Das Land der Anderen

Roman

Leïla Slimani

(6)
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Beschreibung

Der Nr.-1-Bestseller aus Frankreich - der neue gefeierte Roman von Leïla Slimani. Über das Leben in der Fremde, eine unkonventionelle Liebe und eine Welt im Umbruch.

Mathilde, eine junge Elsässerin, verliebt sich am Ende des Zweiten Weltkriegs in Amine Belhaj, einen marokkanischen Offizier im Dienst der französischen Armee. Die beiden heiraten und lassen sich in der Nähe von Meknès nieder, am Fuß des Atlas-Gebirges, auf einem abgelegenen Hof, den Amine von seinem Vater geerbt hat. Während er versucht, dem steinigen Boden einen kargen Ertrag abzutrotzen, zieht Mathilde die beiden Kinder groß. Voller Freiheitsdrang hatte sie den Aufbruch in ein neues, unbekanntes Leben gewagt und muss doch bald ernüchternde Erfahrungen machen: den alltäglichen Rassismus der französischen Kolonialgesellschaft, in der eine Ehe zwischen einem Araber und einer Französin nicht vorgesehen ist, die patriarchalischen Traditionen der Einheimischen, das Unverständnis des eigenen Mannes. Aber Mathilde gibt nicht auf. Sie kämpft um Anerkennung und ihr Leben im Land der Anderen.

Produktdetails

Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Family Sharing Ja i
Text-to-Speech Nein i
Seitenzahl 384 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 24.05.2021
Sprache Deutsch
EAN 9783641264062
Verlag Random House ebook
Originaltitel Le Pays Des Autres
Dateigröße 3003 KB
Übersetzer Amelie Thoma
Verkaufsrang 170

Kundenbewertungen

Durchschnitt
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Übersicht
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Echt, erschütternd, konfliktgeladen – eine französisch-marokkanische Familiengeschichte
von einer Kundin/einem Kunden aus Hamm am 13.06.2021
Bewertet: gebundene Ausgabe

Leïla Slimani zeigt mit ihrem historischen Roman „Das Land der Anderen“ das Leben einer französisch-marokkanischen Familie nach dem Ende des zweiten Weltkriegs bis in die Mitte der 50er-Jahre. Der Autorin gelingt ein authentischer Einblick in deren Lebenswirklichkeit durch die Verarbeitung der Geschichte ihrer eigenen Großeltern... Leïla Slimani zeigt mit ihrem historischen Roman „Das Land der Anderen“ das Leben einer französisch-marokkanischen Familie nach dem Ende des zweiten Weltkriegs bis in die Mitte der 50er-Jahre. Der Autorin gelingt ein authentischer Einblick in deren Lebenswirklichkeit durch die Verarbeitung der Geschichte ihrer eigenen Großeltern. Im Mittelpunkt des Romans steht dabei die Französin Mathilde, die sich nach dem Krieg in Amine Belhaj verliebt, der als marokkanischer Offizier der französischen Armee diente. Nach ihrer Heirat verlassen sie Mathildes Heimat, um ein Leben in Marokko zu führen, wo Amine von seinem Vater ein Stück Land geerbt hat. Zuerst müssen sie eine Zeit lang bei Amines Mutter und Geschwistern leben, bevor sie sich mit harter Arbeit aus dem Nichts eine Farm aufbauen. Schon kurz nach ihrer Ankunft in Nordafrika wird Mathilde klar, dass ihr Leben nicht das erhoffte Auswandererabenteuer wird, sondern hart und entbehrungsreich. Immer wieder zeigt sich, dass ihre Art zu denken, ihre Sozialisation, ihre Religion, ihrer Wünsche sich von denen Amines derart unterscheiden, dass ihre Vorstellungen vom Leben oft in Konflikten aufeinanderprallen. Auch Mathildes Schwägerin Selma und ihre Tochter Aïcha sind hierfür Spiegelbilder. Als Mathilde nach dem Tod ihres Vaters für kurze Zeit in das Elsass zurückkehrt, wird deutlich, wie vielschichtig die Autorin den Titel des Werks angelegt hat. Mathilde merkt, dass sie sich ihrer alten Heimat, in der sie sich zwar nach wie vor wohlfühlt, doch entfremdet hat, da sie den Draht zu ihrer Schwester verloren hat und ihre eigenen Kinder in Marokko leben. Dort gehört sie als Französin jedoch zu den Besatzern, die von den Marokkanern selbst als Unterdrücker und Fremdlinge wahrgenommen werden. Ein Konflikt, der auch in der Familie der Belhajs schwelt. Mit ihrer eingängigen Sprache macht es Leïla Slimani dem Leser leicht in die Welt der personalen Erzähler einzutauchen und sie aus ihren Augen zu betrachten. Ein lesenswertes Buch für alle, die sich für interkulturelle Konflikte und französische Geschichte interessieren.

