Das Geheimnis von Westbury Hall

Roman

Rachel Hore

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Beschreibung

1938. Nach dem Tod ihres Vaters kehren Sarah, ihre Mutter und ihre Schwester aus Indien ins englische Norfolk zurück. Es ist kalt und unwohnlich, und es fällt Sarah schwer, sich wieder heimisch zu fühlen - bis sie Freundschaft mit Paul schließt, einem jungen Deutschen, der als Gärtnergehilfe auf dem benachbarten Westbury Hall arbeitet.

70 Jahre später stößt Briony während eines Urlaubs auf Filmaufnahmen aus dem Zweiten Weltkrieg. Einer der Männer ähnelt verblüffend ihrem Bruder. Könnte es sich bei ihm um ihren lange verstorbenen Großvater handeln? Die junge Historikerin ist fasziniert. Bei ihren Recherchen findet sie Briefe von Sarah und Paul - und enthüllt damit ein Geheimnis, das noch immer sorgfältig gehütet wird ...

Ein wunderbarer Roman auf zwei Zeitebenen, mit bezaubernden Schauplätzen und einer romantischen Liebesgeschichte

Rachel Hore, geboren in Epsom, Surrey, hat lange Zeit in der Londoner Verlagsbranche gearbeitet, zuletzt als Lektorin. Heute lebt sie mit ihrem Mann und ihren drei Söhnen in Norwich. Sie arbeitet als freiberufliche Lektorin und schreibt Rezensionen für den renommierten GUARDIAN. Dies ist ihr achter Roman.

Produktdetails

Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Family Sharing Ja i
Text-to-Speech Ja i
Seitenzahl 494 (Printausgabe)
Altersempfehlung 16 - 99 Jahr(e)
Erscheinungsdatum 27.11.2019
Sprache Deutsch
EAN 9783732577972
Verlag Lübbe
Originaltitel Last Letter Home
Dateigröße 2700 KB
Übersetzer Barbara Röhl
Verkaufsrang 16057

Kundenbewertungen

Durchschnitt
5 Bewertungen
Übersicht
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Zurück zu den Wurzeln
von Miss Norge am 19.04.2020
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Ein Roman mit Familiengeheimnissen die weit zurück in die Vergangenheit führen, so ein Plot geht eigentlich immer. Doch es kann leider auch etwas schiefgehen, nämlich dann, wenn es zu verworren wird und ich manchmal das Gefühl habe, das der "rote Faden" verloren geht. Am besten konnten mich noch die Erzählungen aus dem "Damals" ... Ein Roman mit Familiengeheimnissen die weit zurück in die Vergangenheit führen, so ein Plot geht eigentlich immer. Doch es kann leider auch etwas schiefgehen, nämlich dann, wenn es zu verworren wird und ich manchmal das Gefühl habe, das der "rote Faden" verloren geht. Am besten konnten mich noch die Erzählungen aus dem "Damals" unterhalten, aber der Strang, der im "Heute" angesetzt ist, der war nicht mein Ding. Briony, die Hauptperson im "Heute", ist Historikerin, unterrichtet an einer Universität und hatte mit Depressionen zu kämpfen. Sie sucht nun einen Weg für sich um wieder klar denken zu können und stößt dabei, durch puren Zufall, in ihrem Urlaub auf Aufnahmen aus dem Zweiten Weltkrieg auf denen ihr Großvater zu sehen ist. So nimmt alles seinen Lauf, denn nun ist ihr Ehrgeiz geweckt, sowohl als Historikerin, als auch um ihr Familienleben zu entwirren. Die Erzählung ab dem Jahre 1938 hat Sarah als Hauptprotagonistin und hier hätte ich sehr gerne ein ganzes Buch nur über sie, ihr Leben und ihre Liebe gelesen. Ihre heimliche Liebe gilt der Botanik und über dieses gemeinsame Hobby lernt sie Paul Hartmann kennen, einen deutschen jungen Mann, der als Gärtner für das Herrenhaus Westbury Hall arbeitet. Dann kommt der Krieg dazwischen und Paul wird als Deutscher in England nicht gerne gesehen. Das stellt ihre Freundschaft auf die Probe. Einzig die zu ausführlichen Kriegsbeschreibungen hätten meiner Meinung nach etwas dezenter ausfallen können, hier habe ich ab und an quer gelesen. Der Schreibstil von Rachel Hore ist an den passenden Stellen sehr romantisch, dann wieder mystisch, oder liebevoll. Sie kann sich sehr gut an die Situation anpassen, wenn es z.b. um die Kriegsszenen geht, dann wird es etwas rabiater und härter. Die Beschreibungen der Landschaft im englischen Norfolk und das Anwesen Westbury Hall, mit seinen verteilten Cottages ist klasse beschrieben, so das man sich alles sehr genau vorstellen kann. Ein Roman, den man lesen kann, aber den man nicht unbedingt gelesen haben muss.

