Vom Ende des Gemeinwohls

Wie die Leistungsgesellschaft unsere Demokratien zerreißt

Michael J. Sandel

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Beschreibung

Die Demokratien stehen auf dem Prüfstand, wir sind Zeugen einer populistischen Revolte. Die Wahl Trumps, der Brexit, der Erfolg der AfD – das sind die wütenden Antworten auf die wachsende Ungleichheit in der Gesellschaft. Die großen Parteien müssen sich verändern und die Bürger ernst nehmen. Deren Protest richtet sich nicht nur gegen Einwanderung, Outsourcing oder sinkende Löhne – er wehrt sich gegen die Tyrannei der Leistungsgesellschaft, und diese Klage ist berechtigt. Denn das Versprechen, harte Arbeit führe zum Erfolg, wurde nicht eingelöst. Stattdessen ist unsere Gesellschaft gespalten in Gewinner und Verlierer, die keine Solidarität kennen. Michael Sandel fordert eine Politik des Gemeinwohls, die Gerechtigkeit und Wertschätzung als Grundlagen einer modernen Gesellschaft anerkennt.

Michael J. Sandel, geboren 1953, ist politischer Philosoph. Er studierte in Oxford und lehrt seit 1980 in Harvard. Seine Vorlesungsreihe über Gerechtigkeit begeisterte online Millionen von Zuschauern und machte ihn zum weltweit populärsten Moralphilosophen. »Was man für Geld nicht kaufen kann« wurde zum internationalen Bestseller. Seine Bücher beschäftigen sich mit Ethik, Gerechtigkeit, Demokratie und Kapitalismus und wurden in 27 Sprachen übersetzt..
Helmut Reuter, geboren 1946, arbeitet seit 1995 als freier Übersetzer aus dem Englischen und Französischen. Neben den Werken Michael J. Sandels hat er u.a. Bücher von John Hands, Lawrence M. Krauss oder Niall Ferguson übersetzt. Er lebt in der Nähe von München.

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 448
Erscheinungsdatum 23.09.2020
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-10-390000-2
Verlag S. Fischer Verlag
Maße (L/B/H) 21,5/13,5/3,4 cm
Gewicht 541 g
Originaltitel The Tyranny of Merit. What's Become of the Common Good?
Auflage 3. Auflage
Übersetzer Helmut Reuter
Verkaufsrang 1532

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Verdiente Meriten?
von S.A.W aus Salzburg am 20.09.2020

Sandel nimmt die Moral des Kapitalismus anhand seines zentralen Arguments auseinander: Wer sich anstrengt und etwas leistet, soll auch mehr verdienen. Daraus entsteht die Meritokratie, die die Welt in Reiche und Arme teilt und das meritokratische Denken, das jeder sein Schicksal verdient, weil ja alle die gleichen Chancen haben.... Sandel nimmt die Moral des Kapitalismus anhand seines zentralen Arguments auseinander: Wer sich anstrengt und etwas leistet, soll auch mehr verdienen. Daraus entsteht die Meritokratie, die die Welt in Reiche und Arme teilt und das meritokratische Denken, das jeder sein Schicksal verdient, weil ja alle die gleichen Chancen haben. Das ist allerdings in keiner Weise wahr, denn Chancen hängen von der sozialen Herkunft und von der Bildung ab, sowie vom Talent, das einem mit in die Wiege gegeben ist. In den USA hat nur Chancen, wer eine Elite-Uni absolviert hat und in die kommen meist nicht die Fähigsten, sondern die mit den reichsten Eltern. Die Meritokratie ist somit ein großer Schwindel zur Vertuschung der Ungleichheit, die sozial verursacht ist. Selbst wenn es bei den Meriten gerecht zuginge, was definitiv nicht der Fall ist, wäre dieses Denken immer noch Gift für das Gemeinwohl und den sozialen Zusammenhalt. Denn wer weniger klug und leistungsfähig ist, wird nicht nur sozial benachteiligt, sondern auch gedemütigt. Die reichen Leistungsträger sehen auf die Schwachen herab und die glauben selbst, dass sie an ihrem Unglück selber schuld sind, weil sie sich mehr hätten anstrengen müssen. Dieses überhebliche Denken spaltet derzeit alle westlichen Gesellschaften und ist die Grundlager der vielfältigen Protestbewegungen jenseits der alten Links-Rechts-Schemata. Ein kluges Buch! Dr. Rüdiger Opelt, Autor von „Heiles Deutschland? Geschichte, Lösungen, Zukunft“

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