Die Tochter des Zauberers - Erika Mann und ihre Flucht ins Leben

Roman

Mutige Frauen zwischen Kunst und Liebe Band 14

Heidi Rehn

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Beschreibung

"Ein vielschichtiges Buch über die schillerndste Tochter Thomas Manns." Brigitte Glaser

New York, 1936: Erika hofft darauf, mit ihrem politischen Kabarett die Amerikaner für den Kampf gegen Hitler zu gewinnen. Dann lernt sie im Kreis der europäischen Exil-Künstler einen Mann kennen, der ihr mehr bedeutet, als sie jemals für möglich gehalten hätte - den Arzt und Lyriker Martin Gumpert, der fasziniert ist von ihrer Stärke und Unabhängigkeit. Bald muss sie sich entscheiden: Ergreift sie die Chance, sich als Kämpferin für Frieden und Freiheit zu etablieren, oder setzt sie ihr persönliches Glück an erste Stelle?

Die bislang unbekannte Liebesgeschichte einer großen Frau, die sich in einer düsteren Epoche behaupten muss

Produktdetails

Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Family Sharing Ja i
Text-to-Speech Nein i
Seitenzahl 448 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 18.08.2020
Sprache Deutsch
EAN 9783841219688
Verlag Aufbau
Dateigröße 2359 KB
Verkaufsrang 711

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Kundenbewertungen

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Erika war auch eine Zauberin!
von Samantha aus Freihung am 28.10.2020
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Das Buch greift aus den biographischen Zeitläuften der faszinierenden Erika M. September 1936 bis Dezember 1937 heraus.  Es ist sehr genau recheriert, weil Heidi Rehn auf alle zugänglichen Quellen zurückgegriffen hat. Zwecks dramaturgischer Verdichtung nimmt sie sich einige literarische Freiheiten heraus. Dieser Kunstgriff ist ... Das Buch greift aus den biographischen Zeitläuften der faszinierenden Erika M. September 1936 bis Dezember 1937 heraus.  Es ist sehr genau recheriert, weil Heidi Rehn auf alle zugänglichen Quellen zurückgegriffen hat. Zwecks dramaturgischer Verdichtung nimmt sie sich einige literarische Freiheiten heraus. Dieser Kunstgriff ist jedoch durchaus vertretbar, weil sie dadurch noch andere Facetten aufzeigen kann. Es führt jedenfalls nicht zu unzulässigen Verzerrungen.  Trotz aller Genauigkeit beansprucht das Buch für sich nicht, ein Sachbuch oder eine "akademische" Biographie zu sein. Es ist fiktionalisiert, aber eben mit sovielen Fakten wie möglich. Diese Mischung aus Fiktion und Authentizität gibt dem Buch seinen ganz besonderen Reiz.  Denn es ist quasi so, als ob man in Erikas Haut steckte und durch ihren Blick gefärbt die Welt sieht.  W. H. Auden ermöglichte ihr mit einer Scheinheirat, daß sie fliehen konnte, während Thomas und Katia noch in Europa blieben.  Sie und ihr Bruder Klaus waren die "Gemini", die schillernden Apollofalter und zogen viel Aufmerksamkeit auf sich.  Klaus, labil und eher emotional haderte mit dem riesigen Schatten des Zauberers. Erika war stark, manchmal anstrengend, hochintelligent, fürsorglich. Mit einem unsteten Liebesleben. Sie machte keinen Hehl aus ihrer Bisexualität, während Klaus die Männer liebte und ebenso hochbegabt war wie sie.  Sie erkannte schon sehr früh, welche Gefahr Hitler darstellte und engagierte sich flammend gegen ihn. Auf manche macht sie einen unwirschen Eindruck und daß sie manchmal zu ichbezogen war. Aber ich denke, daß das ein Irrtum ist. Sie war auch sensibel, versteckte das jedoch hinter ihrer impressiven Art, um nicht verletzt zu werden. Sie besaß zweifellos Charisma. Innerlich unruhig und wie ein Blatt im Wind, aber vor Energie übersprudelnd.  Heidi Rehn schreibt in einer eingängigen, verständlichen, irisierenden Art über Erika und hat ihr so ein Denkmal geschaffen, aber nicht abgehoben über uns allen schwebend. Sie macht sie menschlich greifbar mit all ihren Stärken und Schwächen. Beim Lesen generiert sich ein wirbelnder Sog, der alles um einen herum vergessen macht. Dieses Buch ist ebenso hilfreich die Schwellenangst vor Erika Mann zu überwinden, falls einer schon mehr über sie wissen wollte, aber an einer "akademischen" Biographie gescheitert ist. Und zwar wegen eines temporär auftretenden Bibliokomas, der akuten Langeweile der "Trockenheit" geschuldet. So kann der interessierte Mensch einen Blick riskieren, bis er ebenfalls im Buch versinkt, um dann auszurufen: Erika war selber eine Zauberin!

