Sterben im Sommer

Zsuzsa Bánk

(30)
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Beschreibung

Seinen letzten Sommer verbringt der Vater am Balaton, in Ungarn, der alten Heimat. Noch einmal sitzt er in seinem Paradiesgarten vor dem Sommerhaus, noch einmal steigt er zum Schwimmen in den See. Aber die Rückreise erfolgt im Rettungshubschrauber und Krankenwagen, das Ziel eine Klinik in Frankfurt am Main, wo nichts mehr gegen den Krebs unternommen werden kann. Es ist der heiße Sommer des Jahres 2018, und die Tochter setzt sich ans Krankenbett. Mit Dankbarkeit erinnert sie sich an die gemeinsamen Jahre, mit Verzweiflung denkt sie an das Kommende. Sie registriert, was verloren geht und was gerettet werden kann, was zu tun und was zu schaffen ist. Wie verändert sich jetzt das Gefüge der Familie, und wie verändert sie sich selbst? Was geschieht mit uns im Jahr des Abschieds und was im Jahr danach? In »Sterben im Sommer« erzählt Zsuzsa Bánk davon.

Zsuzsa Bánk, geboren 1965, arbeitete als Buchhändlerin und studierte anschließend in Mainz und Washington Publizistik, Politikwissenschaft und Literatur. Heute lebt sie als Autorin mit ihrem Mann und zwei Kindern in Frankfurt am Main. Für ihren ersten Roman »Der Schwimmer« wurde sie mit dem aspekte-Literaturpreis, dem Deutschen Bücherpreis, dem Jürgen-Ponto-Preis, dem Mara-Cassens-Preis sowie dem Adelbert-von-Chamisso-Preis ausgezeichnet. Für »Unter Hunden« aus ihrem Erzählungsband »Heißester Sommer« erhielt sie den Bettina-von-Arnim-Preis. Auch ihre Romane »Die hellen Tage« und »Schlafen werden wir später« wurden große Erfolge. Zuletzt erschien »Sterben im Sommer«.

Literaturpreise:

Open Mike-Preis 2000
Jürgen-Ponto-Preis 2002
aspekte-Literaturpreis 2002
Deutscher Bücherpreis 2003
Mara Cassens Preis 2003
Bettina-von-Arnim-Preis 2003
Adelbert-von-Chamisso-Preis der Robert Bosch Stiftung 2004

Produktdetails

Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Family Sharing Ja i
Text-to-Speech Nein i
Seitenzahl 240 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 09.09.2020
Sprache Deutsch
EAN 9783104912516
Verlag Fischer E-Books
Dateigröße 1039 KB
Verkaufsrang 7647

Kundenbewertungen

Durchschnitt
30 Bewertungen
Übersicht
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6
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0
0

Intensiv
von einer Kundin/einem Kunden am 17.10.2020
Bewertet: Medium: Hörbuch (CD)

