Vom Aufstehen

Ein Leben in Geschichten – Nominiert für den Preis der Leipziger Buchmesse

Helga Schubert

(21)
Die Leseprobe wird geladen.
Buch (gebundene Ausgabe)
Buch (gebundene Ausgabe)
22,00
22,00
inkl. gesetzl. MwSt.
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort lieferbar Versandkostenfrei
Sofort lieferbar
Versandkostenfrei

Weitere Formate

gebundene Ausgabe

22,00 €

Accordion öffnen
  • Vom Aufstehen

    dtv

    Sofort lieferbar

    22,00 €

    dtv

eBook (ePUB)

18,99 €

Accordion öffnen
  • Vom Aufstehen

    ePUB (dtv)

    Sofort per Download lieferbar

    18,99 €

    ePUB (dtv)

Hörbuch (MP3-CD)

19,99 €

Accordion öffnen

Beschreibung


Ein Jahrhundertleben – verwandelt in Literatur

Drei Heldentaten habe sie in ihrem Leben vollbracht, erklärt Helga Schuberts Mutter ihrer Tochter: Sie habe sie nicht abgetrieben, sie im Zweiten Weltkrieg auf die Flucht mitgenommen und sie vor dem Einmarsch der Russen nicht erschossen. In kurzen Episoden erzählt Helga Schubert ein deutsches Jahrhundertleben – ihre Geschichte, sie ist Fiktion und Wahrheit zugleich. Als Kind lebt sie zwischen Heimaten, steht als Erwachsene mehr als zehn Jahre unter Beobachtung der Stasi und ist bei ihrer ersten freien Wahl fast fünfzig Jahre alt. Doch vor allem ist es die Geschichte einer Versöhnung: mit der Mutter, einem Leben voller Widerstände und sich selbst.

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 224
Erscheinungsdatum 18.03.2021
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-423-28278-9
Verlag dtv
Maße (L/B/H) 21,6/14,2/2,5 cm
Gewicht 388 g
Verkaufsrang 75

Kundenbewertungen

Durchschnitt
21 Bewertungen
Übersicht
14
7
0
0
0

Lesenswert
von einer Kundin/einem Kunden aus Staufen am 12.05.2021

Kleine Episoden aus einem ereignisreichen Leben, die zum Nachdenken anregen. Interessant sind vor allem die Eindrücke aus dem Alltag in der DDR.

Erinnerungen
von liesmal aus Wilhelmshaven am 09.05.2021

„Vom Aufstehen“ heißt das Buch der Autorin Helga Schubert, das im Verlag dtv erschienen ist. Es enthält nicht nur Geschichten aus ihrem eigenen Leben, sondern für mich ist es auch ein interessantes Stück deutscher Geschichte, erzählt in kurzen Episoden und mit einem lebendigen, bildhaften Schreibstil. Für mich ist es das ers... „Vom Aufstehen“ heißt das Buch der Autorin Helga Schubert, das im Verlag dtv erschienen ist. Es enthält nicht nur Geschichten aus ihrem eigenen Leben, sondern für mich ist es auch ein interessantes Stück deutscher Geschichte, erzählt in kurzen Episoden und mit einem lebendigen, bildhaften Schreibstil. Für mich ist es das erste Buch, dass das Alltagsleben einer Autorin in der DDR beschreibt, ungeschönt, mit allen Schwierigkeiten, aber auch mit einigen Vorteilen, wie sie zum Beispiel über Reisen einer Schriftstellerin ins Ausland zu berichten weiß. Zu ganz verschiedenen Themen gibt es kurze Erzählungen, manche davon umfassen nur zwei bis drei Seiten. Helga Schubert bewegt sich in ihren Geschichten zwischen Fiktion und Wahrheit. Jede einzelne ihrer Geschichten ist interessant und beeindruckend, aber sie berühren mich unterschiedlich stark. Ein ganz besonderes Bedürfnis war es der Autorin wohl, über das nicht ganz einfache und selten innige Verhältnis zu ihrer Mutter zu sprechen. Der Wunsch nach einer harmonischen Beziehung ist manchmal nur zwischen den Zeilen zu lesen. Die Unterschiede zwischen Nähe und Distanz sind genial beschrieben, wenn Helga Schubert von "meine Mutter und ihre Tochter" schreibt. Eine meiner Lieblingsgeschichten ist „ihre“ Ostergeschichte, das, was Helga Schubert darin sieht und die Lehre, die sie daraus zieht: „In dieser einen Woche passiert alles…“: „Wie schnell sich das Schicksal für einen Menschen ändert, dass man verraten werden kann. Dass es immer unvermuteten Beistand gibt und einen Ausweg.“ Sie hat den Sinn erkannt und will jedes Jahr hoffnungsvoll erinnert werden.“ Das ist für mein Verständnis so genau auf den Punkt gebracht, dass ich davon ganz überwältigt bin und diese Geschichte – wie auch einige andere – bereits mehrmals gelesen habe. Sehr gern empfehle ich das Buch, das für mich, in kleinen Häppchen genossen, zu einem besonderen Leckerbissen geworden ist.