Erika Mann, eine kluge, starke und charismatische Frau mit einer klaren Mission
von einer Kundin/einem Kunden aus Memmingen am 12.10.2020
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Der Roman „Die Tochter des Zauberers – Erika Manns Flucht ins Leben“ schildert eindrücklich das Leben von Thomas Manns Tochter, die ihren eigenen, anstrengenden, aber auch mutigen Weg durch die instabile Zeit des Jahres 1936 geht. Inmitten deutscher Künstler im Exil in New York versucht sie, ihr Ensemble Pfeffermühle/Pepper Mill... Der Roman „Die Tochter des Zauberers – Erika Manns Flucht ins Leben“ schildert eindrücklich das Leben von Thomas Manns Tochter, die ihren eigenen, anstrengenden, aber auch mutigen Weg durch die instabile Zeit des Jahres 1936 geht. Inmitten deutscher Künstler im Exil in New York versucht sie, ihr Ensemble Pfeffermühle/Pepper Mill zu etablieren und den Menschen die Augen vor der Willkür der Nazis und dem drohenden 2. Weltkrieg zu öffnen. Dabei stößt sie auf so manchen Widerstand und riskiert ihr privates Glück mit ihrer Lebensgefährtin Therese. Doch Erika kann einfach nicht anders und so kämpft sie stets für Aufklärung und Auflehnung gegen Hitler, der ihre Heimat fest im Griff hat und nach der ganzen Welt zu greifen versucht. Erika Mann ist klug, stark, mutig, fürsorglich, beharrlich, elegant, charmant, willensstark und überzeugend. Sie steht für ihre Überzeugung ein und verfolgt unnachgiebig ihre Mission, die Amerikaner über das Geschehen in Deutschland und ganz Europa die Augen zu öffnen und vor Hitler zu warnen. Ihren Vater, den Nobelpreisträger Thomas Mann, musste sie erst mühevoll davon überzeugen, ebenfalls gegen Nazideutschland aufzustehen und sich klar zu positionieren. Dass Erika das geschafft hat, zeigt, wie viel Überzeugungskraft sie hat und welche Leidenschaft in ihr brennt, mit der sie unablässig vor der großen Gefahr eines erneuten Krieges warnt. Wer nun vermutet, dass wir es hier mit einer verhärmten und nicht sehr attraktiven Frau zu tun haben, irrt gewaltig. Sie hat eine enge Bindung zu ihrem labilen und sensiblen Bruder Klaus. Sie unterstützt ihn stets und verliert ihn trotz eigener Probleme und ihres Kampfes um Anerkennung als eigenständige Persönlichkeit und nicht nur als „Tochter von …/Tochter des Zauberers“ nie aus den Augen. Erika hat mit ihrem androgynen Aussehen, ihrer Ausstrahlung und ihrem Charme Männer wie Frauen betört und für sich eingenommen. Das hat ihr viele Türen geöffnet, sie aber in Liebesdingen schwanken lassen und oft geriet sie zwischen die Stühle und konnte sich nur schwer entscheiden. Galt ihre jahrelange Liebe Theres Giehse, der etwas grummeligen, bayrischen Powerfrau mit dem losen Mundwerk aus dem Ensemble der Pfeffermühle, entbrennt sie in New York in Liebe für den Arzt und Poeten Martin Gumpert und den reichen, amerikanischen, Geschäftsmann Maurice Wertheim. Das sorgt nicht nur in Erikas Herz für Wirbel, sondern auch in ihrer Beziehung zu Therese. Sie kann sich nicht entscheiden und will keinem weh tun. Das sieht von außen betrachtet wie Berechnung oder Hinhaltetaktik aus, doch es ist nicht richtig, das zu unterstellen, denn ihr Charakter ist sehr viel komplexer. Die Pfeffermühle ist ein politisches, kritisches Kabarett, das von Deutschland in die Schweiz vor Hitler geflohen ist und nun von Erika nach New York geholt werden soll. Allerdings stellt sich schnell die Frage, ob das was in Deutschland und der Schweiz als Kritik an der Vorherrschaft der Nazis funktioniert, auch in New York überzeugen kann. Die Amerikaner leben in einem so großen Land, dass Europa viel zu weit außerhalb ihrer Reichweite ist. Erika hofft jedoch darauf, die deutschen Exilant*innen zu überzeugen und so auch an die amerikanische Bevölkerung heranzukommen. Oftmals stürzt sie sich so in die Arbeit, die Vorbereitungen für die Pepper Mill, die Einreise des Ensembles und die Sorge um ihren drogenabhängigen und labilen Bruder Klaus, dass sie sich dabei selbst sträflich vernachlässigt. Wie gut, dass sie immer wieder Menschen um sich hat, die diese Sorge für sie übernehmen und ihr Aufmerksamkeit und Zuneigung entgegenbringen. Die Geschichte von „Die Tochter des Zauberers – Erika Mann und ihre Flucht ins Leben“ hat mich so gut unterhalten und neugierig gemacht, dass ich sofort angefangen habe, über sie zu recherchieren und nachzulesen. Natürlich komme ich dabei an ihrem Vater Thomas, ihrem Onkel Heinrich und ihrem Bruder Klaus nicht vorbei. Heidi Rehn hat mit ihrem wunderbaren Schreibstil das Jahr 1936 in New York so bildhaft vor meinen Augen entstehen lassen, dass ich zu gerne noch ewig weitergelesen hätte. Bisher wusste ich nicht sehr viel über die Familie Mann und schon gar nicht über die wunderbare Erika. Sie muss eine wirklich faszinierende und aufregende Frau gewesen ein. Ihr wäre ich gerne begegnet. Zwar hätte ich keine Zigarette mit ihr geraucht, aber ein Glas Wein oder Stärkeres mit ihr getrunken und mich über ihre Ansichten zur Zeit des Nationalismus, des 2. Weltkrieges und ihr ganz persönliches leben unterhalten. Die Zeit wäre sicher verflogen. Was gibt es Schöneres beim Lesen, als sich in der Geschichte zu verlieren und sich der Hauptfigur Erika Mann so nahe zu fühlen, dass es schwerfällt, sie zu verabschieden. In der Handlung finden sich sehr viele bekannte Namen wie Billy Wilder oder Vicky Baum, die zwar nur kurz skizziert werden, dennoch im Gedächtnis bleiben und die Neugier wecken, auch über sie nachzulesen. Ich habe den Roman gewonnen und im Rahmen einer Leserunde gelesen. Die Autorin Heidi Rehn war in der Leserunde stets präsent und hat nicht nur geduldig Fragen beantwortet oder Anmerkungen kommentiert, sondern auch jede Menge zusätzliche Informationen zu Erika Mann parat. Das empfinde ich nicht als selbstverständlich und deshalb hat mir diese Leserunde besonders viel Spaß gemacht.

