Verlorenes Land

Ein DDR-Krimi

Andreas M. Sturm

(9)
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Beschreibung

Februar 1982: In der Äußeren Neustadt von Dresden wird ein Mann erschossen aufgefunden. Bei seinen Ermittlungen stößt Volkspolizist Uwe Friedrich auf die Verbindung des Ermordeten mit der Devisenbeschaffungsgesellschaft KoKo. Daraufhin entzieht die Staatssicherheit der Kriminalpolizei den Fall. Uwe kann das nicht akzeptieren und setzt die Nachforschungen auf eigene Faust fort. Arglos recherchiert er in der Vergangenheit des Opfers; dabei legt er Zusammenhänge offen, die hohe Offiziere von Volkspolizei und Stasi schwer belasten, und gerät selbst in ein gefährliches Netz aus Korruption und Machtmissbrauch.

Produktdetails

Verkaufsrang 6490
Kopierschutz Nein i
Family Sharing Ja i
Text-to-Speech Ja i
Erscheinungsdatum 19.03.2021
Verlag Verlag edition krimi
Seitenzahl 330 (Printausgabe)
Dateigröße 2643 KB
Sprache Deutsch
EAN 9783946734901

Kundenbewertungen

Durchschnitt
9 Bewertungen
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Ein Ausflug ins Jahr 1982
von Jeanette Lube aus Magdeburg am 12.07.2021
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Dieses Buch erschien 2021 im Verlag edition krimi und beinhaltet 372 Seiten. Diese Geschichte verschlägt uns nach Dresden in das Jahr 1982. In der Äußeren Neustadt wird ein Mann erschossen aufgefunden. Volkspolizist Uwe Friedrich stößt bei seinen Ermittlungen auf die Verbindung des Ermordeten mit der Devisenbeschaffungsgesellsc... Dieses Buch erschien 2021 im Verlag edition krimi und beinhaltet 372 Seiten. Diese Geschichte verschlägt uns nach Dresden in das Jahr 1982. In der Äußeren Neustadt wird ein Mann erschossen aufgefunden. Volkspolizist Uwe Friedrich stößt bei seinen Ermittlungen auf die Verbindung des Ermordeten mit der Devisenbeschaffungsgesellschaft Koko. Daraufhin wird der Kriminalpolizei durch die Staatssicherheit der Fall entzogen. Uwe kann dies einfach nicht akzeptieren und setzt die Nachforschungen auf eigene Faust fort. Dabei recherchiert er arglos in der Vergangenheit des Opfers und legt dabei Zusammenhänge offen, die hohe Offiziere von Volkspolizei und Stasi schwer belasten und gerät dabei selbst in ein gefährliches Netz aus Korruption und Machtmissbrauch. Dies ist das erste Buch, das ich vom Autor Andreas M. Sturm gelesen habe und ich bin komplett begeistert. Da ich selbst in der ehemaligen DDR aufgewachsen bin, war es für mich ein Ausflug in die Vergangenheit, in meine Jugend. Es kann sogar sein, dass ich im Jahr 1982 in Dresden war, denn ich sang in einem Chor und da fuhren wir regelmäßig einmal im Jahr ins Chorlager nach Dresden, wo wir mit dem Leiter des Kinderchors der Dresdner Philharmonie probten. Dresden ist eine meiner absoluten Lieblingsstädte. Ich habe zwar auch zu meinen Jugendzeiten gewusst, dass es die Stasi gab, hatte aber glücklicherweise nichts mit ihr zu tun. Erst nach dem Fall der Mauer wurde mir bewusst, wie sehr viele Menschen unter der Staatssicherheit gelitten haben. Jeder, der nicht gesetzeskonform gedacht und gehandelt hat, konnte in ihre Klauen gelangen. Das hat der Autor wirklich gut herausgearbeitet und zum Ausdruck gebracht. Ich war von der ersten Seite an mitten in der Handlung des Geschehens und konnte mich gut in Uwe Friedrich hineinversetzen, der einfach nur seine Arbeit machen wollte und sich selbst ganz schön in Gefahr begeben hat, da der Kriminalpolizei ja der Fall entzogen wurde. Irgendwie lässt ihm das alles keine Ruhe. Ich will aber gar nichts weiter verraten, denn ihr solltet das Buch schon selbst lesen. Der Autor macht auf die Missstände, die in der DDR herrschten, aufmerksam und genau daran kann ich mich noch sehr deutlich erinnern. Man war nur unterwegs, um irgendetwas zu ergattern. Hier geht es um Kunstraub, um die Zeit der Widerstände. Ich kann mich noch erinnern, dass Schüler meiner Klasse auf der EOS, die in der Kirche waren, damals Aufnäher mit dem Text „Schwerter zu Pflugscharen“ auf ihre Jacken nähten und die Lehrer sie aufforderten, diese zu entfernen. In dieser Geschichte erfährt der Leser, wie es damals in der DDR war, wie die Menschen lebten und dass man sich freute, wenn man irgendetwas im Konsum, in der HO oder im Deli (der bei uns in Thüringen Fress-Ex hieß) ergattert hat. Oder auch den wunderbaren Geruch des Intershops hatte ich gleich in der Nase, als ich dieses Buch las. Es handelt sich um einen spannenden, aufregenden, fesselnden und packenden Krimi, den ich regelrecht verschlungen habe und der mich in eine Zeit zurück katapultierte, die ich so nicht wieder haben möchte. Ich kenne auch noch die Frauenkirche, wie sie zerstört als Mahnmal dargestellt wurde und heute ist sie wieder aufgebaut und erstrahlt in vollem Glanz. Man kann hier erkennen, dass man gewisse Vorzüge in der DDR genießen konnte, wenn man Kompromisse eingegangen ist. Ich hatte wunderbare Lesemomente, war gedanklich voll in der Geschichte und empfehle das Buch sehr gern weiter. Der Autor hat mich mit diesem Ausflug ins Jahr 1982 begeistert, fasziniert und vollends überzeugt.

