Zugvögel

Roman

Charlotte McConaghy

(171)
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Beschreibung

Auf der Suche nach Erlösung folgt eine junge Frau den letzten Küstenseeschwalben in die Antarktis

Franny hat ihr ganzes Leben am Meer verbracht, die wilden Strömungen und gefiederten Gefährten den Menschen vorgezogen. Als die Vögel beginnen zu verschwinden, beschließt die junge Ornithologin den letzten Küstenseeschwalben zu folgen. Inmitten der exzentrischen Crew eines der letzten Fischerboote macht sie sich auf den Weg in die Antarktis. Schutzlos ist die junge Frau den rauen Naturgewalten des Atlantiks ausgeliefert, allein die Vögel sind ihr Kompass. Doch wohin die Tiere sie auch führen, vor ihrer Vergangenheit kann Franny nicht fliehen. Ihr folgt das Geheimnis eines Verbrechens, die Geschichte einer außergewöhnlichen Liebe. Und schon bald entwickelt sich die Reise zu einem lebensbedrohlichen Abenteuer.

Charlotte McConaghys »Zugvögel«, in deutscher Übersetzung von Tanja Handels, ist eine Ode an die wilden Geschöpfe dieser Erde und eine bewegende Geschichte über die Wege, die wir für die Menschen gehen, die wir lieben.

»Eines der schönsten und herzzerreißendsten Bücher, die ich je gelesen habe!« Emily St. John Mandel, Bestsellerautorin von Das Licht der letzten Tage

Produktdetails

Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Family Sharing Ja i
Text-to-Speech Nein i
Seitenzahl 400 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 26.08.2020
Sprache Deutsch
EAN 9783104911410
Verlag Fischer E-Books
Originaltitel Migrations
Dateigröße 1173 KB
Übersetzer Tanja Handels
Verkaufsrang 7098

Kundenbewertungen

Durchschnitt
171 Bewertungen
Übersicht
121
40
7
3
0

Etwas überladen
von einer Kundin/einem Kunden am 18.03.2021
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Die Vorstellung, dass mit dem Fortschreiten des Kllimawandels unsere Erde still wird, weil es keine Vögel mehr gibt und auch die meisten anderen Tiere ausgestorben sind oder zumindest kurz davor stehen für immer von unserem Planeten zu verschwinden, ist einfach furchtbar. In ihrem Debütroman "Zugvögel" entwirft die australisc... Die Vorstellung, dass mit dem Fortschreiten des Kllimawandels unsere Erde still wird, weil es keine Vögel mehr gibt und auch die meisten anderen Tiere ausgestorben sind oder zumindest kurz davor stehen für immer von unserem Planeten zu verschwinden, ist einfach furchtbar. In ihrem Debütroman "Zugvögel" entwirft die australische Autorin mit irischen Wurzeln, Charlotte McConaghy, genau dieses leider gar nicht so undenkbare dystopische Szenario. In dieser Zeit, nicht fern der unseren lebt Franny Lynch. Sie fühlt sich von jeher mit der Natur, dem Meer und besonders den Vögeln verbunden, die sie erforscht hat ohne je studiert zu haben. Sie hat sich in den Kopf gesetzt, dem vermutlich letzten Vogelflug der Küstenseeschwalben auf ihrem weiten Weg von der Arktis in die Antarktis zu folgen. Nachdem sie die Vögel mit Peilsendern ausgestattet hat, gelingt es ihr eine Passage auf einem der selten gewordenen Fischerboote zu bekommen, indem sie den Kapitän überzeugt, dass ihre Mission auch den Fischern dienlich ist. Das Meer ist zwar quasi leergefischt, was Fischer und Umweltschützer immer wieder aneinandergeraten lässt, aber den Vögeln auf ihrerr Route zu folgen, heißt auch ihre Nahrungsquelle, die Fische zu finden. Es beginnt eine abenteuerliche Reise, wobei es der Autorin eindrucksvoll gelingt die Schönheit der Natur zu beschreiben und gleichzeitig immer wieder auf ihre Zerstörung durch den Menschen hinzuweisen. "Gerade jetzt sterben wieder Tausende von Spezies, ohne dass ihnen jemand Beachtung schenkt. Wir rotten sie aus. Lebewesen, die gelernt haben, alles und jedes zu überleben, alles nur nicht uns." Mit der Protagonistin und den Nebenfiguren hatte ich allerdings meine Schwierigkeiten. Franny trägt eine komplizierte Familiengeschichte und jede Menge psychologischer Probleme mit sich herum. Sie ist nicht gerade eine Sympathieträgerin, genauso wenig wie die Mitglieder der grummeligen Schiffscrew mit dem eigenbrötlerischen Kapitän Ennis Malone, der mich ein bisschen an Kapitän Ahab in Moby Dick erinnerte. Franny und Ennis ist ihr unbändiger Freiheitsdrang gemein. Beide sind sie Getriebene,die ihre Leidenschaft und Liebe zur Natur verbindet und die im normalen Leben kaum zurechtkommen. Charlotte McConaghy arbeitet immer wieder mit Zeitsprüngen, und zu den Hintergründen von Franny's Geschichte werden nur kleinste Andeutungen eingestreut, was natürlich einen Sog erzeugt, immer weiter lesen zu wollen, um diese rätselhafte Frau am Ende endlich zu verstehen. Begeistert hat mich die poetische Sprache und die Beschreibungen der Natur, der interessante und fazinierende Plot. Für meinen Geschmack wollte die Autorin aber einfach zu viele Themen in ihrem Roman unterbringen, so dass ich ihn auch als überladen empfunden habe. Für mich war "Zugvögel" aber auf jeden Fall ein beeindruckender literarischer Debütroman mit kleinen Einschränkungen, den ich gerne gelesen haben und deshalb auch gerne weiterempfehle.

