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Der Freund

Roman

Sigrid Nunez ist eine der beliebtesten Autorinnen der amerikanischen Gegenwartsliteratur. Für ihr viel bewundertes Werk wurde sie mehrfach ausgezeichnet. Für "Der Freund" erhielt sie 2018 den National Book Award und erreichte ein großes Publikum. Sie lebt in New York City.
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Beschreibung

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 235
Erscheinungsdatum 21.01.2020
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-351-03486-3
Verlag Aufbau
Maße (L/B/H) 21,8/13,6/2,5 cm
Gewicht 371 g
Originaltitel The Friend
Auflage 1. Auflage
Übersetzer Anette Grube
Verkaufsrang 1722
Buch (gebundene Ausgabe)
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Kundenbewertungen

Durchschnitt
30 Bewertungen
Übersicht
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Wundervoller Roman voller lebenskluger Überraschungen
von Lesendes Federvieh aus München am 11.03.2020

Die Ich-Erzählerin, eine Schriftstellerin, lebt zurückgezogen in einer kleinen Wohnung in New York City. Als ihr bester Freund stirbt, nimmt sie dessen Hund bei sich auf. Doch Apollo ist nicht irgendein Hund, sondern eine achtzig Kilo schwere riesige Dogge. Obwohl der Vermieter keine Hunde duldet, bringt sie es nicht fertig, Apo... Die Ich-Erzählerin, eine Schriftstellerin, lebt zurückgezogen in einer kleinen Wohnung in New York City. Als ihr bester Freund stirbt, nimmt sie dessen Hund bei sich auf. Doch Apollo ist nicht irgendein Hund, sondern eine achtzig Kilo schwere riesige Dogge. Obwohl der Vermieter keine Hunde duldet, bringt sie es nicht fertig, Apollo seinem Schicksal überlassen. Beide sind in Trauer, doch gemeinsam nähern sie sich Stück für Stück dem Sonnenschein... "Der Freund" ist ein wundervolles Buch voller schlauer Überraschungen. Lebensklug und unaufdringlich lässt die Ich-Erzählerin Stationen ihres Lebens und Alltags Revue passieren. Sie denkt über Vieles nach und gerade diese Gedankengänge und Überlegungen machen dieses Buch so lebendig und einzigartig. Sie beschäftigt sich mit Freundschaft, Liebe, Literatur - und Apollo. Ich empfinde es wie ein Gespräch oder eine Unterhaltung unter guten Freunden, man kommt "vom Hundertsten ins Tausende". Und möchte nicht aufhören zuzuhören, in diesem Fall nicht aufhören zu lesen. Ich kann der Journalistin und Schriftstellerin Johanna Adorján nur zustimmen als sie meinte "Auf jeder Seite wollte ich mir mehrere Sätze anstreichen, [...]", mir ging es genauso. Mit ihrer schnörkellosen, klaren und angenehmen Sprache gelingt es Sigrid Nunez ihrer Geschichte eine Leichtigkeit und gleichzeitig eine solche Kraft zu verleihen, dass ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen wollte. Dieser Roman ist wirklich etwas Besonderes, er berührt, zaubert ein Lächeln auf die Lippen und regt zum Nachdenken an. Einfach klasse. Fazit: Ein Freund, genau das ist das Buch auch für mich geworden

Abschied nehmen
von Martin Schult aus Borken am 06.03.2020
Bewertet: eBook (ePUB)

