Alte weiße Männer

Ein Schlichtungsversuch

Sophie Passmann

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Beschreibung

"Sind Sie ein alter weißer Mann und wenn ja – warum?"

Sophie Passmann ist Feministin und so gar nicht einverstanden mit der Plattitüde, der alte weiße Mann sei an allem schuld. Es wurde auch nie genau geklärt, was der alte weiße Mann eigentlich genau ist. Sie will wissen, was hinter diesem Klischeebild steckt und geht der Sache auf den Grund. Im Gespräch mit u. a.: Kai Diekmann, Kevin Kühnert, Robert Habeck, Sascha Lobo, Micky Beisenherz, Rainer Langhans, Peter Tauber, Christoph Amend und natürlich: Papa Passmann.

Produktdetails

Verkaufsrang 2144
Medium CD
Sprecher Sophie Passmann
Spieldauer 318 Minuten
Erscheinungsdatum 24.02.2021
Verlag Tacheles!
Fassung ungekürzt
Hörtyp Lesung
Sprache Deutsch
EAN 9783864846847

Kundenbewertungen

Durchschnitt
46 Bewertungen
Übersicht
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1

Ein Wechselbad
von einer Kundin/einem Kunden aus Ebstorf am 18.03.2021
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Manchmal habe ich ungläubig gelacht und war dann auch wieder erstaunt wie wenig sich doch seit meinen 20er Jahren verändert hat. Jetzt bin ich 55 und werde durch meine Kinder immer wieder darauf gestoßen, wie viel sich noch verändern muß. Aber das Selbstverständnis der alten Männer, okay ich zähle jetzt zum weiblichen Pendant, i... Manchmal habe ich ungläubig gelacht und war dann auch wieder erstaunt wie wenig sich doch seit meinen 20er Jahren verändert hat. Jetzt bin ich 55 und werde durch meine Kinder immer wieder darauf gestoßen, wie viel sich noch verändern muß. Aber das Selbstverständnis der alten Männer, okay ich zähle jetzt zum weiblichen Pendant, ist doch immer wieder erstaunlich. Und wenn wir Frauen uns so verhalten... Sophie Passmann DANKE für den Anstoß nicht aufzuhören und unverdrossen für die Gleichstellung aller Menschenwesen weiterzumachen!

Überraschen, witzig, differenziert
von Christiane aus Bergisch Gladbach am 29.11.2020
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Wer hat noch nicht von Ihm gehört? Dem so genannten „alten weißen Mann“ oder wie er in Amerika genannt wird „the angry white man“. Mit viel Intellekt, Selbstironie, Scharfsinn und äußerst pointiert geht Sophie Passmann in Ihrem Buch der These des alten weißen Mannes auf die Spur und beweist damit, dass Feminismus definitiv a... Wer hat noch nicht von Ihm gehört? Dem so genannten „alten weißen Mann“ oder wie er in Amerika genannt wird „the angry white man“. Mit viel Intellekt, Selbstironie, Scharfsinn und äußerst pointiert geht Sophie Passmann in Ihrem Buch der These des alten weißen Mannes auf die Spur und beweist damit, dass Feminismus definitiv auch lustig sein kann. Augenzwinkernd konfrontiert Sie Männer, die in einer gewissen Art und Weise Macht besitzen, mit dem Begriff des „alten weißen Mannes“. Der Großteil Ihrer Interviewpartner ist erstaunlich selbstreflektiert oder besitzt selbst vielleicht eine feministische Ader. Doch gibt es auch die Interviewpartner, die sich ahnungslos, bequem oder vom Thema gelangweilt geben oder sich durch den Feminismus schlichtweg nicht abgeholt fühlen. Der Mann der typischerweise das Feindbild „alter weißer Mann“ verkörpert wurde nicht interviewt. Also der, der seine Stellung als gesellschaftliches Privileg ansieht und sich nicht vom Thron stoßen lassen will bzw. sich bedroht fühlt vom Wandel und dessen was eine kleine Gruppe gerade versucht sich zu erkämpfen. Aber gibt es diesen „alten weißen Mann“ überhaupt noch? Ja es gibt Ihn noch und es wird Ihn auch noch weitergeben. Ab und an zwar nur durch ein selbstgeschaffenes Feindbild oder eine zwischenmenschliche Wahrnehmung aber auch noch in Person. Sind wir mal ehrlich, jede Frau meiner Generation, die sich ein wenig mit Feminismus auseinandergesetzt hat, kommt um die These des „alten weißen Mannes“ nicht umhin. Ich bin von meiner Mutter so erzogen worden, dass ich selbstbestimmt meinen Weg gehen und alles schaffen kann was ich möchte. „Ein hübsches Gesicht hilft dir später halt nicht weiter.“ Es ist jetzt nicht generell so, dass ich mich nicht auch hübsch mache, nicht ab und an die Aufmerksamkeit von Männern genieße oder mich nicht auch mal von einem Mann verteidigen lasse. Allerdings mag ich es nicht, wenn man mich bevormunden möchte, mir versucht klar zu machen, dass ich zu dem Thema nichts beitragen kann, weil ich eine Frau bin oder aber das was ich erreicht habe nur aufgrund der Gunst eines Mannes zustande gekommen ist. Ja alles schon vorgekommen und auch ich habe das alles schon erlebt und das nicht zu knapp. Auf die Wirtschaft bezogen kann man jetzt vielleicht sagen, dass wir von den Männern lernen müssen zu kommunizieren und zu Netzwerken. Aber ist das die Lösung? Nein, dass sehe ich nicht so, oder nicht ausschließlich so. Ja wir müssen lernen aber auch die Männer können von uns lernen. Die Diskussion ob Männer mit Macht freiwillig Ihre Privilegien teilen sollten und ob dies mit Kooperation oder mit einem gegenseitigen Kampf geschehen soll, wird wohl immer bestehen bleiben. Das Buch stellt ein gutes Zwiegespräch mit vielen Punkten zum Nachdenken dar. Klar es bietet viele Thesen, ist nicht radikal oder Lösungsorientiert, aber es ist ein Schritt in eine Richtung, die wir Einschlagen können, wenn wir bereit sind aufeinander zuzugehen, uns Auszutauschen und Missverständnisse aus der Welt zu schaffen. Dieses Buch bekommt von mir eine klare Leseempfehlung.