Wunderbar
von Shannon am 02.05.2021

Dieses Buch ist so schön, dass ich erst nach sehr langem Zögern eine Rezension wage und auch die wird nur Einblicke geben, denn der Text ist reichhaltig und lässt Vieles zu, was allein schon zeigt, wie gut er ist. Natürlich gibt es das vordergründige Buch – die Biographie, in der die Autorin über den „Hass der enttarnten Rum... Dieses Buch ist so schön, dass ich erst nach sehr langem Zögern eine Rezension wage und auch die wird nur Einblicke geben, denn der Text ist reichhaltig und lässt Vieles zu, was allein schon zeigt, wie gut er ist. Natürlich gibt es das vordergründige Buch – die Biographie, in der die Autorin über den „Hass der enttarnten Rumpelstilzchen“ schreibt. Die DDR, so prägend geschildert, wie es mir noch nicht unterkam. Mir wurde hier erst wieder klar, wie sehr die Geographie wirklich formt und Richtung gibt. Schubert ist ein Kriegskind. Der Vater blieb auf dem Schlachtfeld. Die Mutter – naja, die Mutter… Auf jeden Fall war mir die Sicht neu – von hinter der Mauer. Jenseits aller Nostalgie, die mir mehr als jede andere Sichtweise bislang zugetragen wurde. Doch diesen Teil des Buches fand ich nie dominierend. Was ich hier jedoch fand, war die Wärme. Erzählt Schubert über ihre Großmutter und die Nachmittage im Sommer bei ihr wird mir warm ums Herz. Ich fühle mich selbst zurückversetzt, wo mir als kleiner Pflanze solche Zuneigung zuteil wurde und schmunzle. Im letzten Teil übers Älterwerden ist sie auch da. Ruhig und stetig spürt man sie im Kapitel über das Aufstehen, wenn die Autorin schildert, wie sie sich kümmert – um den Partner, der ihr jahrzehntelang zur Seite stand. Auch die Kälte ist spürbar. Immer dann wenn von dieser Mutter die Rede ist, von der sie sich sprachlich so gut es geht distanziert, was zum Lesen mühsam, aber für sie sicherlich heilsam war. Und dann gibt es noch die Dimension, die über allen anderen steht. Dort, wo ich mich als Mensch angesprochen fühle, mit all den Erfahrungen, die im Laufe eines Lebens so angesammelt werden. „Manchmal, wenn ich ratlos war oder auch traurig, in mich gekehrt oder mutlos, las oder hörte ich plötzlich einen Satz, eine Gedichtzeile, einen Liedanfang, und ich spürte: Hier ist er ja wieder, der Strom von Einverstandensein, der doch immer da war und immer da ist und immer da sein wird, der mich mit Menschen verbindet, die schon seit Tausenden Jahren tot sind oder weit weg wohnen und andere Sprachen sprechen. Vielleicht hatte ich gerade auf einen solchen Satz gewartet.“ Für mich war dieses Buch so ein „Satz“. Ein Wiederfinden der eigenen Erfahrungen, eine Erweiterung derselben und ein Eintauchen in eine genügend andere Welt um reicher weiter zu gehen. Ich weiß jetzt schon, dass ich es noch mehrfach lesen werde und immer wieder neue Stellen zu mir sprechen werden. Eine feine Sache und zu Recht gefeiert und hochgelobt!


  • Artikelbild-0