Und auf einmal diese Stille

Die Oral History des 11. September

suhrkamp taschenbücher Allgemeine Reihe Band 5090

Garrett M. Graff

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Beschreibung

Kein Tag hat sich stärker ins kollektive Gedächtnis gebrannt. Die Bilder, die Geschichten, die Konsequenzen. Doch die Worte derer, die den 11. September tatsächlich erlebt haben, fehlten fast zwanzig Jahre lang. Garrett M. Graff hat diese Worte gefunden, er hat alle Dokumente, alle Interviews zusammengetragen, hat die Stimmen der Einsatzkräfte, der Zeugen, der Überlebenden versammelt und daraus eine überwältigende Erzählung kompiliert - vielstimmig, erfahrungsecht, im O-Ton.

Und auf einmal diese Stille ist das herzzerreißende Logbuch eines historischen Tages und ein monumentales Zeugnis von Hoffnung und Menschlichkeit in der Dunkelheit.

Garrett M. Graff, geboren 1981, studierte Geschichte in Harvard. Er war unter anderem Herausgeber des Politico Magazine. Seine Beiträge erscheinen regelmäßig in der New York Times, dem Esquire und Rolling Stone. Auf CNN tritt er als Politikexperte im Fernsehen in Erscheinung. Und auf einmal diese Stille ist sein zweiter New York Times-Bestseller.

Produktdetails

Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Family Sharing Nein i
Text-to-Speech Nein i
Seitenzahl 543 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 17.08.2020
Sprache Deutsch
EAN 9783518766538
Verlag Suhrkamp Verlag AG
Dateigröße 4991 KB
Verkaufsrang 28497

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Kundenbewertungen

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Ein Buch was Erinnerungen weckt und nachdenklich macht
von einer Kundin/einem Kunden aus Bonn am 11.10.2020
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Der Autor dieses Buch schreibt in seinem Dank, daß er knapp vier Jahre für das Buch gebraucht hat. Um zu recherchieren, zusammen suchen auszuwählen. Und ich finde das ist ihm sehr gut gelungen. Beginnend mit einen Blick an Bord der Raumstation Iss und endet mit den Informationen das der Täter des 11. September 2001 getötet ist. ... Der Autor dieses Buch schreibt in seinem Dank, daß er knapp vier Jahre für das Buch gebraucht hat. Um zu recherchieren, zusammen suchen auszuwählen. Und ich finde das ist ihm sehr gut gelungen. Beginnend mit einen Blick an Bord der Raumstation Iss und endet mit den Informationen das der Täter des 11. September 2001 getötet ist. Berührende Berichte und Mitschnitte, vieler Beteiligte und Opfer. Dabei waren normale Bürger, Rettungskräfte und viele Menschen mehr. An manchen Stellen kamen mir Tränen in die Augen. Ich lese selten so dicke Bücher. Aber auch wenn ich dadurch länger zum lesen benötigte. Der Schreibstil des Autors ist sehr gut. Er hat seine Worte mit Bedacht gewählt. Das Buch umfasst eine Vorbemerkung, dann den Hauptteil, und am Ende der Dank, Quellen und Anmerkungen auf 543 Seiten und bekommt von mir fünf Sterne und eine absolute Leseempfehlung. Die Rezension hat meine Frau K. Schmale erstellt.

