Pandatage

Roman

James Gould-Bourn

(190)
eBook
eBook
16,99
16,99
inkl. gesetzl. MwSt.
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar
Sofort per Download lieferbar

Weitere Formate

gebundene Ausgabe

20,00 €

Accordion öffnen

eBook (ePUB)

16,99 €

Accordion öffnen

Hörbuch (MP3-CD)

11,93 €

Accordion öffnen

Beschreibung

Lustiger und zu Herzen gehender als alles, was Sie bisher gelesen haben.

Danny Malooley hat es schwer. Ein Glückspilz war er noch nie, aber seitdem seine Frau vor etwas mehr als einem Jahr bei einem Unfall ums Leben gekommen ist, läuft gar nichts mehr glatt. Sein kleiner Sohn Will hat aufgehört zu sprechen, Danny verliert den Job, und als ihm auch noch sein Vermieter mit Rausschmiss droht, kauft er von seinem letzten Geld ein Pandakostüm, um als Tanzbär Geld zu verdienen. Doch tanzen kann er leider auch nicht ...
Ein Panda steht für Frieden und Freundschaft, aber so weit denkt Danny nicht. Das Kostüm ist ein Ladenhüter und billig, deshalb muss es als Verkleidung herhalten. Ein neuer Straßenkünstler ist geboren. Anfangs macht sich Danny vor allen Dingen lächerlich, aber als sich die Pole-Tänzerin Krystal seiner erbarmt und ihm Tanznachhilfe gibt, klingelt die Kasse so leidlich. Als Pandabär verkleidet beobachtet Danny eines Tages, wie sein kleiner Sohn Will von anderen Jungen schikaniert wird, und schreitet ein. Will fasst Vertrauen in den vermeintlich fremden Panda. Und er spricht. Ein Roman voller Situationskomik, der rührend und saukomisch zugleich eine der liebenswertesten Vater-Sohn-Beziehungen in der Literatur beschreibt. Wer »About a Boy« mochte, wird dieses Buch lieben.

James Gould-Bourn wurde 1982 in Manchester geboren. Nachdem er einige Jahre bei Organisationen gearbeitet hat, die in Afrika und im Mittleren Osten Landminen entfernen, nahm er an einem Kurs zum kreativen Schreiben in London teil. Sein dort entstandener Roman war einer der auch international heiß umkämpftesten Titel im Herbst 2018. Zurzeit lebt der Autor in Vilnius.

Produktdetails

Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Family Sharing Ja i
Text-to-Speech Nein i
Seitenzahl 384 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 02.05.2020
Sprache Deutsch
EAN 9783462320497
Verlag Kiepenheuer & Witsch
Dateigröße 1233 KB
Übersetzer Stephan Kleiner
Verkaufsrang 7028

Kundenbewertungen

Durchschnitt
190 Bewertungen
Übersicht
127
52
11
0
0

Englischer Humor
von einer Kundin/einem Kunden am 21.09.2020
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Wie schön war es dieses Buch zu lesen, ganz besonders vielleicht auch in dieser Zeit der Corona Pandemie. Anfangen möchte ich mit der Übersetzung, die ausgesprochen gelungen sein muss, denn der spezielle englische Humor, den ich so liebe, war deutlich zu entnehmen. Wenn es das Leseexemplar auf englische gegeben hätte, hätte ic... Wie schön war es dieses Buch zu lesen, ganz besonders vielleicht auch in dieser Zeit der Corona Pandemie. Anfangen möchte ich mit der Übersetzung, die ausgesprochen gelungen sein muss, denn der spezielle englische Humor, den ich so liebe, war deutlich zu entnehmen. Wenn es das Leseexemplar auf englische gegeben hätte, hätte ich mich darum beworben. Das Gleichgewicht zwischen der traurigen Geschichte über den Verlust eines geliebten Menschen und die damit verbundenen Traumata und der Lust auf das Leben, der Humor und die Naivität des Protagonisten Danny ist wunderbar. Immer wieder schafft er es, sich aus einer Situation herauszuwinden, manchmal mit der Hilfe eines Zufalles oder Freundes, manchmal durch eigene Kraft. Eine ganz liebenswerte Person, ebenso wie sein Sohn Will, der in vielem viel lebenserfahrener wirkt als sein Vater. Die Beziehung zwischen Vater und Sohn entwickelt sich auf eine so bezaubernde Art und Weise, das ich wirklich bewegt war. Die realistische Entscheidung, dass sie den Wettbewerb der Straßenkünstler doch nicht gewinnen, finde ich sehr gelungen. Sicherlich auch, weil sie danach alles zum Guten wendet. Das Happy End war für mich wirklich realistisch und vor allen Dingen wichtig. Das mag der momentanen Lebenssituation von uns allen geschuldet sein. Diesen Roman werde ich auf jeden Fall weiterempfehlen und kaufen, um ihn dann zu verschenken.

