Die Mitternachtsbibliothek

Roman

Matt Haig

(224)
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Beschreibung

Stell dir vor, auf dem Weg ins Jenseits gäbe es eine riesige Bibliothek, gesäumt mit all den Leben, die du hättest führen können. Buch für Buch gefüllt mit den Wegen, die deiner hätten sein können.
Hier findet sich Nora Seed wieder, nachdem sie aus lauter Verzweiflung beschlossen hat, sich das Leben zu nehmen. An diesem Ort, an dem die Uhrzeiger immer auf Mitternacht stehen, eröffnet sich für Nora plötzlich die Möglichkeit herauszufinden, was passiert wäre, wenn sie sich anders entschieden hätte. Jedes Buch in der Mitternachtsbibliothek bringt sie in ein anderes Leben, in eine andere Welt, in der sie sich zurechtfinden muss. Aber kann man in einem anderen Leben glücklich werden, wenn man weiß, dass es nicht das eigene ist?
Matt Haig ist ein zauberhafter Roman darüber gelungen, dass uns all die Entscheidungen, die wir bereuen, doch erst zu dem Menschen machen, der wir sind. Eine Hymne auf das Leben - auch auf das, das zwickt, das uns verzweifeln lässt und das doch das einzige ist, das zu uns gehört.

Produktdetails

Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Family Sharing Ja i
Text-to-Speech Nein i
Seitenzahl 320 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 27.01.2021
Sprache Deutsch
EAN 9783426460641
Verlag Droemer Knaur Verlag
Originaltitel The Midnight Library
Dateigröße 823 KB
Übersetzer Sabine Hübner
Verkaufsrang 127

Kundenbewertungen

Durchschnitt
224 Bewertungen
Übersicht
159
49
15
1
0

Immer ein Mal mehr aufstehen, als man hinfällt
von einer Kundin/einem Kunden am 04.03.2021
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Jeder Mensch bereut Entscheidungen, die er getroffen oder eben nicht getroffen hat. Manchmal weiß man einfach, dass das Leben komplett anders verlaufen wäre - ob das dann immer unbedingt besser gewesen wäre, steht auf einem anderen Blatt. Die Protagonistin Nora nimmt sich das Leben und landet in einer Art Zwischenwelt - der M... Jeder Mensch bereut Entscheidungen, die er getroffen oder eben nicht getroffen hat. Manchmal weiß man einfach, dass das Leben komplett anders verlaufen wäre - ob das dann immer unbedingt besser gewesen wäre, steht auf einem anderen Blatt. Die Protagonistin Nora nimmt sich das Leben und landet in einer Art Zwischenwelt - der Mitternachtsbibliothek. Dort stehen in Form von Büchern all ihre Leben, die sie nicht gelebt hat. Ein ganz besonders dickes Buch ist ihr Buch der Reue und sie kann es kaum ertragen, hineinzuschauen. Sie bereut quasi all ihre Entscheidungen, weil sie so oft Rückzieher gemacht hat. Nun hat sie die Möglichkeit, in ihre möglichen Leben hineinzuschauen, in ihnen zu leben, aber nicht von Anfang an, sondern ab Schlag Mitternacht an diesem Tag. Dabei wird der Leser, genau wie Nora selbst, in diese Leben hineingeworfen und man muss sich mit Nora erstmal orientieren und zurecht finden. Sollte sie ein Leben finden, dass sie vollends glücklich macht, könnte sie dort bleiben. Man ahnt, wo die Reise hin geht. Matt Haig versteht es nur allzu gut, die Gefühle, die Nora hat (Probleme mit Depressionen hat sie in allen Leben, auch in den vermeintlich erfolgreichen), in Worte zu fassen. Nicht zuletzt, weil der Autor auch damit zu kämpfen hat. Dadurch kommt er dem Leser nahe und die philosophischen Ansätze wirken nicht albern. Mir hat das Buch sehr gut gefallen und man kann sich der Betrachtung des eigenen Lebens gar nicht erwehren - die kommt automatisch. Die Quintessenz ist für mich auf jeden Fall, dass jedes Leben lebenswert ist, auch wenn man am Boden liegt. Aufstehen muss man selbst und es lohnt sich!

