Die Bilder der Frauen

Roman

Natasha Lester

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Beschreibung

Mit den Augen einer Frau.

Paris, 1942: Die Amerikanerin Jessica May soll als Fotojournalistin für die Vogue über den Krieg berichten, doch die Soldaten akzeptieren keine Frau an ihrer Seite. Erst mit Hilfe der Journalistin Martha Gellhorn und des Offiziers Dan Hallworth gelingt es Jessica, aus ihrem ganz eigenen – nämlich weiblichen – Blickwinkel von der Front zu berichten. Inmitten der Gräuel des Krieges verliebt sie sich in Dan und nimmt sich eines kleinen Waisenmädchens an. Doch dann werden Jess und Dan getrennt, und ihre Liebe droht zu tragisch zu enden.

Ein vielschichtiger Roman nach der authentischen Geschichte der bedeutenden Fotografin Lee Miller

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 512
Erscheinungsdatum 21.07.2020
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-7466-3664-1
Verlag Aufbau TB
Maße (L/B/H) 20,6/12,6/4,4 cm
Gewicht 517 g
Originaltitel The French Photographer
Auflage 1. Auflage
Übersetzer Christine Strüh
Verkaufsrang 35511

Kundenbewertungen

Durchschnitt
12 Bewertungen
Übersicht
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Die Bilder der Frauen
von einer Kundin/einem Kunden aus Vitzenburg am 26.08.2020
Bewertet: Format: eBook (ePUB)

Nachdem ich im Frühjahr von Natasha Lester bereits „Die Kleider der Frauen“ voller Begeisterung gelesen habe, hab ich mich sehr auf dieses Buch gefreut und gehofft, dass die Autorin das hohe Level halten kann. Und ich muss sagen - sie schafft dies mühelos. Die Geschichte beginnt 1942 damit, dass Jessica Modelkarriere vor dem Au... Nachdem ich im Frühjahr von Natasha Lester bereits „Die Kleider der Frauen“ voller Begeisterung gelesen habe, hab ich mich sehr auf dieses Buch gefreut und gehofft, dass die Autorin das hohe Level halten kann. Und ich muss sagen - sie schafft dies mühelos. Die Geschichte beginnt 1942 damit, dass Jessica Modelkarriere vor dem Aus steht, weil ein Bild von ihr für eine Kotex-Werbung verkauft wird. Daraufhin will sie niemand mehr als Model buchen. Bis Gras über die Sache gewachsen ist, soll sie als Fotojournalistin für die Vogue über den Krieg der in Europa tobt, berichten. Doch als Frau wird sie von den Soldaten und von den Verantwortlichen vor Ort nicht akzeptiert. Erst als sie Martha Gellhorn, die Frau Ernest Hemingways, und den Offizier Dan Hallworth kennenlernt, gelingt es Jessica May von der Front zu berichten. Immer wieder muss sie mit Vorurteilen kämpfen und sich gegen Männer behaupten, die denken der Krieg wäre kein Ort für eine Frau. Dabei sind ihre Reportagen zwar meist aus einen weiblichen Blickwinkel gehalten, lassen dabei aber die Gräuel des Krieges nicht aus. Das hat mir sehr gut gefallen, denn Krieg findet nun mal auch immer an vorderster Front statt, und da gibt es eben Blut, Schweiß, Tränen und auch Tote. Die Autorin lässt den Leser hautnah daran teilhaben, wie Jessica und ihre Kolleginnen um Gleichbehandlung und Gleichberechtigung kämpfen, oft auch sexuell belästigt und in ihrer Arbeit behindert werden. Als Vorbild für Jessica May wählt Natasha Lester die Geschichte von Lee Miller und ich muss zugeben, ich habe diesen Namen bis dahin nie gehört und musste diesen erstmal googeln. Das berühmte Badewannenbild kannte ich zwar, wusste aber nicht, wen es zeigt und wie es dazu kam. Und genau darum geht es der Autorin. Dass die Arbeiten und die Einsätze der Frauen nach den Krieg einfach in Vergessenheit geraten sind, obwohl es so wichtig ist, sich daran zu erinnern. Wie mittlerweile oft, gibt es auch in diesen Roman einen zweiten Handlungsstrang in der Gegenwart. Arthändlerin D´Arcy soll für eine Galerie Fotos nach Australien holen. Niemand weiß, wer sich hinter den berühmten „Photographer“ verbirgt, aber D´Arcy kommt diesen Geheimnis schon bald auf die Spur und damit auch der Vergangenheit ihrer eigenen Familie. Geschickt schlägt die Autorin damit eine Verbindung zwischen beiden Strängen. Die Autorin Natasha Lester versteht es einfach Geschichten zu erzählen und zugleich Geschichte als spannende Unterhaltung erlebbar zu machen. Ein farbenprächtiger Roman und ein perfekter Pageturner! Erwähnen möchte ich unbedingt auch das wunderschöne Cover, welches diesen Roman zu einen echten Eyecatcher macht und hoffentlich viele Leser*innen anlockt. Ein sehr ausführliches und interessantes Nachwort runden diesen tollen Roman perfekt ab, den ich sehr gern empfehle und für den ich volle Punktzahl vergebe. Natasha Lester – sehr gern sehr viel mehr von Ihnen.

