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Gebundene Ausgabe

Edition Werke der Weltliteratur - Gebundene Ausgabe Band 44

„Im April 1945 ist der Krieg vorbei, doch in Dr. Dolls Träumen lebt er fort. Immer und immer wieder derselbe Traum von Stalin, Churchill und Roosevelt im Bombentrichter. Erst flieht er aus seiner Kleinstadt, dann in die Drogenabhängigkeit. Als ihm auch seine junge Frau in die Morphiumsucht zu entgleiten droht, beginnt er von Neuem zu kämpfen und zaghaft an eine Zukunft zu glauben.“ Redaktion Gröls-Verlag (Edition Werke der Weltliteratur)
Portrait
Hans Fallada
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Beschreibung

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 188
Erscheinungsdatum 17.09.2019
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-96637-130-8
Verlag Gröls Verlag
Maße (L/B/H) 22,6/17,4/2,2 cm
Gewicht 505 g
Auflage 1
Buch (gebundene Ausgabe)
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16,90
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inkl. gesetzl. MwSt.
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Apathie der Nachkriegszeit
von NiWa am 30.05.2015
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Deutschland nach dem Krieg. Das Land liegt in Trümmern, die Alliierten werden erwartet und der Albtraum des 2. Weltkriegs neigt sich dem Ende zu. Der Schriftsteller Doll und seine junge Frau sehen dem Kriegsende mit Zuversicht entgegen. Endlich naht die Rettung aus der Ungewissheit und man wagt wieder auf eine Zukunft zu hoff... Deutschland nach dem Krieg. Das Land liegt in Trümmern, die Alliierten werden erwartet und der Albtraum des 2. Weltkriegs neigt sich dem Ende zu. Der Schriftsteller Doll und seine junge Frau sehen dem Kriegsende mit Zuversicht entgegen. Endlich naht die Rettung aus der Ungewissheit und man wagt wieder auf eine Zukunft zu hoffen. Aber die Schatten des Krieges sind mit dessen Ende bei Weitem nicht überwunden. Stellvertretend für ein ganzes Volk erlebt das Ehepaar Doll einen alptraumhaften Gemütszustand aus Apathie, depressiver Stimmung und seltenen Hoffnungsschimmern, mit denen jeder auf seine eigene Weise umzugehen hat. Mangelnde Perspektiven im zertrümmerten Berlin, die unsagbare Selbstsucht, die dem Selbsterhaltungstrieb entstammt und die niederschmetternde Realität des Alltags lassen sich manchmal nur durch Morphium ertragen, bis man vielleicht doch den Schritt zur endgültigen Lösung wagt. Falladas zeitnah geschriebener Roman zeigt ein depressives Abbild der Monate nach dem Krieg. Teilweise verschwommen, schildert er, aus Sicht Dr. Dolls, diesen unfassbaren Gemütszustand, der sich gemeinsam mit seiner jungen Frau mehr schlecht als recht über Wasser halten kann. Der Autor schafft eine furchteinflössende authentische Atmosphäre, die auf den Leser übergeht, und welche die nicht enden wollenden Grauen des Krieges erahnen lässt. Meiner Meinung nach handelt es sich um ein alptraumhaftes, verworrenes Zeitdokument, das die Apathie der Nachkriegsmonate eindrucksvoll in die Gegenwart transportiert und uns damit den Nachhall dieser unvorstellbaren Kriegsjahre vor Augen führt.