We remember
von einer Kundin/einem Kunden aus Dinklage am 07.10.2020
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Dieses Buch beinhaltet so viel Trauer, Mut, Kraft und Schicksal. Wie soll ich beschreiben was ich gelesen habe? Ich weiß noch, als ich angefangen habe zu lesen, musste ich es nach nur ein paar Seiten weglegen und tief durchatmen. Mir standen schon die Tränen in den Augen. Ich bin wirklich niemand der schnell bei Büchern we... Dieses Buch beinhaltet so viel Trauer, Mut, Kraft und Schicksal. Wie soll ich beschreiben was ich gelesen habe? Ich weiß noch, als ich angefangen habe zu lesen, musste ich es nach nur ein paar Seiten weglegen und tief durchatmen. Mir standen schon die Tränen in den Augen. Ich bin wirklich niemand der schnell bei Büchern weint aber hier haben schon die ersten Seiten gereicht. Ich hab mir extra ein Wochenende dafür genommen. Habe mir eine Kanne Tee gekocht und mich tagelang darauf vorbereitet dieses Buch zu lesen. Und wenn ich mich wochen- oder monatelang darauf vorbereitet hätte, es hätte mich trotzdem wie ein Schlag getroffen. Es gibt so viele Dinge an die wir nicht gedacht haben oder es nicht gewagt haben zu denken. Diese Details sind sehr schwer zu ertragen. Wenn du also dieses Buch lesen möchtest, mach dich auf eine Menge Gefühlschaos gefasst. Fang ich mal von vorne an: In diesem Buch lesen wir die Stimmen der Überlebenden, der Hinterbliebenden aber auch der Toten. Sie alle erzählen wie sie diesen Tag erlebt haben. Es ist so umfangreich, es melden sich so viele Menschen zu Wort. Wir lesen uns in so viele Schicksale hinein. Es ist nicht greifbar. Die ersten Tage hatte ich beim Lesen sehr viel mit meinen eigenen Erinnerungen zu kämpfen. Deshalb musste ich das Buch wirklich oft weglegen und meinen Gedanken nachjagen. Irgendwann habe ich angefangen mir einige Berichte und Bilder online anzuschauen. Das hat das Ganze einfacher gemacht. So konnte ich auf diese Bilder zurückgreifen und musste nicht mehr meine eigenen Emotionen von vor fast 20 Jahren anzapfen. Damals war ich 16 Jahre alt. Ich saß Zuhause am Schreibtsich, musste Hausaufgaben machen, hatte keine Lust, schaltete den Fernseher an und sah dann den qualmenden Nordturm. Ich war damals ein riesiger USA-Fan und konnte gar nicht glauben was da passiert ist. Es hieß ja erstmal, es wäre ein Unfall gewesen, dann irgendwann kamen die Bilder wo das zweite Flugzeug in den Südturm kracht und da war es vorbei mit mir. Ich wusste instinktiv dass dies ein Anschlag ist und der 3. Weltkrieg angefangen haben muss. Mit Ersterem hatte ich recht aber zum Glück nicht mit meinem zweiten Gedanken. Ich saß da, auf meinem Schreibstischstuhl und schaute hoch zu meinem Fernseher (da gab es früher so fancy Vorrichtungen womit man die Fernseher hin- und herschwingen konnte), den Mund offen weil ich sprachlos war und das alles nicht fassen konnte. Und dann, dann ist der Südturm einfach in sich zusammen gefallen. Diese Bilder, das Geräusch, es war unerträglich. Auch wenn ich in Deutschland war, in meinem sicheren Zuhause, fühlte es sich für mich doch so an als wäre ich persönlich betroffen und als dann einige Zeit später auch noch der Nordturm zusammengekracht ist, da war ich dann einfach nur fertig mit der Welt. Was danach passierte, weiß ich nicht mehr.Die Tatsache dass es noch 2 weitere Flugzeuge gab und das eine das Pentagon getroffen hat und das andere von den Passagieren zum Absturz gebracht wurde, ist völlig an mir vorbei gegangen. Am nächsten Tag haben wir in der Schule eine Schweigeminute für die Opfer eingelegt. Diese Details , die die Menschen erzählen, die vor Ort waren….Die Feuerwehrleute, die Polizisten….diese Details werde ich niemals vergessen. In meinem Hinterkopf war mir bewusst dass die grausame Wahrheit so aussieht aber ich wollte nicht daran denken. Will ich immer noch nicht. Ich kann das einfach nicht…. Ich bin einige Mal abends mit dem Hund spazieren gegangen und war völlig versunken. In Gedanken. Ich befand mich gedanklich im Jahr 2001 und hab immer nur mit dem Kopf schütteln können. Denn bis heute kann ich es immer noch nicht glauben oder realisieren. Mir ist bewusst, dass es überall auf der Welt Not gibt und Schicksale und dass dort schlimme Dinge passieren. Der Anschlag auf das World Trade Center ist aber eine außergewöhliche Form von Terror gewesen. Das Land wurde von innen heraus angegriffen, niemand hatte die Möglichkeit dies voraus zu sehen, es aufzuhalten, die Menschen zu retten. Ich bin nicht gläubig aber beten wir dass so etwas nie wieder passiert und dass Trump im November abgewählt wird! WE REMEMBER 9/11