Ein spannender Krimi
von einer Kundin/einem Kunden aus Bremen am 14.06.2021
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Verlorenes Land ist ein DDR-Krimi des Autors Andreas M. Sturm, der bei edition krimi erschien, ist. Die Softcoverausgabe ist in der ersten Auflage am 9. März 2021 erschien. Inhalt: In der äußeren Neustadt von Dresden wird im Februar 1982 ein Mann erschossen aufgefunden. Uwe Friedrich, der ermittelnde Volkspolizist, stößt bei s... Verlorenes Land ist ein DDR-Krimi des Autors Andreas M. Sturm, der bei edition krimi erschien, ist. Die Softcoverausgabe ist in der ersten Auflage am 9. März 2021 erschien. Inhalt: In der äußeren Neustadt von Dresden wird im Februar 1982 ein Mann erschossen aufgefunden. Uwe Friedrich, der ermittelnde Volkspolizist, stößt bei seinen Ermittlungen auf eine Verbindung des Ermordeten mit der Devisenbeschaffungsgesellschaft KoKo. Daraufhin beansprucht die Staatssicherheit den Fall für sich. Da Uwe es nicht akzeptieren kann, setzt er die Nachforschungen auf eigene Faust fort. Ohne nachzudenken, recherchierte er in der Vergangenheit des Opfers, wobei er Sachen frei legte, die die Offiziere der Volkspolizei und Stasi schwer belasten könnte, was dazu führt, dass er selbst in ein gefährliches Netz aus Korruption und Machtmissbrauch gerät. Meinung: Der DDR-Krimi erscheint als Taschenbuch mit 384 Seiten. Das Cover des Buchs zeigt ein baufälliges Gebäude mit der DDR-Flagge, was sehr passend zum Titel des Buchs gewählt wurde. Der Roman ist in 74 Kapitel gegliedert und wird ergänzt durch ein Kapitel mit Begriffserklärung und Danksagungen. Ich fand den Krimi so gutgeschrieben, sodass ich vom Anfang bis zum Ende gefesselt war. Auch die Schreibweise des Autors ließ sich flüssig und einfach lesen. Mit den Figuren und Handlungen konnte ich mich gut identifizieren, sodass ich von Beginn an in die Welt der DDR drinnen war. Wir erhalten nicht nur einen großartigen Krimi, sondern auch historische Fakten, die in den Krimi eingearbeitet wurden. Ich würde mich freuen, wenn es eine Fortsetzung geben würde. Fazit: Ich kann dieses Buch nur jedem empfehlen, der sich für Krimis oder auch Bücher mit der DDR als Handlungsort interessiert. Es bekommt von mir eine klare Leseempfehlung.