Pandatage
von Svanvithe am 25.08.2020

Vor vierzehn Monaten starb Liz Malooley bei einem Autounfall, und seitdem ist für ihren Mann Danny und ihren Sohn Will nichts mehr, wie es war. Danny stammt aus einfachen Verhältnissen und hat keine Ausbildung. Liz und er sind früh Eltern geworden, ihre Liebe zueinander hielt die Familie bisher trotz aller Schwierigkeiten zusamm... Vor vierzehn Monaten starb Liz Malooley bei einem Autounfall, und seitdem ist für ihren Mann Danny und ihren Sohn Will nichts mehr, wie es war. Danny stammt aus einfachen Verhältnissen und hat keine Ausbildung. Liz und er sind früh Eltern geworden, ihre Liebe zueinander hielt die Familie bisher trotz aller Schwierigkeiten zusammen. Deshalb macht Vater und Sohn der tragische Verlust schwer zu schaffen, sie sind von der sich daraus ergebenden Situation überfordert. „Ich will mit ihr darüber reden, was passiert ist. Ich will einfach nur mit meiner Mum darüber reden, dass meine Mum nicht mehr da ist. Sie war immer diejenige, die alles wieder gut gemacht hat… Mum war meine Mum, aber sie war auch meine Freundin…“ (Seite 197) Der elfjährige Will, der mit seiner Mutter im Wagen saß, als dieser verunglückte, spricht nicht mehr. Danny kommt nicht nur mit seiner Rolle als alleinerziehender Vater nicht klar, er sieht sich auch außerstande, Will aus der Stille zu reißen. Und dann wären da noch weitere Probleme: Er schuldet seinem zwielichtigen und gewalttätigen Vermieter Reg die Miete und wird von diesem bedroht. Doch wie soll er das Geld auftreiben, hat er zu allem Übel noch seinen Job auf der Baustelle verloren. Hier ist guter Rat teuer. Oder es bedarf eines Pandabärenkostüms, auch wenn es nach Erbrochenem stinkt. Was soll schon so schwierig daran sein, als tanzender Panda Geld zu verdienen. Den Straßenkünstlern im Park gelingt es schließlich auch. Erfolgreich ist Danny trotz seiner Bemühen leider nicht. Denn eigentlich hat er mangels Rhythmusgefühl kein Talent zum Tanzen, und etwas Besonderes bietet er den Leuten ebenfalls nicht. Dessen ungeachtet gibt er nicht auf und versucht es weiter. Eines Tages beobachtet er, wie sein Sohn von anderen Jungen drangsaliert wird. Er hilft ihn, und das Unmöglich geschieht: Will redet mit ihm als Pandabär und vertraut ihm Dinge an, von denen sein Vater keine Ahnung hat. Aber Will weiß nicht, dass Danny in diesem Kostüm steckt. Und diesem, dankbar, die Stimme seines Sohnes überhaupt wieder zu hören, ist es unmöglich, seine wahre Identität zu offenbaren, aus Angst, dass Will erneut verstummt. Allerdings das Geheimnis ist nicht die einzige Herausforderung, der sich Danny und auch Will stellen müssen... „Pandatage“ ist der erste Roman von James Gould-Bourn. Der 1982 in Manchester geborene Autor hat in Afrika und im Mittleren Osten Landminen entfernt und an einem Kurs für kreatives Schreiben teilgenommen. Eine richtige Entscheidung. James Gould-Bourn nutzt seine vorhandenen und erworbenen Fähigkeiten, so dass „Pandatage“ alles beinhaltet, was eine lebensfreudige Geschichte ausmacht, die vielleicht - auf unkomplizierte und charmante Art - ab und an von der Realität abweicht, die jedoch im Wesentlichen mit ergreifenden Momentaufnahmen, in denen sich Lachen und Weinen abwechseln, sowie dialogstarken Pointen und sinnreichen Formulierungen überrascht und zum Nachdenken anregt. Bei aller Melancholie ist „Pandatage“ kein trauriges Buch. Dem Autor gelingt es auf bemerkenswert ehrliche, ausbalancierte und sensible Weise und ohne Pathos, die Trauer so zu dosieren, dass sie einem beim Lesen zwar ans Herz greift, indes in ihrer Schwermut zu keinem Zeitpunkt niederdrückt. Dafür sorgt zudem, dass Themen wie Verlust, Sehnsucht, Ängste, Freundschaft und vor allem Liebe und Familie, so klein sie auch sein möge, in einen Rahmen aus erquicklichem Humor gebettet sind, die Ereignisse stimmungsvoll, beschwingt und wendungsreich erzählt werden. Der Roman lebt primär von seiner bis hin zu den Nebendarstellern bunten Mischung aus unglaublich originellen Figuren. Dannys Kollege Ivan, der mehr als ein Kumpel ist, Wills bester Freund Mo, Tänzerin Krystal, Lehrer Coleman, Tim und die anderen Straßenkünstler, ja zwielichtige Gestalten sorgen außerdem für Turbulenz, Unterstützung und Vielfalt der Emotionen, auch in ausweglos scheinenden Situationen. James Gould-Bourn debütiert mit einer herzenswarmen Geschichte von Vater und Sohn, die einander brauchen und unter unwahrscheinlichsten Umständen wieder zueinanderfinden. „Pandatage hebt die Stimmung und beglückt. Ich habe mit einem guten Gefühl Abschied von den beiden genommen.

