Die Kinder hören Pink Floyd

Roman

Alexander Gorkow

(20)
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Beschreibung

Schau in die Welt, Junge, nicht an den Himmel!
Alexander Gorkows autobiografischer Roman ist ein Wunderwerk der Poesie, das glänzende Portrait einer versunkenen Zeit, zugleich eine Hommage auf unsere Kindheit und die rätselhafte Kraft der Musik in einer Welt voller Risse – zwischen Gesunden und Kranken, Behinderten und angeblich Normalen, zwischen Armen und Reichen, zwischen Ordnung und Chaos. Die 70er Jahre. Eine Vorstadt. Das Westdeutschland der letzten Baulücken, der verstockten Altnazis, der »ZDF Hitparade«. Das kleine Land weist gepflegte Gärten auf, die Kriegsgräuel sind beiseite geschoben, zum Essen geht es in den Balkan Grill, die Einbauküche daheim überzeugt durch optimale Raumnutzung. Für den 10-jährigen Jungen aber ist es eine Welt der Magie, der geheimen Kräfte, des Kampfs des Bösen gegen das Gute. Neben brutalen Mitschülern, prügelnden Pfarrern und zynischen Ärzten leben in seiner Phantasie überall weitere Monster: der furchterregende Sänger Heino, ein Mann namens Barzel in einer rätselhaften Stadt namens Bonn sowie die Wiedergänger der Templer aus »Die Nacht der reitenden Leichen« im Dorfkino. Der gute Leitstern aber ist die umwerfende große Schwester – das Kind Nr. 1 der Familie. Sie ist herzkrank und sehr lebenshungrig. Mit trockenem Humor und großer Aufsässigkeit stemmt sie sich gegen alle Bedrohungen, nicht zuletzt mithilfe der vergötterten Band Pink Floyd aus dem fernen London, den Kämpfern gegen das Esta-blishment, deren Songs alles zum Glänzen bringen. Unter Anleitung von Pink Floyd zieht die Schwester mit ihrem kleinen Bruder in den Kampf, um das Böse zu bannen, sein Stottern, seine Ängste.

»Bei Gorkow sitzt jedes Bild, jedes Wort, jedes Gefühl zwischen Lachen und Weinen. Hier erzählt einer, der sich voller Liebe erinnert. Eine Zeit wird lebendig, die uns geprägt hat, und auch Pink Floyd haben uns geprägt mit ihrem „We don’t need no education“. Was für ein sanftes, warmes, was aber wunderbarerweise auch für ein lustiges Buch!«

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 192
Erscheinungsdatum 11.02.2021
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-462-05298-5
Verlag Kiepenheuer & Witsch
Maße (L/B/H) 20,3/13,1/2,5 cm
Gewicht 342 g
Auflage 1. Auflage
Verkaufsrang 184

Kundenbewertungen

Durchschnitt
20 Bewertungen
Übersicht
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Wunderbares Buch
von einer Kundin/einem Kunden aus Bern am 01.04.2021

Abwechslungsweise zum Schreien komisch und tieftraurig, ist dieses Buch, in einer wunderbaren und ganz eigenen Prosa gezeichnet, ein liebevoller, doch nichts verklärender Blick zurück auf die 1970er, sehr persönlich und zugleich allgemeingültig. Grosse Klasse!

Ein poetisches Memoir
von einer Kundin/einem Kunden aus Vaihingen an der Enz am 18.03.2021

Wenn ein Autor, der zahlreiche Interviews mit den größten Rockmusikern unserer Zeit geführt hat, sich an seine Kindheit erinnert, entsteht daraus ein Roman, der Erinnerungen weckt. „Die Kinder hören Pink Floyd“ im rheinländischen Büderich, zumindest „der Junge“ und seine Schwester, die in ihm die Leidenschaft für diese englische... Wenn ein Autor, der zahlreiche Interviews mit den größten Rockmusikern unserer Zeit geführt hat, sich an seine Kindheit erinnert, entsteht daraus ein Roman, der Erinnerungen weckt. „Die Kinder hören Pink Floyd“ im rheinländischen Büderich, zumindest „der Junge“ und seine Schwester, die in ihm die Leidenschaft für diese englische Prog Rock Band geweckt hat, für die beiden der Inbegriff von Rebellion, vom Verlassen der ausgetretenen Pfade der Erwachsenen, bei denen der gruselige Heino läuft. Die Musik ist ein Ventil, um dem miefigen Alltag zu vergessen, lässt hoffen. Auch wenn er die Texte nicht versteht, sich auf die Erklärungen seiner schwerkranken Schwester verlässt, ist da diese Ahnung, dass es da draußen mehr geben muss als den akkurat gepflegten Vorgarten und die neue Einbauküche. Pink Floyd verspricht Veränderung, Freiheit. Indem er einen Ausschnitt aus seiner eigenen Kindheit beschreibt, nimmt Gorkow aber auch uns mit zurück in die Vergangenheit. Zumindest diejenigen, die damals in einem ähnlichen Alter waren und sich für die Musik begeistert haben, die aus dem englischsprachigen Ausland zu uns kam. Und während ich diese Besprechung geschrieben habe, lief im Hintergrund die "Dark Side of the Moon" LP... Es ist ein liebevoller Blick zurück, ein poetisches Memoir, als die Welt noch vibrierte, in Ordnung war, die Einteilung in Gut und Böse, Richtig und Falsch noch funktioniert hat, sich aber bereits die ersten Risse gezeigt haben. Das muss zwangsläufig zu dem Epilog führen, in dem zumindest ein Held der Kindheit entzaubert wird. Roger Waters, der mit seinen umstrittenen Äußerungen heute genau den Konservatismus verkörpert, gegen den die Band angesungen hat.

Jung sein in den 70igern
von KS aus Rems-Murr-Kreis am 13.03.2021
Bewertet: Format: eBook (ePUB)

Und eine herzkranke ältere Schwester haben für die Pink Floyd die ( Musik ) Welt ist. Zu der man aufschaut. Sich mit weniger freundlich gesinnten Klassenkameraden rumärgern müssen. Eltern haben, die man liebt, die aber doch, zumindest laut Schwester, dem Establishment angehören. Und die man deshalb eigentlich nicht so sehr li... Und eine herzkranke ältere Schwester haben für die Pink Floyd die ( Musik ) Welt ist. Zu der man aufschaut. Sich mit weniger freundlich gesinnten Klassenkameraden rumärgern müssen. Eltern haben, die man liebt, die aber doch, zumindest laut Schwester, dem Establishment angehören. Und die man deshalb eigentlich nicht so sehr lieben sollte. Einen Freund mit Trisomie 21 haben. Und dann noch stottern. Das ist das Leben des 10 jährigen Alexanders. Also alles andere als einfach - aber auf jeden Fall abwechslungsreich und nie langweilig. Der autobiographische Roman "Die Kinder hören Pink Floyd" beschreibt auf wirklich unterhaltsame und lesenswerte Art und Weise einige Monate aus dem Leben von Alexander plus Familie und Freunde. Und zwar mit viel hintergründigem und feinem Humor. Am Ende des Buches habe ich nicht nur einiges mehr über Pink Floyd gewusst sondern mir tatsächlich auch noch ein paar Lieder von Julio Iglesias angehört. Na dann............


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