Das Land der Anderen
von einer Kundin/einem Kunden aus Hof am 08.06.2021
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

… ist der Titel des gross gefeirten Romans von Leïla Slimani. Auf knapp 400 Seiten wird eine Familiengeschichte geschildert, die auf der Biografie der Großeltern der Autorin basiert. Als Leserin habe ich mich während der Lektüre gefragt, wer nun die „Anderen“ sind, welche im Titel auftauchen. Man begleitet das frischverheira... … ist der Titel des gross gefeirten Romans von Leïla Slimani. Auf knapp 400 Seiten wird eine Familiengeschichte geschildert, die auf der Biografie der Großeltern der Autorin basiert. Als Leserin habe ich mich während der Lektüre gefragt, wer nun die „Anderen“ sind, welche im Titel auftauchen. Man begleitet das frischverheiratete und ungewöhnliche Paar Amine und Mathilde. Er, ein ehemaliger Soldat und sie, eine lebenshungrige Französin, die der Krieg ausgedorrt hat, auf dem Weg in ihr neues Leben in Nordafrika, in Marokko. Mathilde, die sich als junge Frau unsterblich in Amine verliebt hat, stößt in diesem fremden Land schnell an ihre Grenzen, was Kultur, Gebräuche und den Umgang miteinander angeht. Auch das, meiner Meinung nach, schwere Los der Frauen wird in dem Buch umfassend thematisiert. Doch dazu später. Mathildes Mann Amine möchte das ihm überlassene Grundstück landwirtschaftlich nutzen und vertieft sich bald in Studien und Ausgaben, die der jungen Familie jedoch fehlen. Minutiös schildert Leïla Slimani das Leben des einfachen Dorfvolkes, die Sorgen und Nöte und das teilweise rückständige Denken der Bevölkerung. Über all dem schwebt dauerhaft eine politische Gewitterwolke, denn die Kluft zwischen den Einheimischen und den Franzosen, den Besatzern, war selten so groß und schon bald folgen erste blutige Aufstände, die auch vor der kleinen Familie von Mathilde und Amine nicht Halt machen … . Dieses Buch bietet dem Leser viel. Eine spannende Familiengeschichte, einen Exkurs in das kulturelle und gesellschaftliche Leben in Nordafrika, wobei mich besonders die Situation der Frauen schockiert hat (unmündig, Lustobjekt und den Launen und Gewalt der Männer unterworfen) sowie die ständig über einem schwebende Frage: sind die „Anderen“ die Marokkaner, die teilweise fremd im eigenen Land durch die neuen französischen Siedler werden oder sind es die Franzosen, die mit ihrer mode de vie so gar nicht in dieses Land passen und so die Bevölkerung spalten und ihr Land bebauen. Ein lesenswerter Roman!

Ein wichtiges Buch
von einer Kundin/einem Kunden aus Warburg am 05.06.2021

Zuerst fand ich das Buch sehr eingängig geschrieben, doch dann stellte ich fest,dass ich keine richtige Verbindung zu den Personen der Geschichte fand. Ich glaube, dass liegt daran, dass der Schreibstil eher pragmatisch ist. Irgendwann hatte ich mich eingelesen und finde den Schreibstil nun für das Buch auch sehr passend. Die Er... Zuerst fand ich das Buch sehr eingängig geschrieben, doch dann stellte ich fest,dass ich keine richtige Verbindung zu den Personen der Geschichte fand. Ich glaube, dass liegt daran, dass der Schreibstil eher pragmatisch ist. Irgendwann hatte ich mich eingelesen und finde den Schreibstil nun für das Buch auch sehr passend. Die Ereignisse werden immer wieder aus der Position verschiedener Personen geschildert. Das macht die Geschichte nicht nur abwechslungsreicher, sondern so erhält man auch die Möglichkeit, verschiedene Einblicke in die gesellschaftlichen Probleme, um die es in diesem Buch auch geht, zu bekommen. Das koloniale Denken und der daraus resultierende Rassismus, der patriarchische Machtanspruch und das damit verbundene Handeln kommen dabei in ihrer ganzen Absurdität und Grausamkeit zum Ausdruck. Eines jener Bücher, von denen man hofft, dass es von vielen Menschen gelesen wird, denn ich denke es kann etwas bewirken. Rezension bearbeiten

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