Das Geheimnis von Shadowbrook

Roman

Susan Fletcher

(92)
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Beschreibung

Die junge Botanikerin Clara Waterfield wird 1914 aus London auf ein Anwesen nach Gloucestershire gerufen, um dort ein Palmenhaus einzurichten. Sie findet einen üppigen, verwunschenen Garten vor – doch das clematisbewachsene Haus wirkt seltsam abweisend, die meisten Räume sind verschlossen und der Besitzer, Mr. Fox, ist nur selten anzutreffen –, und nachts scheint es zu spuken. Doch Clara macht sich unerschrocken daran, die Geheimnisse von Shadowbrooks zu ergründen und macht dabei eine ungeheuerliche Entdeckung, die ihr weiteres Leben verändern wird …
Ein fesselnder Roman um eine mutige Frau, die ihrer Zeit weit voraus ist. Ein atmosphärischer, bildreicher Pageturner am Vorabend des Ersten Weltkriegs – aber auch ein Roman über das, was von uns bleibt.

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 446
Erscheinungsdatum 14.12.2020
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-458-68120-5
Verlag Insel Verlag
Maße (L/B/H) 19/12,2/3,5 cm
Gewicht 404 g
Originaltitel House of Glass
Auflage 1
Übersetzer Marieke Heimburger
Verkaufsrang 712

Kundenbewertungen

Durchschnitt
92 Bewertungen
Übersicht
51
27
8
5
1

Stimmungsvolles Buch, ein kleiner Schatz
von Books of Tigerlily am 20.04.2020
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Bereits auf den ersten paar Seiten lernen wir Clara und ihre Mutter kennen sowie die Lebensumstände von beiden. Susan Fletcher beschreibt das alles so intensiv, dass ich Claras Emotionen quasi als meine eigenen spüren konnte und ich auf diesen wenigen Seiten mein Herz vollkommen für sie geöffnet habe. Sie muss mit einigen widrig... Bereits auf den ersten paar Seiten lernen wir Clara und ihre Mutter kennen sowie die Lebensumstände von beiden. Susan Fletcher beschreibt das alles so intensiv, dass ich Claras Emotionen quasi als meine eigenen spüren konnte und ich auf diesen wenigen Seiten mein Herz vollkommen für sie geöffnet habe. Sie muss mit einigen widrigen Lebensumständen kämpfen und weiß dadurch was es heißt, einfach „anders“ als der Durchschnittsbürger zu sein. Sowohl Clara als auch ihre Mutter sind zwei Frauen, die mit ihren Ansichten und Wünschen nicht richtig in die damalige Gesellschaft zu passen scheinen. Ihre Träume sind oft größer als die Realität. In der Zeit kurz vor Beginn des ersten Weltkrieges müssen sich Frauen ihre Gleichberechtigung erst noch erkämpfen. Die Thematik der Rolle der Frau und der Schmerz, den das starre gesellschaftliche Korsett auslösen kann, hat die Autorin wundervoll im ganzen Buch angesiedelt und ist dabei weder zu stark ins Klischee abgerutscht noch hat sie zu oft den erhobenen Zeigefinger ausgepackt. Clara und ihre Mutter sind zwei Frauen, die sich gegenseitig Halt und Kraft geben in einer Welt, die ihnen nicht das bieten kann was sie sich eigentlich wünschen.An einer Stelle hat es Claras Mutter wunderbar ausgedrückt wenn sie von verschwendeten Leben all der Frauen redet, die sich ihr Leben nicht selbst aussuchen konnten. Diese besondere Beziehung hat mich stark angerührt und umso betroffener war ich durch den Schicksalsschlag, den Clara erleidet. Sie kommt an einen Punkt, an der so mancher sicher aufgegeben und sich zurückgezogen hätte. Aber dieses junge, kleine zerbrechliche Mädchen nimmt den Kampf auf – sowohl mit den Konventionen als auch mit den alltäglichen Herausforderungen. Und so kommt es, dass Clara eine neue Leidenschaft für sich entdeckt – die botanischen Gärten von Kew Gardens. Der Zerbrechlichkeit Claras stellt die Autorin geschickt die pulsierende Lebenskraft der Pflanzen gegenüber. Die tropische Pflanzenvielfalt steht im krassen Verhältnis zum grauen, starren London. Hier in Kew Gardens kann Clara beginnen, die Enge ihres alten Lebens hinter sich zu lassen. Die wahre Entfaltung gelingt ihr erst so richtig auf Shadowbrook. Ebenso wie das ihr anvertraute Gewächshaus erblüht, blüht auch Clara immer mehr auf und macht einige Entwicklungen durch, die ihr bisher verwehrt geblieben sind. Durch Clara als Protagonistin schafft es Susan Fletcher, der Gesellschaft den Spiegel vorzuhalten. Sie hat eine forsche, unverblümte, neugierige und spröde Art an sich und schert sich nicht um gesellschaftliche Konventionen, da sie schon früh gelernt hat, dass sie anders ist. Sie scheut sich nicht, Fragen zu stellen die sich nicht geziemen oder die Nähe zu Männern zu suchen. Hierdurch deckt sie viele starrsinnige Denkweisen auf, einige davon sind auch heute noch recht aktuell. Dadurch, dass sie ständig auf für sich neue Situationen stößt, muss sie auch ihre eigenen Denkmuster und Reaktionen reflektieren und hinterfragen – und so kommt auch der Leser ins Grübeln und kann mit einer gewissen Distanz auf die damalige und die heutige Gesellschaft blicken. Ebenso, wie Clara alles über das Leben lernen will, möchte sie das Geheimnis um Shadowbrook lüften. Was hat es mit dem angeblichen Spuk auf sich? Auch hier ist Clara unbequem und lässt sich nicht abspeisen. Sie kommt durch ihre Beharrlichkeit schnell den Hintergründen auf die Spur. Sie hat mir durch ihre Herangehensweise oft Respekt abgenötigt, traut sie sich doch etwas zu einer Zeit, in der noch weniger möglich war als heute, insbesondere als Frau. Gerade an dem Punkt an dem man als Leser denkt, man würde hier eine gängige Schauergeschichte lesen, wird ein Geheimnis von Shadowbrook aufgedeckt und die Geschichte nimmt dadurch eine völlig neue Wendung. Die tatsächliche Erklärung für die Vorkommnisse auf Shadowbrook haben mir gut gefallen, waren sie doch durchdacht und gut geplottet. Clara wird am Ende dafür belohnt, dass sie ihren eigenen Weg geht und ihr Leben in die Hand genommen hat. Ihre Geschichte zeigt, dass Andersartigkeit auch frei machen kann von gesellschaftlichen Zwängen und Konventionen hin zum wahren Ich und zur eigenen Selbstverwirklichung. Ein wundervolles Buch für Jedermann mit einer starken Protagonistin und einer klasse Message! Ein wahres Kleinod im Bücherregal!

