Der Angstmann

Kriminalroman

dtv großdruck Band 1

Frank Goldammer

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Beschreibung


Der SPIEGEL-Bestseller jetzt in großer Schrift

Dresden 1944: Mitten im Kriegsgeschehen wird die grausam zugerichtete Leiche einer Krankenschwester gefunden. Das war der »Angstmann«, munkelt man. Kriminalinspektor Heller hat bei der Suche nach dem Täter mit dem Kriegschaos zu kämpfen – aber auch mit seinem linientreuen Vorgesetzten.

Frank Goldammer wurde 1975 in Dresden geboren und ist gelernter Maler- und Lackierermeister. Neben seinem Beruf begann er mit Anfang zwanzig zu schreiben, verlegte seine ersten Romane im Eigenverlag. Mit ›Der Angstmann‹, Band 1 der Krimiserie mit Max Heller, gelangte er sofort auf die Bestsellerlisten. Er ist alleinerziehender Vater von Zwillingen und lebt mit seiner Familie in seiner Heimatstadt.

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 416
Erscheinungsdatum 18.12.2020
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-423-25435-9
Verlag dtv
Maße (L/B) 19,1/13,6 cm
Verkaufsrang 54583

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Grausame Morde und ein schrecklicher Krieg
von Michèle Schmidt aus Duisburg am 30.01.2019
Bewertet: Format: eBook (ePUB)

Spannender und verwirrender Krimi während der letzten Tages des 2. Weltkriegs. Inhalt: Kommissar Max Heller ermittelt in einer Extremsituation. Ende 1944 zeichnet sich ab, dass der Krieg nicht zu gewinnen ist. Doch die sogenannten Herrenmenschen sind noch an der Macht. Und so muss Heller bei seinen Ermittlungen sehr vorsicht... Spannender und verwirrender Krimi während der letzten Tages des 2. Weltkriegs. Inhalt: Kommissar Max Heller ermittelt in einer Extremsituation. Ende 1944 zeichnet sich ab, dass der Krieg nicht zu gewinnen ist. Doch die sogenannten Herrenmenschen sind noch an der Macht. Und so muss Heller bei seinen Ermittlungen sehr vorsichtig sein. Ein Denunziant könnte überall lauern. Dass sein Vorgesetzter unbedingt eine bestimmte Lösung des Falls haben möchte, macht es auch nicht leichter. Erst ein zweiter Mord führt dazu, dass zumindest weiter nach dem Täter gesucht werden kann... Meinung: (kleiner Spoiler) In einer Zeit in der Leid und Tod an der Tagesordnung sind erscheint ein Mord schon fast belanglos. Nicht aber für Max Heller, Kriminalinspektor in Dresden. Er ermittelt in seinem Fall so gewissenhaft, wie er es auch ohne die Wirren des Kriegs tun würde. Frank Goldammer erschafft ein bedrückendes und düsteres Setting für seinen Kriminalisten, das den Leser ab der ersten Seite packt und nicht mehr los lässt. Ich konnte die Angst und Unsicherheit der Menschen fast körperlich spüren. Die Schauplätze sind detailreich beschreiben und lassen das Ende des 2. Weltkrieges bildhaft wieder auferstehen. Max Heller ist ein eher unauffälliger Charakter. Er geht gewissenhaft seiner Arbeit nach, ist ein liebender Ehemann und Vater. Bemerkenswert ist allerdings, dass er sich trotz aller Gefahren und Hindernisse nicht den NS-Organen angeschlossen hat, sondern seinen Prinzipien treu geblieben ist. Das macht seine Arbeit weder während der letzten Kriegstage, noch danach besonders einfach. Während man ihn bei seinen Ermittlungen begleitet, erlebt man hautnah was es bedeutet von jedermann verdächtigt und misstrauisch beäugt zu werden. Besonders beeindruckt hat mich eine Stelle gegen Ende des Buches, in der Heller gefragt wird, wer er ist, ein Nazi, ein Bolschewist oder gar ein Überläufer. Er antwortet darauf vollkommen überzeugt er sein Max Heller. Der Schreibstil von Frank Goldammer passt perfekt zu seinem Setting. Die Figuren sprechen wie es damals üblich war, moderne Wörter oder Redewendungen gibt es nicht. Auch die Beschreibungen von Orten, Kleidung und Fahrzeugen machen einen sehr akkuraten und passenden Eindruck. Insgesamt lässt sich das Buch sehr flüssig lesen. Da aber die Auseinandersetzungen mit den Repressalien der Nazis und auch der Sowjetsoldaten immer wieder eine größere Rolle spielen, gerät die Ermittlung in den Morden immer wieder in den Hintergrund. Das Buch ist allerdings atmosphärisch so dicht geschrieben, dass ich darüber gerne hinweg sehen kann. Fazit: Mit "Der Angstmann" bekommen wir nicht einfach nur einen Krimi zu lesen, der in einem kriegsgebeutelten Deutschland spielt. Wir bekommen ein umfassendes Portrait von Dresden und seinen Bewohnern um 1945. Die Krimi-Handlung zeigt uns zusätzlich, dass auch in Zeiten der Not das Böse nicht nur ein Gesicht hat. Ich konnte mich sehr gut mit dem Protagonisten identifizieren und war von der Atmosphäre des Buches vollkommen gefesselt. Ein großartiges Buch.

