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Das Licht ist hier viel heller

Roman


Aufwühlend und bewegend: ein soghafter Roman über das, was Männer und Frauen einander antun

Maximilian Wenger und seine Tochter Zoey haben nicht viel gemeinsam. Er liebt den Ruhm, den er einst als gefeierter Schriftsteller genossen hat. Sie möchte auf keinen Fall in der Öffentlichkeit stehen. Als Wenger Briefe einer unbekannten Frau erhält, die eigentlich an seinen Vormieter gerichtet sind, beginnen er und Zoey unabhängig voneinander zu lesen. Es sind Briefe voller Brutalität und Zärtlichkeit, voller Liebe und Hass – und Wenger ahnt nicht, dass Zoey, wie die Verfasserin der Briefe, etwas erlebt hat, das ihre Welt zu zerstören droht …

Portrait
Mareike Fallwickl, 1983 in Hallein bei Salzburg geboren, arbeitet als freie Texterin und Lektorin, bloggt über Literatur und schreibt für mehrere Salzburger Zeitungen eine wöchentliche Kolumne. Ihr literarisches Debüt »Dunkelgrün fast schwarz« wurde 2018 als Lieblingsbuch der Buchhändler sowie für den Österreichischen Buchpreis nominiert.
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Beschreibung

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 384
Erscheinungsdatum 08.03.2021
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-328-10650-0
Verlag Penguin
Maße (L/B) 18,7/11,8 cm
Verkaufsrang 32256
Buch (Taschenbuch)
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12,00
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inkl. gesetzl. MwSt.
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Erscheint demnächst (Neuerscheinung) Versandkostenfrei
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Kundenbewertungen

Durchschnitt
11 Bewertungen
Übersicht
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Ein berührender Roman
von Thala am 15.04.2020
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Klappentext: Maximilian Wenger war einer der Großen, ein Bestsellerautor, ein Macher. Jetzt steht er vor einem Scherbenhaufen: Niemand will mehr seine Romane lesen, und seine Frau hat ihn gegen einen Fitnesstrainer eingetauscht. In einer kleinen Wohnung unweit von Salzburg verkriecht er sich vor der Welt. Wengers achtzehnjährig... Klappentext: Maximilian Wenger war einer der Großen, ein Bestsellerautor, ein Macher. Jetzt steht er vor einem Scherbenhaufen: Niemand will mehr seine Romane lesen, und seine Frau hat ihn gegen einen Fitnesstrainer eingetauscht. In einer kleinen Wohnung unweit von Salzburg verkriecht er sich vor der Welt. Wengers achtzehnjährige Tochter Zoey plant ihre Zukunft nach ganz eigenen Vorstellungen. Schnell merkt sie, dass sie dabei an ihre Grenzen stößt – und das Erwachsenwerden mit Schmerz verbunden ist. Dann bekommt Wenger diese Briefe. Obwohl sie an seinen Vormieter adressiert sind, öffnet er sie, und es trifft ihn wie ein Schlag: Sie sind brutal und zart, erschütternd und inspirierend. Wer ist die geheimnisvolle Fremde, die von flüchtigem Glück, Verletzungen und enttäuschter Hoffnung erzählt? Was Wenger nicht weiß: Auch Zoey liest heimlich in den Briefen. Sie hat etwas erlebt, das sich in diesen wütenden Worten spiegelt. Beide, Vater und Tochter, werden an einen Scheideweg geführt, an dem etwas Altes endet und etwas Neues beginnt. Meine Meinung: Die Autorin kann wirklich meisterhaft erzählen. Teilweise hat mich ihr Schreibstil an vergangene große Autoren erinnert, so dass ich streckenweise überrascht war, so einen tollen Schreibstil in Verbindung mit zeitgemäßen Trends wie Instagram zu lesen. Mir hat dieses Buch sehr gut gefallen, da vor allem der Verfall und Wiederaufstieg von Wenger und gleichzeitig die Transformation seiner Tochter Zoey sehr gut beschrieben wurden. In das Buch halten die männliche nicht-verständnisvolle Perspektive durch Wenger und die weibliche, intuitive Perspektive durch Zoey Einzug. Parallel zu den beiden Perspektiven entwickelt die Autorin eine weitere Handlung durch die Briefe der unbekannten Frau, die Wenger und Zoey gleichermaßen lesen. Es verbindet sie und gleichzeitig treibt das Wissen der Briefe die beiden auseinander. Mir hat es sehr gut gefallen, wie die Autorin aktuelle Themen wie zB die #metoo-Debatte in ihren Roman mit eingearbeitet hat und sogar einen Protagonisten mit auf diesen Zug springen lässt, der nicht weiter von diesem Thema entfernt sein könnte, zumindest als Opfer. Denn Wenger ist immer Täter, entwickelt seine Meinung in Bezug auf Frauen nicht weiter, obliegt noch den alten, machohaften, patriarischen Vorstellungen einer Frau und wundert sich, dass seine Leserschaft immer mehr schwindet und er nun zum alten Eisen gehört. Fazit: Ein meisterhaft erzählter, berührender Roman, der sich mit aktuellen und zeitlosen Themen befasst.

