Das Juliusspital. Ärztin aus Leidenschaft

Roman

Die Juliusspital-Reihe Band 1

Claudia Beinert, Nadja Beinert

(31)
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Beschreibung

Als die Frauen operieren lernten: die große Familiensaga um eine Frau, die im 19. Jahrhundert Ärztin werden will

Würzburg im 19. Jahrhundert: Bankierstochter Viviana Winkelmann träumt davon, Ärztin zu werden - obwohl Frauen seit 1800 nicht mehr studieren dürfen. Als die junge Frau sich unstandesgemäß verliebt und schwanger wird, wirft ihre Familie sie aus dem Stadtpalais. Um sich und ihre kleine Tochter Ella über Wasser zu halten, verdingt sich die einst vornehme Viviana als Gehilfin in der Apotheke des renommierten Würzburger Juliusspitals. Doch soll das wirklich alles sein, was sie als Frau im Leben erreichen kann? Sie belauscht Vorlesungen berühmter Ärzte am Spital und lernt Professor Virchow kennen, der einer Weltsensation auf der Spur ist. Ihre Zukunft, das spürt sie, liegt als Ärztin im Spital - auch wenn ihr dadurch nicht nur der eigene Bruder zum erbitterten Feind wird.

Die Zwillingsschwestern Claudia und Nadja Beinert haben gemeinsam bereits fünf historische Romane geschrieben; Geschichte lebendig werden zu lassen, ist ihre große Leidenschaft. Mit der Familiensaga »Das Juliusspital« um mehrere Generationen von Ärztinnen und das Juliusspital in Würzburg wenden sie sich dem spannenden Thema »Frauen in der Medizin« zu.
Der zweite Band der Familiensaga, »Das Juliusspital. Ärztin in stürmischen Zeiten«, erzählt die Geschichte von Viviana Winkelmanns Enkelin Henrike, die darum kämpft, Psychologie studieren und im Juliusspital als Irren-Ärztin arbeiten zu dürfen.

Produktdetails

Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Family Sharing Ja i
Text-to-Speech Nein i
Seitenzahl 576 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 28.04.2020
Sprache Deutsch
EAN 9783426454039
Verlag Droemer Knaur Verlag
Dateigröße 1384 KB
Verkaufsrang 7630

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Das Recht auf Gelehrsamkeit
von LEXI am 11.10.2020
Bewertet: Einband: Taschenbuch

