Memorabilia

Manuel Schulte

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Beschreibung

In einer Welt ohne Regeln was für ein Mensch wärst du?
Geschlechtskrankheiten? Kein Problem. Überdosis? Egal. Mord? Immer wieder gern.

Fred ist ein Auftragskiller mit hundertprozentiger Erfolgsquote. Warum?
Er kann sich besser als jeder andere auf seinen Job vorbereiten, denn Fred erlebt seit fünf Jahren immer wieder denselben Tag ohne Grenzen, ohne Sorgen.
Allerdings bringt diese Zeitschleife nicht nur Vorteile mit sich. Das Leben wird für Fred unerträglich langweilig.
Selbst diverse Nahtoderfahrungen, sadistische Spielchen oder zwanglose Orgien bringen kaum noch den gewünschten Kick.
Fred will ausbrechen aus diesem Hamsterrad, doch sein Auftraggeber, der in diesem Zeitschleifenkonstrukt die Fäden zieht, droht ihm mit Höllenqualen.
Außerdem ist da ein geheimnisvoller Unruhestifter und Zoe, die Freds Welt komplett auf den Kopf stellt. Das vermeintliche Paradies hat plötzlich Risse. Kann er entkommen?
Und wenn, was kommt danach?

Produktdetails

Format ePUB i
Kopierschutz Nein i
Family Sharing Ja i
Text-to-Speech Nein i
Seitenzahl 295 (Printausgabe)
Altersempfehlung 16 - 99 Jahr(e)
Erscheinungsdatum 12.07.2019
Sprache Deutsch
EAN 9783948168032
Verlag Blutwut Verlag
Dateigröße 1295 KB

Kundenbewertungen

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Solide Unterhaltung: Thriller meets Hardcore meets Drama
von Vertigos Blacklist am 12.09.2019

„Memorabilia“ liest sich erstmal ein wenig wie Science Fiction an, wird unterbrochen von diversen Hardcore-Einlagen und mündet in ein Drama aus Trostlosigkeit und Verzweiflung. Für mich liegt darin aber keine Schwäche des Romans, sondern seine Stärke, denn er überzeugt durch die vielfältigen Tonlagen, die Schulte gleichermaßen m... „Memorabilia“ liest sich erstmal ein wenig wie Science Fiction an, wird unterbrochen von diversen Hardcore-Einlagen und mündet in ein Drama aus Trostlosigkeit und Verzweiflung. Für mich liegt darin aber keine Schwäche des Romans, sondern seine Stärke, denn er überzeugt durch die vielfältigen Tonlagen, die Schulte gleichermaßen mit Exzessen und Verdruss am Leben füllt. Die Handlung ist nicht sehr komplex, doch nicht eine der Episoden wirkt wie Füllmaterial – gerade nach der Lektüre des gesamten Textes zeigt sich die durchdachte Struktur der Romans. Der Klappentext löste bei mir leichte Assoziationen zu dem Actionfilm „Looper“ aus – doch in „Memorabilia“ fehlen zunächst erklärende Hintergründe; die Leser wissen genauso wenig wie der Protagonist über dessen Situation, Freds Brutalität wird hingegen mit viel Liebe zum Detail geschildert. Auch der Plot ist ein gänzlich anderer, in beiden Fällen werden jedoch atmosphärisch dichte Welten geboten. Besonders die Isolation von Fred und seine damit verbundene Einsamkeit, die kuriose, grausame und tragische Auswüchse hat, lassen sich nicht nur nachlesen, sondern erleben und nachfühlen. Ein paar Kleinigkeiten, die mich bei der Lektüre irritierten, da sie nicht hundertprozentig logisch erscheinen, werden später aufgeklärt – bevor also jemand Manuel Schulte Fehler in seinem Weltenbau vorwirft, sollte er oder sie den Roman besser auslesen :D Der große Twist von „Memorabilia“, der sich zuvor bereits mehrfach andeutet, ohne dabei zu voraussehbar zu sein, verleiht der Geschichte plötzlich ein gänzlich anderes Gesicht – nicht weniger hässlich, sondern anders hässlich: Die ersten vier Fünftel des Romans begleiten einen Protagonisten, der sich irgendwo zwischen einem gescheiterten Patrick Bateman und einem gemäßigten Raoul Duke einordnen lässt. Der Humor von Fred ist so schwarz wie seine Seele – eine Kombination, der ich oft und gerne erliege, zartbesaiteten Menschen aber ein Dorn im Auge sein könnte. Das letzte Fünftel des Romans holt allerdings nicht nur Fred auf den Boden der Tatsachen zurück und zeigt unter anderem, woraus sich dessen schier grenzenloser Hass gespeist hat. Wie beim langsamen Abklingen einer Droge (das kommt bei all den Exzessen von Fred wohl nicht von ungefähr) stellen die Leser erst allmählich fest, mit was für einem Menschen sie es wirklich zu tun hatten und haben. Das Ende von „Memorabilia“ hinterließ bei mir einen dicken Kloß im Hals, obwohl bei der Darstellung von Freds Hintergrunds gängige Klischees bedient werden, die nicht viel Neues bieten, aber überzeugen – zumal sie in den früheren Kapiteln bereits clever angelegt wurden. So kreativ, wie sich der Autor bei den Exzessen des Protagonisten zeigte, hätte er sich auch bei dessen Vorgeschichte bzw. Lebenssituation noch etwas stärker austoben können. Fazit: Manuel Schultes „Memorabilia“ weiß auf düstere Art und Weise zu unterhalten. Der Roman schafft es mit Leichtigkeit, die Leser von einer eher oberflächlichen Betrachtung des Protagonisten und seiner Welt wegzuschubsen und tief in dessen Mikrokosmos einzuführen. An machen Stellen bleibt mir die Handlung – abgesehen von den Schweinereien mit Blut und anderen Körperflüssigkeiten – jedoch zu steril, daher gibt es von mir einen Punkt Abzug.

