Hamster im hinteren Stromgebiet

Roman

Alle Toten fliegen hoch Band 5

Joachim Meyerhoff

(28)
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Beschreibung

Was passiert, wenn man durch einen gesundheitlichen Einbruch auf einen Schlag aus dem prallen Leben gerissen wird? Kann das Erzählen von Geschichten zur Rettung beitragen? Und kann Komik heilen? Nachdem der Erzähler Joachim Meyerhoff aus so unterschiedlichen Lebenswelten berichtet hat wie einem Schüleraustausch in Laramie, Amerika, dem Aufwachsen auf einem Psychiatriegelände, der Schauspielschule und den liebesverwirrten Jahren in der Provinz, gerät der inzwischen Fünfzigjährige in ein Drama unerwarteter Art. Er wird als Notfall auf eine Intensivstation eingeliefert. Er, der sich immer durch körperliche Verausgabung zum Glühen brachte, die »blonde Bombe«, für die Selbstdetonationen ein Lebenselixier waren, liegt jählings an Apparaturen angeschlossen in einem Krankenhausbett in der Wiener Peripherie. Doch so existenziell die Situation auch sein mag, sie ist zugleich auch voller absurder Begebenheiten und Begegnungen. Der Krankenhausaufenthalt wird zu einer Zeit voller Geschichten und zu einer Zeit mit den Menschen, die dem Erzähler am nächsten stehen. Er begegnet außerdem so bedauernswerten wie gewöhnungsbedürftigen Mitpatienten, einer beeindruckenden Neurologin und sogar wilden Hamstern. Als er das Krankenhaus wieder verlassen kann, ist nichts mehr, wie es einmal war. Joachim Meyerhoff zieht alle literarischen Register und erzählt mit unvergleichlicher Tragikomik gegen die Unwägbarkeiten der Existenz an.

»Meyerhoff gelingt zugleich der Spagat, auch das Ernsthafte der Situation herauszustellen. [...] So detailreich kann nur jemand schreiben, der diese Situation exakt so erlebt hat.«

Joachim Meyerhoff, geboren 1967 in Homburg/Saar, aufgewachsen in Schleswig, war vierzehn Jahre lang Ensemblemitglied des Wiener Burgtheaters. In seinem sechsteiligen Zyklus »Alle Toten fliegen hoch« trat er als Erzähler auf die Bühne und wurde zum Theatertreffen 2009 eingeladen. 2007 wurde er zum Schauspieler des Jahres gewählt. Für seinen Debütroman wurde er 2011 mit dem Franz-Tumler-Literaturpreis und 2012 mit dem Förderpreis zum Bremer Literaturpreis ausgezeichnet. Im September 2016 erhielt er den Nicolas-Born-Debütpreis, den Euregio-Schüler-Literaturpreis, im Januar 2017 die Carl-Zuckmayer-Medaille des Landes Rheinland-Pfalz. Im Mai 2017 wurde Joachim Meyerhoff in der Sektion Darstellende Kunst in die Akademie der Künste aufgenommen und von der Fachzeitschrift Theater heute zum Schauspieler des Jahres 2017 gewählt. 2018 erhielt er für sein Prosawerk den Jonathan-Swift-Preis für Satire und Humor. Seit 2019 ist Joachim Meyerhoff Ensemblemitglied der Berliner Schaubühne.

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 320
Erscheinungsdatum 10.09.2020
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-462-00024-5
Verlag Kiepenheuer & Witsch
Maße (L/B/H) 21/13,4/3 cm
Gewicht 440 g
Auflage 1. Auflage
Verkaufsrang 14

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Tolle Schilderung eines Schlaganfalls, gespickt mit humorvollen Stories
von Moni aus Fulda am 30.09.2020

Definitiv kein leichtes Thema so ein Schlaganfall. Ich hatte bisher noch nichts von dem Autor gelesen, die Thematik hat mich jedoch aus persönlichen Gründen interessiert, da mein Vater auch ein "Stroker" ist. Es war sehr eindrucksvoll zu lesen, wie der Autor den Schlaganfall erlebt hat, welche Gedanken ihn nicht losließen und wi... Definitiv kein leichtes Thema so ein Schlaganfall. Ich hatte bisher noch nichts von dem Autor gelesen, die Thematik hat mich jedoch aus persönlichen Gründen interessiert, da mein Vater auch ein "Stroker" ist. Es war sehr eindrucksvoll zu lesen, wie der Autor den Schlaganfall erlebt hat, welche Gedanken ihn nicht losließen und wie seine Zeit im Krankenhaus unmittelbar nach der Diagnose war. Man konnte sich direkt in die Situation hineinversetzen und war voll dabei. Außerdem ist der Bericht gespickt mit wundervollen amüsanten Stories aus dem Familienleben und der Vergangenheit des Autors, welche es zu einer Freude machen, das Buch zu lesen. So wird dem Ernst der Sache auch ein wenig die Nüchternheit genommen. Joachim Meyerhoff hat mich mit dieser Schilderung definitiv überzeugt, noch weitere Bücher von ihm lesen zu wollen.

Persönlicher Schicksalsschlag amüsant erzählt
von einer Kundin/einem Kunden am 28.09.2020

Dieses Buch setzt die autobiografischen Erzählungen fort, streift frühere Erlebnisse in Form von Erinnerungen im Rahmen des persönlichen SchicksalsSchlags. Eindrucksvoll eröffnet sich die Gedankenwelt ...

Schwieriges Thema lustig rübergebracht
von einer Kundin/einem Kunden aus Homburg am 26.09.2020

Mit 51 Jahren erwischt ihn der Schlag. So schnell ist man aus dem Leben gerissen und auf andere angewiesen. Während Meyerhoffs Tochter den Transport ins Krankenhaus organisiert und während der darauf folgenden Krankenhaustage, beschreibt er seine Empfindungen und den Alltag im Krankenhaus. Er erinnert er sich aber auch an Erlebn... Mit 51 Jahren erwischt ihn der Schlag. So schnell ist man aus dem Leben gerissen und auf andere angewiesen. Während Meyerhoffs Tochter den Transport ins Krankenhaus organisiert und während der darauf folgenden Krankenhaustage, beschreibt er seine Empfindungen und den Alltag im Krankenhaus. Er erinnert er sich aber auch an Erlebnisse mit seiner Familie und oft an Reisen, die er unternommen hat, um das Gehirn aktiv zu halten (und sehr wahrscheinlich auch, um sich abzulenken). So schlimm es ist, einen Schlaganfall zu erleiden, so amüsant erzählt Meyerhoff alles. Der fünfte Band aus Meyerhoffs Erzählreihe „Die Toten fliegen hoch“ lässt sich auch gut ohne Kenntnis der vorherigen vier Bände lesen. Eine interessante Lektüre, man kommt dem Schauspieler näher, aber auch wenn man Meyerhoff nicht kennt, ist der Roman unterhaltsam. Mir haben viele seiner Beschreibungen und Beobachtungen gut gefallen, beispielsweise über das Krankenhausessen, über die Mitpatienten, über das Warten auf die Zuteilung in ein Krankenhaus. Trotz Schlaganfall ist er ein scharfsinniger Beobachter. Irgendwann war es mir allerdings zu viel Pathos, zu viel „mein Liebster“ und zu viel Weinen, welches nicht im Kontext mit dem Schlaganfall auftritt; dort kann man das ja nachvollziehen. Daher ein Punkt Abzug. Insgesamt aber ein lesenswerter und kurzweiliger Roman.


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