Eine in New York zurückgezogend lebende Schriftstellerin verliert plötzlich ihren besten Freund und Mentor. Er hat für sich den Freitod gewählt, was ihr als zusätzliche Last zur Trauerbewältigung auferlegt wird. Die zurückgebliebene dritte Ehefrau konfrontiert die Schriftstellerin kurz nach dem Tod mit einem angeblichen Wunsch i... Eine in New York zurückgezogend lebende Schriftstellerin verliert plötzlich ihren besten Freund und Mentor. Er hat für sich den Freitod gewählt, was ihr als zusätzliche Last zur Trauerbewältigung auferlegt wird. Die zurückgebliebene dritte Ehefrau konfrontiert die Schriftstellerin kurz nach dem Tod mit einem angeblichen Wunsch ihres Ehemannes, sie, die Schriftstellerin, solle sich seines Hundes Apollo annehmen. Die Katzenliebhaberin hat bisher noch keine wirkliche Berührung mit Hunden gehabt und dabei auch eigentlich nichts vermisst. Sie nimmt ihn dennoch bei sich auf, was aufgrund seiner Größe, der kleinen Wohnung und dem Haustierverbot durchaus nicht unproblematisch ist... Die in Amerika beliebte Gegenwartsautorin Sigrid Nunez hat für ihren achten Roman "Der Freund" den "National Book Award" erhalten, was meine Aufmerksamkeit geweckt hat. Sie erzählt ihre Geschichte in einem aus meiner Sicht durchaus anspruchsvollen und auf diese Art auch fesselnden Schreibstil und thematisiert die Trauerbewältigung. Ihre namenlose Haupt-Protagonistin muss den Schmerz und die hinterlassenen Lücke, die ihr bester Freund hinterlassen hat, überbrücken. Dabei steht ihr die Harlekin-Dogge ihres verstorbenen Freundes zur Seite, die bei ihr eine völlig neue Sicht auf die Welt ermöglicht. Sie sieht in ihm ihren Freund zu dem sie niemals so vor-gedrungen ist, wie sie es gerne gehabt hätte. Es war immer eine Beziehung auf der Freundschaftsebene, aber dadurch auch viel intensiver als die drei Ehen, die er in der Zeit eingegangen ist. Gerade der Punkt des Freitodes kann sie nicht verstehen und lässt in ihr auch immer wieder Zweifel aufkommen, ob sie es nicht hätte verhindern können. Sie flüchtet sich in die Literatur und versucht so zu einer Erklärung und Ruhe zu kommen. Insgesamt ist "Der Freund" von Sigrid Nunez für mich ein nicht immer einfach zu lesender, aber sehr tiefgehender und berührender Roman. Die erhaltende Auszeichnung hat sich die Autorin aufgrund ihres Erzähltalents redlich verdient, so dass ich das Buch sehr gerne weiterempfehle und mit den vollen fünf von fünf Sternen bewerte.

Depression und Trauer
von einer Kundin/einem Kunden aus Leiben am 24.02.2020

Eine Autorin trauert um ihren langjährigen Freund und Dozenten, der sich das Leben genommen hat. Gemeinsam mit einer alten Dogge, die sie von ihm übernommen hat beginnen die beiden ihren Trauerprozeß. Cover: Habe das Hardcover. Sehr gute Qualität und hat sogar ein Lesebändchen. Meine Meinung zum Buch: Ich hatte etwas ande... Eine Autorin trauert um ihren langjährigen Freund und Dozenten, der sich das Leben genommen hat. Gemeinsam mit einer alten Dogge, die sie von ihm übernommen hat beginnen die beiden ihren Trauerprozeß. Cover: Habe das Hardcover. Sehr gute Qualität und hat sogar ein Lesebändchen. Meine Meinung zum Buch: Ich hatte etwas andere Erwartungen an das Buch. Der Stil der Autorin ist kein "normaler" Romanstil. Sie orientiert sich eher an Literatur. Es werden eine Menge an Autoren etc. zitiert und eine Menge an Themen angesprochen. Für meinen Geschmack war es mir zu viel Durcheinander und zu wenig Fokus am eigentlichen Thema. Das Thema Depression hat sie allerdings so gut aufgegriffen dass mir beim Lesen immer wieder aufgefallen ist, dass mich das Buch demotiviert hat. Ich musste mich phasenweise zusammenreißen um weiter zu lesen. Mit all dem hätte ich ja noch leben können, wenn nicht am Ende hin das ganze Thema im Prinzip von der Autorin selber als nichtig dargestellt worden wäre. Das hat dem Buch die Glaubwürdigkeit sehr reduziert. Die Beziehung zu der Dogge und deren gemeinsamer Trauerprozeß werden immer wieder thematisch unterbrochen. Einzig man erfährt sehr viele Fakten über Hunde und sonstige Themen. Leider war das Buch nicht meines. Fazit: Zu unruhig und sprunghaft.