pointiert, intelligent und humorvoll
von fantafee am 26.02.2020
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Das Licht ist hier viel heller, von Mareike Fallwickl. Oh, eine junge Autorin aus Österreich, momentan irgendwie mein Beuteschema, aus dem ich mir großes Lesevergnügen verspreche. Und ich lag damit genau richtig. Erzählt wird aus zwei Perspektiven. Zum einen der von Maximilian Wenger, ein abgehalfterter Bestsellerautor M... Das Licht ist hier viel heller, von Mareike Fallwickl. Oh, eine junge Autorin aus Österreich, momentan irgendwie mein Beuteschema, aus dem ich mir großes Lesevergnügen verspreche. Und ich lag damit genau richtig. Erzählt wird aus zwei Perspektiven. Zum einen der von Maximilian Wenger, ein abgehalfterter Bestsellerautor Mitte fünfzig, der nicht nur seinem Erfolg, sondern auch seiner daran geknüpften Männlichkeit nachtrauert. Nix los in der Hose. Seine Ex hat ihn durch einen viel jüngere Fitness-Coach ausgetauscht und so sitzt er in seiner verlotterten Junggesellenbude und kämpft mit einer monumentalen Schreibblockade. Auch seine Kinder, Zoey und Spin treffen sich nur lustlos mit ihm. Von Zoey, der achtzehnjährigen Tochter erfahren wir mehr, über sie und ihre bindungsschwache Familie. Denn auch die Mutter ist in ihrer Rolle völlig überfordert und stets auf der Suche nach Selbstverwirklichung. Allein zur Haushälterin Barbara und besonders zu ihrem Bruder Spin hat sie eine enge Beziehung. Sie selbst steht kurz vor der Matura und versucht vorbei an den Vorstellungen ihrer Eltern eine eigene Zukunft aufzubauen. Auf ihrem geheimen Weg muss sie leider einige schmerzhafte Erfahrungen machen. Als drittes Element des Romans, lesen wir eingestreute Briefe einer unbekannten Frau, die mit diesen ergreifenden Briefen versucht, sich einen schweren Schmerz von der Seele zu schreiben. Obwohl an jemand anderen adressiert, landen die Briefe bei Max Wenger, der irgendwann erkennt, dass er daraus Kapital schlagen könnte. Zoey liest sie ebenfalls und auch in ihr lösen sie etwas aus. Ich bin ganz begeistert, wieviel Freude mir dieses Buch beim Lesen bereitet hat. Intelligent und humorvoll geschrieben, wird der Blick in pointierten Szenen wie mit einer Lupe auf aktuelle Themen gelenkt. Es geht um #metoo, Instagram und seine Influenzer, toxische Männlichkeit, sexuelle Gewalt, oberflächliche und sozial unfähige Gesellschaft und auch die Literaturszene bekommt etwas ab. Die Stimmung habe ich als ruhig empfunden, die große Kraft dahinter, war aber immer spürbar. Es ist unglaublich, wie realistisch hier der ‚alte weiße Mann‘ beschrieben wird, der glaubt, mit einer scheinbaren Zuwendung zu feministischen Themen, habe er einen Orden verdient. Er sonnt sich im Erfolg, mimt den Fortschrittlichen und vergisst dabei, dass er damit eine weitere Frau missbraucht; dem Raub geistigen Eigentums. Max Wenger, du stehst mitten drin und hast doch nichts verstanden. Eine klare Leseempfehlungen für alle, die gerne genauer hinschauen.

