausgezeichnet. Das Einzige, was ich nicht ganz verstand ist, wo Marta - Hunters Enkeltochter - eigentlich wohnt. Es wird zwar erwähnt, dass ihre Mutter in China weilt, aber von ihrem Vater ist nie die Rede. Und wenn sich Hunter dann auf die Reise macht, wo ist dann seine 13-jährige Enkelin, die sich nach einem Vorfall bei ihrem Großvater meldet und dann vorübergehend bei einer Kollegin wohnen kann, bis Joe wieder zurückkommt. Für diese kleine Unstimmigkeit muss ich leider einen 1/2 Stern abziehen. Fazit: Wichtiges Thema, grandios in einen Krimi eingearbeitet. 4,5 von 5 Sternen

Dieser Weg wird kein leichter sein, dieser Weg wird steinig und schwer (Xavier Naidoo)
von katikatharinenhof am 02.03.2021

In einem Elite-Internat werden hinter verschlossen Türen im "Raum der Ergebenheit" Kinder Opfer von sexueller Gewalt. Die Orgien kommen zwar ans Tageslicht, doch die Kripo kann die Täter nicht entlarven. Zwanzig Jahre später erhalten 8 Personen eine mysteriöse Einladung, um gemeinsam den Jakobsweg zu gehen und dieser Einladung i... In einem Elite-Internat werden hinter verschlossen Türen im "Raum der Ergebenheit" Kinder Opfer von sexueller Gewalt. Die Orgien kommen zwar ans Tageslicht, doch die Kripo kann die Täter nicht entlarven. Zwanzig Jahre später erhalten 8 Personen eine mysteriöse Einladung, um gemeinsam den Jakobsweg zu gehen und dieser Einladung ist ein Video beigefügt, das äußert verstörende Szenen beinhaltet. Nur wenn alle dem Ruf der Pilgerweges folgen, wird das Video nicht der Polizei übergeben. Am 13. Mai trifft sich eine Gruppe von Menschen am Eingang zum Pilgerweg, die entschlossen sind, diesen Weg zu gehen, komme was wolle. Der Camino wird ein Weg auf Leben und Tod und offenbart nach und nach grausame Details. Mit "Jakobs Weg" habe ich den wohl schockierendsten Krimi gelesen, den ich jemals in meinen Händen gehalten habe. Jörg H. Trauboth schildert den Leidensweg von unschuldigen Kindern, die Opfer von sexueller Gewalt geworden sind und seine schonungslosen Bilder ätzen sich auf der Netzhaut ein. Es sind verstörende Szenen, die der Leser hier verarbeiten muss und die ihn in ein echtes Wechselbad der Gefühle schicken. Mit den geschundene Kindern leidet man mit, die wehrlos ihre Seele dem Teufel opfern müssen und die Tränen laufen ungehindert, wenn man von ihrem Martyrium liest. Ich habe mehr als einmal einen dicken Kloß im Hals wegschlucken müssen, um überhaupt wieder Luft zum Atmen zu bekommen. Die Peiniger sind Bestien ohne Gewissen, getrieben von ihrer wilden unstillbaren Gier - dabei sehen sie alle so harmlos und vertrauenswürdig aus. Angesehene Bürger in hohen Positionen, die ihren krankhaften Trieben und ihrem Wahn freien Lauf lassen. Ich ertappe mich mehrmals dabei, wie ich vor Zorn und Wut die Faust balle, wie mir immer wieder kalte Schauer über den Rücken laufen, aber verstehen kann und will ich diese Unmenschen nicht. Der Roman ist Krimi, Lebensbeichte und Aufklärung zugleich, rüttelt wach und zwingt den Leser zum Hinschauen. Die Figuren hat der Autor so glaubwürdig angelegt, dass sie leibhaftig aus den Seiten steigen, ihr Unwesen treiben und mit ihrem scheinheiligen Getue versuchen, den Leser um den Finger zu wickeln und bei ihm um Verständnis zu heucheln. Es ist das Schlimmste Verbrechen, was man einer unschuldigen Kinderseele antun kann und der Schreibende dringt immer wieder tief in das Bewußtsein des Lesers ein, um ihn für dieses Thema zu sensibilisieren. Man muss hinschauen und erkennen, welche Anzeichen auf einen Missbrauch hindeuten und diesen Kinder zur Hilfe eilen. Der Spannungsbogen ist immer zum Zerreißen gespannt, ich vergesse das Atmen und bin so versunken in die Vorgänge auf dem Jakobsweg, dass ich meine kompletten Alltag um mich herum vergesse. Hunter und Journalistin Hanna sind die guten Seelen in der Geschichte, haben ein unglaubliches Feingespür für Ungerechtigkeiten und wissen die Missetäter zu enttarnen. Die Nerven liegen blank, wenn immer neue schockierende Details ans Licht gezerrt werden und Trauboth gelingt es, sein Buch nicht reißerisch , sondern sensibel aufzubauen und dem Leser einen Blick hinter die niederträchtigen Masken der Peiniger zu ermöglichen. Worte können nicht wirklich ausdrücken, was ich beim Lesen dieses Buches empfunden habe. Ich ziehe meinen Hut vor so viel Mut und Engagement, dieses Tabu-Thema als Grundlage für einen erschütternden, aufwühlenden und mitreißenden Krimi zu nehmen und den gequälten eine Stimme zu geben. Leider kann ich nur 5 Sterne vergeben....ich hätte gerne 10 gegeben !

Jakobsweg
von PetziPetra aus Österreich am 27.02.2021

Der Anfang.... HEFTIG Das Thema, für viele bis heute Tabu. Eine Einladung bzw. Aufforderung am Jakobs Weg teilzunehmen, erhalten 8 Europäer. Ein Ermittler und eine Journalistin sind auch dabei. Der Weg für die Missbrauchstäter bis nach Burgos gespickt mit mysteriösen Todesfällen. Die Protagonisten sind sehr gut im De... Der Anfang.... HEFTIG Das Thema, für viele bis heute Tabu. Eine Einladung bzw. Aufforderung am Jakobs Weg teilzunehmen, erhalten 8 Europäer. Ein Ermittler und eine Journalistin sind auch dabei. Der Weg für die Missbrauchstäter bis nach Burgos gespickt mit mysteriösen Todesfällen. Die Protagonisten sind sehr gut im Detail beschrieben. Nicht gerade meine "Lieblinge". Der Pilgerweg hätte schon noch etwas schönes, abgesehen von den Todesfällen. Der Autor hat es wieder einmal geschafft mich zu fesseln zu faszinieren. Einen Krimi beim Pilgern, mit dieser schweren, hoch aktuellen Thematik im Gepäck, ohne zu stark ins Detail zu gehen. RESPEKT Das können sicher nicht viele. Eine klare Leseempfehlung mit mehr als fünf Sternen.


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