Ein persönlicheres Buch als dieses zu schreiben, dürfte schwierig sein. In „Sterben im Sommer“ erzählt die Autorin Zsuzsa Bánk vom Tod ihres Vaters, der während eines Sommers in der alten Heimat Ungarn erneut an Krebs erkrankt und schließlich einen monatelangen Prozess des Sterbens entgegensieht. Es ist ein schwieriges, emotiona... Ein persönlicheres Buch als dieses zu schreiben, dürfte schwierig sein. In „Sterben im Sommer“ erzählt die Autorin Zsuzsa Bánk vom Tod ihres Vaters, der während eines Sommers in der alten Heimat Ungarn erneut an Krebs erkrankt und schließlich einen monatelangen Prozess des Sterbens entgegensieht. Es ist ein schwieriges, emotionales und drückendes Thema. Indem die Autorin als Tochter vom Sterben erzählt, nimmt das Buch eine interessante Perspektive ein. Häufig geht es in Geschichten um den Protagonisten, der dem Tod entgegensieht, dagegen kämpft und sich damit abfinden muss. Hier wird jedoch beschrieben, wie sich der Tod für eine Angehörige anfühlt, für diejenigen, die hilflos danebensitzen und zuschauen müssen, die sich darauf einstellen müssen ohne einen geliebten Menschen weiterzuleben und schließlich zurückbleiben mit ihrer Trauer. Bánk schafft es sehr gut ihre Gefühle und Gedanken begreiflich zu machen. Sie findet Vergleiche, erzählt einmal viele Monate im wenigen Sätzen und dann wieder einzelne Momente bis ins kleinste Detail. So bekommt man ein Gefühl davon, wie die Trostlosigkeit mit einer großen Welle über der Autorin zusammenbricht und sie sich gleichzeitig an einzelnen besonderen Erinnerungen festklammert. Wiederholungen geben allem eine drängende Intensität, gleichzeitig reißt es mich etwas aus der Erzählung heraus. In einer so authentischen und persönlichen Geschichte wirken sie zu gewollt und gekünstelt. Eine Herausforderung für mich war auch die Langsamkeit. Die Handlung schleicht voran, hängt sich immer wieder an einem Aspekt, einer Idee, einem Gedanken auf, braucht lange, um einen Punkt abzuschließen. Für mich war das eine Geduldsprobe. Ich wollte schneller vorankommen, kam mir aber unsensibel vor das von der trauernden Autorin zu verlangen. Gleichzeitig hat auch dieses langsame Tempo wieder für eine besondere Intensität gesorgt. Ich konnte nicht einfach über die Eindrücke der Autorin hinweg huschen, musste sie mir anhören und sie nachempfinden. Ich wurde gezwungen mich ihren Emotionen zu stellen und konnte ihre Trauer so besser nachvollziehen. Wobei mir im Buch immer etwas fehlte: der Vater. Das ganze Buch über erzählt die Autorin von sich, ihren Gefühlen, ihren Erinnerungen. Den Vater lerne ich nie kennen. Er kommt kein einziges Mal zu Wort, bleibt für mich immer ein verschwommener Schatten im Hintergrund. Das hält ihn für mich auf Distanz und lässt ihn für mich zu keiner Person werden, um die ich selbst trauern kann. Trotzdem erlaubt die Geschichte mir Parallelen zu ziehen und wird so sehr emotional.

bewegend und ergreifend
von Claudia R. aus Berlin am 14.10.2020
Bewertet: Medium: Hörbuch (CD)

Klappentext: Zsuzsa Bánk erzählt vom Sterben ihres Vaters. Noch einmal verbringt er den Sommer am Balaton, in der alten Heimat Ungarn, noch einmal steigt er in den See. Aber die Rückreise führt in ein deutsches Krankenhaus, und die Tochter nimmt an seinem Bett Platz. Was geschieht mit uns, wenn ein geliebter Mensch stirbt? Wa... Klappentext: Zsuzsa Bánk erzählt vom Sterben ihres Vaters. Noch einmal verbringt er den Sommer am Balaton, in der alten Heimat Ungarn, noch einmal steigt er in den See. Aber die Rückreise führt in ein deutsches Krankenhaus, und die Tochter nimmt an seinem Bett Platz. Was geschieht mit uns, wenn ein geliebter Mensch stirbt? Was geschieht mit uns im Jahr des Abschieds und was im Jahr danach? Cover: Das Cover ist recht einfach gehalten und sagt doch sehr viel damit aus. In blau-grünlichen Nuancen sieht man einen See mit einem kleinen Schiff darauf. Das alles scheint ein wenig vernebelt und unklar, deutlich erkennbar ist einzig der Titel und macht so auf sich aufmerksam. Meinung: Ruhig, emotional und vielschichtig wird hier das Sterbenden vielen Seiten beleuchtet und erzählt. Die Autorin erlebt den letzen Sommer mit ihren Vater, welcher schwer erkrankt, am Balaton. Sie schwelgen in Erinnerungen und so wird aus dem zu Beginn anmutenden Roman eher eine autobiographische Erzählung. Man erfährt sehr viel über die Familie der Autorin und auch ihr, sowie über die Zeit davor und danach. Der Tod und dessen Verarbeitung nimmt hier eine große Rolle ein und wird sehr gut beschrieben und wiedergeben, was es mit einem Menschen und den Hinterbliebenen macht. Gedankengänge, denen zu folgen sehr emotional und rührend ist. Der Erzählstil ist angenehm und lässt den Hörer direkt Teilhaben am Sterbeprozess, sowie dessen Begleitung davor und danach. Berührend und Emotional nimmt man hier an allen Ereignissen teil. Die Sprecherstimme wirkt zu Beginn sehr kühl und abgeklärt, fast schon etwas kalt und distanziert. Jedoch passt dies recht gut zu diesem Thema, was einem aber erst nach und nach bewusst wird. Zu Beginn war dies eher irritierend und so brauchte ich eine Weile, um mit der Sprecherstimme warm zu werden. Die Erzählweise hat mir sehr gut gefallen und teils auch nachdenklich gestimmt. Eine sehr intime und persönliche Erfahrung so zu teilen, ist schon etwas sehr besonderes und gewagtes und der Autorin sehr gut gelungen. Ergriffen und berührt folgt man der Geschichte der Autorin und den Tod ihres Vaters und wird von dieser emotional nachdenklich gestimmt. Eine sehr bewegende Geschichte, die hier gut umgesetzt wurde. Fazit: Eine bewegende und ergreifende Geschichte der den Tod ihres Vaters und den letzen Sommer am Balaton.

