Wenn das Meer leuchtet

Roman

Jessica Koch

(18)
Buch (Taschenbuch)
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Beschreibung

Marie ist neu auf dem College. Hier in Kalifornien ist alles anders - und doch genau so, wie es für sie schon immer war: Ausgrenzung und Ablehnung bestimmen ihren Alltag, und so zieht sie sich in sich selbst zurück. Doch eine dramatische Bedrohung zwingt sie zum Handeln. Plötzlich wird ihr Leben zum Spießrutenlauf, und von einem auf den anderen Tag ist alles anders. Denn was tust du, wenn derjenige, der dich bedroht, auf einmal der einzige ist, der dir beisteht? Können Menschen sich so grundlegend verändern? Kann aus Angst Liebe werden?

Jessica Koch begann bereits in der Schulzeit damit, kürzere Manuskripte zu schreiben, reichte diese aber nie bei Verlagen ein. Anfang 2016 erschien dann schließlich ihr Debütroman «Dem Horizont so nah». Das Buch belegte wochenlang Platz 1 der Bestsellerlisten und kam 2019 in die Kinos. Mit «Dem Abgrund so nah» und «Dem Ozean so nah» erschienen im Laufe des Jahres die ebenfalls sehr erfolgreichen Teile zwei und drei der «Danny-Trilogie».

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 336
Erscheinungsdatum 15.09.2020
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-499-00433-9
Verlag Rowohlt Taschenbuch
Maße (L/B/H) 19/12,4/3 cm
Gewicht 333 g
Auflage 1. Auflage
Verkaufsrang 29338

Kundenbewertungen

Durchschnitt
18 Bewertungen
Übersicht
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Eine Gefühlsachterbahn
von Yvonne S. von lesehungrig aus Coburg am 17.10.2020

Die Leseprobe hat mich sofort gepackt und so war es unvermeidbar, dass dieses Buch bei mir eingezogen ist. Geschichten, die sich an heftige Themen wagen, reizen immer meine Leseneugier und so bin ich Marie nicht mehr von der Seite gewichen. Zur Handlung: Marie beginnt an der California State University ihr Studium. Zuerst lä... Die Leseprobe hat mich sofort gepackt und so war es unvermeidbar, dass dieses Buch bei mir eingezogen ist. Geschichten, die sich an heftige Themen wagen, reizen immer meine Leseneugier und so bin ich Marie nicht mehr von der Seite gewichen. Zur Handlung: Marie beginnt an der California State University ihr Studium. Zuerst läuft es gut an, doch dann wird sie zur Zielscheibe einiger minderbemittelter Kommilitonen, die es genießen, ihre Seele bluten zu lassen. Und dann ist da Jayden, der schlagartig ein Rettungsanker für sie wird. Hat Marie die Kraft, sich an ihm festzuhalten? Zu den Figuren: Marie Grave ist 19 Jahre alt, leidet unter einem Sprachdefizit und ist seelisch tief verletzt. Sie bringt diese Schmerzen auf ungewöhnliche Weise zum Ausdruck. Marie liebt ihren jüngeren Bruder Collin über alles und bei ihren gemeinsamen Szenen geht mir das Herz auf. Sie ist ein ehrlicher Charakter, der rasch verunsichert ist und über grenzenlose Naivität verfügt, die mich häufig den Kopf schütteln lässt. Jayden Summers ist 21 Jahre alt und an der gleichen Uni wie Marie. Er ist dort einer der besten Basketballspieler. Jayden studiert Sport und Fitness und ist der Frauenschwarm schlechthin. Seine Persönlichkeit ist gewöhnungsbedürftig. Die Entwicklung der Figuren ist für mich nicht nachvollziehbar. Die Umsetzung: Der Schreibstil ist warmherzig, eindringlich, flüssig und bildhaft. Im Buch wird ein daueraktuelles Thema aufgegriffen. Mich erwarten berührende Elemente, erschreckende Situationen, gefühlvolle Augenblicke und Herzschmerz. An manchen Stellen ist es für mich kaum auszuhalten und ich bin froh, wenn diese Szenen vorbei sind. Koch führt mich an alles dicht heran und ich lache, weine und zittere mit Marie mit. Es ist eine turbulente Gefühlsachterbahn, auf die mich Koch schickt und immer wieder wird es eng um meine Brust und ich muss schlucken. Häufig ist die Atmosphäre bedrückend und erschreckend, aber es gibt auch unvergessliche Momente, die mir ein glückliches Lächeln ins Gesicht zaubern. Die Geschichte wird, bis auf den Prolog und den Epilog, aus Maries Ich-Perspektive im Präsens geschildert. Was mir nicht gefällt: Das Buch liest sich für mich nicht authentisch. Ich muss aufpassen, um nicht zu spoilern, weshalb ich nicht zu dolle ins Detail gehen darf, aber einige der Entwicklungen schreiten mir zu rasch voran und einen gewissen Sinneswandel kann ich bis zum Schluss nicht nachvollziehen. Dann ist da Marie als Charakter: Sie agiert für mich widersprüchlich und ist nicht sauber gezeichnet. Ihr Verhalten passt in etlichen Handlungen nicht zu einer Neunzehnjährigen die bereits studiert, sondern maximal zu einer Zehnjährigen, die sich noch äußerst kindlich benimmt. In diesen Momenten verliert mich die Autorin total. Der abrupte Wechsel im Epilog, von der Ich-Perspektive zur Erzählperspektive in der 3. Person, beschert meinem Lesefluss einen herben Bruch. Diese Änderung ist für mich unverständlich und bringt große Distanz zwischen den Figuren und mich, was mir überhaupt nicht liegt und bildet keinen gelungenen Abschluss für die Geschichte. Mein Fazit: „Wenn das Meer leuchtet“ ist eine emotionale Achterbahnfahrt mit krassen Situationen, die mir einiges abverlangen. Das geht echt an die Substanz. Leider schafft es Koch nicht, mich mit der Umsetzung zu überzeugen und komplett abzuholen. Aufgrund des gefühlvollen und gelungenen Schreibstils ist das Lesen dennoch ein Genuss und ich fliege durch die Seiten. Nur meinen Kopf kann ich dabei nicht abschalten, der mich immer wieder auf Ungereimtheiten stößt. Deshalb vergebe ich 3 prima Sterne von 5 und eine Leseempfehlung.

