Malé

Roman

Roman Ehrlich

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Beschreibung

Alle Versuche, die Malediven vor dem steigenden Meeresspiegel zu retten, sind gescheitert, Pauschaltouristen haben sich neue Ziele gesucht, und der Großteil der Bevölkerung musste die Inseln verlassen. Gleichzeitig ist die heruntergekommene Hauptstadt Malé zum Ziel all jener geworden, die nach einer Alternative zum Leben in den gentrifizierten Städten des Westens suchen. Und so wird die Insel für die kurze Zeit bis zu ihrem Untergang zur Projektionsfläche für Aussteigerinnen, Abenteurer und Utopistinnen, zu einem Ort zwischen Euphorie und Albtraum, in dem neue Formen der Solidarität erprobt werden und Menschen unauffindbar verschwinden. Mit »Malé« fängt Roman Ehrlich die komplexe Stimmungslage unserer Zeit ein und verwebt die Geschichten rund um die Sehnsüchte und das Scheitern seiner Figuren zu einem Abbild all der Widersprüche, die das Leben zu Beginn des 21. Jahrhunderts ausmachen.

›Malé‹ ist ein grosser Bilderbogen. Ein Literatur gewordener Ort, der von der Überflüssigkeit der Existenz erzählt, indem er selbst alles verflüssigt.

Roman Ehrlich, geboren 1983 in Aichach, aufgewachsen in Neuburg an der Donau, studierte am Deutschen Literaturinstitut Leipzig und an der Freien Universität Berlin. Bislang sind von ihm die Bücher ›Das kalte Jahr‹ (2013), ›Urwaldgäste‹ (2014), ›Das Theater des Krieges‹ (2017, mit Michael Disqué) und ›Die fürchterlichen Tage des schrecklichen Grauens‹ (2017) erschienen. Literaturpreise:Bremer Literaturpreis (Förderpreis) 2014Robert Walser-Preis 2014Ernst Toller-Preis 2016Alfred Döblin-Medaille 2017

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 288
Erscheinungsdatum 09.09.2020
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-10-397221-4
Verlag S. Fischer Verlag
Maße (L/B/H) 21,1/12,8/3,5 cm
Gewicht 404 g
Auflage 1. Auflage
Verkaufsrang 55350

Kundenbewertungen

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ausgeklügelte Sprachbilder
von einer Kundin/einem Kunden am 09.09.2020

Roman Ehrlich siedelt seinen Roman auf den Malediven an und arbeitet mit ausgeklügelt erstellten Sprachbildern. Zu seinen Figuren hält er eine gewisse Distanz. So heißt es immer “der verzweifelte Vater, “der übergewichtige Schriftsteller” usw. Als Charakterisierung wirkt das einschränkend. Der Vater der Schauspielerin Mona ... Roman Ehrlich siedelt seinen Roman auf den Malediven an und arbeitet mit ausgeklügelt erstellten Sprachbildern. Zu seinen Figuren hält er eine gewisse Distanz. So heißt es immer “der verzweifelte Vater, “der übergewichtige Schriftsteller” usw. Als Charakterisierung wirkt das einschränkend. Der Vater der Schauspielerin Mona bauch kommt nach Malé, um den Suizid seiner Tochter dort zu verstehen. Sie lebte zusammen mit einem Lyriker, der verschwunden ist. In verschiedenen Gesprächen versucht der Vater den Vorgängen auf die Spur zu kommen. Außerdem gibt es eine Droge auf der Insel, um der sich verschiedene Interessengruppen auseinandersetzen. Als Leser bleibe ich ratlos! Es ist aber ein Text, der sich lohnt, darüber nachzudenken.

Postapokalyptische Szenerie
von buechertraumzeiten aus Aachen am 09.09.2020

Malé wird von Roman Ehrlich als eine Art Zufluchtsort für diverse Aussteiger beschrieben. Die Landschaft dort ist eine postapokalyptische Ruinenlandschaft und hat rein gar nichts mit dem Malé beziehungsweise den Malediven zu tun, wie wir sie heute kennen. Malé wird von einer Miliz kontrolliert, gegen welche sich die Bewohner nic... Malé wird von Roman Ehrlich als eine Art Zufluchtsort für diverse Aussteiger beschrieben. Die Landschaft dort ist eine postapokalyptische Ruinenlandschaft und hat rein gar nichts mit dem Malé beziehungsweise den Malediven zu tun, wie wir sie heute kennen. Malé wird von einer Miliz kontrolliert, gegen welche sich die Bewohner nicht wehren können. Im Laufe der Geschichte lernt der Leser diverse Figuren kennen, wie unter anderem Elmar Bauch, der in die Stadt kommt, um mit dem Tod seiner Tochter Mona Frieden zu finden, obwohl dieser für ihn bis dato unwirklich scheint. Eine andere interessante Figur ist die Niederländerin Hedi, welche über die Zukunft der Menschen auf einer vermüllten Insel und zugleich einem vermüllten Meer nachdenkt. Es werden außerdem Parallelen zu der Situation 1989 in Berlin gezogen, als dort auch eine Art von Insel geherrscht hat, auf welcher diverse Zuwanderer ihren Platz fanden und in Konflikt mit den „Ureinwohnern“ der Stadt standen. Für mich war es sehr schwer in den Roman rein zu finden und auch im Laufe der Geschichte konnte ich keine wirklich enge Beziehung zu den Charakteren oder dem Setting herstellen. Dies mag vielleicht auch an der Erzählweise liegen, welche auf mich sehr geschwollen wirkte. Alles zusammen betrachtet kann ich dem Roman leider nicht viel mehr als 2/5 Sternen geben.


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