Das Modell und die Fotografin
von hasirasi2 aus Dresden am 17.08.2020

1942: Jessica May ist Fotomodell in New York, ziert die Titelseiten der Vogue, schreibt aber auch selbst Artikel und macht Fotos. Als ihr Freund ein Foto von ihr für die Werbung von Damenhygiene verkauft, enden ihre Karriere und ihre Beziehung abrupt. Jessica sieht das als Chance, sich endlich einen Namen als Kriegsfotojournalis... 1942: Jessica May ist Fotomodell in New York, ziert die Titelseiten der Vogue, schreibt aber auch selbst Artikel und macht Fotos. Als ihr Freund ein Foto von ihr für die Werbung von Damenhygiene verkauft, enden ihre Karriere und ihre Beziehung abrupt. Jessica sieht das als Chance, sich endlich einen Namen als Kriegsfotojournalistin zu machen und überredet ihre Chefin, sie für die Vogue nach Europa zu schicken. Ihre Voraussetzungen für den Job, sind gut, da ihre Eltern Paläobotaniker und mit ihr auf der ganzen Welt unterwegs waren. Sie braucht keinen Luxus zum Leben, spricht fließend Französisch, Italienisch, etwas Deutsch. Zusammen mit anderen Journalistinnen wird sie der Armee unterstellt und bekommt den Rang eines Captains, darf aber immer nur dann arbeiten, wenn sie auch einen Marschbefehl bekommt. Also besteht ihre Zeit in Europa lange nur aus Warten … Natasha Lester erzählt in ihrem neuen Buch „Die Bilder der Frauen“ von zu Unrecht vergessenen Heldinnen des 2. Weltkrieges – weiblichen Journalistinnen. Von Frauen wie Lee Miller (Jessicas historischem Vorbild) und Martha Gellhorn, der Ehefrau von Ernest Hemingway, die genau wie ihre männlichen Kollegen oft an vorderster Front und mitten im Kriegsgeschehen waren, aber trotzdem nicht ernst genommen, (sexuell) belästigt und bei der Arbeit behindert wurden. Sie lässt den Leser an deren Kampf um Anerkennung und Gleichberechtigung teilhaben. Ich fand es erschreckend, dass selbst Ernest Hemingway seiner Frau den Beruf bzw. den Erfolg nicht gegönnt hat. „Bist du Kriegskorrespondentin oder die Frau in meinem Bett?“ (S. 95) Der Krieg wird sehr direkt, bewegend, aufwühlend und intensiv aus weiblicher Sicht beschrieben. Jessica und Martha sollen eigentlich nur die weiblichen Army-Mitglieder wie z.B. Krankenschwestern interviewen und fotografieren, finden ihre Inspirationen aber überall, haben die Kamera stets griffbereit und berichten neben dem aktuellen Geschehen auch von den kleinen Freuden oder Glückbringern der Soldaten, von geretteten Kindern, die in Lazaretten aufgezogen werden. Und obwohl sie ihren Job wirklich gut machen, berühmte Bilder schießen und Millionen Menschen erreichen, werden sie nicht immer wieder respektlos behandelt und auf ihr Geschlecht reduziert. „Ich dachte, sie sehen mich inzwischen als eine der Ihren. Aber inzwischen glaube ich, dass wird nie passieren. Ich bin in erster Linie eine Frau, und alles andere ist bestenfalls zweitrangig.“ (S. 224) Natasha Lester lässt das Grauen des Krieges lebendig werden, schreibt über die Befreiung der KZ’s und wie die Soldaten nicht glauben konnten, was sie da sehen. Sie lässt Jessica aber auch über die Vergewaltigungen der Französinnen durch die amerikanischen Soldaten recherchieren und wie diese versucht, dem entgegenzuwirken. Auch die zarte Liebesgeschichte zwischen Jessica und Major Dan Hallworth hat sich harmonisch in die Handlung eingefügt und mir gut gefallen. Daneben gibt es noch einen zweiten Handlungsstrang, der 2004 in Frankreich spielt. Arthandlerin D‘Arcy soll für ihre Galerie die Fotos des berühmten „Photographer“ nach Sydney holen. Niemand weiß, wer sich hinter dem Pseudonym versteckt, aber D‘Arcy kommt dem Geheimnis bald auf die Spur und damit auch der Vergangenheit ihrer eigenen Familie. Dieser Teil der Geschichte war ebenfalls sehr spannend und überraschend, allerdings war mir die darin enthaltene Liebesgeschichte etwas zu flach und für die Handlung nicht wirklich notwendig.