Kunstraub in der DDR
von Buecherseele79 am 08.06.2021
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Kaum hat der Volkspolizist Uwe Friedrich mit den Ermittlungen an dem Mord an Siegfried Rost begonnen, wird ihm der Fall sogleich wieder entzogen.Dabei liebt Uwe seine Arbeit für den sozialistischen Staat und hält das Konzept der DDR für fair. Es fällt Uwe schwer den Fall in Ruhe zu lassen und wie der Zufall es wo will landet ein... Kaum hat der Volkspolizist Uwe Friedrich mit den Ermittlungen an dem Mord an Siegfried Rost begonnen, wird ihm der Fall sogleich wieder entzogen.Dabei liebt Uwe seine Arbeit für den sozialistischen Staat und hält das Konzept der DDR für fair. Es fällt Uwe schwer den Fall in Ruhe zu lassen und wie der Zufall es wo will landet eine alte Akte auf seinem Schreibtisch...ein Fall der nie aufgeklärt werden konnte und vielleicht einen Hinweis auf den Mord und den Ermordeten geben könnte...und einen Blick hinter die Kulissen der DDR... "Natürlich musste er akzeptieren, dass er eine Variable nicht in seine Rechnung einbeziehen konnte. Und die war womöglich von so großer Bedeutung, dass sie all seine bisherigen Überlegungen für null und nichtig erklärte. Wenn die Staatssicherheit sich den Fall unter den Nagel riss, lag offensichtlich ein schwerwiegender Anlass vor." (Seite 66) Ein sehr spannender und wirklich gut umgesetzter DDR Krimi der sich mit den mittlerweile bekannten Machenschaften der "Hinterzieher" des Systems beschäftigt. Ohne viel verraten zu wollen geht es hier um Kunstraub, Mord, und was es mit diesem ganzen System dahinter auf sich hat. Der Einstieg gelingt leicht, gerade der Hauptprotagonist Uwe Friedrich ist ein sehr sympathischer Ermittler der an die Macht und die Gerechtigkeit, die in der DDR herrscht(angeblich), glaubt. Und er liebt und lebt seinen Beruf. Doch als ihm der Fall entzogen wird und Uwe sich mit ein paar Menschen anfreundet merkt er ganz schnell dass nicht alles so toll ist wie es auf den ersten Blick scheint. Seine Wandlung von einem glühenden Anhänger zu einem Skeptiker fand ich gelungen, nicht übertrieben, sondern man ist selbst hier und da in eine Zwickmühle geraten. Während die einen für das System arbeiten, nicht mucken und machen was verlangt wird, so geht es der normalen Bevölkerung lange nicht so gut wie Uwe meinen möchte. Durch Sabine, Brigitte und Anton sieht man die DDR durch einen neuen, anderen Blickwinkel. Ich mochte die Spannung, die sich langsam aufbaut, es gibt neue Erkenntnisse, es ist natürlich gefährlich selbst auf eigene Faust weiter zu ermitteln, das wird auch Uwe irgendwann klar. Man merkt wie er zu Beginn noch blauäugig in die ganze Sache "einsteigt" und dann immer mehr Hinweise bekommt dass er viel vorsichtiger handeln muss und sollte. Warum wurde Siegfried Rost ermordet? Der Fall wird auf jeden Fall gekonnt aufgelöst. Der Autor nimmt uns mit zu Orten, Häusern, Strassen die es in der DDR gab. Er fängt die Gesamtstimmung, und wie die Systeme arbeiten, gekonnt ein. Warum sich die sogenannte KoKo mit Kunstraub beschäftigt, wo die Stasi ihre Finger im Spiel hat, das kommt immer mehr zum Vorschein, gibt Einblicke wie damals "gearbeitet " wurde. Auch dass man jederzeit mit Rückschlägen aus dem Rücken rechnen muss. Mich hat der DDR Krimi sehr gut und gekonnt unterhalten, ich könnte mit eine Reihe mit dem Ermittler Uwe Friedrich sehr gut vorstellen. Ich empfehle dieses Buch gerne weiter.


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