„Sie hätte das Zeug zu einer guten Ärztin, einer wahren Ärztin aus Leidenschaft. Sie will die Medizin nicht um des Ruhmes willen lernen.“ Viviana Winkelmann wuchs im behüteten Umfeld einer angesehenen und wohlhabenden Bankiersfamilie in Würzburg auf. Bereits von Kindheit an wurde die kluge und wissensdurstige Viviana von ihre... „Sie hätte das Zeug zu einer guten Ärztin, einer wahren Ärztin aus Leidenschaft. Sie will die Medizin nicht um des Ruhmes willen lernen.“ Viviana Winkelmann wuchs im behüteten Umfeld einer angesehenen und wohlhabenden Bankiersfamilie in Würzburg auf. Bereits von Kindheit an wurde die kluge und wissensdurstige Viviana von ihrer unnahbaren Mutter Elisabeth dazu gezwungen, den gesellschaftlichen Erwartungen zu entsprechen. Als sie im April des Jahres 1850 von ihrer ersten großen Liebe schwanger wird, ist die Katastrophe vorprogrammiert. Es werden alle Hebel in Bewegung gesetzt, um den Skandal von der Familie fernzuhalten. Vivianas Schande soll vertuscht, das uneheliche Kind in einem Kloster zur Welt gebracht und sofort weggegeben werden. Doch die impulsive und eigensinnige Viviana entscheidet sich für einen anderen Weg als jenen, den ihre Familie für sie vorgesehen hat. In der wohlmeinenden und gutherzigen Magda Vogelhuber findet sie eine Unterstützerin und Freundin, die Anstellung in der Apotheke des angsteinflößenden Juliusspitals weckt in der jungen Mutter das Interesse und die Leidenschaft für die Medizin. Vivianas vorrangiges Ziel ist es ab diesem Zeitpunkt, ihren großen Traum zu verwirklichen und Ärztin zu werden. Claudia & Nadja Beinert erzählen im ersten Band um das Würzburger Juliusspital die Geschichte einer verwöhnten jungen Frau aus gutem Hause, deren Leben durch einen einzigen Fehltritt vollkommen aus den Fugen gerät. Die Ansichten der sogenannten besseren Gesellschaft im Bayern des neunzehnten Jahrhunderts, die eingeschränkten Rechte der Frauen sowie der Kampf um ihre Bildung nehmen viel Raum ein. Großes Augenmerk wird in diesem Krankenhausroman natürlich auch auf den Bereich der Medizin und Wissenschaft/Forschung gelegt. Ausnahme-Mediziner wie der Erforscher der Zelle namens Rudolf Ludwig Karl Virchow, der sympathische Schweizer Professor Rudolf Albert Kölliker, der vielfachbegabte Erforscher der Syphilis Franz von Rinecker sowie Karl Friedrich von Marcus sind wichtige Figuren im Juliusspital. Die Autorinnen verstanden es perfekt, dem Leser die faszinierende Welt der Medizin und die Fortschritte der Forschung nahezubringen. Ich verfolgte ebenso wie die Protagonistin Viviane in atemloser Spannung Vorlesungen der Ärzte, durfte an Erkenntnissen der Gelehrten und Wissenschaftler teilhaben und auf diese Weise Medizingeschichte hautnah erleben. Für mich wurde es keine einzige Sekunde langweilig, die im Vordergrund stehende Geschichte der fiktiven Protagonistin Viviana wurde geschickt mit dem Leben und Wirken historisch belegter Persönlichkeiten verwoben. Die Autorinnen schilderten das Leben in Würzburg im neunzehnten Jahrhundert, welches zunächst aus der Sicht von Vivianes wohlhabender Familie, später aus jener der ledigen jungen Mutter in einem der ärmsten Viertel der Stadt beschrieben wurde. Das Misstrauen und die Angst der Bevölkerung hinsichtlich einer Behandlung im Juliusspital wird durch Magda Vogelhuber veranschaulicht, eine Figur, welche durch ihre geradlinige, nüchterne Art und vor allem ihren Würzburger Dialekt überzeugte. Mit Viviana Winkelmann präsentieren Claudia & Nadja Beinert eine sehr sympathische, offene und ehrliche weibliche Hauptfigur, deren einziges Vergehen es ist, sich in einen nicht standesgemäßen jungen Mann zu verlieben. Die Wandlung vom unbedarften jungen Mädchen aus besserem Hause zu einer mit beiden Beinen im Leben stehenden Frau, die für das Leben ihres Kindes sowie die Verwirklichung ihrer Träume kämpft, ist hervorragend dargestellt. All die Ängste, Hoffnungen und Träume, auch die Sehnsucht nach Versöhnung mit der Familie, haben mich während dieser knapp sechshundert Seiten zählenden Lektüre tief bewegt. Mit dem freundlichen jungen Steinmetz Paul, dem selbstsicheren Studenten der Kinderheilkunde Hubertus von Hardenberg und dem wissenschaftlichen Mitarbeiter Doktor Richard Staupitz betreten interessante männliche Darsteller den Schauplatz der Handlung. Vivianas Vater Johann Gottlieb Winkelmann und ihr Bruder Valentin spielen jeweils wichtige Rollen im Leben der jungen Frau. Während der Vater Vivianas wichtige Bezugsperson darstellt, setzt ihr kaltherziger und hasserfüllter älterer Bruder alles daran, Vivianas Hoffnungen und Träume zu zerstören. Neben weiteren kleinen Nebenfiguren erhielten die beiden Frauenrechtlerinnen Roswitha Höpfer und Ursula Schleich ebenfalls Gastauftritte im Buch. Die persönlichen Hintergründe der Protagonistin, gut gehütete Familiengeheimnisse und Vivianas verbotene Aktivität im Kampf um die Frauenrechte sorgten darüber hinaus für Spannung und einige Turbulenzen im Buch. Fazit: „Ärztin aus Leidenschaft“ hat mich voll und ganz begeistert! Hervorragend recherchierte historische Fakten, in einnehmendem Schreibstil gekonnt mit einer ausgefeilten Geschichte verwoben, und liebevoll gezeichnete authentische Charaktere bescherten mir allergrößten Lesegenuss. Das Buch hat mir ausgezeichnet gefallen und ich kann es jedem Leser empfehlen, der sich für diese Epoche interessiert, tief ins Würzburg des neunzehnten Jahrhunderts eintauchen und Medizingeschichte hautnah erleben möchte. Völlig begeisterte fünf Sterne und eine ganz klare Leseempfehlung!