Tiefgründig
von black86 am 03.03.2021
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Es gibt Tage, an denen alles schief geht. Nora hat einen Kater namens Voltaire und sie liebt Volts sehr. Als er plötzlich tot am Straßenrand liegt und ihr Chef ihr auch noch unerwartet kündigt, ist sie sehr verzweifelt. Ihre beste Freundin Izzy ist weit weg, in Australien, die Eltern sind tot und zu ihrem Bruder Joe ist der Kont... Es gibt Tage, an denen alles schief geht. Nora hat einen Kater namens Voltaire und sie liebt Volts sehr. Als er plötzlich tot am Straßenrand liegt und ihr Chef ihr auch noch unerwartet kündigt, ist sie sehr verzweifelt. Ihre beste Freundin Izzy ist weit weg, in Australien, die Eltern sind tot und zu ihrem Bruder Joe ist der Kontakt abgebrochen. Noras Nachbar, Mr. Banerjee, braucht sie auch nicht mehr, denn der Apothekenjunge bringt seine Tabletten jetzt zu ihm ins Haus. Das hat Nora vorher gemacht. Und Leos Mutter Doreen sagt seine Klavierstunden nun generell ab, weil Nora zur verabredeten Zeit gar nicht zu Hause war. Noras Verzweiflung nimmt überhand und sieht keinen Sinn mehr in ihrem Leben. Sie beschließt, dem ein Ende zu setzen… Das liest sich genauso wie es gemeint ist. Der Start in die Geschichte ist sehr traurig, depressiv und zutiefst pessimistisch. Diese Grundstimmung gilt es zu akzeptieren, wenn man mit Nora schließlich im Zwischenreich landet, denn anstatt zu sterben, findet Nora sich in der Mitternachtsbibliothek wieder. In der Mitternachtsbibliothek sind die Regale angefüllt mit unendlich vielen Büchern, Büchern die Noras mögliche Leben erzählen. Und sie macht sich auf die Suche nach dem perfekten Leben DIES ist gar nicht so einfach… Matt Haig, der selber an Depressionen gelitten hat, beschreibt eindringlich die Gefühlswelt seiner Hauptprotagonistin und das warum und dann die spätere Gefühlswelt danach. Die Idee, den Gedanken weiterzuspinnen, was wäre wenn, finde ich sehr positiv und gut angewendet. Nora blieb mir als Protagonisten zwar etwas fern und ich wäre auch gerne im ein oder anderen Leben geblieben Die Geschichte liest sich schnell und unterhaltsam. Eine klare Lese-Empfehlung.

Warmherzig und liebenswert
von einer Kundin/einem Kunden am 02.03.2021
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Wer kennt dieses Gefühl nicht? Dieses Gefühl, etwas verpasst zu haben, vermeintliche Chancen und Gelegenheiten nicht wahrgenommen zu haben. Es zu bereuen, die vermeintlich falschen Entscheidungen getroffen zu haben oder sie zumindest in Frage zu stellen. Nora Seed leidet an Depressionen und mit 35 Jahren ist sie des Lebens mü... Wer kennt dieses Gefühl nicht? Dieses Gefühl, etwas verpasst zu haben, vermeintliche Chancen und Gelegenheiten nicht wahrgenommen zu haben. Es zu bereuen, die vermeintlich falschen Entscheidungen getroffen zu haben oder sie zumindest in Frage zu stellen. Nora Seed leidet an Depressionen und mit 35 Jahren ist sie des Lebens müde, sieht keinen Sinn mehr darin, fühlt sich von allen verlassen und überflüssig und ihre Reue über bestimmte Entscheidungen ist grenzenlos. Nora findet sich jedoch nach ihrem Selbstmordversuch in einer großen Mitternachtsbibliothek wieder und trifft dort auf ihre ehemalige Schulbibliothekarin Mrs Elm, eine für Nora wichtige Konstante aus ihrer Jugend. Mrs Elm erklärt nun der verwirrten Nora, dass jedes dieser Bücher ein anderes Leben darstellt, ein Leben das Nora hätte führen können, wenn sie andere Entscheidungen getroffen hätte. Sie ermuntert Nora, verschiedene Bücher und damit Leben auszuprobieren, um dann vielleicht ein Leben zu finden, das Nora „passt“ und wo sie sich zu Hause fühlt. Die Idee einer Mitternachtsbibliothek finde ich einfach großartig! Auch das die unendlich vielen Bücher, und wie unendlich zeigt sich noch im Laufe der Geschichte, bis auf das große Buch der Reue eine Farbe haben, ist ein schönes Detail. Durch die ausgewählten Bücher sprichwörtlich in andere Leben einzutauchen, die Nora hätte führen können, ist sehr reizvoll und für mich spannend umgesetzt. Zuerst probiert Nora ein Leben mit ihrer vermeintlich jüngsten Fehlentscheidung aus, das fand ich sehr sinnig und gut nachvollziehbar. Gebannt habe ich dieses mögliche Leben und deren Auswirkungen verfolgt, wobei ich mir auch gedacht habe, dass es hier ja auch wieder unendliche Varianten geben muss, je nachdem welche Entscheidungen in jeweiligen Situationen getroffen werden… Es folgen so einige Leben, die ich alle sehr interessant fand, besonders gefallen hat mir dabei die Gletscherforscherin. Dabei bergen alle Leben mindestens eine wichtige Erkenntnis für Nora, das fand ich auch super. Richtig gut fand ich auch, dass vieles sogar konstant bleibt, egal welches Leben sie wählt. Die Geschichte ist wunderbar erzählt und es kommen auch so einige philosophische Zitate vor, die mir aber alle sehr gut gefallen haben und die ich auch sehr passend fand. Ich hätte mir sogar am liebsten welche notiert. Das Ende war für mich sehr passend, lebendig und intensiv und ich habe regelrecht mitgefiebert! Abwechselnd hatte ich Gänsehaut und dann musste ich aber auch wieder besonders bei einer Situation schmunzeln. Nora hatte ich schon zu Anfang ins Herz geschlossen und auch Joe und vor allen Mrs Elm mochte ich gern. Ein wunderbares Buch, toll geschrieben, gelesen und lebendig vorgetragen! Mit der Mitternachtsbibliothek für mich sehr charmant und einfallsreich und mit den verschiedenen Paralleluniversen super spannend und faszinierend umgesetzt. Das Ende hat mir persönlich teilweise Gänsehaut bereitet und auch wenn sich natürlich nicht alle Probleme und Sorgen auf wundersame Weise auflösen und es nicht einfach ist, hat mir die Aussage des Buches wirklich sehr gefallen!

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