Lehrreich und verstörend…
von Julie's Bookhismus aus Ebstorf am 17.02.2020
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich mir anderes von diesem Buch erhofft habe. Am Ende ist es jedoch ein ganz normaler historischer Roman an dem nur die Protagonistin besonders ist. Clara hat mich ehrlich fasziniert. Sie hat es so wahnsinnig schwer gehabt und doch ist sie so mutig und weltoffen, wie manch einer heutzutage nich... Ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich mir anderes von diesem Buch erhofft habe. Am Ende ist es jedoch ein ganz normaler historischer Roman an dem nur die Protagonistin besonders ist. Clara hat mich ehrlich fasziniert. Sie hat es so wahnsinnig schwer gehabt und doch ist sie so mutig und weltoffen, wie manch einer heutzutage nicht einmal. Ihre Neugier ist sehr erfrischend und hat auch meine eigene geweckt, so dass ich unbedingt wissen wollte, was da vor sich geht. Kein Mensch kann sich was unter „Unruhen“ in einem Haus vorstellen. Dennoch hat mich die Geschichte erschüttert. Die Abgebrühtheit, die Lügen, das Theater. Und die Gerüchte sind die allerschlimmsten. Aber leider ist es ja heute immer noch so, dass besondere Menschen ausgegrenzt werden. Hat sich also nicht allzu viel verändert in den letzten 100 Jahren. Schade eigentlich… Ich hätte mir tatsächlich mehr von Clara und Kit erhofft. Vielleicht auch mit dem Pfarrer, aber Kit ist ein einschlägiger Charakter, der hängen bleibt. Er ist eben ein „richtiger Mann“, wie man ihn sich früher vorgestellt hat. Haarig, muskulös und grobmotorisch. Das Idealbild des damaligen Mannes. Dazu die zerbrechliche Clara, die so besonders und gleichzeitig temperamentvoll und unschuldig ist. Das hätte echt was Tolles werden können. Leider kommen zu viele Überraschungen dazwischen. Alles in allem ein interessanter Roman, bei dem ich aber tatsächlich erst beim letzten Viertel richtig reinkam und ich gefesselt wurde, das hat das Ganze nochmal ein wenig gerettet, aber eben auch nicht weltbewegend.

Sehr mysteriös
von einer Kundin/einem Kunden am 27.01.2020
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Mit diesem Buch ist Susan Fletcher ein wirklich unterhaltsamer Mix aus History und Mystery gelungen. Die junge Clara hat ihr bisheriges Leben hinter verschlossenen Türen verbracht. Zu verletzlich ist ihr Körper aufgrund der angeborenen Glasknochenkrankheit. Mit dem Tod ihrer Mutter bricht jedoch ein neuer Abschnitt an und sie... Mit diesem Buch ist Susan Fletcher ein wirklich unterhaltsamer Mix aus History und Mystery gelungen. Die junge Clara hat ihr bisheriges Leben hinter verschlossenen Türen verbracht. Zu verletzlich ist ihr Körper aufgrund der angeborenen Glasknochenkrankheit. Mit dem Tod ihrer Mutter bricht jedoch ein neuer Abschnitt an und sie zieht es hinaus in die aufregende Welt. Dank ihrer Neugier und Wissbegier nimmt sie einen Auftrag an, das Gewächshaus des Anwesens Shadowbrook neu zu gestalten und findet sich schnell in einem Abenteuer wieder. Denn auf Shadowbrook scheint es zu spuken und jeder der Bediensteten hat etwas zu verbergen... Mit Clara hat die Geschichte eine sehr starke, weibliche Hauptfigur erhalten; was ihr Körper an Zerbrechlichkeit zeigt, macht ihr Geist mit Neugier und Furchtlosigkeit wieder wett. Sie ist klug und hat keine Angst davor, mit den für den Anfang des 20. Jahrhunderts üblichen Konventionen zu brechen. Die Autorin schafft es, neben Spannung und Unterhaltung auch ernstere Themen wie die Gleichberechtigung der Frauen und den für den damaligen dörflichen Alltag üblichen Aberglauben anzusprechen und einzuflechten. Nicht zuletzt ist ihr so eine kleine Hommage an den Wert von Literatur und Bildung für alle gelungen. Fazit: "Das Geheimnis von Shadowbrook" bietet in seiner Mischung aus verschiedenen Stilelementen aus jedem angesprochenen Genre das Beste und lässt den Leser bis zum Schluss rätseln und grübeln.


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