Hauskonzert

Igor Levit, Florian Zinnecker

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Beschreibung

Igor Levit begeistert in der Elbphilharmonie wie auf Twitter. Das erste Buch „eines der wichtigsten Künstler seiner Generation … der Pianist des Widerstands.“ New York Times

Igor Levit gehört zu den besten Pianisten seiner Generation. Doch sein Wirken geht weit über die Musik hinaus: Er erhebt seine Stimme gegen Rassismus, Antisemitismus und jede Art von Menschenhass. Er engagiert sich für den Klimaschutz und tritt für die Demokratie ein. Was treibt ihn an? Woher rührt seine Energie? Der Journalist Florian Zinnecker begleitet Igor Levit durch die Konzertsaison 2019/20. Gemeinsam erleben sie eine Zeit der Extreme. Es ist das Jahr, in dem Levit öffentlich Partei gegen Hass im Netz ergreift und dafür Morddrohungen erhält. Das Jahr, in dem er für Hunderttausende Hauskonzerte auf Twitter spielt. Und das Jahr, in dem er zu sich selbst findet – als Künstler und als Mensch.

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 304
Erscheinungsdatum 12.04.2021
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-446-26960-6
Verlag Hanser, Carl
Maße (L/B/H) 20,9/13/2,9 cm
Gewicht 380 g
Auflage 3
Verkaufsrang 722

Kundenbewertungen

Durchschnitt
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Die Stimme hinter den Tasten
von Constanze Pachner aus Viernheim am 08.05.2021

"Igor Levit schlägt mit seinem Klavierspiel Publikum und Musikwelt in den Bann. Doch sein Wirken geht weit über Musik hinaus: Er erhebt seine Stimme für Demokratie und gegen Unrecht, Rassismus, Antisemitismus und jede andere Art von Menschenhass. Was treibt ihn an? Woher rühren seine Energie, seine Vehemenz und seine Ungeduld - ... "Igor Levit schlägt mit seinem Klavierspiel Publikum und Musikwelt in den Bann. Doch sein Wirken geht weit über Musik hinaus: Er erhebt seine Stimme für Demokratie und gegen Unrecht, Rassismus, Antisemitismus und jede andere Art von Menschenhass. Was treibt ihn an? Woher rühren seine Energie, seine Vehemenz und seine Ungeduld - und wo möchte er hin? Florian Zinnecker begleitet ihn durch eine Konzertsaison. Gemeinsam erleben sie eine Zeit der Extreme. (Klappentext) Selbstkritisch offenbart Levit seinen zurückgelegten Weg, auf dem er sich von Systemen nicht verbiegen ließ - weder vom Schulsystem noch vom System der klassischen Musik bzw. der klassischen 'Konzertindustrie'. Trotz kompromissloser Berg - und Talfahrten in seinem Leben sowie in seinem künstlerischen Schaffen, kommt er zu folgendem Fazit: "Und als sich endlich die ersten Erfolge einstellen, sieht er sich bestätigt: Offenbar war es richtig, nicht um des Erfolges Willen Zugeständnisse zu machen." Beeindruckend schafft er es, der starren klassischen Musikwelt durch seine unkonventionelle Art Parole zu bieten und sie sogar in Teilen zu revolutionieren. Ganz zart, in einigen Passagen versteckt, wird die große Liebe zu seiner Mutter pointiert beschrieben. Berührt nimmt der Leser dadurch einen weiteren Wesenszug von Levit wahr. Er verkörpert den Augenblick im Spiel: "Ich versuche nicht gegen mich selbst anzuspielen, um eine Interpretation zu erreichen, die immer wieder gültig ist. Ich spiele , was ich spiele, und vertraue dem. Ich lasse einfach meinen Zustand zu." Ich würde noch weiter gehen: Er verkörpert auch den Augenblick der Rede, frei nach dem Motto 'Ich rede, was ich rede, und vertraue dem'. Mutig den Mund gegen Missstände aufmachen sowie sich gegenseitig neugierig zuhören, um Veränderung zu ermöglichen, gehören zu seinen Maximen. Ich glaube wie er daran, dass:

Nur ein Ausschnitt aus einem Leben
von luisa aus NRW am 07.05.2021

Das "Hauskonzert" entzieht sich eigentlich von vornherein einer Bewertung, denn wem stünde es zu, den Inhalt eines Lebens, die Ziele, Wünsche, Träume, den Alltag eines anderen Menschen zu bewerten? Und all diese Faktoren spielen nun einmal ungefragt und unumstößlich in die Leseerfahrung des "Hauskonzerts" hinein. So paradox ... Das "Hauskonzert" entzieht sich eigentlich von vornherein einer Bewertung, denn wem stünde es zu, den Inhalt eines Lebens, die Ziele, Wünsche, Träume, den Alltag eines anderen Menschen zu bewerten? Und all diese Faktoren spielen nun einmal ungefragt und unumstößlich in die Leseerfahrung des "Hauskonzerts" hinein. So paradox es klingt, aber versucht man den Menschen Igor Levit aus dem Buch herauszuhalten, so bekommt man im Wesentlichen das, was das "Hauskonzert" leistet: einen eindringlichen Einblick in den Künstler, den Pianisten Igor Levit, in die faszinierend, wahnwitzig schwere Arbeit, die hinter der Virtuosität auf dem Klavier liegt, in die Freude am Spiel, den Willen zur Innovation. Mich hat der Ausflug in die Welt des Pianisten begeistert. Mit Erstaunen ist mir so erst wirklich bewusst geworden, dass das Klavierspiel nicht nur körperlich harte Arbeit bedeutet, sondern dass auch jede einzelne Note, jeder Takt und jede Phrase ihre Daseinsberechtigung hat und eine Interpretation verdient hat. Die Passagen, die sich der Musik widmen, waren erhellend und inspirierend. Was man außerdem im "Hauskonzert" bekommen soll, sind Erkenntnisse die (politische) Haltung Igor Levits zu wesentlichen gesellschaftlichen Themen, wie Antisemitismus und die Flüchtlingskrise, betreffend. Auch diese werden geliefert. Allerdings werden sie nicht annähernd so überzeugend von Florian Zinnacker transportiert, wie die musikalischen Passagen. Während in den Musik-Teilen ein festes Fundament, ein starker Kontext, eine ganze Lebenswelt aufgebaut wird, ist das politische Engagement zu flüchtig, zu oberflächlich dargestellt, irgendwie wirkt es nur wie angerissen. Die wichtigen Positionen, die Igor Levit vertritt, hätten für mich einfach mehr Tiefe im "Hauskonzert" verdient. Sie im wesentlichen nur durch Auftritte in TV-Sendungen, über Twitter-Meldungen und Witze zu illustrieren, war mir einfach ein bißchen wenig - schade, da wurde Potenzial verschenkt. Überhaupt erscheint es mir am Ende des Buches so, als ob zu wenig Igor Levit in dem Text steckt. Das Layout der Verfassernamen suggeriert, dass das "Hauskonzert" ein Buch von Igor Levit sei, assistiert von Florian Zinnacker, stattdessen ist es der Blick des Journalisten auf Igor Levit, der nur in Sequenzen, meist in Interview-Auszügen, wirklich selbst zu Wort kommt. Und so liest sich auch der Großteil des Buches wie ein sehr langer Zeitungsartikel, zu präsent ist der beobachtende journalistische Stil des Verfassers, zu starr die Einengung der Person Igor Levits auf die zwei Aspekte "musikalisch" und "politisch". Man wird so beim Lesen stets auf Distanz gehalten und kann sich nicht wirklich annähern. Zu diesem distanzierten Eindruck trägt auch die wirre Chronologie bei, die in der Zeit hin- und herspringt und mitunter fast chaotisch wirkt. Abschließend ist das "Hauskonzert" ein sehr bereichernder Einblick in das musikalische Leben des Igor Levit, dem es aber an dem Willen zur Offenheit in anderen Bereichen schlichtweg fehlt. Bei einer Biographie muss man als Biograph und auch als beschriebenes Objekt Mut zur Enthüllung habe und dieser Mut, der fehlte mir.

Sehr spannend!
von einer Kundin/einem Kunden aus Marburg am 06.05.2021

Von Anfang bis zum Ende spannend! Der Pianist Igor Levit wurde ein Jahr von dem Autoren und Journalisten Florian Zinnecker begleitet. Durch die Corona-Krise war das ganze Jahr anders als geplant. Doch gerade das macht das Buch besonders empfehlenswert! Es geht auf den 300 Seiten um den Menschen Igor Levit, nicht nur um sein... Von Anfang bis zum Ende spannend! Der Pianist Igor Levit wurde ein Jahr von dem Autoren und Journalisten Florian Zinnecker begleitet. Durch die Corona-Krise war das ganze Jahr anders als geplant. Doch gerade das macht das Buch besonders empfehlenswert! Es geht auf den 300 Seiten um den Menschen Igor Levit, nicht nur um seinen Werdegang als Pianisten. Kurze Sätze, gut verständlich und sehr spannend geschrieben. Im Gegensatz zu vielen anderen Büchern über Künstler gibt es hier keine Aneinanderreihung von Erfolgen und Ereignissen in chronologischer Reihenfolge. Das Buch ist nicht in Kapitel unterteilt. Einzelne Sinnabsätze sind durch # voneinander getrennt und das Buch folgt keiner chronologischen, sondern einer logischen Erzählreihenfolge. Eine absolute Leseempfehlung für alle Fans von Igor Levit, genauso wie solche die es noch werden wollen oder sich einfach für Ihn interessieren!


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