Eine alte Geschichte kommt ans Licht
von Dreamworx aus Berlin am 11.04.2020

Nach einer missglückten Talkshow will die Historikerin Briony erst einmal untertauchen, denn ihr dortiger Auftritt hat für sie unangenehme Auswirkungen nach sich gezogen. Eine gemeinsame Auszeit mit Freunden in Italien soll ihr genügend Abstand verschaffen. Während eines Ausflugs stößt die Gruppe auf eine alte heruntergekommene ... Nach einer missglückten Talkshow will die Historikerin Briony erst einmal untertauchen, denn ihr dortiger Auftritt hat für sie unangenehme Auswirkungen nach sich gezogen. Eine gemeinsame Auszeit mit Freunden in Italien soll ihr genügend Abstand verschaffen. Während eines Ausflugs stößt die Gruppe auf eine alte heruntergekommene Villa, die sie sich genauer ansehen und einen Karton mit alten Fotos, Filmeaufnahmen und Briefen aus dem 2. Weltkrieg aufstöbern, der dort vergessen wurden. Briony ist überrascht, als sie auf einem Foto jemanden sieht, der wie ihr Bruder aussieht. Ob das ihr verstorbener Großvater Harry ist? Neugierig geworden verfolgt Briony die Spuren anhand des Fundes und stößt dabei auf ein uraltes und sehr gut gehütetes Geheimnis… Rachel Hore hat mit „Das Geheimnis von Westbury Hill“ einen Roman über zwei Zeitebenen vorgelegt, der sich in Gegenwart und Vergangenheit aufteilt. Der locker-flüssige und gefühlvolle Schreibstil vermischt sich mit einigen mystischen Elementen, deren es gar nicht bedurft hätte. Als Leser springt zwischen den Zeiten hin und her und macht schnell seinen Lieblingspart aus, denn die Vergangenheitsebene 1938 um Sarah und Paul ist nicht nur weitaus strukturierter und geradliniger ausgearbeitet, sondern auch mit viel mehr Gefühl gestaltet, so dass man ihr Schicksal gern verfolgt. Der Hass der Engländer auf die Deutschen wird gut dargestellt, das detaillierte Kriegsgeschehen wäre in diesem Roman eindeutig nicht notwendig gewesen, um die damaligen Schrecken zu verdeutlichen. Die Gegenwartsgeschichte um Briony ist weniger ansprechend und wirkt sehr konstruiert und vorhersehbar, irgendwie kommt einem alles bekannt vor und birgt kaum Überraschungen. Während die Landschaftsbeschreibungen farbenfroh und detailverliebt dargestellt werden, lässt der Spannungsbogen während der Handlung leider zu wünschen übrig. Dies ist man gar nicht von der Autorin gewohnt, wenn man einen Vergleich zu ihren anderen Büchern zieht. Die Charaktere sind sehr unterschiedlich ausgearbeitet und buhlen um die Gunst des Lesers. Briony wirkt die ganze Zeit irgendwie aufgesetzt und wenig sympathisch. Sie ist eine unsichere Frau, die sich durch Nichtigkeiten aus der Bahn werfen lässtn und die sich nun auf die Fahne geschrieben hat, die Vergangenheit ihrer Familie unter die Lupe zu nehmen. Ihre Freunde Aruna und Tom sind nur Randerscheinungen. Ganz anders sind da die Charaktere von Sarah und Paul in Szene gesetzt. Sarah ist eine intelligente und belesene Frau, die sich für Botanik interessiert und sich gerne in Gärten aufhält. Sie ist freundlich, hilfsbereit und empathisch. Paul ist als Deutsche nicht gerade ein gerngesehener Gast in England, doch er ist offen, ehrlich und arbeitet gern im Garten. „Das Geheimnis von Westbury Hill“ hat zwei Seiten zwischen den Seiten. Die konstruierte Gegenwart lässt zu wünschen übrig, die Vergangenheit weckt den Wunsch nach mehr. Die Kombination ist leider nicht so gut gelungen, somit ist eine Empfehlung nicht gerechtfertigt. Schade!

Spurensuche nach Sarah und Paul...
von Sylvia Ballschmieter aus Fredersdorf-Vogelsdorf am 02.03.2020

Das Geheimnis von Westbury Hall von Rachel Hore zur Geschichte: Wir sind im Jahr 1938. Nach dem Tod ihres Vaters kehren Sarah, ihre Mutter und ihre Schwester aus Indien ins englische Norfolk zurück. Es ist kalt und unwohnlich, und es fällt Sarah schwer, sich wieder heimisch zu fühlen - bis sie Freundschaft mit Paul schließt, e... Das Geheimnis von Westbury Hall von Rachel Hore zur Geschichte: Wir sind im Jahr 1938. Nach dem Tod ihres Vaters kehren Sarah, ihre Mutter und ihre Schwester aus Indien ins englische Norfolk zurück. Es ist kalt und unwohnlich, und es fällt Sarah schwer, sich wieder heimisch zu fühlen - bis sie Freundschaft mit Paul schließt, einem jungen Deutschen, der als Gärtnergehilfe auf dem benachbarten Westbury Hall arbeitet. 70 Jahre später stößt Briony während eines Urlaubs auf Filmaufnahmen aus dem Zweiten Weltkrieg. Einer der Männer ähnelt verblüffend ihrem Bruder. Könnte es sich bei ihm um ihren lange verstorbenen Großvater handeln? Die junge Historikerin ist fasziniert. Bei ihren Recherchen findet sie Briefe von Sarah und Paul - und enthüllt damit ein Geheimnis, das noch immer sorgfältig gehütet wird ... Mein Fazit: Den Leser erwartet ein emotionaler, packender, geheimnisvoller, mysteriöser und zugleich romantischer Roman, der von der Suche nach den eigenen Wurzeln bestimmt wird. Mit viel Feingefühl hat die Autorin die Verknüpfung der beiden Zeitschienen für den Leser eingefangen. Der Leser folgt Briony,der erfolgreichen Historikerin, Buchautorin und Dozentin der Uni. Auf Spurensuche nach der Familiengeschichte und die Liebe von Sarah und Paul stößt sie auf ein dunkles Geheimnis. Und immer stellt sie sich die Frage: Wer war Paul Hartmann? Was hatten er und ihr Großvater gemeinsam? Das Buch fängt die Gegenwart und die Vergangenheit wundervoll ein. Kriegsschauplätze werden realistisch beschrieben und wunderbar in den alten Liebesbriefen verknüpft. Ich war von Anfang bis Ende im Bann der Geschichte und habe mitgefiebert.


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