Kann ein so schmerzvoller Start ein schönes Ende haben?
von Leseschneckchen555 am 14.10.2020

Ein Neustart am College lässt Marie hoffen, die grausige Vergangenheit auf ihrer letzten Schule hinter sich zu lassen. Doch schon nach wenigen Tagen nimmt das gewohnte Drama erneut seinen Lauf. Marie kann nicht so wie sie will und das führt dazu, dass andere sie verachten. Sie ist dermaßen eingeschüchtert, traut sich nicht, den ... Ein Neustart am College lässt Marie hoffen, die grausige Vergangenheit auf ihrer letzten Schule hinter sich zu lassen. Doch schon nach wenigen Tagen nimmt das gewohnte Drama erneut seinen Lauf. Marie kann nicht so wie sie will und das führt dazu, dass andere sie verachten. Sie ist dermaßen eingeschüchtert, traut sich nicht, den Mund aufzumachen und sich zur Wehr zu setzen. Auch wenn sie die passende Antwort längst parat hat, kommt sie einfach nicht aus ihr heraus. Ihre neuen Mitschüler haben ihre Schwäche schnell erkannt und nutzen ihre Hilflosigkeit schonungslos aus. Miese Spielchen begleiten aufs Neue ihren Schulalltag. Als eines Tages Jayden, einer der beliebtesten Jungs der Schule, für Marie Partei ergreift, scheint sich der Wind zu drehen. Ist das wieder nur ein gemeiner Trick oder steckt tatsächlich eine ernste Absicht hinter seinem Verhalten? Als ich mit diesem Buch begonnen habe, konnte ich mir fast nicht vorstellen, dass etwas, was so schmerzvoll beginnt, jemals ein schönes Ende nehmen kann. Aber wer Jessica Kochs Bücher kennt, wird wissen, wie gut sie es beherrscht, Emotionen wiederzugeben und den Leser zu berühren. Über fast die erste Hälfte des Buches begleitete mich die Hoffnung auf eine Wendung. Ich habe jede nächste Seite herbeigesehnt, damit das Drama um Marie endlich ein Ende nimmt und noch etwas Schönes passiert. Zu grausig waren die Mobbing-Attacken ihrer Mitschüler. Mich hat es geschockt, wie herzlos und abgebrüht manche Mitschüler sein können. Und mein größter Wunsch war es, dass dieses schreckliche Spiel endlich ein Ende nimmt. Als der beliebte Jayden plötzlich hinter Marie steht und ihr zur Hilfe kommt, fiel es mir, genau wie Marie, verdammt schwer, daran zu glauben, dass er es tatsächlich ernst meint. Immer wieder wartete ich auf die große Enttäuschung. Marie hat, abgesehen von ihrer Familie, nie Anerkennung erfahren. Umso schwerer tut sie sich als gerade jemand wie Jayden, Interesse an ihr zeigt. Doch Jayden ist in der Lage, Marie ein Gefühl von Freiheit und Glück zu bescheren und sie lässt sich darauf ein. Aber die Geschichte hätte mich nicht so sehr gefesselt, wenn nicht noch einige Zwischenfälle dafür gesorgt hätten, mir zu zeigen, wie schwer es ist, Liebe oder Anerkennung zu finden. Dieses Buch ist bereits das vierte, das ich von Jessica Koch gelesen habe. Und jedes Mal frage ich mich aufs Neue, wie sie es meistert, eine so einzigartige Geschichte zu erschaffen. Sie versteht es ausgezeichnet, Stimmungen, Gefühle und Situationen auszudrücken, dass man sich fühlt, als sei man selbst ein Teil der Erzählung. Das Buch strotzt nur so vor großen Emotionen und diese haben mir mehrfach die Tränen in die Augen getrieben. Besonders die bedingungslose Liebe zwischen Marie, ihrem Bruder und ihren Eltern hat mich so sehr berührt, dass ich mir so manche Träne nicht verdrücken konnte. Aber auch Jayden offenbart eine Seite von sich, die man nur liebgewinnen kann. Zwar habe ich es erst spät gemerkt, aber es hat mich gefreut, dass ich die Protagonisten bereits aus einem anderen Buch der Autorin kannte. Ich erinnere mich sogar daran, dass ich mir damals beim Lesen gewünscht hatte, besonders von Marie etwas mehr zu erfahren. Dieser Wunsch wurde mir mit dieser Geschichte erfüllt. Wenn ich könnte, würde ich diesem Buch weit mehr als fünf Sterne verleihen. Ich zähle es definitiv zu einem meiner Besten in meinem Bücherregal und bin der Autorin zutiefst dankbar für dieses berührende Leseerlebnis.