Die brüllende Stille nach dem Sturm
von einer Kundin/einem Kunden aus Freising am 06.10.2020
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Dieses Buch konnte ich nicht zu Hause lesen. Es klingt seltsam, aber diese Geschichte musste ich in einem neutralen Raum lesen, mit dem ich persönlich nichts verbinde – hier also: die S-Bahn auf dem Weg zur Arbeit und wieder nach Hause. Der Grund ist einfach: der Aufbau des Buches – die „oral History“ – bestehend aus kurzen Sät... Dieses Buch konnte ich nicht zu Hause lesen. Es klingt seltsam, aber diese Geschichte musste ich in einem neutralen Raum lesen, mit dem ich persönlich nichts verbinde – hier also: die S-Bahn auf dem Weg zur Arbeit und wieder nach Hause. Der Grund ist einfach: der Aufbau des Buches – die „oral History“ – bestehend aus kurzen Sätzen und Telefonmitschnitten, vermitteln den Eindruck als wäre man live vor Ort, als wäre man tatsächlich genau in diesem Moment in einem der entführten Flugzeuge. In einem der beiden Türme des World Trade Centers. In einem der Polizei-, Feuerwehr- oder Rettungswagen. Im Pentagon, über Shanksville. Oder in einem der zahllosen Häuser, in denen die Nachricht vom Tod eines Ehepartners oder der Ehepartnerin, von Familienmitgliedern, die in den Trümmern der attackierten Gebäude und der entführten Flugzeuge umgekommen sind, einbricht wie ein entsetzlicher Albtraum. Eine unpersönliche Umgebung nimmt dem Ganzen zumindest ein kleines bisschen den Schrecken. Garrett M. Graff hat in seinem Buch ein paar der unzähligen Stimmen derer versammelt, die am 11. September 2001 vor Ort waren und die Anschläge auf die Türme des World Trade Center, dem Pentagon und dem Capitol (das nicht getroffen wurde) miterleben mussten oder sonst in irgendeiner Weise damit verbunden waren. Er verzichtet hierbei ganz bewusst auf lange Texte oder Analysen, nur ab und zu gibt es kurze Erklärungen, damit man die folgenden Zitate besser einordnen kann. Aber im Grunde besteht das ganze Buch aus Eindrücken und Sätzen und letzten Nachrichten von Menschen, über denen an diesem Tag die Anschläge hereinbrachen. Dass jedem Satz der jeweilige Sprecher bzw. die jeweilige Sprecherin vorangestellt ist, ist auf Dauer etwas ermüdend zu lesen, vor allem dann, wenn man sich fragt „Wer war das nochmal…?“. Aber es tut der Geschichte keinen Abbruch, wenn man die Namen einfach ganz weglässt und nur die Eindrücke auf sich wirken lässt. Beeindruckt hat mich auch die Zeitspannen: man liest und liest und es ist aber immer noch Vormittag – und unwillkürlich denkt man sich: wann hört dieser Albtraum denn nun endlich auf? Und die Antwort ist: gar nicht. Zwei Dinge haben mich während dieser Geschichte beschäftigt: die Wut auf die Attentäter, die aus einem religiösen Wahn heraus die Vernichtung tausender Menschen bewusst gewollt und herbeigeführt haben und bei denen man sich fragt: was muss einem Menschen passieren, dass er so degeneriert? Dann aber auch auf die Wut auf die führende Klasse der USA: solche Anschläge passieren nicht einfach aus dem Nichts heraus. Gerade durch die extrem hegemoniale Aussenpolitik der USA und ihr destruktives Werkeln in anderen Nationen haben sich über Jahre und Jahrzehnte Wut und Hass aufgestaut, die irgendwann ein Ventil brauchten. Es gibt eine Stelle in diesem Buch, an der ein Schüler, nachdem die Klasse die Anschläge in den Nachrichten gesehen hat, seine Lehrerin fragt, warum diese Menschen so etwas getan haben. Die Lehrerin sagt daraufhin: „Diese Leute mögen uns nicht besonders.“ Und der Schüler fragt: „Warum nicht?“ Dieser Dialog bleibt so stehen, aber in ihm spiegelt sich meiner Meinung nach das ganze Drama, das an diesem Tag passiert ist. Absolute Leseempfehlung!

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