Verlorene Engel

Kriminalroman

Max Heller Band 6

Frank Goldammer

(20)
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Beschreibung

Wie ein Schatten in der Nacht

An dunklen Herbstabenden 1956 werden in Dresden wiederholt Frauen brutal vergewaltigt. Als auch noch eine tote Frau an der Elbe gefunden wird, werden in der verunsicherten Bevölkerung die Rufe nach Selbstjustiz laut. Kommissar Max Heller und sein Team ermitteln unter Hochdruck. Mithilfe eines weiblichen Lockvogels gelingt es ihnen, einen Verdächtigen festzunehmen. Der von Narben entstellte Mann gesteht zwar die Vergewaltigungen, leugnet aber den Mord. Sind vielleicht doch die von allen gefürchteten, desertierten russischen Soldaten die Täter? Die Lage eskaliert, als Hellers Familie in den Fall hineingezogen wird.

Produktdetails

Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Family Sharing Ja i
Text-to-Speech Ja i
Seitenzahl 400 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 23.04.2021
Sprache Deutsch
EAN 9783423438346
Verlag dtv
Dateigröße 1677 KB
Verkaufsrang 2661

Weitere Bände von Max Heller

Kundenbewertungen

Durchschnitt
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Übersicht
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Ein neuer Fall für Max Heller
von einer Kundin/einem Kunden aus Klingenberg am 11.07.2021
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Das Buch spielt im Herbst 1956. In Dresden wurden mehrere Frauen vergewaltigt und eine getötet. Die Polizei verfolgt einige Spuren, die aber immer wieder in einer Sackgasse enden. Auch zu Hause bei Max Heller spitzt sich die Situation zu. Auch in diesen Buch ist es Frank Goldammer wieder gelungen, die Personen glaubwürdig und ... Das Buch spielt im Herbst 1956. In Dresden wurden mehrere Frauen vergewaltigt und eine getötet. Die Polizei verfolgt einige Spuren, die aber immer wieder in einer Sackgasse enden. Auch zu Hause bei Max Heller spitzt sich die Situation zu. Auch in diesen Buch ist es Frank Goldammer wieder gelungen, die Personen glaubwürdig und tiefgründig darzustellen. Er legt immer wieder falsche Spuren, so dass es gar nicht so leicht ist, den Täter zu erraten. Diesmal war die Politik eher Nebensache und die Handlung konzentrierte sich auf den Kriminalfall. Aber auch auf das private Umfeld Hellers wird umfangreich eingegangen. Deshalb empfiehlt es sich, die Reihe chronologisch zu lesen. Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Ich fiebere schon den nächsten Band entgegen.

Spannung pur
von Leseratte-Y am 13.06.2021

„Verlorene Engel“ ist der 6. Band um den Ermittler Max Heller. Der Krimi spielt im Herbst 1956 in Dresden – bereits mehrere Frauen wurden vergewaltigt, dann wird auch noch eine tot an der Elbe aufgefunden. Das Team um Max sucht händeringend nach dem Täter. Mithilfe eines Lockvogels wollen sie ihn ergreifen. Es gibt viele Spuren ... „Verlorene Engel“ ist der 6. Band um den Ermittler Max Heller. Der Krimi spielt im Herbst 1956 in Dresden – bereits mehrere Frauen wurden vergewaltigt, dann wird auch noch eine tot an der Elbe aufgefunden. Das Team um Max sucht händeringend nach dem Täter. Mithilfe eines Lockvogels wollen sie ihn ergreifen. Es gibt viele Spuren und dann sind da auch noch die beiden russischen Soldaten … als dann auch noch seine Familie mit hineingezogen wird, droht die Lage zu eskalieren. Das Buch hat mich von Anfang an gefesselt, da der Verlauf nicht vorhersehbar war. Die Spannung auf den wahren Täter wurde bis zum Ende gehalten. Die Kapitel sind kurz, der Schreibstil ist sehr flüssig und locker. Gut hat mir die Einteilung in Ermittlungstage und die Tageszeiten gefallen. So ist der Zeitdruck unter dem die Ermittler stehen gut nachvollziehbar und sorgt für zusätzlichen Spannungsaufbau. Es war der erste Band aus der Reihe, den ich gelesen habe – er ist unabhängig lesbar. Ich hatte keine Mühe mich in die Protagonisten hinein zu versetzen. Definitiv eine Empfehlung von mir.