Die Begleitung des Sterbens
von einer Kundin/einem Kunden aus Birkenfeld am 12.10.2020
Bewertet: Medium: Hörbuch (CD)

"Sterben im Sommer" ist von Zsuzsa Bánk geschrieben worden und am 15.September 2020 als Hörbuch im Audiobuch-Verlag erschienen. Schlicht in Blautönen gehalten ist das Cover, welches durch das Motiv eines stillen Sees mit einem vereinzelten Boot im Mittelpunkt eine ruhige Wirkung ausstrahlt. Was zunächst als Roman erschein... "Sterben im Sommer" ist von Zsuzsa Bánk geschrieben worden und am 15.September 2020 als Hörbuch im Audiobuch-Verlag erschienen. Schlicht in Blautönen gehalten ist das Cover, welches durch das Motiv eines stillen Sees mit einem vereinzelten Boot im Mittelpunkt eine ruhige Wirkung ausstrahlt. Was zunächst als Roman erscheint, ist im engeren Sinne eher ein autobiographischer Erfahrungsbericht der Autorin. Im Mittelpunkt der Geschichte steht ihr eigener unheilbar an Krebs erkrankte Vater. Den letzten Sommer will man gemeinsam als Familie in Ungarn am Balaton verbringen. Jedoch kommt es anders als geplant: Der Vater bekommt hohes Fieber, muss ins Krankenhaus, es geht ihm immer schlechter. So wird aus den gemeinsam erhofften schönen Sommerstunden eine Odyssee durch Krankenhäuser. Bei der Rückkehr nach Deutschland erhofft man sich Heilung/Genesung durch die besseren medizinischen Versorgungen. Doch vergebens: Der Vater stirbt. Die Autorin berichtet von den letzten Stunden an seinem Bett, dem stillen Sterbeprozess. Nach dem Tod ist trotz allem noch nicht alles zu Ende: Angefangen beim Aussuchen des Sargs, über das des Grabes oder auch die Organisation der Trauerfeier, bis hin zum Regeln des Nachlasses. Die emotionale Wirkung dieses Erfahrungsberichts von Zsuzsa Bánk wird durch die monotone Stimme der Sprecherin Lisa Wagner verstärkt. Zunächst wirkt diese kalt, fast distanziert, wird jedoch mit dem Laufe der Geschichte immer passender. Der Erzähl- und Schreibstil der Autorin lässt direkt am Prozess der Sterbebegleitung teilhaben. Wie ist es, wenn der Vater stirbt? Gefühvoll, nüchtern berichtet Bánk von gemeinsamen letzten Stunden, schwelgt in Erinnerungen auch aus der Kindheit. Tief berührend und bewegend ist es daran teil zu haben, mitunter auch sehr persönlich, geht es schließlich um die eigene Familie der Autorin. Definitiv fünf Sterne und eine klare Empfehlung!

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