Ein Roman, der berührt und nachdenklich stimmt
von einer Kundin/einem Kunden aus Düsseldorf am 01.09.2019
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Maximilian Wenger steckt in einer Krise: Seine Frau hat ihn aus dem Haus geworfen, die Scheidung läuft, und seine zwei Kinder kommen ihn jedes zweite Wochenende in seiner Junggesellenbude besuchen, die nur dank der Hilfe seiner Schwester halbwegs präsentabel ist. Früher war er ein gefeierter Schriftsteller, doch seine letzten We... Maximilian Wenger steckt in einer Krise: Seine Frau hat ihn aus dem Haus geworfen, die Scheidung läuft, und seine zwei Kinder kommen ihn jedes zweite Wochenende in seiner Junggesellenbude besuchen, die nur dank der Hilfe seiner Schwester halbwegs präsentabel ist. Früher war er ein gefeierter Schriftsteller, doch seine letzten Werke waren Ladenhüter, und auch von seiner neuesten Idee hält sein Agent nicht viel. Wengers siebzehnjährige Tochter Zoey steht kurz vor dem Schulabschluss. Für ihren Vater ist klar, dass sie Jura studiert, und ihre Mutter will sie in ihrem Lifestyle-Unternehmen unterbringen. Beides passt überhaupt nicht zu ihr und ihr Wunsch ist ein ganz anderer. Doch den äußert sie nicht, es würde vermutlich eh niemand zuhören. Als sie Briefe findet, die ihr Vater gelesen hat, obwohl sie an seinen Vormieter adressiert sind, wird auch sie neugierig. Die emotionalen Briefe bringen beide ins nachdenken – ihre Reaktionen darauf sind jedoch gänzlich verschieden. Der Max Wenger, den der Leser zu Beginn des Buches kennenlernt, ist nur noch ein Schatten seiner selbst. Er trauert den glanzvollen Zeiten hinterher, als sein Name die Bestsellerlisten schmückte und er überall ein gern gesehener Gast war. Nun steigert er sich immer tiefer hinein in sein persönliches Leid, zelebriert sein Scheitern geradezu. Bei mir kam jedoch kein Mitleid für ihn auf, denn in seiner Welt dreht sich alles nur um ihn. Das wird umso deutlicher, wenn man sein Verhalten durch Zoeys Augen betrachtet. Zoey ist ein „Rich Kid“, wie sie selbst sagt. Materiell hat es nie an irgendetwas gemangelt, doch emotional hat sie keinen Draht zu ihren Eltern. Ihre Mutter will sie in eine Miniaturausgabe ihrer selbst verwandeln, und für ihren Vater war sie schon immer hauptsächlich jemand, der ihn beim Schreiben stört. An ihrem kleinen Bruder Spin hängt sie hingegen sehr. Doch selbst ihn hat sie nicht in die Pläne eingeweiht, die sie seit einiger Zeit schmiedet. Zoeys Sprachstil ist sarkastisch und trotzig. Schnell merkt man, dass sie sich nach außen hin stark gibt und damit ihre verletzliche Seite bewusst verbirgt. Zwischen den Kapiteln sind hochemotionale Briefe einer unbekannten Absenderin abgedruckt, die sie Wengers Vormieter geschickt hat. Ich war neugierig, ob man mehr über die Hintergründe der Briefe erfährt und was für Auswirkungen sie haben. Während Wenger immer tiefer abstürzt und sich dabei einige skurrile Szenen ereignen, baut sich Zoey im Stillen erste Brücken in die Freiheit. Doch dann kommt es zu einem einschneidenden Ereignis. Von Beginn an hatte das Buch mich, und die Entwicklungen gingen mir zunehmend unter die Haut. Wenger wirkt lange wie der Inbegriff des ignoranten und selbstgefälligen alten weißen Mannes, ist schließlich aber auch für Überraschungen gut. Zoey als junge Frau will endlich ihren Eltern entfliehen und in die Welt hinaus. Dabei macht sie eine hässliche Erfahrung, bei der sie überlegen muss, wie sie damit umgehen kann und will. Wie kann sie sich ausdrücken? Mit wem kann sie offen sprechen? Auch der sensible Spin, der noch eine Weile länger an Schule und Elternhaus gebunden ist, sucht nach einem Weg, zu äußern, was in ihm vorgeht. „Das Licht ist hier viel heller“ beschäftigt sich mit wichtigen Themen, die inzwischen zum Glück kein Tabu mehr sind und für die weiter sensibilisiert werden sollte. Es ist eine Geschichte über das Erwachsen werden und bleiben und von der Suche nach einem Platz in der Welt. Es berührt, macht nachdenklich und konnte mich durchgehend fesseln.