Roman d’amour

Roman

Sylvie Schenk

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Beschreibung

Sylvie Schenks fein gesponnener Ehebruchroman, voller Lebenserfahrung und Weisheit

Charlotte Moire hat einen Roman über eine Affäre geschrieben, die sie vor Jahrzehnten mit einem verheirateten Mann hatte. Aus der Erinnerung an Verlangen und Leidenschaft ist Fiktion geworden. Nun aber sitzt ihr, der über Siebzigjährigen, eine beharrlich insistierende Interviewerin gegenüber, vor der sie immer wieder abstreiten muss, diese Geschichte selbst erlebt zu haben. Immer schwerer fällt es Charlotte in ihren Auskünften, zwischen Werk und eigenem Leben zu unterscheiden. Unmerklich fließen die Geschichten zweier Frauen ineinander, die nichts miteinander zu tun haben sollen und doch viel gemein haben. „Roman d’amour“ ist ein dichtes und kluges Buch über die Liebe und das Erzählen von Liebe.

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 128
Erscheinungsdatum 15.03.2021
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-446-26922-4
Verlag Hanser, Carl
Maße (L/B/H) 20,4/12,5/1,8 cm
Gewicht 223 g
Verkaufsrang 29476

Kundenbewertungen

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Verbotene Liebe
von Buecherseele79 am 08.06.2021

Die Schriftstellerin Charlotte hat ihren Roman "Roman d' amour" veröffentlicht. Eine Frau Sittich möchte sie vor der Preisverleihung noch interviewen. Doch die Fragen werden sehr intim und drängend....als wüsste Frau Sittich um dieses Geheimnis um die beschriebene Affäre mit einem verheirateten Mann... "Manche finden ihre Erf... Die Schriftstellerin Charlotte hat ihren Roman "Roman d' amour" veröffentlicht. Eine Frau Sittich möchte sie vor der Preisverleihung noch interviewen. Doch die Fragen werden sehr intim und drängend....als wüsste Frau Sittich um dieses Geheimnis um die beschriebene Affäre mit einem verheirateten Mann... "Manche finden ihre Erfüllung in politischen Kämpfen, in der Religion, in der Meditation, in der Spiritualität,im beruflichen Erfolg, auf der Bühne. Und manche schreiben Bücher. Das Einzige aber, was in der Reichweite von jedem bleibt, egal ob Uniprofessor oder Putzfrau, Schullehrerin oder Friseur, ist die Liebe, sind die Sinne, ist Bejahung der eigenen Existenz durch Verschmelzung. Die reinste Quelle des Glücks." (Seite 104) Ein kleines Büchlein möchte man meinen und doch wirft es jeden Leser durcheinander, lässt ihn neu denken und fühlen, alte Muster aufbrechen, neue Situationen überdenken und ganz zum Ende überrascht die Autorin die Leserschaft. Der Schreibstil ist poetisch, verträumt, doch die Realität holt sich ihren Platz. Der Wechsel auf die Perspektiven hat mir unheimlich gut gefallen. Waren sie doch unterschiedlich und dann wieder gleich. Schnell verschwimmt Wahrheit und Fiktion. Was ist noch die Geschichte zum Roman, was hat sich genau so zugetragen? Gefühlvoll und bildgewaltig schreibt die Autorin. Wir lernen die Autorin Charlotte kennen die ihren Roman d'amour vorstellen soll. Eine ältere Dame die sich nach ihrer Affäre mit einem verheirateten Mann wieder aufrappeln konnte. Frau Sittich möchte gerne ein Interview vor einer Preisverleihung führen. Recht schnell wird klar dass Frau Sittich gewisse Probleme mit den Ansichten und dem Handeln der Protagonisten hat. Und man muss sich diesen Spiel hingeben denn es lohnt sich, versprochen! Zwischen eigenen Erinnerungen an ihre Affäre und der Affäre ihrer Protagonisten zeichnet sich ein immer genaueres Bild ab. Die Autorin bedient keine dummen Klischees einer Affäre oder wird, in meinen Augen kitschig oder unrealistisch. Was darf Liebe und was nicht? Was ist erlaubt und wo werden andere Freiheiten verletzt? Geht Sex ohne Liebe oder umgekehrt? Wo wäre Moral angemessen wo sollte die wegbleiben? Hier werden einige Themen intensiv diskutiert in Form der zwei Damen. Ein Liebesroman der so ganz anders, ehrlich und bewegend ist. Welcher mich begeistert und komplett einnehmen konnte. Gerne empfehle ich dieses Buch weiter.