Ungewöhnlich gut
von einer Kundin/einem Kunden aus Augsburg am 24.08.2020
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

"Pandatage" erzählt eine wunderbare äußergewöhnliche und schräge Geschichte von Familie, Schmerz, Verlust und den kostbaren Momenten des Lebens. Nachdem Will seine Mutter verloren hat, hört er auf zu sprechen. Nicht einmal Danny kommt an ihn heran. Als dieser auch noch seinen Job verliert, weiß er nicht weiter. Aus purer Verzwe... "Pandatage" erzählt eine wunderbare äußergewöhnliche und schräge Geschichte von Familie, Schmerz, Verlust und den kostbaren Momenten des Lebens. Nachdem Will seine Mutter verloren hat, hört er auf zu sprechen. Nicht einmal Danny kommt an ihn heran. Als dieser auch noch seinen Job verliert, weiß er nicht weiter. Aus purer Verzweiflung verkleidet er sich als Panda und tanzt im Park für Geld. Eines Tages spricht Will seinen verkleideteten Vater plötzlich an - ohne zu wissen, wer er ist. Es ist der Beginn einer seltsamen Freundschaft und ihrem Weg zurück ins richtige Leben. Das Buch ist sehr locker geschrieben, dabei aber dennoch sehr emotional und berührend. Situationen, Gedanken und Gefühle werden ungeschönt wieder gegeben, fast schon mit einer resignierten Sachlichkeit, was einen starken Kontrast zu den vermittelten Emotionen bildet. Die Figuren, die Story und die Dialoge sind von Klischees teilweise völlig überladen. Nicht einmal der Protagonist Danny erscheint als runde Figur, die Story ist oftmals an den Haaren herbei gezogen. Genau das ist es aber, was dieses Buch so unheimlich besonders macht, denn es funktioniert. Vielleicht trotzdem, vielleicht auch gerade deswegen. Alle Klischees zusammen ergeben kein klischeehaftes Buch, sondern greifen wunderbar ineinander und ergeben und unkonventionelle, neuartige Geschichte. Mit all seiner Abstrusität, den ironisch stereotypisierten Figuren und den unnatürlichen Dialogen schafft es "Pandatage" gleichzeitig wahnsinnig emotional zu sein. Es bringt einen zum Nachdenken, ohne zu offensichtlich zu sein. Ich weiß ehrlich nicht, wie ich dieses Buch erklären soll. Fest steht für mich allerdings, ich habe noch nie ein ähnliches Buch gelesen und es ist für mich wirklich etwas ganz besonderes. Wenn man bereit ist, sich auf etwas Ungewöhnliches einzulassen, sollte man dieses Buch unbedingt lesen!

  • Artikelbild-0