Interessante und informative Geschichte
von einer Kundin/einem Kunden aus Celle am 01.10.2020
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Das Cover gefällt mir sehr gut. Es ist zurückhaltend und passt zu der Geschichte. Bei genauerem Hinsehen fallen einem aber noch viele Kleinigkeiten auf. Der Schreibstil hat mir sofort gefallen. Die Familie Mann kennt mit Sicherheit jeder vom Namen und einige Eckdaten hat man dann bestimmt auch im Kopf. Erika Mann kam mir z... Das Cover gefällt mir sehr gut. Es ist zurückhaltend und passt zu der Geschichte. Bei genauerem Hinsehen fallen einem aber noch viele Kleinigkeiten auf. Der Schreibstil hat mir sofort gefallen. Die Familie Mann kennt mit Sicherheit jeder vom Namen und einige Eckdaten hat man dann bestimmt auch im Kopf. Erika Mann kam mir zwar vom Namen her bekannt vor, viel wusste ich aber nicht von ihr. Das wollte ich ändern, denn der Klappentext klang extrem spannend. Ein paar Erwartungen hatte ich an das Buch, denn wenn ich Bücher zu Personen lese die gelebt haben, möchte ich möglichst viel erfahren. Das hat die Autorin für mich auch auf jeden Fall geschafft. Am Anfang war ich ein bisschen überfordert von den ganzen Namen, aber ich fand mich schnell zurecht und konnte gar nicht mehr aufhören zu lesen. Ich habe mir die unterschiedlichen Namen notiert von denen ich noch nichts wusste und freue mich schon auf weitere Recherche. Streckenweise ist es so spannend, dass man alles andere vergisst und den Atem anhält. Allerdings ist das Buch mit Sicherheit nicht für jeden so spannend und interessant, da man sich schon sehr ausführlich für einen bestimmten Zeitabschnitt mit Erika Mann beschäftigt. Abschließend hat mir das Buch wirklich gut gefallen und die Autorin hat mich an spannende Schauplätze mit interessanten Persönlichkeiten entführt. Ich vergebe 5 von 5 Sternen.


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