Ein Buch für alle, die manchmal die Hoffnung verlieren.
von einer Kundin/einem Kunden am 09.10.2020

„Glück kommt oft unerwartet durch die Tür, die wir fest verschlossen glaubten.“ Ohne Zweifel kann ich sagen, dass Jessica Koch meine liebste deutsche Autorin ist. All ihre Bücher habe ich gelesen und geliebt. So konnte mich auch „Wenn das Meer leuchtet“ wieder überzeugen. Das Cover, sowie der Titel passen perfekt zu der Ge... „Glück kommt oft unerwartet durch die Tür, die wir fest verschlossen glaubten.“ Ohne Zweifel kann ich sagen, dass Jessica Koch meine liebste deutsche Autorin ist. All ihre Bücher habe ich gelesen und geliebt. So konnte mich auch „Wenn das Meer leuchtet“ wieder überzeugen. Das Cover, sowie der Titel passen perfekt zu der Geschichte und geben schon mal einen kleinen Einblick in die Geschichte. Doch auch passt das Cover super zu den restlichen erschienenen Titeln, was im Bücherregal einfach nur toll aussieht. Besonders der Klappentext hat mich voll von sich überzeugt. Denn es geht um Marie, die ein Opfer von Mobbing ist. Nach der schweren Schulzeit hofft sie auf eine bessere Zeit am College, doch auch da ändert sich nichts. Bis ihr Feind zum Freund wird... Das Thema Mobbing interessiert mich in Büchern sehr, da so viele Leute davon betroffen sind und meiner Meinung nach viel zu wenig darüber geredet wird. Sofort im Prolog nimmt diese ergreifende Geschichte von Marie ihren Lauf. Marie ist eine ziemliche Außenseiterin und muss wirklich einiges mitmachen. Sie hat einen einzigartigen Charakter, was sie aber auch so sympathisch macht. Ihre ganzen Gefühle werden so authentisch beschrieben, dass ich mich so gut einfühlen konnte und schon nach den ersten paar Seiten einige Tränen wegwischen musste. Diese grauenvolle Erlebnisse, die sie und ihr kleiner Bruder durchmachen müssen, haben mich teilweise wirklich sprachlos gemacht. Doch das ist für viele leider die grausame Realität... Wie sich die Beziehung zwischen Marie und Jayden entwickelt ist auch ganz herzzerreißend. Natürlich mag man Jayden anfangs nicht, doch schnell ist klar, dass er ein so toller und fürsorglicher Kerl ist. Es ist schön zu sehen, wie sehr sich Marie dadurch entwickelt und immer mehr Selbstvertrauen erlangt. So zeigt es, dass auch die traurigsten Seelen irgendwann ihr Glück finden - früher oder später. Dieser Roman war eine wahre Achterbahn der Gefühle, der mich wirklich sehr traurig gestimmt hat. Traurig, weil diese Geschichte einfach die bittere Realität für viele ist und jeder der mal ein Opfer von Mobbing war, kann es einfach nur nachvollziehen. Doch es ist auch eine Geschichte rund um Zusammenhalt, Freundschaft, Liebe und Hoffnung. Aus diesem Grund sollte dieses Buch von jedem gelesen werden! Jessica Koch hat wieder mal ein Meisterwerk geschaffen! 5/5 Sterne


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