Furchtbar zäh
von einer Kundin/einem Kunden aus Altdorf am 22.01.2021
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Ich musste zwei mal anfangen zu lesen, und konnte mich nicht dazu durchringen weiter zu machen. Text ist sehr komisch geschrieben, das Lesen machte mir keinen Spaß.

Poetischer Debütroman
von einer Kundin/einem Kunden aus Osnabrück am 19.01.2021
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Wir befinden uns in einer Welt in der Zukunft, in der das Artensterben weit vorangeschritten ist. Die Ornithologin Franny hat ein paar Küstenseeschwalben mit Sendern ausgestattet, um ihnen auf ihrem vermutlich letzten Vogelzug zu begleiten. Dazu heuert sie auf einem der letzten existierenden Fischerboote an und findet sich inmit... Wir befinden uns in einer Welt in der Zukunft, in der das Artensterben weit vorangeschritten ist. Die Ornithologin Franny hat ein paar Küstenseeschwalben mit Sendern ausgestattet, um ihnen auf ihrem vermutlich letzten Vogelzug zu begleiten. Dazu heuert sie auf einem der letzten existierenden Fischerboote an und findet sich inmitten einer exzentrischen Crew wieder, der Gewalt des Meeres ausgeliefert, nur mit den Vögeln als Kompass, und gerät schließlich selbst in Lebensgefahr. Der Debütroman "Zugvögel" von Charlotte McConaghy ist eine DYstopie, die mich auf besondere Weise berührt hat. Zugegeben: Anfangs wurde ich nicht mit dem Buch warm, konnte keinerlei Zugang zu der merkwürdigen Franny finden und hielt mich nur anhand des wundervollen Schreibstils bei der Stange. Doch mit Fortschreiten der Geschichte wurde ich immer tiefer hineingesogen in die Welt und vor allem die Gefühle der Ornithologin. Erst nach und nach wird die Erzählsituation deutlich und die Handlung springt zwischen verschiedenen Zeiten hin und her, so dass der Leser hier gefordert ist. Obgleich von Beginn an klar ist, dass etwas Schlimmes mit Franny passieren wird ("Wenn ich in der Antarktis angekommen bin und meine Wanderung beendet ist, dann werde ich sterben"), ohne dass dem Leser die Hintergründe dazu klar sind, besteht nur sehr wenig Spannung; die Erzählung fließt leise vor sich hin. Dabei gibt es allerdings schon immer wieder Aufregungen und einzelne Zeitabschnitte werden geschickt miteinander verwoben - bis hin zu einer völlig überraschenden Wendung am Ende. Wirklich besonders ist in diesem Debütroman der Schreibstil. Trotz meiner anfänglichen Distanz gelang es McConaghy, mich tief zu berühren und viele Sätze habe ich allein wegen ihrer Schönheit und Ausdrucksstärke mehrfach gelesen! Die Poesie der Sprache wird dabei jedoch niemals kitschig oder gleitet ins Melodramatische ab, was für mich ganz große Erzählkunst ist. Die Figuren sind ausnahmslos ungewöhnliche, wenn nicht gar exzentrische Persönlichkeiten, die allesamt Sonderlinge, die nicht in die Welt passen. Dabei sind sie genau gezeichnet und scheinen mit einer besonderen Liebe der Autorin versehen zu sein und werden so auch immer liebenswerter. Insbesondere die Hauptfigur ist extrem schwierig und kompliziert in ihrem Dasein, das von zahlreichen Verlusten und Ängsten getragen ist, dabei jedoch immer sehr authentisch und mehrdimensional. Lange Zeit hatte ich Probleme mit ihr, da sie mir absolut unsympathisch war und ihre Mission mir unverständlich. Die Dystopie entwickelt sich dann immer mehr zu einer besonderen Liebesgeschichte, die sich ebenfalls vom Gewöhnlichen abhebt und einen neuen Weg geht. Und hier beginnt auch langsam das Verständnis für Franny und ihre Eigenarten, die auf anrührende Weise ans Herz gehen. Doch auch das Artensterben, die Zerstörung der Natur durch die Menschen und die Umweltprobleme und der Klimawandel werden mehr wie deutlich, ohne mit dem erhobenen Zeigefinger dargestellt zu werden, was sie ungleich einprägsamer macht. Ich bin froh, dass ich das Buch nicht zur Seite gelegt habe und vergebe für die berührende, poetische Geschichte der Zugvögel und der Ornithologin Franny vier Sterne. Ein absolut lesenswertes Buch, das den Leser allerdings herausfordert.


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