Auf der Straße gilt unser Gesetz

Arabische Clans - Ein Insider erzählt seine Geschichte

Khalil O., Christine Kensche

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Beschreibung

Spektakuläre Raubüberfälle, Morddrohungen, Schießereien, Schutzgelderpressung, Drogenkriminalität: Mit Khalil O. erklärt erstmals ein Insider, was wirklich hinter den Schlagzeilen über arabische Clans steckt. Khalil stammt aus einem polizeibekannten Clan in Berlin und öffnet eine Tür in eine verschlossene Welt, die nach ganz eigenen Gesetzen funktioniert. Er erzählt von Gewalt, arrangierten Ehen und Blutrache, von Familiengeschäften wie Drogenschmuggel und Raubzügen. Gleichzeitig bricht er den Mafia-Mythos vom Paten, der alle regiert, indem er die Strukturen erklärt, in denen die Clans funktionieren: Es geht um die Familie, und zwar die echte. Ein SEK-Einsatz mitten in der Nacht in seiner Wohnung bringt Khalil schließlich zum Umdenken. Heute arbeitet er als Sozialarbeiter und betreut jugendliche Intensivtäter. Khalil gibt dieser Parallelgesellschaft eine Stimme, und er plädiert für ein hartes Durchgreifen seitens des deutschen Staats - andernfalls werde sich nichts ändern.

Khalil O. stammt aus einem polizeibekannten Clan in Berlin. Seine Eltern kamen aus dem Libanon, er wurde in Deutschland geboren. In seiner Jugend hat er geprügelt, gestohlen und im großen Stil gedealt. Bei den meisten Verbrechen wurde er nicht erwischt. Als Zweifel in ihm wachsen, entschließt er sich, ein neues Leben zu beginnen: Er holt die Schule nach, legt das Abitur ab und studiert. Heute arbeitet er als Sozialarbeiter und betreut kriminelle Jugendliche.

Produktdetails

Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Family Sharing Ja i
Text-to-Speech Nein i
Seitenzahl 304 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 14.09.2020
Sprache Deutsch
EAN 9783641257286
Verlag Random House ebook
Dateigröße 899 KB
Verkaufsrang 3291

Kundenbewertungen

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Rezension zu "Auf der Straße gilt unser Gesetz"
von Zsadista am 17.10.2020
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

„Auf der Straße gilt unser Gesetz“ ist ein Buch von Khalil O. und Christine Kensche. Khalil O. erzählt seine Geschichte, ungeschönt und gerade heraus. Er erzählt über seine Familie, beginnend von seinen Großeltern bis hin zum jetzigen Zeitpunkt. Es fängt an mit zwei Dörfern und Familien im Streit. Die Story erzählt den W... „Auf der Straße gilt unser Gesetz“ ist ein Buch von Khalil O. und Christine Kensche. Khalil O. erzählt seine Geschichte, ungeschönt und gerade heraus. Er erzählt über seine Familie, beginnend von seinen Großeltern bis hin zum jetzigen Zeitpunkt. Es fängt an mit zwei Dörfern und Familien im Streit. Die Story erzählt den Weg bis zur Ankunft in Berlin. Hier wird die Geschichte dann zu Khalils Geschichte. Es ist faszinierend und zugleich absolut erschreckend, was man so erfährt. Natürlich sind auch hier nur wenige der Großfamilien kriminell, doch gerade die Kriminellen schlagen hier mächtig ein. Khalil erzählt seine Geschichte aus Berlin. Seine enge Familie wohnt in Berlin. Doch das Ausmaß der ganzen Sache kam mir dann auf Seite 176 entgegen, als ich las, dass ein Onkel von ihm in Saarbrücken wohnt. Selbst hier im tiefsten Saarland findet man Verwandte aus diesem Clan. Da merkt man erst einmal, was hier für ein Netzwerk am Laufen ist. Khalil selbst hat vor 15 Jahren den Knacks bekommen und hat sein Leben grundliegend geändert. Er arbeitet jetzt mit straffälligen Jugendlichen und versucht sie, auf die richtige Bahn zu bringen. Die Problematik, die er beschreibt ist eigentlich schon bekannt. Ich zumindest habe schon mehrfach darüber diskutiert, dass es zum Beispiel besser ist, wenn muslimische Polizisten in kriminellen Fällen von Muslimen dazu gezogen werden würden. Weil diese Muslime deutsche Polizisten nicht wirklich akzeptieren. Ich finde es auch gut, dass Khalil Lösungsansätze für kriminelle Jugendliche gibt. Ich schätze, das würde auch gut funktionieren und einige wieder gerade biegen. Nur wird das in Deutschland niemals so gehandhabt werden, da bin ich mir sicher. Der Großteil der Gesellschaft ist viel zu verweichlicht, um solche Maßnahmen gut zu finden. Viele denken immer noch, gut zureden hilft. All jenen empfehle ich solche Bücher wie dieses hier. Ich fand das Buch richtig gut und konnte kaum aufhören zu Lesen. Sehr gut geschrieben, erzählt und nahe gebracht. Es ist nichts schwierig zu verstehen und alles gerade heraus. Ich muss sogar gestehen, dass es am Anfang schon auch etwas ironisch humorvoll ist. Ich kann das Buch wirklich empfehlen, vor allen Dingen bringt es einen ganzen Berg Stoff zum Nachdenken mit.