Die Angst geht um
von Tina Bauer aus Essingen am 31.12.2018
Bewertet: Medium: Hörbuch-Download

Dresden 1944. Das Kriegsende steht kurz bevor. Max Heller hat einen neuen Fall. Ein Frauenmörder geht um. Er mordet nicht nur, er richtet die Leichen übel zu, häutet sie und entnimmt ihnen diverse Körperteile. Während Max ermittelt und sein bestmöglichstes in der immer wieder bombardierten Stadt gibt, kommt er nur mühsam unt... Dresden 1944. Das Kriegsende steht kurz bevor. Max Heller hat einen neuen Fall. Ein Frauenmörder geht um. Er mordet nicht nur, er richtet die Leichen übel zu, häutet sie und entnimmt ihnen diverse Körperteile. Während Max ermittelt und sein bestmöglichstes in der immer wieder bombardierten Stadt gibt, kommt er nur mühsam unter diesen besonderen Umständen voran. Als sein Vorgesetzter Klepp, ein Paradebeispiel eines Nazis ihn anderen Aufgaben zuteilt, kann er es nicht lassen und bringt sich und seine Frau Karin damit in zusätzliche Gefahr. Doch Max lässt sich so leicht nicht einschüchtern, er weiß, dass er auf der richtigen Spur ist. Als dann aber die Russen Dresden erobern wendet sich das Blatt und die Angst wie auch der Mörder gehen um. Unterstützung erhält er ausgerechnet von einem Russen, der seinen ganz persönlichen Plan zu verfolgen scheint. Das ungleiche Paar muss feststellen, dass Werte für jeden Menschen eine ganz andere Bedeutung haben und dass man nur mit gemeinsamer Stärke vorankommt. Frank Goldammer hat mit seinem Angstmann einen beeindruckenden Thriller geschaffen, bei dem es einem als Leser im wahrsten Sinne des Wortes „Haut und Haare“ sträubt. Gekonnt ermittelt Max Heller und bleibt sich und seinen Werten als Mensch trotz dieser widrigen Umstände treu. Gelesen von Heikko Deutschmann kann man das Elend, das Leid und den Kriegsfrust der damaligen Zeit nochmal ganz anders wahrnehmen. Deutschmanns Stimme verleiht Max Heller diesen Drang zu Mut und Wahrheit.

