Kabale und Liebe. Textausgabe mit Kommentar und Materialien

Reclam XL – Text und Kontext

Reclam XL - Text und Kontext Band 16114

Friedrich Schiller

(14)
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Beschreibung

Klassenlektüre und Textarbeit einfach gemacht: Die Reihe »Reclam XL – Text und Kontext« erfüllt alle Anforderungen an Schullektüre und Bedürfnisse des Deutschunterrichts:
* Das Format ist größer als die gelben Klassiker der Universal-Bibliothek, mit ausreichend Platz für Notizen am Seitenrand.
* Schwierige Wörter werden am Fuß jeder Seite erklärt, ausführlichere Wort- und Sacherläuterungen stehen im Anhang.
* Zusatz-Materialien im Anhang erleichtern das Verständnis des Werkes und liefern Impulse für Diskussionen im Unterricht: zu Quellen und Stoff, Biographie des Autors, Epoche und Rezeptionsgeschichte.

Das 1784 erschienene und uraufgeführte Drama ›Kabale und Liebe‹ (ursprünglich unter dem Titel ›Luise Millerin‹ geplant) von Friedrich Schiller beschließt, in Anlehnung an Gotthold Ephraim Lessings ›Emilia Galotti‹, die Entwicklung des bürgerlichen Trauerspiels im 18. Jahrhundert – eine literarische Form, die mit der klassizistischen Auffassung und Tragödie bricht und Probleme des häuslich-privaten Bereichs und den Konflikt der Stände zum Gegenstand der tragischen Handlung macht. In sehr direkter Weise wird in Schillers ›Kabale und Liebe‹ mit seinem auf Spannung angelegten klaren Aufbau Kritik an den politischen Zuständen in der Fürstentümern geübt: Willkür, Mätressenwirtschaft, Verkauf von Landeskindern. Das bürgerliche Trauerspiel kontrastiert die verrottete Moral des Hofes mit der Tugend des Bürgertums. Im Mittelpunkt des Sturm-und-Drang-Stücks steht die tragische Liebesbeziehung zwischen Angehörigen verschiedener Stände: zwischen dem Adligen Ferdinand und der Musikertochter Luise Miller. ›Kabale und Liebe‹ eroberte rasch die Bühne und gehört zu den großen Klassikern des deutschen Dramas.

Die Bände von Reclam XL sind im Textteil seiten- und zeilenidentisch mit den gelben Ausgaben der Universal-Bibliothek. UB- und XL-Ausgaben sind also nicht nur im Unterricht nebeneinander verwendbar – es passen auch weiterhin alle Lektüreschlüssel, Erläuterungsbände und Interpretationen dazu.

Friedrich Schiller (seit 1802: von; 10.11.1759 Marbach a. N. – 9.5.1805 Weimar) bildet mit Goethe den Kern der Weimarer Klassik, der bedeutendsten deutschen Literaturepoche. Schiller begann als Aufsehen erregender Sturm-und-Drang-Dichter und prägte seit 1795 als Publizist, Theoretiker, Dramatiker und Lyriker das berühmte klassische Weimarer Jahrzehnt. Schillers Dramen gehören noch heute zu den meistgespielten der deutschen Literatur, seine Gedichte, z. B. die Balladen, zählten im 19. Jahrhundert und darüber hinaus zum festen kulturellen Kanon der deutschen Literatur.

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Herausgeber Max Kämper
Seitenzahl 155
Erscheinungsdatum 12.03.2021
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-15-016114-2
Verlag Reclam, Philipp
Maße (L/B) 20/12,2 cm
Abbildungen 3 schwarz-weiße Fotos
Unterrichtsfächer Deutsch
Bundesländer Nordrhein-Westfalen

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Kundenbewertungen

Durchschnitt
14 Bewertungen
Übersicht
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Optimal für den Unterricht
von einer Kundin/einem Kunden aus Werder (Havel) am 27.03.2013
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Preis-Leistungsverhältnis ist hier sehr gut. Es ist halt ein Buch, welches optimal für den Schulunterricht gemacht ist. Ansonsten ist Kabale und Liebe ein typischer Klassiker, das man auf jeden Fall gelesen haben sollte. Da es hier nichts zu bemängeln gibt, gibt es volle fünf Sterne.

Gesselschaftliche Unsittilichkeiten.
von einer Kundin/einem Kunden aus Linz am 10.09.2012
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Ein Adliger der eine Bürgerliche liebt? Unvorstellbar! Zumindest zu Schillers Lebzeiten. Und genau das wird kritisiert. Es kommt wie es kommen muss: Die Protagonisten sind tot und die Trauer groß. Was lernen wir daraus? Gesellschaftliche Zwänge sind schlecht, Suizid noch schlechter. Schreibt euch das hinter die Ohren lieb... Ein Adliger der eine Bürgerliche liebt? Unvorstellbar! Zumindest zu Schillers Lebzeiten. Und genau das wird kritisiert. Es kommt wie es kommen muss: Die Protagonisten sind tot und die Trauer groß. Was lernen wir daraus? Gesellschaftliche Zwänge sind schlecht, Suizid noch schlechter. Schreibt euch das hinter die Ohren liebe Kinder.

Gesellschaftskritik anno 1784
von Jakob B. aus Laberweinting am 08.12.2011
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Der junge adelige Ferdinand, geleitet von aufklärerischen Ideen und Emotion zugleich, liebt die bürgerliche Luise. Doch sowohl die Eltern Luisens als auch Ferdinands halten von dieser utopischen Beziehung nichts. Durch eine Intrige wird versucht, die Liebenden zu entzweien, was aber fehlschlägt, da Ferdinand aus Besessenheit Lui... Der junge adelige Ferdinand, geleitet von aufklärerischen Ideen und Emotion zugleich, liebt die bürgerliche Luise. Doch sowohl die Eltern Luisens als auch Ferdinands halten von dieser utopischen Beziehung nichts. Durch eine Intrige wird versucht, die Liebenden zu entzweien, was aber fehlschlägt, da Ferdinand aus Besessenheit Luise und anschließend sich selbst vergiftet, damit er sie im Himmel heiraten kann. Schiller hat dieses bürgerliche Trauerspiel 1784 veröffentlicht, es zählt bis heute zu seinen erfolgreichsten Werken und ist ein echter „Klassiker“ der Sturm-und-Drang-Zeit. Hier wird die Gesellschaft kritisiert – insbesondere der absolutistische Hof, das zu konservative Bürgertum, die Intrigenvielfalt, das Mätressenwesen usw. Doch heute noch genießt dieses Werk hohe Aktualität, da sich die Gesellschaft noch nicht grundlegend geändert hat.


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