„Vom Saulus zum Paulus“
von gaby2707 aus München am 22.09.2020
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Khalil O. stammt aus einem polizeibekannten Clan in Berlin. In diesem Buch darf ich einen ganz seltenen Blick hinter die Kulissen einer arabischen Großfamilie und in sein Leben werfen. Gerichtsreporterin Christine Kensche hat diese Biografie nach sehr vielen privaten, sehr persönlichen und intensiven Gesprächen in diesem Buch zu... Khalil O. stammt aus einem polizeibekannten Clan in Berlin. In diesem Buch darf ich einen ganz seltenen Blick hinter die Kulissen einer arabischen Großfamilie und in sein Leben werfen. Gerichtsreporterin Christine Kensche hat diese Biografie nach sehr vielen privaten, sehr persönlichen und intensiven Gesprächen in diesem Buch zusammengefasst. Die Gedanken und Geschichten sind alle aus Khalils Perspektive in der Ich-Form geschrieben. Ich fühle mich so nah dran, bin sofort in der Geschichte drin und es ist schwer, mich dem Sog, die sie auf mich ausübt, zu entziehen. Khalil O. stammt ursprünglich aus dem Libanon und kam mit seinen Eltern nach Berlin, als dort schon sehr viele Verwandte seit Jahren lebten. Freunde brauchte er hier keine – er hatte ja seine vielen Cousins. Seinen ersten und einzigen Freund Birol außerhalb der Familie lernt er erst viel später kennen. Er schmeißt die Schule, kommt mit Diebstahl und Gras in Berührung, und „verdient“ richtig Geld. Seine Welt sind die dicken Autos, Geld, Schmuck und Nutten. Er heiratet seine Frau Marva, bekommt einen Sohn, aber seine „Geschäfte betreibt er weiter. Mit 21 wechselt er vom Gras zu Koks, er beginnt selbst zu konsumieren. Als ihm langsam die dunklen Seiten seiner Geschäfte klar werden, haben sich viele seiner Kunden bankrott gekokst. Sein schlechtes Gewissen meldet sich diesen Menschen gegenüber und als eines nachts das SEK seine Wohnung stürmt, reißt er das Steuer herum und steigt aus. Er macht einen kalten Entzug, hört auf mit lügen und betrügen, mit Drogen und Huren, holt die Schule nach, macht Abitur und studiert. Es ist so interessant zu lesen, wie sich langsam sein Horizont erweitert, wie er immer neugieriger wird. Heute ist er Sozialarbeiter, arbeitet als Anti-Gewalt-Trainer mit Intensivtätern und betreut junge Männer aus dem kriminellen Milieu, aus der sogenannten „Parallelgesellschaft“, um sie auf den richtigen Weg zu bringen. Ich durfte ihn ein Stück auf seinem Weg begleiten. Vieles von dem, was er getan hat, hat mich entsetzt, schockiert und verstört. Aber ich bewundere den Mann, der es geschafft hat, sich von seiner Großfamilie zu lösen, der deren Wertvorstellungen hinterfragt und der heute ein ganz normales bürgerliches Leben führt. Besonders interessant finde ich auch den Anhang, in dem ich von Christine Kensche ein Überblick über die Clan-Kriminalität in Deutschland bekomme. Ein absolut fesselndes, sehr interessantes Buch mit richtig gutem Unterhaltungswert, das ich allen empfehle, die wissen wollen, was hinter den Kulissen dieser Clans wirklich ab geht. Jetzt weiß ich auch, woher der Ausdruck „Gangster-Rapper“ kommt und was er bedeutet. Ein tolles Buch, das die volle Punktzahl von 5 Sternen absolut verdient hat.


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