Einfach nur gut
von Literaturlounge eu aus Gießen am 10.12.2018
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Man stelle sich einfach mal vor, es ist 1944 in Dresden. Die Ostfront und Westfront sind am bröckeln oder schon zusammengebrochen. Die Amerikaner und Engländer bombardieren zunehmend auch Dresden. Die Polizei wird immer weniger, da die Männer an der Front gebraucht werden, weil die Russen ständig näher kommen. Das alleine ist ja... Man stelle sich einfach mal vor, es ist 1944 in Dresden. Die Ostfront und Westfront sind am bröckeln oder schon zusammengebrochen. Die Amerikaner und Engländer bombardieren zunehmend auch Dresden. Die Polizei wird immer weniger, da die Männer an der Front gebraucht werden, weil die Russen ständig näher kommen. Das alleine ist ja bereits eine Geschichte wert, aber dies gibt es ja schon etliche Male. Hier liefert die Historie einen bewegenden Hintergrund für den Kriminalinspektor Max Heller. Ein Mann, der schon 1915 einen Krieg miterlebt hat und dort in einem Schützengraben lag. Der dabei eine Kriegsverletzung erlitten hat und deswegen nun nicht eingezogen wird, der aber auch immer wieder an den Schützengraben denkt und an das Gas, welches über den Schützengraben hinwegwehte und auch eindrang. Dies passiert aber immer wieder in kleinen Dosen. Es ist also nicht gerade so, dass man sagt: Oh Gott, schon wieder ein Kriminalinspektor, der einen Schaden hat. Max Heller ist eher ein Kriminalinspektor mit einem übersteigerten Gerechtigkeitsempfinden, der nicht in die NSDAP, SS oder SA eingetreten ist, sondern der versucht sich so im nationalsozialistischen Deutschland durchzuschlagen. Ihm gegenüber steht sein Vorgesetzter Rudolf Klepp. Einer, der noch immer an den „Endsieg“ glaubt, und dann doch in der Bombennacht am 13. Februar 1945 verschwindet. Genau während dieser Zeit macht der Angstmann die Straßen Dresdens unsicher. Als wäre der Krieg nicht schon schlimm genug! Dieser Angstmann gibt komische Laute von sich und er häutet die Frauen so, dass sie dabei noch am Leben sind. So etwas spricht sich natürlich sehr schnell in der Stadt rum und verbreitet zusätzlich zu den ständigen Bombenangriffen noch mehr Angst. Nach der Bombennacht vom 13. Februar 1945 ist erstmal Ruhe und man hat das Gefühl derjenige, der diese Morde begangen hat, ist in dieser Nacht von den Bomben erwischt worden. Aber zum Kriegsende hin fängt es wieder an und es kommen weitere Morde hinzu. Es ist ein Krimi, der einen mitreißt, man bekommt unweigerlich ein Gefühl für das Leben in Dresden in der Zeit von Dezember 1944 – Mai 1945. Man riecht teilweise die Bomben, das Feuer und spürt die Angst und die Probleme, welche es in Dresden zu dieser Zeit gegeben hat. Dies ist wesentlich eindringender, als wenn man sich eine Dokumentation im Fernsehe ansieht. Das was Herr Goldammer in diesem Buch in mir hervorgerufen hat, ist eigentlich nicht fassbar. Er schafft es, dass die Angst vor den Bomben greifbar ist, es ist auch so, dass man versteht warum der Angstmann Dresden in Atem hält, auch wenn man eigentlich andere Sorgen hat. Es ist aber auch eine Geschichte um einen Polizisten, der sich in meinen Augen nicht verbiegen lässt - weder von den Nazis noch von den Russen. Er bleibt seinem Empfinden und seiner Richtung treu. Er versucht aus dem Mangel, der auch bei der Polizei herrschte, das Beste zu machen, pflegt seine Freundschaften und passt auf die Menschen auf, die ihm umgeben, soweit er es kann. Sicher er ist nicht perfekt. Wer ist das schon? Er hat seine Ängste und die kommen immer wieder zu Tage, genauso wie er lieber einmal wegsieht, da er weiß, dass es ansonsten für ihn zu gefährlich wird. Aber gerade dies macht diesen Krimi so lesenswert, da man immer wieder das Gefühl hat, das ist so ein normaler Mensch - kein Supermann, aber auch keiner, der sich verbiegen lässt. Die einzige Frage, welche ich mir nun schon seit Stunden stelle, ist: Wie will der Autor diese Figur weiter auf Verbrecherjagd gehen lassen. Wie will der Autor die Latte, welche er da gesetzt hat noch mal mit dem gleichen Kriminalinspektor überspringen? Ich bin gespannt, darf aber jedem, der Geschichte und einen Menschen mit Ecken und Kanten mag, diesen Kriminalinspektor ans Herz legen. Ich hoffe und denke, dass es noch einige Krimis mit Max Heller geben wird, aber ich weiß nicht, wie Frank Goldammer dies noch mal Toppen will.


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