Brutaler Mindfuck
von Blaxy87 aus Hannover am 08.09.2019
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Was würdest du tun, wenn du keine Konsequenzen zu befürchten hättest? Dein Handeln spielt keine Rolle, denn am nächsten Tag erwachst du wieder in deinem Bett und sämtliche Taten sind fortgespült - wie würdest du dich fühlen? - Wenn es dir zu anstrengend ist darüber nachzudenken, setz dich hin und lies einfach, wie es Fred dabei... Was würdest du tun, wenn du keine Konsequenzen zu befürchten hättest? Dein Handeln spielt keine Rolle, denn am nächsten Tag erwachst du wieder in deinem Bett und sämtliche Taten sind fortgespült - wie würdest du dich fühlen? - Wenn es dir zu anstrengend ist darüber nachzudenken, setz dich hin und lies einfach, wie es Fred dabei ergeht. Seit fünf Jahren befindet sich Fred in einer Zeitschleife. Er erlebt den selben Tag immer wieder; wacht pünktlich um sieben Uhr auf, egal was er "am Tag zuvor" getan hat oder wo er sich befand - immer wieder landet er in seinem Bett, erlebt den gleichen Tag. Nur das Frühstück wechselt. Und gegebenenfalls einer seiner Aufträge, den er ist Auftragskiller... Wie vom Blutwut Verlag gewohnt, erhält der Leser hier harte Kost. Knochen brechenj6, Blut spritzt, die Moral von Fred wird über Bord geworfen. - Nichts für zart besaitete! Offen gesagt war es mir anfangs ein wenig too much davon. Nicht, weil ich mit extremer Literatur nicht zurecht käme, mehr fiel es mir schwer mich auf Fred ansich einzulassen. Der Gute lässt wirklich nichts anbrennen, wenn es darum geht ein Bad Ass-Leben zu führen. Beleidigungen findet man zu Hauf, sind aber Kinderkacke, wenn man sich das große Ganze seines Handelns anschaut. Egal ob Drogen, Vergewaltigung und eben auch Mord - alles in Hülle und Fülle vorhanden. Wie gesagt, zunächst war es mir zu viel, aber wenn man erstmal den Kopf beim Lesen anwirft sieht es schon anders aus. Wie würde ich denn leben, wenn es nichts zu fürchten gäbe? Außer dem eigenen Ableben und Unbeteiligte umbringen ist nichts tabu, also.. so what? Nach fünf Jahren "Alltag" wird man wohl einfallsreicher um eben jenen zu entfliehen. Dennoch zieht sich diese latente Wut über das gesamte Buch. Manuel Schulte hat es wunderbar verstanden die Story rund zu schreiben; sowohl eine gut durchdachte Erklärung Freds Zustandes als auch ein extrem packender Turning Point erklären wunderbar die aggressive Ader. Dennoch ist's mir ein Hauch zu viel des Guten und der sonst so wunderbar nachhallende Mindfuck geht ein wenig unter. Ich liebe ja Bücher, die zum Nachdenken anregen und einen noch nach dem Beenden der Geschichte im Kopf herumspuken. "Memorabilia" gehört definitiv zu dieser Sparte, ist aber nicht nur der Gewalt wegen keine leichte Kost. Die Tragik des Alltags ist hier unerwartet eingewoben worden, womit man mich auf dem kalten Fuß erwischt hat. Not bad! Eine Empfehlung für alle, denen Palahniuk nicht brutal genug ist oder denen Dirk Bernemann zu verblümt schreibt!


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