Ehebruch - ein Tabu???
von einer Kundin/einem Kunden am 25.04.2021

"Warum ist die Leidenschaft so lebenswichtig, wo sie doch das Leiden zwangsläufig bereithält?" Eigentlich fast ein Nebensatz, eher unwichtig erscheinend aus dem "Roman d'amour" von Sylvie Schenk, der für mich aber eine der zentralen Botschaften dieses Buches transportiert! Eine Schriftstellerin hat eine eigens erlebte Affäre ... "Warum ist die Leidenschaft so lebenswichtig, wo sie doch das Leiden zwangsläufig bereithält?" Eigentlich fast ein Nebensatz, eher unwichtig erscheinend aus dem "Roman d'amour" von Sylvie Schenk, der für mich aber eine der zentralen Botschaften dieses Buches transportiert! Eine Schriftstellerin hat eine eigens erlebte Affäre in einem Roman verarbeitet, für den sie nun einen Preis erhalten soll. Am Tag der Verleihung führt eine Journalistin mit ihr ein Gespräch rund um dieses Buch. Um dieses Interview rankt sich die gesamte Geschichte. Was darf Liebe, was darf sie nicht? Ist Ehebruch gar erlaubt, wenn die Verbindung doch für die Partner unbefriedigend ist? Wie steht es in unserer Gesellschaft mit der Akzeptanz einer Liason einer älteren Frau mit einem jüngeren Mann? Hier werden Tabuthemen beleuchtet, philosophische Betrachtungen ganz nebenbei mit eingestreut. Eine nicht mehr ganz junge Schuldirektorin hat eine Affäre mit einem jüngeren Kollegen, verbringt mit ihm sogar einen Kurzurlaub in Irland, aber es ist kein oberflächlicher Liebesroman, den uns Sylvie Schenk hier vorlegt. Obwohl es sich um ein recht dünnes Büchlein handelt, habe ich es nicht in einem Rutsch durchlesen könnnen, dafür ist es thematisch zu kompakt, die einzelnen Passagen mussten zwischendurch immer wieder verdaut werden. Und zugegebenermaßen hatte ich zeitweise auch meine Probleme, die Geschichte in der Geschichte, also die einzelnen Protagonisten voneinander zu trennen. Das ist wohl Autofiktion, die verwendet wird, momentan sehr en vogue, habe ich den Eindruck. Ist es also sogar von der Autorin beabsichtigt, dass ich als Leser nicht mehr unterscheiden kann? Für mich war es dadurch nicht ganz leichte Kost, aber ich habe sehr interessante Denkansätze bekommen. Ich mochte den geradezu poetischen Schreibstil von Sylvie Schenk! Hierfür gibt es von mir vier Sterne und eine Leseempfehlung für eine Liebesgeschichte der etwas anderen Art!

Leidenschaftliche Affären
von Magnolia am 14.04.2021

Die Schriftstellerin Charlotte Moire hat ihre vor langer Zeit gelebte Affäre mit einem verheirateten Mann in einem Roman verarbeitet, für den sie nun einen Literaturpreis erhalten soll. Vor der Verleihung bittet eine Journalistin, sie zu ihrem Werk interviewen zu dürfen. Ist diese hier beschriebene Liebesgeschichte wahr, ist sie... Die Schriftstellerin Charlotte Moire hat ihre vor langer Zeit gelebte Affäre mit einem verheirateten Mann in einem Roman verarbeitet, für den sie nun einen Literaturpreis erhalten soll. Vor der Verleihung bittet eine Journalistin, sie zu ihrem Werk interviewen zu dürfen. Ist diese hier beschriebene Liebesgeschichte wahr, ist sie Fiktion? Das wissen wir nicht, das ist auch nicht wirklich wichtig. Zunächst sieht es so aus, als ob die Journalistin ziemlich naiv und ohne viel Erfahrung das Gespräch führt. Ein Buch – der Liebe gewidmet. Vordergründig ist es dieses Interview, um das sich die Geschichte spinnt. Eine Geschichte über die Liebe und das Glück, einen Partner gefunden zu haben, der einen alles bedeutet. Aber wird dieses Gefühl genauso erwidert? Frau Sittich, die Journalistin, will alles wissen - von den Romanfiguren Klara und Lew, zwei Liebenden, von denen nur einer frei ist genauso wie von ihrer Interviewten, der Autorin. Immer mehr vermengen sich die fiktiven Charaktere mit der Lebens- und Liebesgeschichte von Charlotte. Diese hat in ihrem Buch ihre eigene große Liebe verarbeitet, wird hier von der Sittich so manches Mal ganz schön aus dem Konzept gebracht. Rund um das Interview ist ein gut austarierter Ehebruchsroman entstanden. Die Ebenen vermengen sich zu einem sehr homogenen Ganzen, da stört absolut keine Geschichte die andere. Das heimliche Liebespaar aus dem Roman genauso wenig wie Charlotte mit ihrem verheirateten Geliebten. "Gerade meine Abhängigkeit erzeugte in mir ein Freiheitsgefühl. Ich liebte und lebte wieder..." Sie leben für ihre heimliche Leidenschaft, ihre kostbare Zweisamkeit. Für gestohlene Augenblicke ist sie, die Geliebte, glücklich, hofft auf mehr. Es könnte alles genau so gewesen sein. Himmelhoch jauchzend – zu Tode betrübt. Sehr lebendig, sehr poetisch und emotional lässt Sylvie Schenk ihre Leser an dem schönen Schein der ewig frischen Liebe teilhaben. Irgendwann bleibt die Erinnerung an eine aufregende, prickelnde Leidenschaft. Ein wunderbarer Roman – direkt aus dem Leben gegriffen.


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