Eine gelungene Fortsetzung
von Gertie G. aus Wien am 06.06.2021

Wir schreiben das Jahr 1956, im ungarischen „Bruderstaat“ gärt es. Der erhoffte Aufschwung in der DDR ist ausgeblieben. Nach wie vor herrschen Unsicherheit und Mangelwirtschaft. Das MfS bespitzelt seine Bürger. Max Heller und seine Frau Karin sind mit Ziehtochter Anni in Dresden geblieben, obwohl 1953 schon alles für eine Fl... Wir schreiben das Jahr 1956, im ungarischen „Bruderstaat“ gärt es. Der erhoffte Aufschwung in der DDR ist ausgeblieben. Nach wie vor herrschen Unsicherheit und Mangelwirtschaft. Das MfS bespitzelt seine Bürger. Max Heller und seine Frau Karin sind mit Ziehtochter Anni in Dresden geblieben, obwohl 1953 schon alles für eine Flucht aus der DDR vorbereitet war. Der Grund? Erika, die schwangere Freundin von Sohn Klaus, die nun in einer unglücklichen Ehe gefangen ist. Dennoch hat sich für Max Heller einiges verbessert: Seine Vorgesetzten haben seine beharrliche Weigerung der SED beizutreten endlich akzeptiert und können ihn bei Beförderung und Auszeichnung kaum mehr übergehen. Doch zuvor müssen Max und sein Team noch einen Serienvergewaltiger dingfest machen, der ganz Dresden in Angst und Schrecken versetzt. Die Abstände zwischen den Taten werden kürzer und als eine Frau an ihren Verletzungen stirbt, scheint die letzte Möglichkeit, den Täter mit einem Lockvogel zu fassen. Diese gefährliche Aufgabe übernimmt Birgit Schöneich, eine Sekretärin im Polizeidienst. Nach mehreren erfolglosen Nächten geht den Ermittlern tatsächlich ein Verdächtiger ins Netz. Doch ist das wirklich der Täter? Max Heller hat da so seine Zweifel, zumal es weitere Männer gibt, die sich seltsam verhalten. Doch das ist nicht das einzige Problem, mit dem Max Heller zu kämpfen hat: Zwei russische Soldaten sind aus einer Kaserne geflüchtet, um nicht in Ungarn den Aufstand niederknüppeln zu müssen. Daneben hat er private Sorgen, weil jemand Anni gesteckt hat, dass sie von Max und Karin adoptiert worden ist. Dann verschwindet das Mädchen spurlos. „Ich frage mich, ob nicht da draußen irgendwo jemand herumläuft, der Annie sucht, der sich fragt, was aus ihr geworden ist. Der sich Vorwürfe macht, sie noch nicht gefunden zu haben.“ (S. 15) Meine Meinung: Frank Goldammer ist es auch in seinem 6. Krimi rund um Max Heller gelungen, die Stimmung in der DDR gut einzufangen. Die Bespitzelung der Bevölkerung ist allgegenwärtig und macht auch vor Familienmitgliedern nicht Halt. Man kann (fast) niemandem trauen Doch hier ist Max ein wenig besser dran, denn er weiß, dass Sohn Klaus im MfS arbeitet. Interessanterweise steht er mit seinem Bruder, der in die BRD ausgewandert ist im Briefkontakt. Die Pakete die Max aus der BRD erhält, sind Klaus ein Dorn im Auge und haben auch Auswirkungen auf Anni. Sie erwecken Neid, vor allem beim Nachbarskind Vera, das ohnehin schon durch die Ankunft eines Brüderchens, hintangestellt wird. Geschickt flicht der Autor auch die Vorurteile den Russen gegenüber ein. Vergewaltigung? Das können nur die geflohenen Russen gewesen! Gute Deutsche machen so etwas nicht - damit wird die Bereitschaft zur Selbstjustiz geschürt und Max hat Mühe, die aufgebrachten Männer zurückzuhalten. Nachdem weitere Frauen überfallen werden, schalten sich sowohl Hellers russisches Pendant Alexej Saizew und das MfS. Die in der DDR stationierten russischen Soldaten sind nicht freiwillig hier. Sie sind häufig einfache Bauern aus entlegensten Dörfern der UdSSR und verstehen nicht, warum sie in einem Land, dessen Sprache sie nicht verstehen, gelandet sind. Aber eines verstehen sie: sie sollen nach Ungarn, den Volksaufstand niederschlagen. Menschen töten, mit denen sie nichts am Hut haben. Die Zustände in den Kasernen und in der russischen Armee müssen grauenhaft sein, denn warum sollten die beiden desertieren und ihren eigenen Tod in Kauf nehmen? „Arme Schweine sind das. Ich war mal in einer Kaserne. Ein Zuchthaus ist ein besserer Ort, sage ich Ihnen.“ (S. 319) Max Heller ist mit Leib und Seele Ermittler, wenn auch unangepasst und systemkritisch. Häufig geht der Dienst vor die Familie und Karin fühlt sich mit ihren Sorgen alleine gelassen. Fazit: Wieder ein gelungener Krimi rund um Max Heller, der das politische Umfeld eindrücklich beschreibt. Gerne gebe ich wieder 5 Sterne.

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