Mitreißender medizinhistorischer Roman vor der Kulisse Würzburgs
von Lesendes Federvieh aus München am 06.10.2020
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Würzburg, 19. Jahrhundert: Bankierstochter Viviana Winkelmann fehlt es in ihrem herrschaftlichen Zuhause an nichts, doch als sie sich unstandesgemäß verliebt und schwanger wird, muss sie das Stadtpalais verlassen, um das Kind in einem Kloster zur Welt zu bringen. Als Viviana es nicht über das Herz bringt, ihre kleine Tochter Ell... Würzburg, 19. Jahrhundert: Bankierstochter Viviana Winkelmann fehlt es in ihrem herrschaftlichen Zuhause an nichts, doch als sie sich unstandesgemäß verliebt und schwanger wird, muss sie das Stadtpalais verlassen, um das Kind in einem Kloster zur Welt zu bringen. Als Viviana es nicht über das Herz bringt, ihre kleine Tochter Ella zurückzulassen, flieht sie gemeinsam mit ihr in das Armenviertel von Würzburg, wo Viviana alles daransetzt sie beide über Wasser zu halten. Als Gehilfin in der Apotheke des renommierten Würzburger Juliusspitals kommt sie verstärkt mit der Medizin in Berührung und entdeckt darin ihre Leidenschaft. Doch zur Verwirklichung ihres Traumes als Ärztin zu arbeiten ist es ein steiniger Weg mit zahlreichen Hindernissen. Mein Faible für medizinhistorische Romane ist mittlerweile ein fester Bestandteil meiner Leseroutine geworden, weshalb „Das Juliusspital – Ärztin aus Leidenschaft“ natürlich ebenfalls nicht fehlen durfte. Auf knapp 600 Seiten entfalten Claudia und Nadja Beinert einen mitreißenden Reihenauftakt, welcher Würzburg im 19. Jahrhundert dank der historischen Detailverliebtheit, den gut ausgearbeiteten Charakteren und den herzerwärmenden eingestreuten Dialektbrocken lebendig werden lässt. Durch die Wahl der wechselnden Erzählperspektiven gewinnt die Erzählung zusätzlich an Tiefe sowie Facettenreichtum und entwickelt zudem eine süchtigmachende Sogwirkung. Dabei beeindruckt die Geschichte mit einer starken Frauenfigur, die sich trotz zahlreicher Widrigkeiten nicht unterkriegen lässt und für ihre Träume kämpft. Weder ihre außereheliche Schwangerschaft, das damit verbundene Verstoßenwerden durch die Familie und ihr Status als Alleinerziehende noch die brüderlichen Intrigen und Rückschläge können Viviana von ihrem Weg abbringen. Mein kleines Highlight waren jedoch die medizinischen Forschungen, die sehr anschaulich geschildert werden und einen eingehenden Einblick in die Schaffenszeit Rudolf Virchows am Würzburger Juliusspital geben. Die stellenweise sehr wissenschaftlich detaillierte Passagen über die Syphilis- und Zellforschung sowie die zunehmende Bedeutung des Mikroskops oder auch die Sektionsszenen habe ich förmlich verschlungen, allerdings sollten dafür ein gewisses Grundinteresse sowie ein stabiler Magen vorhanden sein. Besonders spannend finde ich auch das Nachwort, in welchem die beiden Autorinnen Einblicke in ihre persönlichen Hintergründe zu der Geschichte sowie der historischen Details geben. Wer auf der Suche nach einem historisch sehr fundierten, mitreißenden Roman mit einer starken Frauenfigur ist, der wird mit „Das Juliusspital – Ärztin aus Leidenschaft“ eine große Freude haben. Neben gut ausgearbeiteten Charakteren beeindruckt es mit eingehenden Einblicken in die medizinwissenschaftlichen Errungenschaften Würzburgs Ende des 19. Jahrhunderts.

Teilweise langatmig
von manu63 aus Oberhausen am 27.08.2020

Ärztin aus Leidenschaft ist der erste Band der Juliusspital Diloge der Autorinnen Claudia und Nadja Beinert. Viviana, Tochter aus gutem Haus wird ungewollt schwanger und von ihrer Familie verstoßen. Sie muss sich nun alleine durchs Leben schlagen und entdeckt dabei ihren Wunsch Medizin zu studieren. Die Autorinnen lassen Vivian... Ärztin aus Leidenschaft ist der erste Band der Juliusspital Diloge der Autorinnen Claudia und Nadja Beinert. Viviana, Tochter aus gutem Haus wird ungewollt schwanger und von ihrer Familie verstoßen. Sie muss sich nun alleine durchs Leben schlagen und entdeckt dabei ihren Wunsch Medizin zu studieren. Die Autorinnen lassen Viviana von einer naiven jungen Frau zu einer starken Persönlichkeit reifen, die ihre Leben meistert. Der Schreibstil ist angenehm, wobei mir allerdings die recht langen Erläuterungen zu medizinischen Bereichen das Lesen etwas verleideten. Da wäre mir ein strafferer Werdegang der Geschichte lieber gewesen. Wer solche Passagen mag wird vom Buch begeistern sein, ich mag da lieber mehr Handlung rund um die Protagonisten. Die Entwicklung der Geschichte und ihr Ende haben mit gut gefallen und ich kann das Buch als Lektüre, trotz der Längen empfehlen.

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