eine Kriegsreporterin im zweiten Weltkrieg
von einer Kundin/einem Kunden aus München am 17.08.2020
Bewertet: Format: eBook (ePUB)

Erzählt wird die Geschichte von Jessica May, die versucht, als Kriegsreporterin Fuß zu fassen und über den zweiten Weltkrieg zu berichten. Dass sie zur damaligen Zeit mit großen Vorurteilen zu kämpfen hatte, war zu erwarten. Aber durch ihre Hartnäckigkeit und ihre intelligenten Reportagen gelingt es ihr langsam immer mehr Aufmer... Erzählt wird die Geschichte von Jessica May, die versucht, als Kriegsreporterin Fuß zu fassen und über den zweiten Weltkrieg zu berichten. Dass sie zur damaligen Zeit mit großen Vorurteilen zu kämpfen hatte, war zu erwarten. Aber durch ihre Hartnäckigkeit und ihre intelligenten Reportagen gelingt es ihr langsam immer mehr Aufmerksamkeit und Anerkennung zu erringen. Mit Jessica zusammen erfährt der Leser viel über die Kriegsgeschehnisse, über menschliche Schicksale, politische Entwicklungen aber auch über einige Prominente, die wirklich gelebt haben und denen sie über den Weg läuft. Der historische Teil hat mir sehr gut gefallen und auch die Liebesgeschichte ist glaubhaft und nicht kitschig. Wie meistens war ich etwas enttäuscht, dass es noch einen weiteren Handlungsstrang gab, der zeitlich in der Gegenwart spielte. Diese Teile waren nicht so spannend für mich und ich hätte sie nicht gebraucht. Ich mag den Zeitenwechsel meist nicht, weil in 90 % der Bücher nur eine Ebene mich fesseln kann. Das war leider auch hier der Fall, deshalb ziehe ich einen Stern in meiner Bewertung ab. Das ist natürlich subjektiv. Viele Leserinnen stören sich nicht an so etwas. Ich mochte den Erzählstil der Autorin, die ich vorher noch nicht kannte. Sie hat das Leben einer realen Frau als Ausgangspunkt genommen, was mir gut gefällt, da es dem Ganzen mehr Tiefe gibt. Am Schluss noch ein Wort zum Cover. Das ist zum Verlieben schön und im Buchladen hätte ich sicherlich zugegriffen.


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