Die einen werden sich verstanden fühlen und die anderen auf Schlips getreten
von einer Kundin/einem Kunden aus Mainz am 28.11.2020
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Sophie Passmann trifft bei ihrer Recherche auf namenhafte, weiße Männer1. Sie versucht die Frage zu klären, wer diese „alten weißen Männer“ denn seien, von denen vor allem der „Netzfeminismus“ (wie sie gern öfters sagt) spricht. Dabei trifft sie im Sommer 2018 auf unterschiedliche weiße Männer aus unterschiedlichen Bereichen und... Sophie Passmann trifft bei ihrer Recherche auf namenhafte, weiße Männer1. Sie versucht die Frage zu klären, wer diese „alten weißen Männer“ denn seien, von denen vor allem der „Netzfeminismus“ (wie sie gern öfters sagt) spricht. Dabei trifft sie im Sommer 2018 auf unterschiedliche weiße Männer aus unterschiedlichen Bereichen und unterschiedlichen Alters. Dass es „den einen alten weißen Mann“ nicht gibt, ist jeder:m Feminist:in bewusst und das erläutert auch Passmann öfters. Sie selbst ist Feministin und scheut sich daher auch nicht, ihren Gesprächspartner unangenehme Fragen zu stellen. Und das trifft genau das Problem, denn einige straucheln in ihrer Auffassung, Weltanschauung und ihren Privilegien. Einher geht eine teilweise krasse Vorverurteilung der Gesprächspartner. Das kann man gut oder schlecht finden, mich hatte es an einigen Stellen gestört. Bin aber versöhnlich rausgegangen, da Passmann auch für sich einige Vorurteile verschwinden lassen konnte. Am Ende stellen Passmann und ich fest: Es gibt keine allgemein gültige Antwort, wer nun dieser „alte weiße Mann“ ist. Aber es gibt einige Beschreibungen, für eine Personengruppe, die mit dieser Bezeichnung zusammengefasst wird. Was mir gefallen hat, waren die verschiedenen Männer, die so unterschiedliche Meinungen zu dem Thema Feminismus hatten, aber zusammengefasst hat sich niemand selbst als Feminist bezeichnet. Das bezeichnet eines der vielen Probleme, die Passmann in dem Buch gut rausgearbeitet hat: Feminismus sind nicht nur laute, nacktrumlaufende Frauen. Auch Männer können Feminist:in sein. Abgesehen von der teilweise zu krass voreingenommenen Meinung hat mir das Buch am Ende doch ganz gut gefallen. Ich kann es jeder:m ans Herz legen, wenn man sich mit dem Thema Feminismus und alte weiße Männer beschäftigen möchte.

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    1. Vorwort
    2. Ein Vormittag mit Sascha Lobo
    3. Im Büro von Christoph Amend
    4. An der Spree mit Robert Habeck
    5. Suppe essen mit Kai Diekmann
    6. Die Sternschanze mit Micky Beisenherz
    7. Sehr viel Schorle mit Carl Jakob Haupt
    8. Im Steakhaus mit Papa Passmann
    9. Picknick mit Claus von Wagner
    10. Eis essen mit Peter Tauber
    11. Am Wannsee mit Jörg Thadeusz
    12. Im Elfenbeinturm mit Ulf Poschardt
    13. Am Zürichsee mit Marcel Reif
    14. Frühstück mit Kevin Kühnert
    15. Lunch mit Rainer Langhans
    16. Im Restaurant von Tim Raue
    17. Schlusswort